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25.07.11 Alter: 3 Jahr(e)

Material zur Tagung des Bundeskoordinatorenteams "Immer mehr Jugendliche mit psychischen Erkrankungen-2 am 6. und 7. Juli in Konstanz

Kategorie: Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe, Arbeitslosigkeit

Von: Tina Hofmann

Die Präsentationen zu dieser Tagung des Bundeskoordinatorenteams stehen jetzt zur Verfügung.

 

Die Tagung hatte diesen Ablauf:

Am ersten Tag wurden in Referaten von Prof. Grulke, Ärztlicher Direktor der Luisenklink in Bad Dürrheim und von Frau Dr. Klein, Chefärztin an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie im Klinikum am Weissenhof, Weinsberg, Daten und Fakten zur Verbreitung und den Ursachsen psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen dargestellt. Frau Dr. Klein ging besonders auf jugendtypische Symptomatiken und mögliche Umgangsweisen mit diesen Erkrankungen ein. In drei Arbeitsgruppen wurde den TeilnehmerInnen und Teilnehmern die Gelegenheit gegeben, aus ihren praktischen Erfahrungen zu berichten und Handlungsnotwendigkeiten aufzuzeigen.

Die Ergebnisse des ersten Tages wurden in dieser Präsentation zusammengefasst:

Frau Dr. Klein hat zudem ihre Präsentation zur Verfügung gestellt:

Am zweiten Tag präsentierten Werner Feiri, Jugendamt Bodenseekreis und Frau Dr. Dagmer Hoehne die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie im Bodeenseekreis, Präsentation anbei:

Der Aufbau tragfähiger Hilfestrukturen für psychisch kranke Jugendliche sollte nicht nur mustergültig in einer oder wenigen Regionen, sondern flächendeckend stattfinden, so ein wesentliches Fazit dieses Referats.

Wie in einer Integrationsfirma Arbeitsmöglichkeiten auch für psychisch kranke junge Menschen geschaffen werden können und mit welchen Schwierigkeiten Träger hierbei zu kämpfen haben, stellte Andreas Effinger, Geschäftsführer, am Beispiel der Indigo gGmbH in Konstanz dar.

Stefan Kaufmann, Sozialpädagoge in der Klinik Haus Vogt, Titisee-Neustadt, berichtete von seiner praktischen Tätigkeit zur Stärkung von Sozialkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen.

Wesentliche Erkenntnisse aus Sicht der Veranstalter:

Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendsozialarbeit müssen im Umgang mit psychisch kranken Jugendlichen lernen, eine gemeinsame Sprache und Fallverständnis zu entwickeln. Es geht nicht um eine "Fallübergabe", sondern gemeinsame Fallbearbeitung.

Träger der Jugendsozialarbeit benötigen Kenntnisse über psychische Erkrankungen bei Jugendlichen und müssen ein Verständnis darüber erarbeiten, wie sie diese Jugendlichen unterstützen können und an welchem Punkt die Hilfe der Kinder- und Jugendpsychiatrie notwendig ist.

Zwischen den Hilfesystemen sind verlässliche Kooperationsstrukturen aufzubauen.