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Studie der AOK zur Gesundheit von Geflüchteten in Deutschland

Studie des Wissenschaftlichen Instituts der der AOK (WIdO) veranschaulich den Ausmaß von Folgen der Traumatisierung und einen dringenden Behandlungsbedarf für die in Deutschland lebende Schutzsuchenden aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Das Ergebnis der Befragung zeigt, dass mehr als drei Viertel aller Geflüchteten aus den Herkunftsländern Syrien, Irak und Afghanistan unterschiedliche Formen von Gewalt erlebt haben und dass dies einen gravierenden Einfluss auf ihre Gesundheit hat: Im Vergleich zu Geflüchteten ohne Gewalterfahrungen gibt diese Gruppe mehr als doppelt so häufig physische und psychische Beschwerden an. Dabei treten vor allem psychische Beschwerden wie Mutlosigkeit, Traurigkeit, Bedrückung (42,7 Prozent) und Nervosität, Unruhe (42,9 Prozent) auf. Erst danach folgen körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen (36,6 Prozent) oder Kopfschmerzen (36,4 Prozent).

Das WIdO erfasst mit seiner Befragung auch, wie die Geflüchteten die medizinische Versorgung in Deutschland erlebt bzw. in Anspruch genommen haben. So haben zwei Drittel in den letzten sechs Monaten einen Arzt aufgesucht (68,3 Prozent), überwiegend wegen allgemeiner Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen sowie akuter leichter Erkrankungen. In der Arztpraxis oder im Krankenhaus stellen sprachliche Barrieren eine große Herausforderung dar: Mehr als jeder zweite Geflüchtete (56 Prozent) berichtet über große Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen. Ähnlich hoch (51 Prozent) ist der Anteil derer, die nicht wissen, welche Gesundheitsangebote ihnen überhaupt zur Verfügung stehen.

Um den Traumatisierten zu helfen, sollten sie aus Sicht der Studienautoren ab dem ersten Tag in Deutschland einen umfassenden Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Bürokratische und sprachliche Hemmnisse müssen abgebaut, psychotherapeutische Angebote in der Traumabehandlung vorgehalten werden. Dabei müssen insbesondere sprachliche Barrieren mitberücksichtigt werden.

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