Wohnen ist ein existenzielles Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Doch in städtischen und ländlichen Regionen mangelt es zunehmend an bezahlbarem und vor allem würdigem Wohnraum.

Für große Teile der Bevölkerung stellt die Versorgung mit geeignetem Wohnraum heutzutage  eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere jedoch für Menschen in besonderen Lebenslagen, wie Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, obdachlose Menschen, Rentnerinnen und Rentner oder Menschen in Armut.

Folgen dieser Entwicklung können das Verlassen gewohnter Nachbarschaften, erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität und die Beeinträchtigung von Teilhabechancen sein.

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat zudem weitreichende Auswirkungen auf die sozialen Träger, wie Einrichtungen in der Eingliederhilfe oder Frauenhäuser, indem sie aus Mangel an bezahlbarem Wohnraum Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen müssen oder ihnen der Wohnraum gekündigt wird.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Paritätische Gesamtverband für eine soziale Wohnungspolitik ein. Es ist die Aufgabe dieser Politik, allen Menschen einen ihren individuellen Bedürfnissen angemessenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Aktuelles

Aktionswoche Wohnen ist Menschenrecht

Immer mehr Menschen können sich das Wohnen nicht mehr leisten. Es fehlt massenhaft preiswerter und bezahlbarer Wohnraum. Das Bündnis "AufRecht bestehen" ruft daher zu der Beteiligung an einer bundesweiten Aktionswoche unter der Überschrift "Wohnen ist Menschenrecht für Alle!" vom 30.4 bis 6. Mai auf.

"Jeder hat das Recht auf einen Lebensstandard, der seine und seiner Familie Gesundheit und Wohl gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen", so heißt es in Artikel 25 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Von der Realisierung des Menschenrechts auf Wohnen ist Deutschland allerdings weit entfernt. Es fehlt massenhaft bezahlbarer Wohnraum. Das betrifft nicht nur, aber im besonderen Maße die fast 8 Mio. Leistungsberechtigten in der Grundsicherung (Hartz IV, Sozialhilfe und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII und Asylbewerberleistungsgesetz) in Deutschland.

Die Pressemitteilung der Nationalen Armutskonferenz und dem Bündnis "Auf Recht Bestehen! zum Auftakt der Aktionswoche findet sich mit weiteren Infos hier: www.nationale-armutskonferenz.de/2018/04/23/wohnen-wird-schnell-schnell-zur-ueberlebensfrage-erwerbslosengruppen-und-nationale-armutskonferenz-rufen-zu-aktionswoche-auf/

Die Nationale Armutskonferenz ist ein Netzwerk aus bundesweiten Wohlfahrtsverbänden, Fachverbänden, Gewerkschaften und Selbstorganisationen der Armutsbekämpfung. Im Bündnis "Auf Recht Bestehen" haben sich verschiedene regionale und überregionale Erwerbsloseninitiativen zusammengeschlossen. Der Paritätische ist Mitglied in der Nationalen Armutskonferenz.

Der Paritätische Gesamtverband setzt sich im Rahmen seiner Kampagne "Mensch, du hast Recht" insbesondere auch für das Menschenrecht auf Wohnen ein. Mehr Infos hierzu: www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/mensch-du-hast-recht/recht-auf-wohnen/ und www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/wohnen/


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