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21.05.12 Alter: 2 Jahr(e)

Neue UN-Zahlen: Müttersterblichkeit weltweit fast halbiert

Kategorie: Entwicklungszusammenarb.

Von: Uwe Demuth

Die Zahl der Frauen, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben, ist deutlich zurückgegangen. Dabei haben vor allem die Länder große Fortschritte gemacht, die in freiwillige Familienplanung, Gesundheitspersonal und Geburtshilfe investiert haben.

 

Die Müttersterblichkeit hat sich in den vergangenen 20 Jahren weltweit fast halbiert: Zwischen 1990 und 2010 sank die Zahl der Frauen, die infolge von Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt starben, von jährlich 543.000 auf 287.000. 99 Prozent der Todesfälle ereignen sich in Entwicklungsländern. Das belegen neue Daten, die der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltbank und UNICEF Mitte Mai veröffentlicht haben.

Die meisten Länder haben die Müttersterblichkeit deutlich gesenkt, weil sie in freiwillige Familienplanung, in die Ausbildung von Hebammen und anderem Gesundheitspersonal sowie in die Notfall-Geburtshilfe investiert haben. Beispielsweise ist in Ostasien, das die größten Fortschritte gemacht hat, die Verwendung von Verhütungsmitteln mit 84 Prozent inzwischen besonders hoch. Die neuen Zahlen zeigen zugleich, dass die Müttersterblichkeit in Afrika südlich der Sahara weiterhin dramatisch hoch ist: 85 Prozent aller Fälle von Müttersterblichkeit gehen auf diese Region zurück. Hier ist das Risiko einer Frau, bei der Geburt zu sterben, 1 zu 39. Zum Vergleich: In Industrieländern beträgt das Risiko 1 zu 3.800. In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara ist das Millennium-Entwicklungsziel, die Müttersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um drei Viertel zu senken, kaum noch erreichbar, wenn nicht massiv in Familienplanung und in die Gesundheit von Müttern investiert wird.

Mehr Informationen zum Bericht "Trends in maternal mortality: 1990 to 2010" (in englischer Sprache) finden Sie auf den Seiten von UNFPA >

Die zehn Länder mit der höchsten Müttersterblichkeit finden Sie hier >

Quelle: DSW-news Mai 2012