Aktuelle Medienmitteilung von "Aktion Deutschland Hilft" - Hunger in Afrika: Später ist zu spät

Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, darunter auch Paritätische Mitgliedsorganisationen, verstärken gemeinsamen Einsatz gegen die Hungersnot

BONN, 1. Juni 2017 – „Es ist die schlimmste Dürre, die ich je gesehen habe“, sagt die 115-jährige Koyo aus dem Dorf Chokiso in Äthiopien. Alle ihre Ziegen und Kühe sind gestorben, weil es kein Gras mehr gibt. „Wir brauchen dringend Hilfe, sonst werden wir verhungern.“ In Afrika leiden über 25 Millionen Menschen an Hunger. „Allein in Äthiopien ist die Zahl der Hungernden seit Beginn des Jahres um 2 Millionen auf mittlerweile 7,7 Millionen angestiegen“, warnt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“. „Unsere Bündnisorganisationen leisten schon jetzt schnelle Nothilfe, doch gegen den rasanten Anstieg an Hungernden kommen sie kaum an“, berichtet Roßbach. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ bitten daher um Spenden, damit noch mehr Menschen in den betroffenen Gebieten erreicht werden können.
 
Vor allem Länder wie Kenia, Äthiopien und Somalia sind von den ausbleibenden Regenfällen betroffen. Um auf Wasserquellen zu stoßen, müssen die Menschen kilometerweit laufen. Tiere verdursten und Ernten verdorren. Für die Menschen, die von Viehzucht und Landwirtschaft leben, eine katastrophale Situation. Der achtjährige Tombek aus Juba im Südsudan musste mit ansehen, wie seine Mutter an den Folgen des Hungers starb. „Sie hatte so unglaublich großen Hunger – genau wie ich“, erzählt er. Dank der Unterstützung der Bündnisorganisation ADRA erhält er im Kinderschutzzentrum einmal am Tag etwas zu essen. Nun lebt Tombek bei seiner Schwester. Er ist sehr froh, dass er im Zentrum Unterstützung und Halt findet. „Die Menschen in Kriegsgebieten wie auch die Opfer von Naturkatastrophen haben ein Recht auf schnelle Hilfe. Denn es ist nicht ihr Fehlverhalten, unter dem sie leiden müssen“, sagt Roßbach. In Ländern wie Somalia, dem Südsudan oder Nigeria erschweren kriegerische Konflikte den Zugang zu sauberem Trinkwasser und ausreichend Nahrungsmitteln.
 
Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ leisten Nothilfe für die Hungernden in Afrika. Sie verteilen sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittelpakete und setzen Brunnen sowie Wasserquellen instand. Mobile Ärzteteams und Gesundheitsstationen versorgen mangel- und unterernährte Kinder. Um die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera zu bekämpfen, verteilen die Hilfsorganisationen Hygienepakete und geben Hygiene-Schulungen.
 
AN DIE REDAKTIONEN: Gerne vermitteln wir Ihnen Kontakt zu Interviewpartnern vor Ort. Bildmaterial finden Sie unter: io.aktion-deutschland-hilft.de/public/963e6a   
 
„Aktion Deutschland Hilft“ ruft zu Spenden für die Not leidenden Menschen in Afrika auf:
Stichwort „Hunger in Afrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden
(10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de
 
Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das - dem Deutschen Spendenrat angehörige - Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. Seit Mai 2017 gehört "Aktion Deutschland Hilft" zu den ersten Hilfsorganisationen, die nach erfolgreicher Prüfung durch den Deutschen Spendenrat ein Spendenzertifikat für den verantwortungsvollen und transparenten Umgang mit Spendengeldern erhalten haben. www.aktion-deutschland-hilft.de
 
Kontakt: Pressestelle:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 - 222
Fax: 0228/ 242 92 - 199
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de


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