Wohnen ist ein existenzielles Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Doch in städtischen und ländlichen Regionen mangelt es zunehmend an bezahlbarem und vor allem würdigem Wohnraum.

Für große Teile der Bevölkerung stellt die Versorgung mit geeignetem Wohnraum heutzutage  eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere jedoch für Menschen in besonderen Lebenslagen, wie Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, obdachlose Menschen, Rentnerinnen und Rentner oder Menschen in Armut.

Folgen dieser Entwicklung können das Verlassen gewohnter Nachbarschaften, erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität und die Beeinträchtigung von Teilhabechancen sein.

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat zudem weitreichende Auswirkungen auf die sozialen Träger, wie Einrichtungen in der Eingliederhilfe oder Frauenhäuser, indem sie aus Mangel an bezahlbarem Wohnraum Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen müssen oder ihnen der Wohnraum gekündigt wird.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Paritätische Gesamtverband für eine soziale Wohnungspolitik ein. Es ist die Aufgabe dieser Politik, allen Menschen einen ihren individuellen Bedürfnissen angemessenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Aktuelles

Jung und wohnungslos. Position des Paritätischen Gesamtverbandes für eine Neuausrichtung der Unterstützung junger Wohnungsloser

Der Verbandsrat des Paritätischen Gesamtverbandes hat in seiner Sitzung am 14.12.2017 das Positionspapier „Jung und wohnungslos. Position des Paritätischen Gesamtverbandes für eine Neuausrichtung der Unterstützung junger Wohnungsloser“ beschlossen. Die Position beleuchtet den aktuellen, oft scheiternden Zugang junger wohnungsloser Menschen zu vorhandenen Hilfesystemen und plädiert ausdrücklich für eine Neuausrichtung.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe schätzt die Zahl der wohnungslosen Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 32.000, das Deutsche Kinder- und Jugendinstitut auf 37.000. Unser Wohlfahrtsstaat bietet eine Vielzahl von Sozialleistungen für junge wohnungslose Menschen, die jedoch in der Regel an Bedingungen und Mitwirkungspflichten geknüpft und selten bedingungsfrei sind. Das Positionspapier zeigt die sozialgesetzlichen Rahmenbedingungen und die Grenzen der Jugend- und Sozialhilfen auf und fordert u.a. die Abschaffung der gesetzlichen Sanktionen im SGB II für unter 25-Jährige, eine bundesweite Wohnungslosennotfallstatistik und ein Förderprogramm zur Einrichtung von kommunalen Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungsverlusten unter Beteiligung freier Träger im gesamten Bundesgebiet. Es gilt das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen: Hinschauen, zuhören, helfen.
Das Positionspapier des Paritätischen Gesamtverbandes ist als pdf-Datei angefügt:

20180107_Positionspapier-jung und wohnungslos_final.pdf20180107_Positionspapier-jung und wohnungslos_final.pdf


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