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18.12.07 Alter: 7 Jahr(e)

Weltkatastrophenbericht 2007

Kategorie: Humanitäre Auslandshilfe

Von: Uwe Demuth

Mehr als 140 Millionen Menschen waren 2006 von Naturkatastrophen betroffen. Das waren gut 20 Millionen weniger als noch 2005.

 

Knapp 25.000 Menschen kamen 2006 durch die Auswirkungen von Erdbeben, Hurrikanen oder Dürre um, im Jahr zuvor waren es noch fast 100.000 gewesen. Die Katastrophen haben Schäden von rund 23,5 Milliarden Euro verursacht. Das geht aus dem am 13.12.2007 veröffentlichten Weltkatastrophenbericht der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaft (IFRC) hervor.

Auch wenn die Zahl der Betroffenen und vor allem die errechnete Schadenssumme (2005 lag der Gesamtschaden bei 120 Milliarden Euro) zurückgegangen sind, hat die Zahl der Naturkatastrophen und der durch Menschen verursachten Großunglücke in den vergangenen 20 Jahren um gut 60 Prozent zugenommen. Das hatte schon der letzte Weltkatastrophenbericht gezeigt.

Zwischen 1997 und 2006 hat es demnach rund 6800 Katastrophen auf der ganzen Welt gegeben - in den zehn Jahren zuvor waren 4200 Großunglücke gemeldet worden. Im diesjährigen Bericht warnt das Rote Kreuz, dass benachteiligte Gruppen wie Kinder, alte und behinderte Menschen sowie Angehörige von Minderheiten im Fall einer Katastrophe oft von Hilfe abgeschnitten blieben.

Wie erfolgreich langfristige Katastrophenvorsorge sein kann, zeige das Beispiel Bangladesh. Beim Zyklon Sidr, der im November das Land heimsuchte, kamen rund 3000 Menschen ums Leben. 1971 waren bei einem Zyklon der gleichen Stärke noch mehr als 140.000 Menschen ums Leben gekommen. Unter anderem mit einem Frühwarnsystem und mit Evakuierungsplänen, in die speziell Frauen einbezogen wurden, konnten nach Angaben des DRK viele Menschenleben gerettet werden.

Quelle: FAZ.NET vom 13.12.07