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Armutsbericht 2017

Den Blick schärfen! – Armut von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

von Marion von zur Gathen und Jana Liebert

Vorbemerkung

Wer in Deutschland unterwegs ist, ob nun in großen oder kleinen Städten, im Kreis, der Gemeinde oder auf dem Land, wird kaum berichten, überall und deutlich sichtbar eine steigende Armut in der Bevölkerung registriert zu haben. Abgesehen von obdachlosen Menschen und Männern und Frauen, die an belebten Plätzen Pfandflaschen aus Mülleimern fischen, bleibt Armut in Deutschland dem Blicken der Öffentlichkeit meist verborgen. Wenn Kinder ohne Pausenbrot in die Kindertageseinrichtung oder die Schule kommen, wenn Jugendliche sich aus gemeinsamen Aktivitäten mit Freunden zurückziehen, weil sie für so vieles das Geld nicht haben, wenn sie der Schule fern bleiben oder den Übergang in Ausbildung und Beruf nicht schaffen, dann werden die Erklärungen hierfür vorrangig in der Familie und bei den Betroffenen selbst gesucht. Dieser Blick auf das vermeintliche Versagen des Einzelnen, auf das jeweilige Familiensystem oder aber soziale Gruppen verhindert jedoch die Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Faktoren, die in einem der reichsten Länder der Erde Armut, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit produzieren und reproduzieren.

Die Risiken und langfristigen Folgen, die für Kinder und Jugendliche mit einem Aufwachsen in Armutslagen verbunden sind, sind hinlänglich bekannt: Armut beschämt, Armut entmutigt, Armut grenzt aus, Armut raubt Entwicklungschancen. Daher gilt es den Blick zu schärfen und sich mit den politischen und gesellschaftlichen Faktoren, die Armut begünstigen ebenso auseinander zu setzen, wie mit den konkreten Auswirkungen von Armut auf die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Grundsätzlich haben alle jungen Menschen ein Recht darauf, nicht in Armut aufzuwachsen und zu leben. Maßstab hierfür ist die Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Ungeachtet dessen sind es gerade Jugendliche sowie die jungen Erwachsenen, die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland besonders stark von Armut bedroht sind. Vor diesem Hintergrund braucht es eine Verständigung aller gesellschaftlichen Akteure und Gruppen über eine nachhaltige Strategie zur Bekämpfung von Armut in unserem Land. Bei dieser Strategie sind alle Dimensionen von Armut in den Blick zu nehmen und deren Auswirkungen auf die Teilhabe und Verwirklichungschancen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu betrachten sowie daran konkrete Handlungsoptionen zu entwickeln.

Armutslagen und deren Dimensionen

Im Bereich der Armutsforschung können verschiedene methodische Ansätze verfolgt werden, um Armut und soziale Ausgrenzung zu erfassen und darzustellen. Die bekanntesten sind der Lebenslagenansatz und der Ressourcenansatz. Während der Lebenslagenansatz sich auf die „Gesamtheit der Zusammenhänge, in denen Personen ihre materiellen und immateriellen Teilhabechancen nutzen“1 bezieht, fokussiert der Ressourcenansatz vor allem auf das verfügbare Einkommen und die daraus resultierenden soziokulturellen Teilhabechancen. Zwischen beiden Ansätzen kann jedoch keine scharfe Trennlinie gezogen werden. Eine methodische Erweiterung bietet der Ansatz der Verwirklichungschancen, der zwischen den realistischen und potentiellen Verwirklichungschancen unterscheidet. Ausgehend von einem differenzierten Freiheitsbegriff wird Armut bei diesem Ansatz als Mangel an fundamentalen Verwirklichungschancen definiert.

Danach gilt das Einkommen als ein wichtiger, aber nicht alleiniger Faktor, um Verwirklichungschancen zu schaffen. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass der Mangel an Einkommen und dessen Bedeutung und Auswirkungen auf die Lebens- und Entwicklungsbedingungen von jungen Menschen vernachlässigt werden dürfen. Einkommen ist und bleibt das zentrale Mittel für Teilhabe und Verwirklichungschancen.2 Um die Lebenswirklichkeit junger Menschen, die in Armut leben, annähernd erfassen und abbilden zu können, sollte hierfür ein multidimensionaler Ansatz verfolgt werden. Auf der Basis einer multidimensionalen Betrachtung können alte Pfade in der Bekämpfung von Armut, beispielsweise in der Sozial-, Arbeitsmarkt- oder Bildungspolitik kritisch reflektiert und neue entwickelt werden.

