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22.10.14
Arbeitslosigkeit

Positionspapier der BAGFW zur den Vorschlägen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Rechtsvreinfachung im SGB II

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat eine Bewertung des nunmehr veröffentlichten Abschlussberichts der...

21.10.14
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Anhörung zur Teilhabe

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16.10.14
Jugendsozialarbeit

Veröffentlichung Broschüre - Europäische Wege zur Förderung der JSA II, Erasmus+ JUGEND IN AKTION - Eine Darstellung anhand von praktischen Beispielen

Für die Entwicklung von transnationalen Projekten stehen Trägern die Fördermöglichkeiten des Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION zur Verfügung. Im...

20.07.12 Alter: 2 Jahr(e)

Vereinte Nationen gehen von steigenden Flüchtlingszahlen aus

Kategorie: Flüchtlingsarbeit, Entwicklungszusammenarb.

Von: Uwe Demuth

Die Zahl der Flüchtlinge wird in den nächsten zehn Jahren spürbar ansteigen. Davon geht das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) aus.

 

Die Gründe für den zu erwartenden Zuwachs an Flüchtlingen sind komplex und miteinander verwoben: Sie reichen von Armut und Bevölkerungswachstum über Klimawandel, Naturkatastrophen und Konflikte bis zu Wasser- und Ressourcenmangel sowie Engpässen bei der Nahrungsmittelversorgung. In dem Ende Mai präsentierten Bericht "The State of the Worlds Refugees" wird vor allem die rasch steigende Zahl der Binnenvertriebenen, das heißt innerhalb eines Landes Vertriebenen, als Herausforderung benannt. Derzeit gibt es weltweit 26 Millionen Binnenvertriebene und rund 16 Millionen Menschen, die auf ihrer Flucht eine Staatengrenze überquert haben sowie eine Million Asylsuchende. 2011 hat UNHRC die höchste Zahl von Flüchtlingen innerhalb der letzten zehn Jahren registriert.

Der UN Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, warnte bei der Vorstellung des Berichts, dass Armut und Landflucht im Zuge eines Anstiegs der Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen im Jahre 2100 zunehmen werden. Zudem steige die Zahl der weltweiten Krisenherde. Als Beispiele nannte Guterres Mali, Syrien, den Sudan sowie den Osten der DR Kongo. Gleichzeitig werde es immer schwieriger und gefährlicher, Flüchtlingen – insbesondere Binnenvertriebenen in Ländern wie Somalia, Jemen oder Afghanistan – zu helfen. Meist könnten sie weder zurückkehren, noch sich dort dauerhaft niederlassen, wo sie im Moment leben oder an einen Ort migrieren, an dem sie willkommen sind, beklagte Guterres. Die Möglichkeiten, Flüchtlingen zu helfen, schwänden gerade zu einem Zeitpunkt, zu dem immer mehr Menschen dringend auf solche Hilfe angewiesen seien.

70 Prozent aller Flüchtlinge, die vom UNHCR betreut werden, sind schon fünf Jahre oder länger auf der Flucht und weltweit leben 80 Prozent aller Flüchtlinge in Entwicklungsländern. Als Beispiele hob Guterres 1,7 Millionen Afghanen hervor, die in Pakistan leben und die etwa 600.000 Menschen, die mittlerweile in Kenia Schutz suchen. Das Mandat des UN-Flüchtlingshilfswerkes erstreckt sich ausschließlich auf internationale Flüchtlinge – Binnenvertriebene fallen nicht darunter. Doch bemüht sich die UN-Organisation zunehmend auch um sie und auch um die weltweit etwa 12 Millionen staatenlosen Personen. Das UNHCR verzeichnet allerdings zunehmend Probleme, die Unterzeichnerstaaten der UN-Flüchtlingskonvention zur Einhaltung ihrer Pflichten gegenüber Flüchtlingen zu bewegen.

Weitere Informationen finden Sie im UNHCR-Bericht

"The State of the World's Refugees: In Search of Solidarity"

Quellen: DSW-newsletter Juni 2012 sowie Associated Press, 01. Juni 2012