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Aktuelles

24.03.17
Pressemeldung

Armuts- und Reichtumsbericht: Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert unabhängige Sachverständigenkommission

Berlin: Als „peinlich“ bezeichnet der Paritätische Wohlfahrtsverband das Agieren der Bundesregierung im Zusammenhang mit der...

24.03.17

Aufbau eines Sozialen Arbeitsmarktes - Einführung des Passiv-Aktiv-Transfers auf Bundesebene - aktuelle Positionierung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Nach jahrelangen Experimenten mit zeitlich befristeten Modellprogrammen des Bundes und der Länder ist es an der Zeit, um auf Bundesebene die...

23.03.17

Stellungnahme des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur Öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe "Zwölfter Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik"

Am 22. Dezember 2016 veröffentlichte die Bundesregierung den „12. Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik“ (BT -...

03.11.11 Alter: 5 Jahr(e)

Armut auf Rekordniveau: Paritätischer fordert Masterplan zur Armutsbekämpfung

Kategorie: Pressemeldung

Von: Gwendolyn Stilling

Pressemeldung vom 03.11.2011

 

Als neuerliches Dokument tiefgreifender Verwerfungen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft wertet der Paritätische Wohlfahrtsverband die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen, nach denen jeder sechste Deutsche in Armut lebt. Der Verband kritisiert die Politik der schwarz-gelben Koalition, die die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen zwei Jahren noch verschärft habe, und fordert von der Bundesregierung einen belastbaren Masterplan zur Armutsbekämpfung.

Der Paritätische weist darauf hin, dass den über 12 Millionen armen Menschen in Deutschland ein privates Geldvermögen von rund fünf Billionen Euro gegenüber stehe. „Nicht nur die Armut in Deutschland hat Rekordniveau erreicht, sondern auch der Reichtum hat trotz aller Krisen stetig zugenommen. Wenn dieser eklatanten Ungleichheit kein Ende bereitet wird, droht unsere Gesellschaft zu kollabieren“, warnt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen.

Der schwarz-gelben Koalition wirft der Verband armutspolitisches Versagen vor. Die Bundesregierung habe mit ihren bisherigen Maßnahmen die gesellschaftliche Spaltung sogar noch beschleunigt. „Maßnahmen wie die Streichung des Elterngeldes für Hartz IV-Bezieher, Kürzungen beim Wohngeld bis hin zur so genannten Instrumentenreform in der Arbeitsmarktpolitik führen direkt dazu, dass die Armut in Deutschland zunimmt. Diese Bundesregierung muss endlich zu einer Politik zurückkehren, die Armut bekämpft und sie nicht noch verschärft“, so Schneider.

Der Paritätische fordert die Bundesregierung auf, von der geplanten Instrumentenreform Abstand zu nehmen, die Hartz IV-Regelsätze auf eine bedarfsgerechte Höhe von 420 Euro anzuheben, das Bildungs- und Teilhabepaket durch eine echte Bildungsoffensive für unterprivilegierte Kinder zu ersetzen und das Rentensystem wirklich armutsfest zu machen.