Einkommensdeprivation bei Jugendlichen und jungen Erwachsene

Für die Erfassung von Einkommensarmut können unterschiedliche Referenzgrößen zur Anwendung kommen. Die gängige Definition basiert auf dem EU-weit gültigen Berichtsstandard, bei dem das verfügbare und bedarfsgewichtete Haushaltsnettoeinkommen (Nettoäquivalenzeinkommen) ermittelt wird und mit dem mittleren Einkommen (Median) der Gesamtbevölkerung in Bezug gesetzt wird. Als armutsgefährdet oder arm gilt ein Haushalt, dessen Nettoäquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens der Bevölkerung zur Verfügung steht. Die Anzahl der betroffenen Haushalte im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung bildet die Armutsrisikoquote ab.

Demnach gilt als arm, wer weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens im Monat zur Verfügung hat. In Deutschland lag diese Armutsschwelle für Alleinstehende bezogen auf 2015 bei 942 Euro im Monat. Für eine Familie mit zwei Kindern unter vierzehn Jahren beträgt danach die Armutsschwelle 1.978 Euro im Monat.3 Danach galten 2015 rund 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren als arm. In der Altersgruppe der 18- bis unter 25-Jährigen traf das sogar auf jeden vierten jungen Erwachsenen zu. Die Armutsgefährdung von Kindern und Jugendlichen unter 18 sowie der jungen Erwachsenen bis 25 Jahren steigt seit Jahren kontinuierlich an und liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von derzeit 15,7 Prozent.4 

Um die Armut von Jugendlichen und jungen Erwachsenen messen und einordnen zu können, werden verschiedene Datensätze wie der Mikrozensus, die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) oder das Sozioökonomische Panel (SOEP) verwendet. In der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser Daten werden jedoch oft völlig unterschiedliche Altersgruppen verwendet, die nur bedingt einen Vergleich der Daten ermöglichen. Wichtig ist jedoch, dass für die Armutsbetroffenheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die noch im Haushalt der Eltern leben, die Einkommenssituation des gesamten Haushalts und damit auch der Eltern betrachtet werden muss. Nach Auszug aus dem elterlichen Haushalt werden hingegen nur noch die Haushalte des jungen Erwachsenen und deren Einkünfte betrachtet.

Eine gute Grundlage für die Einordnung von Armutslagen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bietet nach wie vor der 14. Kinder- und Jugendbericht, insbesondere die Expertisen und Aufsätze, die als ergänzende Materialien von der Sachverständigenkommission veröffentlicht wurden.

So nehmen Krause, Falkenberg und Herzberg eine entsprechende Analyse vor und beschreiben die Entwicklung von Armutsrisiken von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Als dauerhaft arm können danach die Personen angesehen werden, die nach den Standards der Laeken-Indikatoren5, in dem Jahr vor und nach der Erhebung als einkommensarm einzustufen sind. Die hiermit erfasste dauerhafte Einkommensarmut beschreibt den Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in „persistenter Einkommensdeprivation und indiziert so besondere sozialpolitische Problemlagen“.6

Zwar kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Armutsbetroffenheit der Kinder im Alter von null bis zehn Jahren sich trotz des Anstiegs der Einkommensarmut in der Bevölkerung zuletzt nicht mehr weiter erhöht hat und sich inzwischen kaum mehr von der der Gesamtbevölkerung unterscheidet, jedoch die Armutsbetroffenheit der Jugendlichen im Alter von elf bis unter 20 Jahren weiter gestiegen ist und deutlich über dem Niveau der Gesamtbevölkerung liegt. Ebenso kann bei der Altersklasse der jungen Erwachsenen von 21 bis 30 Jahren eine überproportionale Zunahme der Armutsbetroffenheit verzeichnet werden.7   

Selbst wenn bei der Gruppe der jungen Erwachsenen berücksichtigt werden muss, dass sich hierunter auch Studenten befinden, die zwar selbst über wenig Einkommen verfügen, aber aus wohlhabenden Haushalten stammen, konnte Groh-Samberg mit entsprechenden Vergleichsrechnungen, bei denen die Eltern und ihre ausgezogenen Kinder als „virtuelle ökonomische Einheiten“ betrachtet wurden, zeigen, dass zwar „eine solche Korrektur (…) zu einer deutlichen Reduktion der Armutsquoten junger Erwachsener und tatsächlich auch zu einer Abschwächung der zeitlichen Zunahme von Armut bei jungen Erwachsenen (führt). Gleichwohl konnte auch mit dieser Betrachtungsweise eine signifikante Zunahme der Armut über die Zeit festgestellt werden.“8

