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Aktuelles

31.10.14
Pressemeldung

Hartz IV-Reform: Paritätischer begrüßt Vorschläge aus der Unions-Fraktion

Pressemeldung vom 31.10.2014

30.10.14
Krankenhäuser, Psychiatrie, Chronische Erkrankungen, Selbsthilfe

Gesetzliche Krankenversicherung - Aktueller Kommentar zum SGB V

Die vierte, neu bearbeitete Auflage des Kommentars zum SGB V beinhaltet alle wichtigen Reformgesetze der 17. Wahlperiode zur gesetzlichen...

28.10.14
Psychiatrie, Personalwesen

Neue DGUV Vorschrift 1: Basis für den Gesundheitsschutz tritt in Kraft

Wer trägt die Verantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz? Welche Strukturen und Anforderungen müssen Betriebe beachten? Die neue DGUV...

17.07.12 Alter: 2 Jahr(e)

Freie Wohlfahrtspflege gibt Arbeitshilfe zur Optionspflicht heraus

Kategorie: Migrationssozialarbeit, Flüchtlingsarbeit

Von: Katharina Alich

Die Folgen der Optionspflicht sind komplex und bergen Integrationshindernisse in sich. Die vorliegende Arbeitshilfe klärt Optionspflichtige über die einzelnen Schritte und deren Folgen auf und informiert zu den Voraussetzungen, beide Staatsangehörigkeiten beizubehalten.

 

Seit der Reform des deutschen Staatsangehörigkeitsrechts 2000 erwerben in Deutschland geborene Kinder von Ausländerinnen und Ausländern unter bestimmten Umständen qua Geburt zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies jedoch zunächst nur auf Zeit. Um Mehrstaatigkeit zu vermeiden, muss mit Beginn der Volljährigkeit, spätestens jedoch bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres erklärt werden, ob die deutsche oder die andere Staatsangehörigkeit behalten werden soll. Alternativ kann ein Antrag auf Beibehaltung beider Staatsangehörigkeiten gestellt werden.

Seit dem Jahr 2000 sind ca. 50.000 junge Erwachsene davon betroffen. Die praktischen Erfahrungen in den Migrationsberatungsstellen der Freien Wohlfahrtspflege belegen: Die Optionspflicht bedeutet vielfach ein schwer überschaubares bürokratisches Verfahren. Es berührt die Identität der jungen Menschen und steht ihr oft entgegen.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sprechen sich darum für eine Abschaffung der Optionspflicht für junge Erwachsene aus. Sie plädieren dafür, bikulturell geprägte Identitäten und Mehrstaatigkeit in der Einwanderungsgesellschaft als normal anzusehen. Dazu braucht es ein gesellschaftliches Klima, in dem Einbürgerung als wünschenswert betrachtet und zusehends erleichtert wird.

Darüber hinaus fordern die Spitzenverbände eine bessere Information und Aufklärung der Bevölkerung und eine Vereinfachung der behördlichen Einbürgerungsverfahren. Junge Erwachsene, die der Optionspflicht unterliegen sowie Einbürgerungswillige sollten stärker als bisher über die Vorteile und Bedingungen einer Einbürgerung bzw. im Optionsfall einer Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit informiert und beraten werden.

Individuelle Beratungen bieten die jeweiligen Migrationsdienste der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege vor Ort wie die Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer (MBE) im Paritätischen: www.migration.paritaet.org/index.php

Anlage: Arbeitshilfe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege: Die Optionspflicht in der Beratungsarbeit