Veröffentlichung: "Diskriminierung in Deutschland"

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat den Dritten Gemeinsamen Bericht des Bundes und der in ihrem Zuständigkeitsbereich betroffenen Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages unter dem Titel "Diskriminierung in Deutschland" veröffentlicht.

Die Empfehlungen für einen effektiveren Diskriminierungsschutz umfassen u.a.

- Zugang zu Diskriminierungsschutz und Rechtsdurchsetzung für Betroffene verbessern

- Ausnahmeregelungen beim zivilrechtlichen Benachteiligungsverbot einschränken

- Diskriminierungsschutz in Bezug auf staatliches Handeln stärken

- Diskriminierungsschutz durch angemessene Vorkehrungen und Barrierefreiheit fördern

- Beratung bei Diskriminierung fördern

- Gleichstellungsdaten systematisch sammeln und Diskriminierungsforschung ausbauen

Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, betonte in einer gemeinsamen Presseerklärung: „Neben dem Schwerpunktthema Arbeitsvermittlung, bei dem es weiterhin vieles zu verbessern gilt, um Diskriminierungen zu vermeiden, werden im ersten Teil des Berichts auch andere Formen der Benachteiligung deutlich. Die meisten Beschwerden beziehen sich auf den privaten Bereich und zeigen, dass in der privaten Wirtschaft noch viele Barrieren gerade für Menschen mit Behinderungen bestehen. Deshalb rate ich dringend dazu, nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) nun das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu erweitern. Das Verweigern von angemessenen Vorkehrungen durch Läden, Restaurants und Arztpraxen muss als eine Form der Diskriminierung in das AGG aufgenommen werden.“

Eine Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse wurde für die Presse aufbereitet. Die Zusammenfassung und die Pressemeldung sind im Anhang beigefügt. Der Bericht selbst kann unter folgendem Link eingesehen werden.

www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/BT_Bericht/Gemeinsamer_Bericht_dritter_2017.pdf


20170629_PM_Bericht_Diskriminierung .pdf20170629_Pressehandout_Gemeinsamer_Bericht_dritter_2017.pdf


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