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"RETTET DIE BÄDER" - Eine Online-Petiton der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft e.V. (DLRG)

In den vergangenen 17 Jahren sind durchschnittlich jährlich 80 Schwimmbäder geschlossen worden. Gegen diese negative Entwicklung hat die DLRG eine Online-Petition gestartet.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft sieht mit großer Sorge den unheilvollen Trend zu Bäderschließungen. Im Durchschnitt wird alle vier Tage in Deutschland ein öffentliches Schwimmbad geschlossen. Die allgemeine Schwimmausbildung der Bevölkerung einschließlich der Ausbildung von Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern u.a. für das Ehrenamt wird dadurch zunehmend erschwert. Fast 60 Prozent der Zehnjährigen können nicht sicher schwimmen.

Darüber hinaus geht mit jedem geschlossenen Schwimmbad ein Ort für gesundheitliche Prävention, Teilhabe und Inklusion für alle Bevölkerungsschichten verloren. Kommunen in strukturschwachen Regionen sind von dieser Entwicklung besonders betroffen.

Um diesem Trend entgegenzuwirken will die DLRG die politischen Mandatsträger auffordern, die Kommunen bei der Finanzierung von Schwimmbädern zu unterstützen. Eine Blaupause hierfür wäre der sogenannte „Goldene Plan“ aus den 1960er Jahren. Damals haben Bund, Länder und Kommunen abgestimmt und bedarfsorientiert den Ausbau der Sportstätten koordiniert und finanziert.

Aus diesem Grund wurde nun die Kampagne „RETTET DIE BÄDER“ mit einer Online-Petition gestartet. Es sollen innerhalb der nächsten fünf Monate mindestens 100.000 Unterschriften gesammelt werden.


Forderung:

Um die Missstände wirksam zu bekämpfen, sind unter anderem folgende Maßnahmen zu ergreifen: So sollte eine angemessene und nachhaltige Bäderversorgung durch systematische Bedarfsplanung und Bedarfsdeckung im Rahmen eines bundesweiten Masterplans sichergestellt werden.

Der Raum für Schwimmen kann nur weiterentwickelt werden, wenn auf allen räumlichen Ebenen der jeweilige Bedarf der Öffentlichkeit, der Schulen und der Sportvereine auf wissenschaftlicher Grundlage ermittelt und darauf aufbauend Raumprogramme aufgestellt und umgesetzt werden.

Wir fordern einen goldenen Plan ähnlich dem der 1960er Jahre. Wir fordern die Politik auf, eine Gesellschaft ähnlich der Deutschen Olympischen Gesellschaft (DOG) zu gründen, die ausschließlich die Koordination der Bädersanierung zur Aufgabe hat – mit einem Zeitrahmen von zehn Jahren.

Die Finanzierung der öffentlichen Bäder muss nachhaltig gesichert werden. Der hohe Sanierungsstau zeigt deutlich, dass unter der Prämisse der grundsätzlichen kommunalen Zuständigkeit für die Finanzierung von Bädern eine nachhaltige, bundesweit einheitliche Bäderentwicklung nicht stattfinden kann.


Unterstützen Sie die Forderung mit Ihrer Teilnahme an der Petition. Weitere Informationen und die den Link zur Petition erreichen Sie unter der folgender Internetseite: www.rettet-die-baeder.de


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