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Bilder, Grafiken, Tabellen

Bild: Karte der BRD veranschaulicht Armut durch Hartz IV im Jahr 2011
Armut durch Hartz IV 2011
Tabelle 6: Regionale Armutsgefährdungsquoten 2005 - 2010
Tabelle 6: Regionale Armutsgefährdungsquoten 2005 - 2010
Grafik: Tabelle 7- Regionale Armutsgefährdungsquoten
Tabelle 7: Regionale Armutsgefährdungsquoten
Grafik: Tabelle 8- Regionale SGB II-Quoten 2005 bis 2011– alphabetisch sortiert nach Bundesländern
Tabelle 8: Regionale SGB II-Quoten 2005 bis 2011– alphabetisch sortiert nach Bundesländern

Regionale Zerrissenheit

So wie die Aussagekraft der gesamtdeutschen Betrachtung mit Blick auf die Länder mit Armutsgefährdungsquoten von 10,8 Prozent in Bayern bis 22,4 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern deutlich relativiert wird, suggeriert auch der Ländervergleich eine Homogenität, die in den Regionen nicht mehr gegeben ist – weder im Status Quo, noch in der Entwicklung Öffnet einen internen Link(siehe Tabelle 6).

Gerade die großen westdeutschen Flächenländer zeigen enorme Armutsgefälle innerhalb ihrer Landesgrenzen. Haben wir in der nordrhein-westfälischen Region Bonn eine Armutsgefährdungsquote von 11,5 Prozent, sind es in der gerade mal 100 Kilometer entfernten Region Dortmund bereits 19,7 Prozent. Sind es in der baden-württembergischen Region Donau-Iller 8,4 Prozent, liegt die Quote in der Rhein-Neckar-Region bei 14,6 Prozent.

Bei den Raumordnungsregionen reicht die Spanne in Ostdeutschland mittlerweile von 12,2 Prozent im Brandenburgischen Havelland-Fläming bis zu 24,6 Prozent in Vorpommern. Die Spanne in Westdeutschland reicht von 7,5 Prozent im bayrischen Oberland bis zu 19,7 Prozent in der Region Dortmund Öffnet einen internen Link(siehe Tabelle 7).

Statt eines „sauberen Ost-West- Schnitts“ erscheint Deutschland mehr und mehr als armutspolitischer Flickenteppich. Von der Stadt Hannover (21,3 Prozent) über das Land Bremen (21,1 Prozent) bis zur Region Dortmund (19,7 Prozent) stoßen wir auf Armutsgefährdungsquoten, die deutlich über dem ostdeutschen Durchschnitt liegen, während umgekehrt Regionen wie Südthüringen mit 14,4 Prozent oder das Brandenburgische Havelland-Fläming mit 12,2 Prozent sogar unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt liegen.

Noch schärfer zeigt sich das Bild regionaler Zerrissenheit bei der Hartz- IV-Betroffenheit Öffnet einen internen Link(siehe Karte und Tabelle 8). Selbst hinter einem bayrischen Landesdurchschnitt von 4,4 Prozent verbergen sich Problemregionen wie Hof mit 13,3 Prozent, Weiden in der Oberpfalz mit 12,7 Prozent oder Schweinfurth mit 12,3 Prozent, allesamt also mit einer Hartz-IV-Betroffenheit, die deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 9,8 Prozent liegt. Auf der anderen Seite finden wir in den ostdeutschen Ländern mit sehr hohen Hartz-IV-Anteilen Regionen wie das thüringische Eichsfeld und den Wartburgkreis oder auch den brandenburgischen Kreis Potsdam Mittelmark mit einer Hartz-IV-Quote von nur 7 bis 7,5 Prozent.