Fachinformationen Zivilgesellschaft und Engagement

"Warum sich für die Rechte anderer einsetzen?"

Tagung des Paritätischen Bildungswerk Bundesverband e.V. in Kooperation mit dem Paritätischen Gesamtverband am 17. und 18. Oktober 2018 in Berlin, GLS Campus, Kastanienallee 82

Zur Menschenrechtsbildung gehört eine Vielfalt an Themen, die es gilt, praktikabel und methodisch in inklusive und partizipative Bildungsangebote zu integrieren.
Demokratiebildung, das Einsetzen für eigene Rechte und die Rechte anderer, Sensibilisieren für Diskriminierung, Wissen über Menschenrechte, kritische Auseinandersetzung mit Ideologien und noch viel mehr gehört dazu.
Auf der Tagung sollen möglichst viele dieser Themen beleuchtet werden. Besonderes Augenmerk gilt im Sinne von Carolin Emcke der Solidarität über die eigene soziale Gruppe hinaus:

Aus welchem Grund engagieren sich Menschen für die Rechte anderer? Und was jeder einzelne daraus lernen?
Die Anerkennung der Rechte anderer und der persönliche Einsatz für diese Rechte im Zusammenhang mit Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darf nicht dazu führen, dass Intoleranz z.B. im Kontext von Artikel 18 oder 19 auf politischer und gesellschaftlicher Ebene nicht problematisiert werden dürfen. Eine kritische Auseinandersetzung mit Ideologien und die Reflexion des eigenen Weltbildes sind wichtig, um ganzheitliche Menschenrechtsbildung zu fördern.

Die Tagung beschäftigt sich mit unterschiedlichen Positionen und Motivationen zur Verteidigung von Menschenrechten (Menschenrechtsbildung) mit dem Ziel, die Ergebnisse in politische Bildungsangebote zu integrieren (Artikel 26 Absatz 2).
Insbesondere die Antidiskriminierungsartikel 2 (Verbot der Diskriminierung) und 7 (Gleichheit vor dem Gesetz) im möglichen Spannungsverhältnis zu den Artikeln 18 (Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit), 19 (Meinungs- und Informationsfreiheit) sowie 29 (Grundpflichten) und 30 (Auslegungsregel) sollen im Rahmen aktueller gesellschaftliche Themen einer offenen Gesellschaft reflektiert werden.

Fragen zum Engagement für andere, ohne selbst betroffen zu sein, wie in großem Umfang für Geflüchtete seit 2015, werden ergänzt durch eine kritische Auseinandersetzung mit Ideologien im Kontext der „Anerkennung der Rechte anderer“ und Artikel 2. Antworten auf die Frage „Welche Aufklärungsmaßnahmen und Bildungsangebote sind praktikabel um Menschenrechte zu vermitteln und zu sichern?“ sollen auf der Veranstaltung gefunden und systematisiert werden.
Programm Jahrestagung Menschenrechtsbildung2018.pdfProgramm Jahrestagung Menschenrechtsbildung2018.pdf
Anmeldeform JT extern.docAnmeldeform JT extern.doc


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