Im Ergebnis wird deutlich, „dass die Armutsrisiken in der Altersgruppe der 15- bis unter 30-Jährigen, und darunter insbesondere der 20- bis unter 25-Jährigen so hoch sind wie in keiner anderen Altersklasse.“9 Lediglich ein Viertel der von Armut betroffenen jungen Menschen sind nach dieser Analyse Studierende oder Auszubildende, die aus Haushalten mit wohlhabenden Eltern kommen. Für diese jungen Menschen ist die Zeit, in der sie als arm angesehen werden müssen, oft nur eine vorübergehende Episode in ihrem Leben. Aber selbst die nachweisliche Zunahme von Studierenden seit 2005/06 von rund 2,1 auf 2,7 Millionen in 2014/15 erklärt noch nicht den grundsätzlichen Anstieg in der Armutsbetroffenheit bei jungen Erwachsenen.10 Die Ursachen hierfür dürften u. a. in einer geringen Qualifikation, Arbeitslosigkeit und prekärer Beschäftigung zu finden sein. Daher sollte die Aufmerksamkeit auf die jungen Menschen gelenkt werden, die die Schule ohne Abschluss verlassen, wo der Übergang in Ausbildung und Beruf nicht gelingt und kein beruflicher Bildungsabschluss erreicht werden kann. Diese jungen Menschen verfügen über ein erhöhtes Risiko, in Einkommensarmut zu geraten. Auch der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die auf Grundsicherungsleistungen nach dem Sozialgesetzbuch II angewiesen sind, lässt Rückschlüsse auf ein Leben in Einkommensarmut zu. Laut amtlicher Statistik waren das zum Stichtag 1. August 2016 rund 2 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, erweitert man die Bezugsgruppe um die jungen Erwachsenen unter 25 Jahren, sind hier weitere 500.000 Betroffene hinzuzurechnen.11

Bildung als zentrale Determinante für Verwirklichungschancen und Teilhabe

Bildung ist eine wichtige Determinante für die Verwirklichung individueller Lebenschancen sowie von sozialer und kultureller Teilhabe. In Deutschland besteht trotz beträchtlicher Bemühungen in Bildungspraxis und Bildungspolitik auch bei erkennbaren Fortschritten weiterhin eine starke Abhängigkeit zwischen der sozialen Herkunft und der Verwirklichung von Bildungschancen.12 Noch immer verlassen jedes Jahr rund 50.000 junge Menschen die Schule, ohne zumindest über einen Hauptschulabschluss zu verfügen, jeder zweite hat davon eine Förderschule besucht.13 In Deutschland verfügten 2015 rund 3,7 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren über keinen entsprechenden Schulabschuss, 16,8 Prozent waren ohne beruflichen Bildungsabschluss oder befanden sich in einer schulischen oder beruflichen Bildungsmaßnahme.14

Auch wenn Schul- und Berufsabschlüsse in beinahe jeder Lebensphase nachgeholt werden können, darf die für Deutschland mehrfach attestierte starke Abhängigkeit zwischen der sozialen Herkunft und der Verwirklichung von Bildungschancen und dem damit zusammenhängenden später zu erzielendem Einkommen nicht vernachlässigt werden. Dies zeigt eine starke Pfadabhängigkeit, die den individuellen sozialen Aufstieg enorm erschweren kann. Bildung spielt neben einer ausreichenden materiellen Ausstattung die zentrale Rolle für die Verwirklichung von Lebenschancen und bei der Überwindung von Armut.

Dieser Befund ist nunmehr seit Jahrzehnten unbestritten, hinreichend belegt und bleibt als eine der drängendsten strukturellen Herausforderungen bestehen. Er verweist erneut auf den besonderen Handlungsbedarf, der es erforderlich macht, Lösungsansätze über die verschiedenen Bildungsbereiche und der Übergänge von Schule in das Berufsleben hinweg zu konzipieren.

