Menschenrechtsarbeit konkret – ein Projektrundgang

Beim „Menschenrechtsrundgang“ im Rahmen der Konferenz des Paritätischen Gesamtverbands am 19. und 20. April 2018 in Potsdam präsentierten sich regionale und überregionale Mitgliedsorganisationen in ihren konkreten Aktivitäten, Kampagnen, Positionen, Materialien bzw. Erfahrungen zum Thema Menschenrechtsschutz in der Sozialen Arbeit.

Recht auf Gesundheit

Patienten-Initiative e.V. – Barrierefreiheit in Arztpraxen

Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Alle im Blick: Rund 10 Prozent der Menschen in Deutschland leben mit einem Grad einer Behinderung von 50 Prozent und mehr und sind auf Barrierefreiheit angewiesen.

Laut Art. 3 GG darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Trotzdem haben behinderte Menschen gravierende Probleme, eine passende Arztpraxis zu finden. Das Recht auf freie Arztwahl ist durch Barrieren eingeschränkt, die zudem selten erfasst sind. Gefördert durch die AOK Rheinland/Hamburg haben die Patienten-Initiative e.V. und die Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätischen Hamburg ein Projekt initiiert, um die Informationslage zur Barrierefreiheit in Hamburger Arztpraxen zu verbessern. Barriere-Scouts besuchen Arztpraxen und erheben Daten von der anliegenden Haltestelle zum Eingangsbereich des Gebäudes, zum Empfangstresen in der Praxis, zu Wartezimmer, WC, Sprechzimmer und Untersuchungsmöbeln. Die Informationen werden in einer App zur Arztsuche veröffentlicht. Patient*innen mit Behinderung finden so zugängliche Praxen leichter und können damit ihr Recht auf Teilhabe und freie Arztwahl wahrnehmen.

Mehr Informationen unter: www.patienteninitiative.de

Deutsche Aids-Hilfe: Gesundheit ist ein Menschenrecht – Auch in Haft? Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Sich Informationen über Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten besorgen, dank freier Arztwahl, Zweitmeinung, Internet und Informationsmaterial kein Problem -  Möglichkeiten die für uns als krankenversicherte Menschen in Deutschland völlig selbstverständlich sind.

Bis zum Zeitpunkt einer Inhaftierung. Das Gesundheitssystem in Haft unterscheidet sich deutlich von dem außerhalb der Mauern. Was „draußen“ längst Standard geworden ist, daran ist „drinnen“ noch lange nicht zu denken! Ohne Handy und Internetzugang, ohne das Recht den eigenen Arzt zu wählen, gibt es hier kein Recht auf umfassende Informationen: Wer welche Informationen erhält, bleibt eher dem Zufall überlassen.

Mit unserer Arbeit und unseren Projekten arbeiten wir daran, das Recht auf umfassende Gesundheitsversorgung in Haft politisch durchzusetzen und konkret vor Ort umzusetzen. Es braucht eine „Lobby“ und den politischen Willen, das Menschenrecht auf Gesundheit auch in der Haft zu realisieren.

Mehr Informationen unter: www.aidshilfe.de

Pro Familia: Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Das vom pro familia Bundesverband initiierte und vom BMFSFJ geförderte Modellprojekt „Fachdialognetz für schwangere, geflüchtete Frauen“ dient der professionellen Vernetzung und der gegenseitigen Unterstützung von multidisziplinären Fachkräften, ehrenamtlichen Initiativen und Migrantenorganisationen – zum Beispiel aus dem Gesundheitswesen, der Geburtshilfe, der psychosozialen Beratung sowie aus Migrationsdiensten. Ziel ist es aufzuzeigen, welche Hilfe und Unterstützung schwangere, geflüchtete Frauen brauchen und darauf aufbauend Fachkompetenz zur Wahrung und Wahrnehmung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte im Dialog weiterzuentwickeln. Neben dem Fachdialog im direkten Gespräch und bei gemeinsamen Fachveranstaltungen bietet das Projekt eine webbasierte Angebots- und Expertendatenbank, die Angebote für schwangere, geflüchtete Frauen den Betroffenen schneller zugänglich macht. Die Datenbank stellt eine umfangreiche Mediathek mit Fachtexten und -materialien bereit und gibt Überblick zu relevanten Fachveranstaltungen.

