Gutes Wohnen für alle!

Wohnen ist ein existenzielles Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Doch in städtischen und ländlichen Regionen mangelt es zunehmend an bezahlbarem und würdigem Wohnraum. Für große Teile der Bevölkerung stellt die Versorgung mit geeignetem Wohnraum eine erhebliche Herausforderung dar, insbesondere für Menschen in besonderen Lebenslagen, wie Menschen mit Behinderung, Geflüchtete, wohnungslose Menschen, Rentnerinnen und Rentner oder Menschen in Armut.
Folgen dieser Entwicklung können erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität, die Beeinträchtigung von Teilhabechancen und Verdrängung sein. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat weitreichende Auswirkungen auf die sozialen Träger, wie Einrichtungen in der Eingliederhilfe oder Frauenhäuser, indem sie Menschen mit Betreuungsbedarf abweisen müssen oder ihnen der Wohnraum gekündigt wird.
Der Paritätische Gesamtverband setzt sich für eine soziale Wohnungspolitik ein, die gutes Wohnen für alle schafft.

Aktuelles

Dokumentation: Fachtag "Wohnen ist mehr als nur eine Wohnung haben" des Projekts "Inklusion psychisch kranker Menschen bewegen"

"Wohnen ist mehr als nur eine Wohnung haben" - einer der einprägsamen Sätze des Paritätischen Projekts "Inklusion psychisch kranker Menschen bewegen". Unter diesem Motto stand auch der Fachtag zum Abschluss des Projekts am 19.2.19 im Hotel Rossi, Berlin. Nun ist die Dokumentation der Veranstaltung erschienen.

Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist es auf dem angespannten Wohnungsmarkt schwer eine eigene Wohnung zu finden. Psychische Erkrankungen wecken bei Vermieterinnen und Vermietern häufig die Sorge vor möglichen Komplikationen, dabei sind Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in der Regel völlig unauffällige Mieterinnen und Mieter. Aufgrund ihrer Erkrankung können sie jedoch häufig nicht im üblichen Rahmen berufstätig sein oder verlieren ihre Stelle. Die Folge ist, dass sie oft von einer Erwerbsminderungsrente oder Grundsicherungsleistungen leben müssen. Mieten, die nicht leistbar sind oder über der Angemessenheitsgrenze liegen, können sie daher nicht zahlen. Häufig unterstützen soziale Organisationen Betroffene, indem sie bei der Suche nach Wohnraum unterstützen, selbst Immobilien anmieten oder Wohnungsbau betreiben. Der Mangel an preiswerten Wohnungen trifft Menschen mit psychischen Erkrankungen demzufolge besonders hart. Dieser Personenkreis ist in hohem Maß von Benachteiligung und Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt betroffen.

Mit seinem Pilotprojekt "Inklusion psychisch kranker Menschen bewegen" hat sich der Paritätische Gesamtverband auf den Weg gemacht, Impulse zur Inklusion von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Bereich Wohnen zu geben. Das Modellprojekt erstreckt sich über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren, dieser endet am 30. September 2019. Das Projekt sollte dazu beitragen, dass psychisch kranke Menschen besser mit Wohnraum versorgt werden können. Auch die Bedeutung inklusiver Nachbarschaften wurde beleuchtet. Denn ein stabiles Wohnumfeld ist meist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen möglichst selbstbestimmt leben können.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten wurde auf dem Fachtag beleuchtet, was in der vergangenen Projektlaufzeit erreicht wurde und welche Schritte aus den Projekterfahrungen heraus weiterhin nötig sind, um inklusiven Wohnraum sowie inklusive Nachbarschaften für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schaffen und zu sichern.

Impulse konnte das Projekt unter anderem mit der Broschüre "Suchen Wohnung - bieten Erfahrung" setzen, die sich an Vermieterinnen und Vermieter richtet, über psychische Erkrankungen und ihre Begleiterscheinungen informiert und von gelungenen Partnerschaften zwischen sozialen Organisationen und der Wohnungswirtschaft berichtet.

Die Beiträge der Veranstaltung sind nun in einer Dokumentation festgehalten.

Weitere Informationen über das Projekt: www.der-paritaetische.de/schwerpunkt/wohnen/projekt-inklusives-wohnen/

Dokumentation_Wohnen_ist_mehr_als_nur_eine_Wohnung_haben.pdfDokumentation_Wohnen_ist_mehr_als_nur_eine_Wohnung_haben.pdf


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