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Hilfsorganisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft helfen Betroffenen nach Zyklon Idai

Zyklon Idai: „Es gibt nur zwei Toiletten für über 1.000 Menschen“. Hilfsorganisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft helfen Betroffenen in Flüchtlingslagern und Notunterkünften

Bonn, 26.03.2019 – Die Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ leisten seit über einer Woche in Malawi, Simbabwe und Mosambik Nothilfe. „Es ist egal, wo Helfer ankommen. Überall ist die Lage noch katastrophaler als befürchtet“, sagt Jennifer Bose, Nothelferin der Bündnisorganisation CARE, zur aktuellen Lage nach Zyklon Idai.

Vor allem die Lage von hunderttausenden Schutzsuchenden in den Notunterkünften wird immer prekärer, wie Helfer aus dem Bündnis berichten. „Viele Schulen sind zu Notunterkünften geworden. Durch den Tropensturm vertriebene Kinder, Frauen und Männer verbringen die Nächte auf dem Boden von Klassenzimmern, in denen tagsüber dann wieder Unterricht stattfindet“, berichtet René Fechner, Nothilfereferent von ADRA aus der Stadt Caia in Mosambik. Auch Flüchtlingscamps sind zunehmend überlastet. „Es sind nicht genug Zelte vorhanden. Auf 400 Menschen, die ein Dach über dem Kopf brauchen, kommen nur 160 vorhandene Zelte, die sich mehrere Familien teilen müssen“, so Fechner. Die Hilfsorganisation ADRA ist Mitglied im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ und unterstützt die Menschen in Mosambik, Simbabwe und Malawi unter anderem durch die Verteilung von Zelten, Planen, Decken und Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mehl, Öl oder Salz.

Aus einem der Flüchtlingscamps in Chikwawa in Malawi berichtet Sherifa Mia, Landesdirektorin von Islamic Relief: „Besonders gefährlich sind die schlechten Hygienebedingungen als Nährboden für Krankheiten, wenn so viele Menschen auf engem Raum zusammenleben müssen. Zum Teil gibt es in einem Lager nur zwei Toiletten für über 1.000 Menschen.“ In den überfüllten Notunterkünften ist auch die Versorgung mit Lebensmitteln eine Herausforderung: „In jedem Lager fehlt es an Nahrung. Viele Kinder sind schon jetzt unterernährt. Aufgrund der Dürre und dem darauffolgenden Starkregen ist die Situation in vielen Camps bereits seit Januar katastrophal. Zyklon Idai hat jetzt zum völligen Zusammenbruch der Versorgungslage geführt“, so Mia. Islamic Relief leistet Hilfe für die Betroffenen in Flüchtlingscamps in Malawi. Die Organisation hilft den Menschen unter anderem mit Gesundheits- und Hygieneprodukten sowie Lebensmitteln.

„Die Menschen in Mosambik, Malawi und Simbabwe haben alles verloren. Ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Äcker und ihr Vieh. Jegliche Lebensgrundlage. Dazu kommt, dass viele ihre Angehörigen vermissen und manche für immer verloren haben“, sagt Birte Steigert, Pressesprecherin von „Aktion Deutschland Hilft“. „Die Menschen sind nach den schweren Unwettern und dem Zyklon traumatisiert, ganz besonders Kinder. Sie alle benötigen jetzt unsere Hilfe“, appelliert Roßbach.

„Aktion Deutschland Hilft“ ruft zu Spenden für die Betroffenen von Zyklon Idai auf:
Stichwort „Zyklon Idai“
IBAN: DE62 3702 0500 0000 10 20 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden
(10€ zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 €)
Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

Die Medienmitteilung im PDF Format finden Sie hier:  2019-03-26_Medienmitteilung Aktion Deutschland Hilft_Organisationen_helfen_Betroffenen_in_Fluechtlingslagern_und_Notunterkuenften.pdf


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