Mehr Informationen unter: www.fachdialognetz.de

Pro Familia: Modellprojekt biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung

Mit dem vom BMFSFJ geförderten Modellprojekt erprobt der pro familia Bundesverband die gute Praxis einer Kostenübernahme von verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln für Frauen mit wenig Geld. An den sieben Standorten Erfurt/Artern, Halle an der Saale, Lübeck, Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming), Recklinghausen/Marl/Gladbeck, Saarbrücken und Wilhelmshaven/Landkreis Friesland sind Kostenübernahmen und eine freiwillige und rechtebasierte Beratung rund um das Thema Verhütung möglich. Ziele des Projektes sind unter anderem, den Bedarf abzuschätzen, Barrieren im Zugang zu identifizieren und somit zu einer bundeseinheitlichen Regelung beizutragen.

Mehr Informationen unter: www.biko-verhuetung.de

Recht auf Selbstbestimmung

Verein Intersexuelle Menschen e.V.:  Inter*Peerberatung Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Lucie Veith kämpft als Aktivistin für die Rechte von Intersexuellen. Die Aktivistin entdeckte ihre eigene Intersexualität im frühen Erwachsenenalter. Fortan setzt sie sich aktiv für einen offeneren und aufgeklärteren Umgang mit Intersexuellen ein. Aus der virtuellen Selbsthilfegruppe XY entstand unter Lucie Veith 2004 der Verein Intersexuelle Menschen e.V., der die gemeinsamen Ziele und Forderungen von Intersexuellen aller Altersgruppen im deutschsprachigen Raum vertreten und auch die Interessen von Angehörigen intersexueller Menschen wahrnehmen soll. Sie berät und schult staatliche Institutionen und andere Anlaufstellen. Des Weiteren verfasste sie mehrere Parallelberichte zu Staatenberichten der UN, darunter einen Schattenbericht zur UN-Frauenrechtskonvention.

Mehr Informationen unter: www.im-ev.de

Munich Kyiv Queer: Menschenrechtssituation in der LGBT-CommunityEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Munich Kyiv Queer setzt sich auf der Basis der Städtepartnerschaft zwischen München und Kyiw für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi*, Trans* und Inter* in der Ukraine ein. Mit Politik, Workshops, Kultur unterstützt der Verein die Pride-Kooperation zwischen den CSDs in Kyiw, Odesa und München. Munich Kyiv Queer ist eine offene Gruppe von Aktivistinnen und Aktivisten aus paritätischen Mitgliedsorganisationen. Gegründet hat sich das Netzwerk aus dem CSD-Trägerverein in München mit dem Verein Lesbentraum LeTRa, der Münchner Aids-Hilfe und dem Schwulenzentrum Sub e.V.. Zusätzlich spielt die Münchner Stadtpolitik mit der „Rosa Liste“ eine zentrale Rolle.

Die Münchner Künstlerin Naomi Lawrence ist Teil der Aktionsgruppe, die sich für die LGBT-Community ihrer Heimatstadt und für Kyiv einbringt. Im August 2017 richtete sie in Odessa erstmals ein ganzes Festival rund um den Creative Protest aus: „Ob gerade die LGBTI-Szene diskriminiert wird oder andere Minderheiten, spielt für mich keine Rolle. Mir ist es wichtig, die Menschen darin zu unterstützen, ihre eigenen positiven Ziele und Ideale zu erkennen und zu verfolgen.“

Mehr Informationen unter: www.munichkyivqueer.org

agisra e.V. Köln: Selbstorganisation von Migrantinnen und FlüchtlingsfrauenEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

agisra e.V. ist eine autonome, feministische und antirassistische Informations- und Beratungsstelle, die parteiisch für Frauen und Mädchen arbeitet. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen von agisra haben meist selbst Migrationshintergrund und somit rassistische Diskriminierung im Privaten und/oder Institutionellen selbst erlebt. Wir verstehen uns als engagierte Individuen, die durch fortwährende Reflektion und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensformen und Weltanschauungen ein transkulturelles Selbstverständnis entwickelt haben. Wir legen Wert auf eine hohe Professionalität, Qualifikation und Aktualität unserer Arbeit.

Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen sollen ihr Leben selbstbestimmt und mit Menschenwürde gestalten können. Hierfür müssen den Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen alle Menschenrechte gewährt werden.
Unsere psychosoziale Beratung, Therapie und Begleitung hat lösungs- und ressourcenorientierte, feministische, migrationsspezifische, antirassistische und transkulturelle Ansätze. Das Unterstützungsangebot ist anonym und kostenlos und unabhängig von Aufenthaltsstatus, Sprache, Religion, sozialer und ethnischer Zugehörigkeit oder sexueller Orientierung. Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen haben meist einen mutigen Weg hinter sich und bringen viele Erfahrungen und Ressourcen mit. In der Beratungsarbeit ist unser zentraler Ansatz die Hilfe zur Selbsthilfe und die Unterstützung der Frauen bei der Wahrnehmung ihres Rechts auf Selbstbestimmung.

Durch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit setzen wir uns einerseits dafür ein, das Bild von Migrantinnen in der Öffentlichkeit zurechtzurücken und andererseits, mit den in der Beratungsarbeit gewonnenen Erkenntnissen auf politischer Ebene rechtliche und gesellschaftliche Verbesserungen für die Lebens- und Arbeitssituation von Migrantinnen zu erreichen. Durch Öffentlichkeitsarbeit, wie zum Beispiel die Beteiligung an aktuellen politischen Debatten, Vorträgen und Diskussionen, mischen wir uns ein.
Wir unterstützen und stärken die Selbstorganisation der Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen (MSO). Durch die Bildung der Interessenvertretungen können Forderungen an Politik und Gesellschaft für eine stärkere Beteiligung von Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen gestellt und umgesetzt werden.

Mehr Informationen unter: www.agisra.de

Recht auf Schutz, Zuflucht und Hilfe

Mosaik-Leipzig e.V.: Psychosoziale Beratungsstelle für Geflüchtete Leipzig (PSZ Leipzig) Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Das PSZ Leipzig besteht aus einem erfahrenen Team aus Psychologinnen und Psychologen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern mit transkulturellen Setting und setzt sich aus drei Bereichen zusammen:
Die Netzwerkstelle: Die sachsenweit agierende Netzwerkstelle des PSZ Leipzig richtet sich mit einem breiten Angebot an Fachkräfte und Mitarbeiter/-innen des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens sowie an haupt- und ehrenamtlich Tätige im Bereich Asyl sowie Fachkräfte der Regelversorgung in Sachsen.

Die Beratungsstelle: Das Angebot der Beratungsstelle des PSZ Leipzig richtet sich an erwachsene Menschen mit Fluchterfahrung, die psychisch belastet sind.

Die Behandlungsstelle: Das Angebot der Behandlungsstelle des PSZ Leipzig richtet sich an Erwachsene, insbesondere Frauen mit Flucht- und Gewalterfahrung, die psychisch belastet sind und nach den Beratungsangeboten eine weiterführende Behandlung benötigen.

Mehr Informationen unter: www.mosaik-leipzig.de

Kargah e.V.: Beratung und Unterstützung von Gewalt betroffene und traumatisierte FlüchtlingsfrauenEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Das Projekt „Beratung und Unterstützung von Gewalt betroffene und traumatisierte Flüchtlingsfrauen“ ist bei SUANA- kargah e.V. –Beratungsstelle für von häuslicher Gewalt, Stalking & Zwangsheirat betroffene Migrantinnen angesiedelt.

Im Rahmen des Projektes unterstützen wir Frauen mit Fluchterfahrungen, die sich in Gewaltverhältnissen (Häusliche Gewalt, Zwangsheirat und Stalking) befinden. Wir bieten mehrsprachige psychosoziale Beratung und Begleitung für Frauen an. Daneben geben wir Informationen zu aufenthalts-, familien-, und sozialrechtlichen Fragen sowie zum Gewaltschutz. Um auch geflüchtete Frauen zu erreichen, führen wir niedrigschwellige und mehrsprachige Informations- und Aufklärungsveranstaltungen in Gemeinschaftsunterkünften und Stadtteileinrichtungen in Hannover durch.
Der Begegnungstreff „Begegnung- mit und ohne Worte“, dient primär als Ort der Begegnung und Vernetzung zwischen Frauen mit und ohne Fluchterfahrungen. Begegnungen, Austausch, gemeinsame Veranstaltungen und Erlebnisse, wie Freizeit- und Kreativangebote werden entlang der Interessen der Teilnehmerinnen gemeinsam geplant und durchgeführt.

