Die Leistungen der Eingliederungshilfe umfassen zukünftig auch weiterhin die Leistungen zur sozialen Teilhabe. Allerdings war es bisher Aufgabe der Eingliederungshilfe „…eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört insbesondere, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufes oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie soweit wie möglich, unabhängig von Pflege zu machen“ (§ 53 Absatz 3 SGB XII). Diese Aufgabe hat bisher maßgeblich alle Lebensbereiche wie Wohnen, Freizeit und Arbeit bestimmt. Mit der Beschränkung der bisherigen Aufgabe der Eingliederungshilfe auf die medizinische Rehabilitation (§ 90 Absatz 2 SGB IX)  wird  der rehabilitative Charakter in der sozialen Teilhabe aufgegeben. Leistungen für die Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben, die Freizeitgestaltung einschließlich sportlicher Aktivitäten sind in den Assistenzleistungen (§ 78 SGB IX) zu finden.  

Eines der Anliegen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ist es, die Unterstützung für Menschen mit Behinderung nicht mehr an einer bestimmten Wohnform, sondern ausschließlich am notwendigen individuellen Bedarf auszurichten. Es wird daher nicht mehr zwischen ambulanten, teilstationären und stationären Leistungen unterschieden. Die Eingliederungshilfe konzentriert sich auf die Assistenzleistungen, die in ambulanten und besonderen Wohnformen erbracht werden.

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