Möglichkeiten und Grenzen des Bildungssystems

Die Veränderungen im Bildungssystem, wie der forcierte Ausbau der frühkindlichen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote kann – bei aller Wertschätzung für diesen Bildungsbereich – nicht verhindern, dass in Armut aufgewachsene Kinder auch in ihrem weiteren Lebensverlauf als Jugendliche und junge Erwachsene schlechtere Bildungschancen und damit größere Schwierigkeiten beim Einstieg in das Berufsleben haben. Kinder, die in Armut aufwachsen, entwickeln nach El-Mafaalani als Denk- und Handlungsmuster einen sogenannten „Habitus der Notwendigkeit“.15 Die grundlegende Prägung erfolgt demnach oft in einem familiären Umfeld, das durch Knappheit an ökonomischen (Geld, Besitz) und kulturellen Ressourcen (Wissen, Bildung), aber auch sozialem Kapital (soziale Netzwerke, Anerkennung) gekennzeichnet ist. Daher steht meist bei den eigenen Anstrengungen die Frage nach einem kurzfristigen Ergebnis bzw. Nutzen stärker im Vordergrund als langfristige oder auf Zukunft angelegte Bemühungen. Erfolge bei schulischen Lerninhalten sind kurzfristig oft nicht zu erreichen, so dass die gegenwärtige Bedeutung oftmals nicht erkennbar ist. Beispiel ist hier u.a. die Wahl der späteren Schulform. Demnach tragen auch typische milieuspezifische Denk- und Handlungsmuster dazu bei, dass beruflicher Erfolg und soziale Mobilität erschwert werden. Wer demnach wirksam gegen Armut von Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen vorgehen will, muss die gesamte Familie und deren Lebensbedingungen stärker in den Blick nehmen. Damit einhergehen sollte auch eine kritische Reflexion bestehender monetärer und infrastruktureller Förderung und Unterstützung von Familien. Ein Beispiel hierfür ist das Budget für Schulbedarfe aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Alle Kinder, die Sozialgeld erhalten, haben Anspruch auf 100 Euro (70 Euro zum Schuljahresbeginn, 30 zum zweiten Halbjahr) zur Deckung des Bedarfs an Schulmaterialien und Lernmitteln wie Bücher, Hefte oder Schulranzen. Verschiedene Studien16 zeigen jedoch, dass der Bedarf dieses Budget deutlich übersteigt. Tatsächlich werden für Bücher oder für Verbrauchsmaterialien deutlich höhere Ausgaben getätigt. So werden Kinder und Jugendliche schon früh abgehängt und Armutsfolgen im Bildungsbereich eher weiter verstärkt statt abgebaut.

Zudem segregiert das bestehende (mehrgliedrige) Schulsystem oft in doppelter Hinsicht: weil es gerade in Armut aufgewachsene Kinder und Jugendliche zu früh in bestimmte Bildungswege zwingt. Sie haben oft keine Möglichkeit, bestimmte Denk- und Handlungsmuster in der kurzen Zeit vor der Entscheidung der späteren Schulform zu erlernen oder zu verändern. Die aktuelle World Vision Studie zeigt, dass Kinder in völlig unterschiedlichem Umfang die verschiedenen Schulabschlüsse anstreben. Mehr als vier Mal so viele Kinder aus Familien mit einem hohen sozioökonomischen Hintergrund nennen im Vergleich zu Kindern mit niedrigem sozioökonomischen Hintergrund das „Abitur“ als angestrebten Bildungsabschluss.17 Auch weil ein längerer Schulbesuch mit einem deutlich späteren – wenn auch möglicherweise höheren – Einkommen verbunden ist. Ungeachtet dessen blicken, laut der Shell-Jugendstudie, mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen mit niedrigem sozioökonomischen Hintergrund weder optimistisch in die Zukunft noch glauben sie an die Realisierbarkeit ihrer beruflichen Wünsche. Dabei nehmen die Jugendlichen die Schlüsselrolle von Bildung für ihren weiteren Lebensweg über alle Schichten hinweg durchaus wahr.18 Die milieuspezifische Sozialisation befördert schon früh ein „Management von Knappheit“, das in seiner Folge die Vererbung von Armut als strukturelles Problem die Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik vor große Herausforderungen stellt.

Dieser strukturelle Zusammenhang ist bereits früh sichtbar. Mit der Wahl der Schulform verbinden sich bestimmte Bildungswege und spätere Einkommens-erwartungen. Diese sind umso günstiger, je höher der Schulabschluss ausfällt. Damit einhergehend hat der geringste Schulabschluss in den letzten Jahrzehnten einen großen Bedeutungsverlust erfahren. Die Zahl der Schüler/-innen, die die Schule mit einem Hauptschulabschluss verlassen, ist seit Jahren rückläufig. Erwarben im Jahr 2006 noch 27 Prozent diesen Abschluss, waren es 2014 nur noch 21 Prozent. Der mittlere Abschluss hingegen gewinnt weiter an Bedeutung.19 Auch die Zugänge in die verschiedenen Ausbildungsbereiche segmentieren sich deutlich. Mit einem Hauptschulabschluss ist es zunehmend schwieriger, eine Ausbildung außerhalb handwerklicher, landwirtschaftlicher oder hauswirtschaftlicher Berufe aufzunehmen. Diese Verschiebung zeigt, dass die Notwendigkeit einer höheren Qualifizierung zunehmend wichtiger wird und sich die beruflichen Optionen für diejenigen kontinuierlich verengen, die mit einem geringen Abschluss die Schule verlassen. Darauf hat die Bildungspolitik bis heute keine ausreichenden Antworten gefunden.