Mehr Informationen unter: www.kargah.de

LAMSA e.V.: „DiV* – Demokratie in Vielfalt“ Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Als Dachverband der Migrantenorganisationen vereint das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V. Menschen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit und repräsentiert eine Einheit der Vielfalt. Es vertritt das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Interesse der Menschen mit Migrationshintergrund und versteht sich als deren Fürsprecher gegenüber der Landesregierung und allen integrationspolitisch relevanten Organisationen auf Landesebene, sowie weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern.
Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben ist das übergeordnete Ziel des LAMSA. Eine Gesellschaft frei von Vorurteilen und frei von Diskriminierung seine dahinterstehende Vision.

Im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ vom Bundesministerium für Innern sind die Demokratieberater/-innen vom LAMSA seit 2015 innerverbandlich unterwegs. Die Zertifizierten Berater/-innen unterstützen die Mitgliedsorganisationen bei Problemen, Konflikten und strukturellen Fragen.

Mehr Informationen unter: www.lamsa.de

Recht auf Teilhabe

AGSB Bottrop: „Stadtteilhaben Batenbrock – du bist gefragt“  / Stadtteilbüro Horster StraßeEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Stadtteilhaben Batenbrock – du bist gefragt! ist ein Quartiersprojekt im Planungsraum Batenbrock-Südwest. Es wurde ab 2016 im Rahmen des Landesprojekts „NRW hält zusammen“ gefördert. 2018 hat die Stadt Bottrop die Finanzierung übernommen.

Der Planungsraum Batenbrock- Südwest ist überdurchschnittlich hoch von Armut betroffen. 28,7% der hier wohnenden Kinder und Jugendlichen leben in Bedarfsgemeinschaften, jedes zweite hat Migrationshintergrund. Im Rahmen kommunaler Präventionsketten soll Familienarmut begegnet werden. Eine enge Vernetzung aller Akteurinnen, die mit dem Thema, den Kindern und Jugendlichen, den Familien betraut sind, ist Ziel des Projektes. Ebenso steht die Teilhabe der Bewohnerinnen, ihre Interessen, Sorgen, Ideen und Wünsche im Focus.

Stadtteilhaben Batenbrock – du bist gefragt! ist gleichzeitig Titel und programmatische Aussage. Die praktische Umsetzung im Stadtteilbüro orientiert sich zuerst an den Menschen im Quartier. Sie haben ein Recht darauf, ernst genommen und beteiligt zu werden.

Mehr Informationen unter: www.agsbbottrop.de

TIO e.V.: Teilhabe durch Integration ins ErwerbslebenEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

TIO e.V. ist ein gemeinnütziger, interkultureller Verein, der sich seit 1978 für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Migrantinnen in Deutschland einsetzt. Der TIO geht davon aus, dass Integration von Migrantinnen in erster Linie über die Integration ins Erwerbsleben stattfindet.

TIO betreibt in Kreuzberg und Neukölln zwei Beratungseinrichtungen und mehrere Bildungsangebote, darunter ein Qualifizierungsprojekt, das sich an Frauen richtet, die die einfache oder erweiterte Berufsbildungsreife nachholen und sich gezielt auf einen Beruf vorbereiten möchten, eine Weiterbildungsberatung für Migrantinnen und geflüchteten Frauen, das sogenannte „Girls' Studio“, das junge Frauen von 16 bis 25 Jahren auf die externe Prüfung für die erweiterte Berufsbildungsbildungsreife vorbereitet, und einen Beratungs-, Lern- und Fördertreffpunkt für junge Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund.

Mehr Informationen unter: www.tio-berlin.de

Recht auf Bildung

Deutscher Kinderschutzbund Berlin: Das Kinder-Kiez-Zentrum – Ein Bildungskonzept für den ganzen Tag in einem sozialen BrennpunktEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Der DKSB LV Berlin e.V. ist Träger des Ganztagsbetriebes an der Erika-Mann-Grundschule in einem sozialen Brennpunkt des Berliner Stadtteils Wedding.

