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Wie sollte der Arbeitgeber tätig werden, wenn ein*e Mitarbeiter*in an COVID-19 erkrankt ist?

Es sollte die Einbindung und Abstimmung mit der zuständigen Gesundheitsbehörde und der Heimaufsicht erfolgen, um zu klären, mit welchen Mitteln mögliche Übertragungsgefahren in dieser Situation reduziert und möglichst vermieden werden können und der Betriebsablauf aufrecht erhalten werden kann.

Die erkrankte Person ist nach Hause zu schicken und aufzufordern, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Sie hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.  

Personen im Betrieb, die mit einer erkrankten Person in persönlichen Kontakt gekommen sind, sollten sich umgehend nach Öffnet externen Link in neuem FensterEmpfehlung des Robert-Koch-Instituts und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden, um die Infektionslage abzuklären.

Der Arbeitgeber sollte diese Personen bis zur Feststellung des Ergebnisses vorübergehend von der Arbeit freistellen. Bei dieser Freistellung, ohne dass bisher eine behördlich angeordnete häusliche Quarantäne vorliegt, handelt es sich arbeitsrechtlich um eine vorübergehende Freistellung nach § 616 BGB, in der der Arbeitgeber das Entgelt fortzuzahlen hat.

Andere Personen im Betrieb, die Bedenken haben sich möglicherweise anzustecken, jedoch weiterhin ihre Arbeit vollbringen möchten, könnten, wenn sich mobile Arbeit nicht zur Erfüllung der Arbeitspflicht eignet, stattdessen Urlaub nehmen, das Arbeitszeitkonto nutzen oder über eine Freistellung ohne Lohnfortzahlung mit dem Arbeitgeber sprechen. 

Es sollte ein erneuter konkretisierter Hinweis an die Mitarbeiterschaft folgen, sich strikt an die Hygienevorschriften zu halten. Der Arbeitgeber sollte laufend prüfen, ob ausreichend entsprechende Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen und zur verstärkten Nutzung anregen.

An Personen, die fürchten, sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben, oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es zu Übertragungen kommt, sollten die Öffnet externen Link in neuem FensterVerhaltensempfehlungen des Robert-Koch-Instituts gegeben werden.


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