Chancenlos bleiben damit oft diejenigen zurück, die ohne Abschluss geringe Aussicht auf einen Ausbildungsplatz haben und oft – zumindest kurzfristig – im Übergangssystem zwischen Schule und Ausbildung verbleiben.

Jugendliche und junge Erwachsene im Übergangssystem

Die Bedeutung des Schulabschlusses sowie der Schulnoten für den Zugang in eine vollqualifizierende Berufsausbildung sind unbestritten. Die schulische Vorbildung ist demnach für Jugendliche und junge Erwachsene ein wichtiges Startkapital für den weiteren Bildungsweg. Jugendliche ohne einen entsprechenden Schulabschluss oder lediglich mit einem Hauptschulabschluss haben auf dem Ausbildungsmarkt deutlich schlechtere Chancen. Zudem sind sie von der Wahl bestimmter Berufe oder Berufsgruppen aufgrund der bestehenden Segmentation von Berufen und Berufsgruppen faktisch ausgeschlossen. Der Bildungsbericht 2016 beschreibt für die duale Berufsausbildung vier Segmente von Schulabschlüssen und Berufen, bei denen vor allem das obere sowie das Segment in der oberen Mitte fast reine Berufsareale für Studienberechtigte und Schulabgänger/-innen mit einem mittleren Schulabschluss sind. Die damit verbundene hohe Homogenität der einzelnen Segmente verweist auch auf eine starke Abschottung der Segmente gegeneinander.20 Dieser Befund lässt sich auch und sogar noch ausgeprägter auf das Schulberufssystem übertragen.

Jugendliche, die ihre Ausbildungschancen über einen nachgeholten oder höheren Schulabschluss verbessern wollen oder denen individuelle Defizite und damit eine fehlende Ausbildungsreife attestiert wird, landen nicht selten im sogenannten Übergangssystem, um hier entsprechende Abschlüsse nachzuholen oder Kompetenzen zu erwerben. Strittig ist allerdings, ob individuelle Defizite oder fehlende Ausbildungsreife für die Ausbildungslosigkeit Jugendlicher die entscheidenden Determinanten sind, oder nicht zum Teil „interessengesteuert“ sind, „um ein nicht ausreichendes Ausbildungssegment zu legitimieren“.21 So kommen beispielsweise Enggruber und Ulrich in ihrer Studie zu dem Ergebnis, „dass der institutionell geregelte marktwirtschaftliche Zugang zu einer dualen Berufsausbildung (…) in erheblichem Maße zu ungleichen Bildungschancen für ausbildungsinteressierte Jugendliche führt“ und fordern, die institutionellen Regelungen, nach denen der Zugang zu einer Berufsausbildung ausschließlich über das Marktprinzip gesteuert wird, zu überdenken.22

Das Übergangssystem soll individuelle Chancen auf die Aufnahme einer Ausbildung verbessern. Jugendliche und junge Erwachsene mit Hauptschulabschluss stellen mit insgesamt 46,2 Prozent den größten Anteil. Rund 23 Prozent hatten keinen schulischen Abschluss. 2015 lag die Zahl der Anfänger/-innen im Übergangsbereich mit 270.783 deutlich über dem Vorjahreswert von 252.670. Zwar findet ein Großteil der Teilnehmer/-innen nach den sowie durch die Maßnahmen einen Ausbildungsplatz, je länger jedoch die Verweildauer in diesem Übergangssystem anhält, desto negativer wirkt sich dies auf eine Ausbildungsaufnahme bzw. auf den Ausbildungsverlauf aus.23 Daher müssen früher, bereits im regulären Bildungssystem, Chancen ermöglicht werden, bevor Jugendliche und junge Erwachsene im Übergangssystem zwischen Schule und Beruf verbleiben. Angesichts des prognostizierten zunehmenden Fachkräftebedarfs in den kommenden Jahren muss es ein wichtiges Anliegen sein, jedem ausbildungsinteressierten Jugendlichen eine unmittelbare Aufnahme einer Berufsausbildung zu ermöglichen und deren erfolgreichen Abschluss mit entsprechenden Hilfe- und Unterstützungsmaßnahmen zu flankieren. Die Kinder- und Jugendhilfe und hier insbesondere die Jugendsozialarbeit können hierfür wichtige Beiträge leisten.

