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Neustart im Team: Pilotprogramm zur Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen gestartet

Am 6. Mai wurde das Pilotprogramm "Neustart im Team" (NesT) zur Aufnahme von bis zu 500 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen in Deutschland offiziell gestartet. Im Rahmen des Programms können sich Mentor*innen für die Aufnahme von Menschen bewerben, die sie dann für bis zu 2 Jahre finanziell und praktisch bei der Integration unterstützen. Der Pilot ist Teil des europäischen Resettlement-Programms, in dessen Rahmen Deutschland die Aufnahme von 10.200 Personen aus Erstaufnahmeländern zugesagt hat.

Weltweit gibt es knapp 70 Mio Vertriebene. Im Rahmen des UNHCR-Resettlement-Programms zur Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Personen geht das UNHCR von ca. 1,4 Mio Menschen aus, die nicht in ihren Erstaufnahmeländern verbleiben können, sei es aus Verfolgung, Krankheit oder anderen schwerwiegenden Gründen. Deutschland hat sich im Rahmen des Resettlement-Programms bereit erklärt, in 2018 und 2019 bis zu 10.200 Menschen aufzunehmen.

Dabei kann jetzt auch die Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle spielen: Im Rahmen des Programms ist es möglich, dass Initiativen oder Vereine sich als Mentor*innengruppe für die Aufnahme von Familien oder Einzelpersonen bewerben. Die Mentorengruppe unterstützt die Flüchtlinge finanziell für 2 Jahre, wobei die finanzielle Leistung nur die Netto-Kaltmiete für diesen Zeitraum umfasst. Mindestens für ein Jahr übernehmen Gruppen zudem eine Mentorinnenrolle bei der Integration der geflüchteten Menschen.

Diese erhalten einen 3-jährigen Aufenthalt und einen Flüchtlingsstatus, sie haben damit Anspruch auf Arbeit und Ausbildung sowie Sozialleistungen. Die Mentorinnengruppen und die Flüchtlinge werden durch die Zivile Kontaktstelle beraten, begleitet und unterstützt (ZKS).

Alle weiteren Informationen zum Programm und den Möglichkeiten der Teilnahme sind ab Mitte Mai unter www.neustartimteam.de zu finden. Der Flyer zum Programm steht hier zum Download zur Verfügung: FlyerNesT

Verantwortet wird NesT vom Bundesministerium des Inneren, für Heimat und Bau,d er Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Hand in Hand von Anfang an). Vertreter*innen der freien Wohlfahrtspflege, aus Kirchen und Stiftungen waren bei der Konzeption eng beteiligt. Der Pilot baut auf den Erfahrungen aus bestehenden Programmen auf, etwa in Neuseeland oder UK.

Der Paritätische Gesamtverband wird anlässlich des Starts am 29.Mai eine erste Informationsveranstaltung in Berlin durchführen (11 bis 15 Uhr, Oranienburger Straße 13/14, 10178 Berlin). Anmeldungen sind ab jetzt unter fhp@paritaet.org möglich. Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Mentor*innen aus Paritätischen Mitgliedsorganisationen und Landes- oder Kreisverbänden. Am 11.6 findet eine weitere Informationsveranstaltung des Paritätischen in Kassel statt. Weitere Informationen dazu erhalten Sie ab Mitte Mai auf der Homepage des Paritätischen.

Kontakt:
Stefan Paul Kollasch
Referent Bundesprogramme Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe und Chancenpatenschaften im Paritätischen
fhp[@]paritaet.org
Tel: 030-24636472


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