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04.01.11 Alter: 4 Jahr(e)

BMAS veröffentlicht Gutachten zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulsabschlusses

Kategorie: Jugendsozialarbeit, Arbeitslosigkeit

Von: Tina Hofmann

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat jetzt das von INBAS erstellte Gutachten ?Erfolgreich bestanden ? Parameter für den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses? veröffentlicht.

 

Das Gutachten untersucht, insbesondere welche Angebote es etwa seitens der Bundesländer und der Bundesagentur für Arbeit zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses gibt und wie erfolgreich in diesen Angeboten der Hauptschulabschluss erworben werden kann. Es werden Erfolgsfaktoren identifiziert und Empfehlungen für eine Weiterentwicklung der Angebote gegeben. Im Anhang findet sich eine systematische Aufbereitung der Angebote in den Bundesländern.

In der Studie wird festgestellt, dass das Nachholen des Hauptschulabschlusses in den höchst unterschiedlichen Kontexten stattfindet. Qantitativ am bedeutendsten sind die Angebote in schulischen Bildungsgängen der Bundesländern mit je sehr unterschiedlichen Bedingungen und die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der BA.

Die Erfolge der schulischen Angebote in den Bundesländern sind kaum zu vermitteln, weil die Angebote zu heterogen ausgestaltet sind und die Datenlage unzureichend ist. Für BvB konnte ermittelt werden, dass die Motivation der TeilnehmerInnen, einen Hauptschulabschluss erwerben zu wollen, ein zentraler Erfolgsfaktor darstellt. Dabei ist zu bedenken, dass nur rund 10% der BvB-TeilnehmerInnen dieses Ziel verfolgen. Gleichzeitig wird auch seitens der BA ein anderes Maßnahmenziel favorisiert, nämlich die Integration in Ausbildung bzw. Arbeit, während der Erwerb das Hauptschulabschlusses nur nachrangig verfolgt wird. Für eine Weiterentwicklung der Angebote empfiehlt da Gutachten, die Ziele der BvB stärker zu priorisieren. Soweit dabei der Erwerb des Hauptschulabschlusses vorangestellt würde, sei außerdem eine stärkere Binnendifferenzierung der Förder-, Lern- und Qualifizierungsangebote in BvB nötig. Das Gutachten gibt zahlreiche weitere Empfehlungen für eine Weiterentwicklung von BvB und einige Hinweise zur Ausgestaltung der Prüfungen in den schulischen Bildungsgängen der Länder. Darüber hinaus empfiehlt das

Gutachten für Jugendliche aus dem Rechtskreis SGB II niedrigschwelligere Angebote als BvB bereitzustellen. Diese Jugendlichen verfügen besonders häufig über keinen Schulabschluss und weisen multiple Problemlagen auf. In der Studie wird in diesem Zusammenhang auf die ausgelaufene Regelung zur Bereitstellung von Arbeitsgelegenheiten mit dhingewiesen.

Die Studie kann eingesehen werden unter

www.bmas.de/portal/49808/