Jugendliche und junge Erwachsene – gering Qualifizierte in prekärer Beschäftigung

Selbst ein Schulabschluss, eine Ausbildung und ein Studium sind keine verlässlichen Garanten mehr für die Sicherung des eigenen Lebensunterhaltes. Angesichts der Tatsache, dass nahezu ein Viertel aller Beschäftigten im Niedriglohnbereich, d.h. für einen Stundenlohn knapp unter zehn Euro, in Teilzeit arbeiten oder lediglich über befristete Arbeitsverträge verfügen, geht die Unsicherheit von prekärer Beschäftigung auch an hoch Qualifizierten nicht vorbei. Dazu kommen Minijobs und Arbeitsverhältnisse in der Leiharbeit.24 

Dennoch ist das Risiko gerade für junge Erwachsene unter 25 Jahren und gering Qualifizierte ohne einen Schulabschluss besonders hoch. Somit spielen hier das Alter und der Bildungsgrad eine entscheidende Rolle. Aber eben auch Beschäftigte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder sogar einem akademischen Abschluss befinden sich zu einem nicht geringen Anteil in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Zu den gut Qualifizierten zählen z.B. auch junge Erwachsene mit akademischem Abschluss, die im Übergang zwischen Universität und einer Beschäftigung nicht selten Phasen von schlecht bezahlten und wechselnden kurzen Beschäftigungsverhältnissen haben. Für diese Gruppe kann aber davon ausgegangen werden, dass diese Situation zumeist temporär ist – nach ca. drei Jahren befinden sich drei Viertel der Hochschulabsolventen in abhängiger Beschäftigung, 16 Prozent sind freiberuflich oder selbstständig tätig, ca. vier Prozent sind arbeitslos gemeldet.25  

Ein Blick auf die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verdeutlicht, wie wichtig eine gute berufliche Qualifizierung ist. Die Zahl sozialversicherungspflichtige Beschäftigter stieg von 2005 bis 2015 insgesamt um mehr als vier Millionen Menschen an. Von dieser Entwicklung profitierten jedoch überwiegend Menschen mit einem Hochschulabschluss. Der Anteil von gering Qualifizierten in abhängiger Beschäftigung liegt dagegen auf niedrigem Niveau bei ca. 12 Prozent und das obwohl die Zahl der gering Qualifizierten in den letzten Jahren sogar leicht zurückgegangen ist.26 

Dem gegenüber ist der Anteil von gering Qualifizierten in prekärer Beschäftigung besonders hoch.27 So verfügten gering Qualifizierte mit gut 43 Prozent in 2014 über ein deutlich höheres Niedriglohnrisiko als alle Beschäftigten mit knapp 23 Prozent. Ebenso sind sie häufiger von Löhnen unterhalb des Mindestlohns betroffen als andere Beschäftigte. Für Deutschland weist der Bericht der Mindestlohnkommission (2016) einen Anteil von 24,3 Prozent der gering Qualifizierten mit Löhnen unterhalb von 8,50 Euro aus, gegenüber 11,3 Prozent in der Gesamtwirtschaft. Gering Qualifizierte arbeiten mit fast 21 Prozent deutlich häufiger in Minijobs als Personen mit Berufsabschluss mit nur gut 10 Prozent. Mit 15,6 Prozent ist der Befristungsanteil unter gering Qualifizierten höher als in der Gesamtwirtschaft mit knapp 12 Prozent. Während der Anteil der Leiharbeit in der Gesamtwirtschaft bei knapp 3 Prozent liegt, sind über 6 Prozent der gering Qualifizierten in Leiharbeitsunternehmen tätig.

Schon diese wenigen Zahlen machen deutlich, dass bereits ein Scheitern im Schulsystem einen faktischen Ausschluss von einem regulären Ausbildungsverhältnis sowie im weiteren Verlauf vom Eintritt in ein Normalarbeitsverhältnis implizieren kann und damit auch eine Existenzsicherung unabhängig von Transferleistungen und Armutslagen. Angesichts eines vielfältigen und tiefgreifenden Wandels der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und damit einhergehend einem Ersatz von einfachen Tätigkeiten ist anzunehmen, dass sich dieser Trend noch weiter verstärken wird. Bei den Lösungsansätzen müssen verschiedene Denk- und Handlungsmuster genauso berücksichtigt werden wie die Qualität von Bildungsprozessen, die Kooperation zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen und den Übergangssystemen von Schule in das Berufsleben sowie Fort- und Weiterbildung.

