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Aktuelles

24.07.14
Migrationssozialarbeit

Arbeitshilfe: Aufenthalt in Deutschland von EU-Bürgern mit Daueraufenthaltsrecht

In den letzten Jahre sind immer mehr Einwanderer aus nicht EU Staaten (sogenannte Drittstaater) nach Deutschland gekommen.

22.07.14
Krankenhäuser, Psychiatrie, Chronische Erkrankungen, Menschen mit Behinderung

GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz

Der Bundesrat hat am 11.Juli 2014 das Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qualität in der gesetzlichen Krankenversicherung...

21.07.14
Menschen mit Behinderung

BSG_Entscheidung_Treppensteighilfe

Das Bundessozialgericht (BSG) Entscheidung zur Versorgung eines pflegebedürftigen Rollstuhlfahrers mit einer Treppensteighilfe.

20.12.10 Alter: 4 Jahr(e)

Frist für "Beibehaltensgenehmigung" für doppelte Staatsangehörigkeit beachten

Kategorie: Migrationssozialarbeit

Von: Harald Löhlein

Ende 2010 endet für die ersten "optionspflichtigen" Jugendlichen die Frist, innerhalb derer sie die Beibehaltung ihrer 2. Staatsangehörigkeit beantragen können

 

Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 erhalten in Deutschland geborene Kinder ausl. Eltern unter bestimmten Bedingungen neben der Staatsangehörigkeit der Eltern auch die dt. Staatsangehörigkeit. Sie müssen sich aber, wenn sie volljährig werden, innerhalb von 5 Jahren, also bis zu ihrem 23. Lebensjahr für eine der beiden Staatsangehörigkeiten entscheiden. ( Optionspflicht)

Allerdings gibt es zahlreiche Konstellationen, bei denen die Betroffenen weiterhin beide Staatsangehörigkeiten behalten können. Dies gilt generell für alle Bürgerinnen und Bürger aus EU Staaten, für anerkannte Flüchtlinge, aber auch für Betroffenen aus anderen Staaten, denen die Entlassung aus ihrer Staatsangehörigkeit nicht möglich oder nicht zumutbar sind. So verweigern einige Staaten regelmäßig die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit, andere machen dies von unzumutbaren Bedingungen ( überhöhte Gebühren) abhängig. Teilweise ist die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit mit deutlichen Nachteilen in vermögensrechtlicher Art verbunden.

Dies gilt auch generell bei Einbürgerungen- nicht nur bei Jugendlichen. So wird heute bei über 50 % aller Einbürgerung die Beibehaltung einer weiteren Staatsangehörigkeit akzeptiert.

Wichtig ist nun folgendes: Wenn die Jugendlichen ihre ausl. Staatsangehörigkeit beibehalten wollen, so müssen sie auf jeden Fall rechtzeitig eine „ Beibehaltensgenehmigung“ beantragen. Dies müssen sie allerdings schon vor Ihrem 21. Geburtstag tun! Sie haben dafür also nicht bis zum 23. Lebensjahr Zeit!

2008 sind die ersten Jugendlichen, für die die Optionspflicht gilt, volljährig geworden.

Mit Ende des Jahres 2010 endet für die ersten von Ihnen somit die Frist, in der sie die Beibehaltensgenehmigung beantragen können.

Der Paritätische macht alle Betroffen nochmals auf diese Frist aufmerksam und empfiehlt, diesen Antrag ggf. rein vorsorglich zu stellen.