Montag, 24. September 2018, von 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr Hotel Ratswaage, Magdeburg

Aus Hamburg, Erfurt, Nesse-Apfelstädt oder Schönebeck und natürlich aus Magdeburg selbst kamen die 18 Teilnehmer*innen des Workshops im Magdeburger Hotel Ratswaage. Sie sind Fachberater*innen, Fachkräfte der Kindertagesbetreuung aus Kitas und Horten, Partizipationsexpert*innen oder Mitarbeiter*innen eines Antidiskriminierungsprojektes.

Der Paritätische Gesamtverband hat im Rahmen der Veranstaltung Fachberater*innen und Einrichtungsleiter*innen aus dem Bereich der Kindertagesbetreuung zusammen gebracht, um Perspektiven und Lösungsansätze zu den jeweiligen Handlungsfeldern zu finden. Im Rahmen der Veranstaltung wurde gemeinsam das Thema Demokratiebildung in der Kindertageseinrichtung mit dem Fokus auf das Thema Beteiligung/Partizipation und Anti-Diskriminierung bearbeitet.

In einem einführenden Vortrag hat Melike Çınar vom Paritätischen Bildungswerk das Thema Partizipation von Kindern und Diskriminierung vorgestellt. Dabei ging es um die häufigsten Kategorien, die zur Diskriminierung herangezogen werden und die rechtlichen Grundlagen der Antidiskriminierungsarbeit.

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Sabine Radtke vom Paritätischen Landesverband Berlin hat anschließend das Thema Partizipation von Kita-Kindern vertieft. Als Multiplikatorin des Konzeptes "Kinderstube der Demokratie" hat sie die Anwesenden in das Partizipationskonzept eingeführt und erläutert, warum Träger verpflichtet sind, sich für Beschwerden von Kindern zu öffnen. Aus der Verpflichtung des Trägers ergibt sich das Recht der Kinder, sich zu beschweren und Angebote der Kindertagesbetreuung müssen es möglich machen, das sich dieses Kinderrecht auch realisieren lässt.

In zwei Workshops wurde die Beteiligung aller Kinder, aber auch die Beteiligung der Erwachsenen, seien es Fachkräfte oder Eltern, genauer betrachtet. Der zeitliche Rahmen machte es möglich, dass alle Teilnehmer*innen in beiden Workshops mitmachen konnten.

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Der Workshop war ein Angebot des Paritätischen Projekts "Partizipation und Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung".

 

„Beschweren erwünscht! – Entwicklung von diskriminierungssensiblen Beschwerdeverfahren für die Kita“

Aus dem Ausschreibungstext in der Einladung:

Moderatorin: Sabine Radtke, Referentin für Kinder und Kindertagesstätten beim Paritätischen Landesverband Berlin und Multiplikatorin für Partizipation und Engagementförderung nach dem Konzept der "Kinderstube der Demokratie"

Sich Beschweren ist ein Kinderrecht und sollte als selbstverständlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit verstanden werden. Dass Kindern Beteiligungsmöglichkeiten eingeräumt werden, ist in Kitas inzwischen zu einem anerkannten pädagogischen Standard geworden. Partizipation ist aber gleichzeitig auch eine notwendige Voraussetzung für den Schutz von Kindern in Kitas. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, strukturell verankerte Partizipations- und Beschwerdemöglichkeiten zu diskutieren und einzuführen.

Aber was brauchen Kinder, damit sie sich über Dinge, die ihnen missfallen, oder Erwachsene/andere Kinder, die sie in irgendeiner Weise verletzen, beschweren können? Wie können auch jene Kinder unterstützt werden, die ihre Beschwerden nicht verbal äußern? Wie kann das Machtungleichgewicht zwischen Erwachsenen und Kindern bei der Entwicklung und Umsetzung von Beschwerdeverfahren systematisch mitgedacht werden? Wie können pädagogische Fachkräfte in Kitas Kinder darin unterstützen, sich zu beschweren?

Damit Kinder sich beschweren können, müssen sie im Alltag der Kita erfahren, dass sie es dürfen und dass es jemanden gibt, der ihnen hilft. Diskriminierungssensible Beschwerdeverfahren und eine entsprechende Alltagskultur unterstützen alle Kinder darin, ihre Rechte zu kennen und sich für sie einzusetzen. Im Workshop setzen wir uns intensiv mit dem Thema Beschwerden auseinander und bieten über Austausch und gezielte Fragestellungen die Möglichkeit ein Beschwerdeverfahren für die Einrichtung zu entwickeln.

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„Echte Beteiligung braucht alle! Kinder und ihren Familien identitätsfördernd begegnen“

Aus dem Ausschreibungstext in der Einladung:

Moderatorin: Melike Çınar, Bildungsreferentin, Eltern- und Familienbildung, Inklusive Bildung

Wenn wir mit Kindern Beteiligung und demokratische Verfahren erproben wollen, gilt es, die jungen Menschen in ihrer Realität ernst zu nehmen. Genügt es zu sagen: Alle können mitmachen? Was hindert Menschen an Teilhabe? Wieviel Teilhabe lasse ich zu? Und wo entstehen Ausschlüsse? Bringen wir alle Familien dieselbe Wertschätzung entgegen? Wie leben die Familien?

Partizipation braucht aktives Zutun und Zutrauen. Beziehungsarbeit ist die Voraussetzung für gelingende Prozesse der Partizipation. In diesem Workshop wollen wir beleuchten, inwiefern wir bereits partizipativ arbeiten und an welchen Situationen wir noch arbeiten müssen. Wir wollen betrachten, an welchen Stellen wir Ausschlüsse und Diskriminierung selbst kreieren, welche Rolle die Familien spielen und wie es besser gelingen kann, inklusiver zu handeln, gemeinsam den Alltag in der Kindertageseinrichtung zu gestalten und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu schaffen, und zwar für alle!

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Partizipation und Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung

Ein Angebot des Paritätischen Gesamtverbands

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die interviewten Personen die Verantwortung.

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