Projekt „Teilhabeforschung: Inklusion wirksam gestalten“

In dem Projekt „Teilhabeforschung: Inklusion wirksam gestalten“ entwickelt der Paritätische Gesamtverband, als Vertreter von Menschen mit Behinderungen sowie ihrer Organisationen, Vorschläge zur Verbesserung der Lebenssituation und Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen. Denn, anders als in der UN Behindertenrechtskonvention vereinbart, wird der aktuelle Forschungsstand diesen Ansprüchen nicht gerecht und weist große Defizite auf.

Bericht

Teilhabebericht des Paritätischen Gesamtverbands 2019

Der erste Teilhabebericht des Paritätischen Gesamtverbands ist da! Der Schwerpunkt liegt auf der Teilhabe von älteren Menschen mit Beeinträchtigungen – also auf Personen, die 65 Jahre oder älter sind. Insbesondere ihnen soll (neben Frauen und Mädchen) laut Artikel 28 Absatz 2 der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) der Zugang zu Programmen des sozialen Schutzes und der Armutsbekämpfung zugesichert werden.

Einige Ergebnisse sind: 

  • Menschen mit Beeinträchtigungen über 65 Jahren in Privathaushalten haben im Schnitt weniger Einkommen und Vermögen in Form von Wohneigentum oder Rücklagen für Notfälle zur Verfügung als Menschen ohne Beeinträchtigungen. Daraus resultiert auch eine geringere Zufriedenheit mit dem eigenen Einkommen und eine größere Sorge um die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Diese Kluft gilt es zu schließen. Ein Mittel dazu muss es sein, die Anrechnung von Einkommen und Vermögen weiter zu reduzieren.
  • Auch bei der Zufriedenheit mit der Freizeitgestaltung gibt es negative Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen in Privathaushalten. Bezüglich der Ursachen für das Ausbleiben von Freizeitaktivitäten und Urlauben lassen die vorliegenden Daten jedoch nur wenige Rückschlüsse zu – finanzielle Gründe sind zumindest meist nicht die Hauptursache. Die Förderung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sowie die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur könnten somit Faktoren sein, um bestehende Unterschiede zu vermeiden. 
  • Die Hälfte der Menschen mit Schwerbehinderungen in Privathaushalten hat ein starkes oder sogar sehr starkes Interesse an Politik. Ihre Sorge um den Zusammenhalt der Gesellschaft ist ähnlich hoch ausgeprägt wie bei Menschen ohne Beeinträchtigungen. Quer durch alle Gruppen hinweg bestehen große oder zumindest einige Sorgen um den Zusammenhalt der Gesellschaft. Es ist deshalb wichtig, die spezifischen Interessen und Bedarfe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen stärker in der Politik zu berücksichtigen und gleichzeitig, die betroffenen Menschen stärker einzubinden und zu beteiligen.

Den gesamten Bericht +  Anhang, eine barrierefreie Version, eine Zusammenfassung in Leichter Sprache sowie eine Audioversion Öffnet externen Link in neuem Fensterfinden Sie hier.

Wir wünschen eine interessante Lektüre!

Projektbeschreibung

Beirat

Gefördert durch die

Aktuelle Fachinformationen

Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2020 einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Behinderten-Pauschbetragsgesetz) beschlossen. Der Paritätische hatte vorab zu dem Entwurf des Gesetzes eine Stellungnahme...

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Wie sich die Panedemie auf Teilhabe, Inklusion und Rehabilitation auswirkt, lässt sich mit Sicherheit noch nicht feststellen. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) führt daher in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales einen Konsultationsprozess durch, um die...

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Kontakt

Fenster zum E-Mail-Versand öffnenJanine Lange
Paritätische Forschungsstelle
Referentin für Sozial- und Teilhabeforschung
Tel.: 030|24636|340

Fenster zum E-Mail-Versand öffnenSarah Maria Fuchs
Sachbearbeitung
Tel.: 030|24636|344

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