Hungersnot in Afrika: Wir müssen die Hilfe endlich ausweiten!

„Aktion Deutschland Hilft“ macht mit beim Spendenaufruf des Bundespräsidenten zum Aktionstag „Gemeinsam gegen die Hungersnot“

BONN, 9. Juni 2017 – „Die lange Dürreperiode hat schon viel zu viele Opfer gefordert. Ohne unsere Hilfe werden noch mehr Frauen, Männer und Kinder verhungern“, warnt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ am Freitag, den 9. Juni, macht er, unterstützt von vielen deutschen Hilfsorganisationen, noch einmal auf die große Not von Millionen Menschen in Afrika aufmerksam.

„Wir teilen die Überzeugung des Bundespräsidenten, dass wir das Leid der hungernden Menschen in Afrika nur mit vereinten Kräften lindern können. Denn es handelt sich bereits jetzt um eine Hungerkatastrophe mit historischem Ausmaß“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft.“
 
Der Bundespräsident  unterstützt mit seinem Spendenaufruf „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ eine Initiative von „Aktion Deutschland Hilft“, dem „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“, dem „Bündnis Entwicklung Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. „Ich bin froh, dass zahlreiche deutsche Organisationen Hilfe leisten. Auch der Staat hat seine Unterstützung bereits erhöht. Doch dies wird nicht ausreichen. Mit Ihrer Spende können Sie Menschenleben retten, mit Ihrer Hilfe können wir die Hungerkatastrophe lindern, “ appelliert Steinmeier.
 
„Aktion Deutschland Hilft“ konnte seit Februar 2017 rund 10 Millionen Euro an Spenden für die an Hunger leidenden Menschen sammeln. Die Bündnisorganisationen, die in den betroffenen Ländern bereits seit vielen Monaten Nothilfe leisten, berichten allerdings, dass die Not um ein Vielfaches größer ist als die finanziellen Möglichkeiten, längerfristige und bedarfsgerechte Hilfe zu leisten. Die Hilfsorganisation action medeor ist zum Beispiel in Mogadischu in Somalia tätig. Sie betreibt dort ein Krankenhaus, in dem eine Kinderstation und Stabilisierungsstation für mangelernährte Kinder errichtet wurden. In dem Gesundheitszentrum werden pro Monat etwa 3.000 Menschen behandelt. Die Finanzierung für das Projekt läuft jedoch im Juli dieses Jahres aus. „Die Weiterführung unserer Arbeit im Krankenhaus hat für uns höchste Priorität, da in der Klinik schwere Fälle von Mangelernährung als auch Risikoschwangerschaften adäquat behandelt werden können“, berichtet Katharina Wilkin, Projektkoordinatorin von action medeor für Somalia. Für die Weiterführung des Krankenhauses werden allerdings monatlich mehr als 17.000 Euro benötigt. Wie in Mogadischu verschlechtert sich die katastrophale Situation in Afrika vielerorts immer noch stetig. Mit mehr Spenden könnten die Hilfsorganisationen die lebensnotwendigen Projekte auch in den nächsten Monaten fortführen.
 
Die Bündnisorganisationen planen zudem den Ausbau bestehender Projekte. Die Johanniter verteilen Nahrungsmittel in der Turkana-Region in Kenia. Damit erreichen sie derzeit etwa 3.000 Menschen. „Noch immer drohen tausende Menschen in der Region zu verhungern. Viele von ihnen essen das Fleisch verendeter Tiere, was ein enormes Gesundheitsrisiko darstellt. Wir müssen das verhindern und die Hilfe endlich ausweiten“, appelliert Nina Skandalaki, Projektkoordinatorin der Johanniter für Kenia. Mit zusätzlichen Spenden kann die Hilfsorganisation etwa 2.500 Menschen mit Lebensmittellieferungen versorgen. Zudem können die Johanniter den nahegelegenen Fluss entschlammen und somit den Zugang zu Wasserquellen für 6.000 Menschen ermöglichen.
In Afrika sind über 25 Millionen Menschen von Hunger betroffen. Laut Vereinten Nationen sind bis Mitte des Jahres 4,4 Milliarden Dollar notwendig, um das Überleben der Menschen sichern zu können. Doch die Gelder genügen bislang nicht, um die hungernden Menschen ausreichend mit Nahrung zu versorgen.
 
Mit unserem Aktionstag möchten wir deutsche Unterstützer mobilisieren. Über unsere Social Media-Kanäle, Ansprache bei Unternehmen oder mit Schul-Aktionen rufen wir zu Spenden für Afrika auf.
 
Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie über die gravierende Situation in Afrika berichten.
 
Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ sind in vielen Regionen Afrikas tätig und leisten Hilfe. Gerne vermittelt „Aktion Deutschland Hilft“ Interviewpartner zur Situation in Afrika. Bitte kontaktieren Sie die Pressestelle unter 0228/242 92 222 oder presse@aktion-deutschland-hilft.de.
Bildmaterial finden Sie unter: mediathek.aktion-deutschland-hilft.de
 
„Aktion Deutschland Hilft“ ruft zu Spenden für die Not leidenden Menschen in Afrika auf:
Stichwort „Hunger in Afrika“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden
(10 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 € davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de
 
 
Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
„Aktion Deutschland Hilft“ ist das 2001 gegründete Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de
Kontakt: Pressestelle:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 - 222
Fax: 0228/ 242 92 - 199
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de


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