• Schnellsuche
  • Layout wechseln
  • Schriftgröße ändern
  • Seite drucken
  • Seite als PDF
  • RSS-Feeds

Aktuelles

20.11.14
Chronische Erkrankungen

Urteil des Bundessozialgerichts: Foto für elektronische Gesundheitskarte ist Pflicht

Das höchste Sozialgericht hat entschieden: Die elektronische Gesundheitskarte ist rechtmäßig. Weder die Fotopflicht noch der eingebaute Speicherchip...

19.11.14
Entwicklungszusammenarb.

Weltbevölkerungsbericht 2014

Jeder vierte Mensch ist zwischen zehn und 24 Jahren alt ? das sind weltweit 1,8 Milliarden Menschen und damit mehr als jemals zuvor. Vor allem in den...

17.07.12 Alter: 2 Jahr(e)

Freie Wohlfahrtspflege gibt Arbeitshilfe zur Optionspflicht heraus

Kategorie: Migrationssozialarbeit, Flüchtlingsarbeit

Von: Katharina Alich

Die Folgen der Optionspflicht sind komplex und bergen Integrationshindernisse in sich. Die vorliegende Arbeitshilfe klärt Optionspflichtige über die einzelnen Schritte und deren Folgen auf und informiert zu den Voraussetzungen, beide Staatsangehörigkeiten beizubehalten.

 

Seit der Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts 2000 erwerben in Deutschland geborene Kinder von Ausländerinnen und Ausländern unter bestimmten Umständen qua Geburt zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies jedoch zunächst nur auf Zeit. Um Mehrstaatigkeit zu vermeiden, muss mit Beginn der Volljährigkeit, spätestens jedoch bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres erklärt werden, ob die deutsche oder die andere Staatsangehörigkeit behalten werden soll. Alternativ kann ein Antrag auf Beibehaltung beider Staatsangehörigkeiten gestellt werden.

Seit dem Jahr 2000 sind ca. 50.000 junge Erwachsene davon betroffen. Die praktischen Erfahrungen in den Migrationsberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege belegen: Die Optionspflicht bedeutet vielfach ein schwer überschaubares bürokratisches Verfahren. Es berührt die Identität der jungen Menschen und steht ihr oft entgegen.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sprechen sich darum für eine Abschaffung der Optionspflicht für junge Erwachsene aus. Sie plädieren dafür, bikulturell geprägte Identitäten und Mehrstaatigkeit in der Einwanderungsgesellschaft als normal anzusehen. Dazu braucht es ein gesellschaftliches Klima, in dem Einbürgerung als wünschenswert betrachtet und zusehends erleichtert wird.

Darüber hinaus fordern die Spitzenverbände eine bessere Information und Aufklärung der Bevölkerung und eine Vereinfachung der behördlichen Einbürgerungsverfahren. Junge Erwachsene, die der Optionspflicht unterliegen sowie Einbürgerungswillige sollten stärker als bisher über die Vorteile und Bedingungen einer Einbürgerung bzw. im Optionsfall einer Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit informiert und beraten werden.

Individuelle Beratungen bieten die jeweiligen Migrationsdienste der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege vor Ort wie die Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer (MBE) im Paritätischen: www.migration.paritaet.org/index.php

Anlage: Arbeitshilfe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege: Die Optionspflicht in der Beratungsarbeit