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29.06.12 Alter: 2 Jahr(e)

Studie zur Privaten Krankenversicherung

Kategorie: Psychiatrie

Von: Dagmar Siewerts

Studie entdeckt Lücken in privater Krankenversicherung

 

Bei der Studie, durchgeführt vom Kieler Gesundheitsökonomen Thomas Drabinski und einer Frankfurter Beratungsfirma, wurden 85 Tarifbestandteile ausgewählt, die sich am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen orientierten (beispielsweise häusliche Krankenpflege). Zusätzlich wurden Angebote aufgenommen, die gesetzlich Versicherte nicht erstattet bekommen, wie zum Beispiel privatärztliche Versorgung sowie Brillen und Kontaktlinsen. Schließlich wurden insgesamt 208 Tarifsysteme mit 1567 Kombinationen untersucht.

Die Untersuchung ergab, dass kein Produkt alle 85 Kriterien erfüllen konnte. Besonders problematisch ist aus Sicht der Autoren, dass viele Versicherungen nur eingeschränkt Anschlussheilbehandlungen, Psychotherapien oder wichtige medizinische Hilfsmittel übernehmen. Die PKV optimiere ihr Angebot nicht für die Patienten, sondern für den Markt: Tarife würden nicht bedarfsgerecht für Endkunden entwickelt, sondern unter der Prämisse, wie sie bei Preisvergleichen abschneiden würden, heißt es in der Studie.

Zwar fühlen sich Patienten in der Regel luxuriös behandelt, der Schutz ist offenbar aber nicht so umfassend, wie viele Kunden glauben. Manche Privatversicherungen weisen gravierende Lücken auf, die bei gesetzlichen Kassen abgedeckt sind.

Den Bericht der Ärztezeitung vom 10.06.2012 und 11.06.2012 finden Sie hier:

www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/815015/viele-pkv-tarife-grossen-leistungsluecken.html

www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/815112/gkv-pkv-setzen-sechs.html