Fazit: Multidimensionale Handlungsansätze im Kampf gegen Armut

Unabhängig davon, welchen statistischen Zugang man wählt und ob Studenten vollumfänglich berücksichtig werden oder nicht, sind es Jugendliche und junge Erwachsene, die im Vergleich zur Gesamtbevölkerung in Deutschland nachweislich am Stärksten von Armut betroffen sind. Diese jungen Menschen wachsen oft bereits in Familien auf, die nur über geringe ökonomische und kulturelle Ressourcen sowie soziale Kapitalien verfügen. Dies belegen auch Hinweise auf eine hohe Pfadabhängigkeit bei Armutslagen. Vor diesem Hintergrund muss erneut die Frage nach einer besseren und effektiven Förderung und Unterstützung von Familien über staatliche Transfers wie über infrastrukturelle Maßnahmen gestellt werden. Diese Frage ist sicherlich alles andere als neu. Ungeachtet dessen gilt sie bisher, trotz umfänglicher Evaluation der familienbezogenen Leistungen und Maßnahmen, als unzureichend beantwortet.

Um Armutslagen wirksam zu bekämpfen, reicht es daher nicht aus, nur punktuell Verbesserungen über einzelne Maßnahmen, wie dem Ausbau der frühkindlichen Förderangebote, zu erreichen oder sich lediglich auf die seit den 1960er Jahren geltende bildungspolitische Programmatik „Ausbildung für alle“ zu berufen. Vielmehr braucht es eine Gesamtstrategie, die sich mit den strukturellen Bedingungen gesellschaftlich reproduzierter Ungleichheit genauso auseinandersetzt wie mit milieuspezifischen Denk- und Handlungsmustern und offenen und versteckten Formen der Distinktion.

Vor diesem Hintergrund ist insbesondere das bestehende Bildungssystem mit seinen Strukturen, seiner Durchlässigkeit und seinen Handlungslogiken kritisch in den Blick zu nehmen. Denn nach wie vor scheitern viele arme Jugendliche und junge Erwachsene bereits im Schulsystem, verlassen ohne oder nur mit einem niedrigen Abschluss die Schule und sind überdurchschnittlich oft in Übergangsmaßnahmen sowie von Arbeitslosigkeit oder prekärer Beschäftigung betroffen.

Benötigt werden bildungs-, sozial- und arbeitsmarktpolitische Handlungsansätze, die ihre Strategien entlang der Bedarfe der in Armut lebenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen und deren Familien konzipieren und umsetzen. Gefordert sind hier alle Ebenen – Bund, Länder und Kommunen. Nur so kann das Recht jedes Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Bildung und Chancengerechtigkeit auch tatsächlich umgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Bedürfnissen ernst genommen und beteiligt werden. Partizipation sollte hierbei als Notwendigkeit und Chance zugleich begriffen werden. Sie bedeutet, Beteiligung zu ermöglichen und damit von Beginn an Selbstwirksamkeit aktiv zu fördern.

Das Ziel, Chancengerechtigkeit in der Bildung und im Zugang zur Berufsausbildung zu erreichen, muss stärker verfolgt und die hierfür notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. Das ist umso bedeutender, wenn Kinder und Jugendliche in Armut aufwachsen. Aus den armen Kindern und Jugendlichen werden nicht selten arme junge Erwachsene und aus diesen wiederum arme Eltern. Diesen Teufelskreis gilt es nachhaltig zu durchbrechen.

Dafür ist es ganz entscheidend, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Rechte von Kindern und Jugendlichen auf ein Leben ohne Armut weiter zu schärfen. Mit der Implementierung der Kinderrechte ins Grundgesetz kann die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen als Träger eigener Grundrechte weiter gestärkt werden. Dieses Ziel sollte unbedingt weiter verfolgt werden. Wie ernst es Deutschland damit ist, muss sich auch an einem erkennbaren politischen Willen zeigen, in der Bekämpfung der Armut von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen endlich wichtige Schritte zu gehen und eine nachhaltige, multidimensionale Strategie zu entwickeln und umzusetzen.


Anmerkungen

1) Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, https://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a334-4-armuts-reichtumsbericht-2013.html (Stand 9. April 2015).

