• Schnellsuche
  • Layout wechseln
  • Schriftgröße ändern
  • Seite drucken
  • Seite als PDF
  • RSS-Feeds

Aktuelles

22.05.15
Arbeitslosigkeit, Grundsicherung

Beschluss in der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages: Bund teilt den Jobcentern mehr Verpflichtungsermächtigungen zur Finanzierung längerfristiger Fördermaßnahmen zu

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 20.5. einen Beschluss zum Nachtragshaushalt 2015 gefasst und dabei auch zusätzliche...

22.05.15
Menschen mit Behinderung

Studie zum Wahlrechtsausschluss von Menschen mit Behinderung

Die Verbände - einschließlich der Bundesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung - stellten am 21.05.2015 einvernehmlich ihre...

20.05.15
Grundsicherung

aktuelle Positionierung der BAGFW zu den Regelbedarfen im SGB II

Aktuelle Positionierung der BAGFW zu den Regelbedarfen im SGB II

20.12.10 Alter: 4 Jahr(e)

Frist für "Beibehaltensgenehmigung" für doppelte Staatsangehörigkeit beachten

Kategorie: Migrationssozialarbeit

Von: Harald Löhlein

Ende 2010 endet für die ersten "optionspflichtigen" Jugendlichen die Frist, innerhalb derer sie die Beibehaltung ihrer 2. Staatsangehörigkeit beantragen können

 

Seit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 erhalten in Deutschland geborene Kinder ausl. Eltern unter bestimmten Bedingungen neben der Staatsangehörigkeit der Eltern auch die dt. Staatsangehörigkeit. Sie müssen sich aber, wenn sie volljährig werden, innerhalb von 5 Jahren, also bis zu ihrem 23. Lebensjahr für eine der beiden Staatsangehörigkeiten entscheiden. ( Optionspflicht)

Allerdings gibt es zahlreiche Konstellationen, bei denen die Betroffenen weiterhin beide Staatsangehörigkeiten behalten können. Dies gilt generell für alle Bürgerinnen und Bürger aus EU Staaten, für anerkannte Flüchtlinge, aber auch für Betroffenen aus anderen Staaten, denen die Entlassung aus ihrer Staatsangehörigkeit nicht möglich oder nicht zumutbar sind. So verweigern einige Staaten regelmäßig die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit, andere machen dies von unzumutbaren Bedingungen ( überhöhte Gebühren) abhängig. Teilweise ist die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit mit deutlichen Nachteilen in vermögensrechtlicher Art verbunden.

Dies gilt auch generell bei Einbürgerungen- nicht nur bei Jugendlichen. So wird heute bei über 50 % aller Einbürgerung die Beibehaltung einer weiteren Staatsangehörigkeit akzeptiert.

Wichtig ist nun folgendes: Wenn die Jugendlichen ihre ausl. Staatsangehörigkeit beibehalten wollen, so müssen sie auf jeden Fall rechtzeitig eine „ Beibehaltensgenehmigung“ beantragen. Dies müssen sie allerdings schon vor Ihrem 21. Geburtstag tun! Sie haben dafür also nicht bis zum 23. Lebensjahr Zeit!

2008 sind die ersten Jugendlichen, für die die Optionspflicht gilt, volljährig geworden.

Mit Ende des Jahres 2010 endet für die ersten von Ihnen somit die Frist, in der sie die Beibehaltensgenehmigung beantragen können.

Der Paritätische macht alle Betroffen nochmals auf diese Frist aufmerksam und empfiehlt, diesen Antrag ggf. rein vorsorglich zu stellen.