Vor dem Hintergrund sozialer Armut und damit einhergehender verminderter Bildungschancen wird von Pädagogen und Pädagoginnen nach einem ganztägigen Konzept gearbeitet, dass die Bildungschancen benachteiligter Kinder fördert und intensiviert.

Mit einer inklusiven Grundhaltung werden die Kinder an Ihren Stärken ageholt. Jede und jeder kann etwas! Selbstbestimmtes Lernen und Partizipation gehören ebenso zu den Grundprinzipien pädagogischen Handelns wie die Vermittlung lernfördernder Schlüsselkompetenzen. Lehrer/-innen und Erzieher/-innen arbeiten kollegial und Hand in Hand.

Mehr Informationen unter: www.kinderschutzbund-berlin.de/wir/schulstation.html

Petö und Inklusion gGmbH: Inklusive Bildung ist MenschenrechtEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Seit 2013 betreibt die Petö und Inklusion gemeinnützige GmbH die Private Grundschule Oberaudorf-Inntal, 2015 folgte die Mittelschule. Ein Drittel unserer Schüler hat einen deutlich erhöhten Förderbedarf.

Das Konzept basiert auf der Konduktiven Förderung nach Petö. Der ungarische Arzt und Pädagoge Prof. A. Petö begründete vor ca. 60 Jahren die "Konduktive Erziehung“ zur Förderung von Kindern mit Cerebralparesen (Hirnschädigung). Der Anwendungsbereich hat sich inzwischen erfolgreich erweitert. Wir bieten erstmalig Konduktive Pädagogik für alle. Der Schwerpunkt, den die Konduktive Förderung auf die Motorik legt, ist der rote Faden in unserem Tagesablauf.

Wir arbeiten mit einem multifunktionalen Team aus Lehrkräften, KonduktorInnen und weiteren Fachkräften. Vom individualisierten Lernen und den vielfältigen, den Anforderungen angepassten pädagogischen Methoden profitieren alle Schüler.

Die Schule hat ein Ganztagskonzept. Unterricht und Programme mit verschiedenen Schwerpunkten wechseln sich im Tagesablauf ab. Konzentration und Entspannung, Ruhe, Unterricht und Freizeit bilden eine ausgewogene Balance.

Mehr Informationen unter: www.private-schulen-oberaudorf-inntal.de

Türkischer Elternverein in Berlin-Brandenburg (TEVBB): ElternzirkelEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Der Türkische Elternverein in Berlin und Brandenburg e.V. besteht seit mehr als 30 Jahren. Ziel von Anfang an war und ist, mit vielfältigen Aktivitäten und Angeboten zur Lösung der Erziehungs- und Bildungsprobleme der Kinder mit Migrationshintergrund herkunftsübergreifend beizutragen.
Unsere Angebote und Aktivitäten lassen sich zusammenfassen als:

1. Interessenvertretung der Schüler/-innen und Eltern türkischer Herkunft
- „Treff-, Beratungs- und Kommunikationszentrum für türkische Eltern und Schüler/-innen“, persönliche Beratung zu Themen wie vorschulische Erziehung, Schullaufbahnberatung, Vermittlung in Konfliktsituationen, Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung. „Pro Eltern“, stärkere Präsenz von Eltern mit Migrationshintergrund in den Schulen, gemeinsam mit den Schulen werden Strategien im Umgang mit großen und kleinen Konflikten aufgrund kultureller Verschiedenheit erarbeitet.
- „Informationsveranstaltungen und Seminare“, orientiert am Schulkalender in den Schulen.

2. Schularbeitszirkel

Im Rahmen dieses Angebots werden jährlich bis zu 120 Schüler/-innen in unseren Räumlichkeiten durch Lehrer/-innen betreut, die einer weiteren Förderung bedürfen. Das Projekt wird durch den Paritätischen Landesverband Berlin unterstützt.

3. Alphabetisierungskurs für türkische Mütter und Frauen

4.“Mete-Eksi-Fonds“

Gemeinsam mit der GEW Berlin vergibt dieser Fonds seit 1992 einen Preis an einzelne Jugendliche  oder an Gruppen (Schulklassen), die sich mit konkreten Beiträgen für das friedliche Zusammenleben deutscher und nichtdeutscher Kinder und Jugendlichen in Berlin einsetzen.