2) Vgl. Sen, Amartya, Ökonomie für den Menschen – Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft, Carl Hanser Verlag, München/Wien 2000, S. 113.

3) Vgl. Tabelle 1, S. 7.

4) Vgl. Statische Ämter des Bundes und der Länder; Sozialberichterstattung, Tabelle A.1.1.0, www.amtliche-sozialberichterstattung.de/A1armutsgefaehrdungsquoten.html (Stand: 20. Dezember 2016)

5) Die sogenannten Laeken-Indikatoren sind ein System von monetären und nichtmonetären Messgrößen zur Erfassung und Darstellung der sozialen Teilhabe in einem Land. Sie erlauben eine über die bloße Einkommenshöhe hinausgehende – mehrdimensionale – Erfassung von Armutsgefährdung. Das Indikatorensystem ist benannt nach dem belgischen Ort Laeken, wo der Europäische Rat im Dezember 2001 ein Paket von 18 Einzelindikatoren beschloss.

6) Vgl. Krause, Peter/Falkenberg Hanno/ Herzberg Isabella; Zur Entwicklung von Armutsrisiken bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – Materialien zum 14. Kinder- und Jugendbericht. DJI 2013, S. 20.

7) Vgl. ebenda, S. 19.

8) Groh-Samberg, Olaf; Expertise zur Entwicklung und Struktur von Jugendarmut, in Kinder- und Jugendhilfe in neuer Verantwortung – Materialen zum 14. Kinder- und Jugendbericht, DJI 2013, S. 29.

9) Ebenda, S. 30.

10) Vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung; Bildung in Deutschland 2016 – ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildung und Migration; Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kultusminister Konferenz (Hrsg.); W. Bertelsmann Verlag, Bielefeld 2016, S. 293.

11) Vgl. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II, Bedarfsgemeinschaften und deren Mitglieder, Nürnberg, November 2016.

12) Vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung, a.a.O., 2016, S. 14.

13) Vgl. ebenda, S. 273.

14) Vgl. Statisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch, Wiesbaden 2016, S. 80

15) El-Mafaalani, Aladin, Vom Arbeiterkind zum Akademiker. Über die Mühlen des Aufstiegs durch Bildung. Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Sankt Augustin/Berlin 2014, S. 5.

16) Vgl. Andresen, Sabine; Hurrelmann, Klaus: Wie gerecht ist unsere Welt? Kinder in Deutschland 2013 – 3. World Vision Studie. Beltz Verlag, Weinheim 2013.

17) Vgl. Albert, Mathias, Hurrelmann, Klaus, Quenzel, Gudrun, 17. Shell Jugendstudie – Jugend 2015. Zusammenfassung, deutsche Übersetzung, Seite 14f, www.shell.de/aboutshell/our-commitment/shell-youth-study-2015/multimedia.html (Stand. 16. Oktober 2015).

18) Vgl. Autorengruppe Bildungsberichterstattung, a.a.O., 2016, S. 96, 112.

19) Vgl. ebenda, S. 111.

20) Vgl. Buchholz, Sandra/ Imdorf, Christian, u.a., Sind leistungsschwache Jugendliche tatsächlich nicht ausbil-dungsfähig? Eine Längsschnittanalyse zur beruflichen Qualifizierung von Jugendlichen mit geringen kognitiven Kompetenzen im Nachbarland Schweiz. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychiatrie 64 /2012, S. 723.

21) Vgl. Enggruber, Ruth/ Ulrich, Joachim Gerd, Schwacher Schulabschluss und dennoch rascher Übergang in Berufsausbildung? – Einflussfaktoren auf Übergangsprozesse von Hauptschulabsolventinnen mit Konsequenzen für deren weitere Bildungswege, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (Hrsg.), Wissenschaftliche Diskussionspapiere, Heft 154, Bonn 2014, S. 44.

22) Vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berufsbildungsbericht 2016. Berlin 2016, S. 56, 115.

23) Vgl. Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia, Arbeitsmarkchancen von Geringqualifizierten. Institut für Arbeit und Qualifizierung, IAQ-Report 03/ 2016, Duisburg-Essen, S. 6.

24) Vgl. Schmidt, Boris; Hecht, Heidemarie, Generation Praktikum – Praktika nach Studienabschluss: zwischen Fairness und Ausbeutung. Hans-Böckler-Stiftung, Berlin 2011.

25) Vgl. Kalina, Thorsten; Weinkopf, Claudia, a.a.O. 2016, S. 4.

26) Vgl. ebenda, S. 6, 13.

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