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Positionspapier der BAGFW veröffentlicht: Finanzierung der Koordination von regionalen Hospiz- und Palliativnetzwerken

Regionale Netzwerke dienen der Kooperation und der Koordination in der hospizlichen und palliativen Beratung, Begleitung und Versorgung. Sie schaffen Transparenz und Orientierung für Betroffene und weitere Akteure. Um bestehende Strukturen zu stärken und weiterzuentwickeln, bedarf es nach Ansicht der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege der auf Dauer angelegten finanziellen Förderung einer Stelle, die die Koordination des Netzwerkes übernimmt. Mit dem Forderungspapier werden die Grundsätze der Charta zur Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen in Deutschland, die der Paritätische durch seine Unterzeichnung (2010) unterstützt, weiter konkretisiert.

Regionale Hospiz- und Palliativ-Netzwerke sind notwendige Eckpfeiler für eine qualitativ hochwertige und nachhaltig wirksame hospizliche und palliative Beratung, Begleitung und Versorgung vor Ort. Sie tragen dazu bei, eine passgenaue, an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtete Beratung, Begleitung und Versorgung zu etablieren, auszubauen und zu fördern.

Schon früh haben in einzelnen Regionen Akteure der Hospizarbeit die Notwendigkeit der Vernetzung erkannt und damit begonnen, Netzwerke zu initiieren. Der gesetzliche Anspruch auf eine Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) 2008 und auch das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) 2015 gaben weitere wesentliche Impulse für die Zielsetzung einer Vernetzung der regionalen Akteure. Insbesondere die Einführung eines neuen Beratungsangebotes zur Gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase erfordert hierbei die Abstimmung und Koordination der regionalen Leistungserbringer.

Der Aufbau übergreifender Netzwerkstrukturen erfolgt in unterschiedlicher Ausprägung. Die Bedeutung und die Möglichkeiten eines regionalen Hospiz- und Palliativ-Netzwerkes sind den Akteuren vielfach bewusst; Hemmnisse liegen vielmehr in der fehlenden Unterstützung bei der Schaffung der strukturellen und finanziellen Voraussetzungen für die Koordination eines Netzwerkes.

Übergeordnetes Ziel muss daher nach Ansicht der Freien Wohlfahrtspflege der weitere flächendeckende Aufbau und die nachhaltige Förderung regionaler Hospiz- und Palliativnetzwerke sein. Diese orientieren sich an den jeweiligen Strukturen und regionalen Gegebenheiten, bauen auf diesen auf und sind für alle an der Beratung, Begleitung und Versorgung Beteiligten zugänglich.

Die Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung, insbesondere durch Kostenübernahme der Koordination von Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerken ist im Koalitionsvertrag festgehalten. Das Positionspapier der BAGFW bildet nun den Auftakt für eine Diskussion über die finanzielle Förderung der Koordination dieser Netzwerke.


Das Positionspapier ist dieser Fachinformation beigefügt.

2020-01-08 Finanz regionalen Hospiz_Palliativnetzwerken.pdf2020-01-08 Finanz regionalen Hospiz_Palliativnetzwerken.pdf


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