5. Betreiber zweier Kindertagesstätten durch unsere „TEVBB Soziale Dienste gGmbH

Mehr Informationen unter: www.tevbb.de

Queere Bildung e.V.: Bildungs- und Aufklärungsarbeit zum Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt an SchulenEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Der Bundesverband vernetzt, bündelt, und professionalisiert die lokale und regionale Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Unsere Mitgliedsgruppen führen Bildungsworkshops in Schulen, Gruppen der offenen Jugendarbeit, Sportvereinen und anderen gesellschaftlichen Organisationen durch. Einige Projekte bieten zudem berufliche Fort- und Weiterbildungen für Fachkräfte an. Der Verband ist demokratisch organisiert und lokal verankert. Er vertritt die Bildungs- und Aufklärungsprojekte in Politik und Öffentlichkeit. In den über 50 Projekten, Vereinen und Initiativen engagieren sich deutschlandweit etwa 750 Ehrenamtliche.  Aktuell sind Projekte aus allen 16 Bundesländern im Bundesverband engagiert, die jährlich über 40.000 Menschen mit ihrer Arbeit erreichen.

Mehr Informationen unter: www.queere-bildung.de

Recht auf Wohnen

Pestalozzi-Fröbel-Haus: Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez „Kiezanker 36“ Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Das Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez ist ein Ort für alle Menschen im und um den Wrangelkiez. Wir wirken seit dem 11 Juni 2014 gemeinsam mit der Nachbarschaft in den Kiez und der Kiez zeigt sich mit seiner besonderen Mischung hier im Familien- und Nachbarschaftszentrum Wrangelkiez. Grundannahme ist, dass die Bildung von Kindern nicht ohne die Einbeziehung, Unterstützung und Stärkung der Eltern geschehen kann.

Im Mittelpunkt steht der positive Blick auf die Ressourcen der Kinder und deren Familien. Ein weiteres Ziel der Familien- und Nachbarschaftszentren ist, durch Kooperationen mit anderen sozialen Einrichtungen die Angebote für Familien im Stadtteil zu vernetzen und auf diese Weise einen Beitrag zu leisten für eine gut funktionierende und unkomplizierte Infrastruktur für Familien. Gemeinsam können wir hier Wurzeln schlagen und mit- und an- einander (auf)wachsen.

Mehr Informationen unter: www.pfh-berlin.de

Der Paritätische Hamburg: Die WohnbrückeEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Die Wohnbrücke sucht und vermittelt Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen an geflüchtete Menschen. Die Mietverhältnisse werden durch geschulte ehrenamtliche Wohnungslotsen begleitet, die den Neumieter auf dem Weg in ein eigenverantwortliches und selbständiges Mieterleben unterstützen. Sie sind zusätzlicher Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn. Für diese Aufgabe werden die Wohnungslotsen durch den Paritätischen Hamburg und weitere Referenten geschult und in ihrem Engagement unterstützt. Ergänzende freiwillige Mieterschulungen werden angeboten.

Das Team der Koordinierungsstelle – angesiedelt bei der Lawaetz-wohnen&leben gGmbH – unterstützt Vermieter bei der Auswahl passender Mieter für die vermittelbaren Wohnungen. Die Wohnbrücke leistet einen Beitrag dazu, Strukturen für die nachhaltige Integration von Geflüchteten in unserer Gesellschaft zu schaffen.  Hinter der Wohnbrücke stehen Vertreter der Wohnungswirtschaft, von Stiftungen, Willkommens-Initiativen und sozialen Einrichtungen, Behörden sowie der Kirche.

Mehr Informationen unter: www.wohnbruecke.de

Der Paritätische Schleswig-Holstein: Wohnraumbeschaffung durch Kooperation –bezahlbarer Wohnraum für Frauen, die mit ihren Kindern in Frauenhäusern lebenEin Stand beim Menschenrechtsrundgang

Das Projekt ‚Frauen_Wohnen‘ hilft bei der schwierigen Suche nach Wohnraum: Die schwierige Situation auf dem Wohnungsmarkt führt dazu, dass Frauen nach einem Aufenthalt in einem Frauenhaus oft erhebliche Probleme haben, eine angemessene und bezahlbare Wohnung zu finden. Sie bleiben oftmals länger als notwendig, auch wenn sie nicht mehr schutzbedürftig sind. Die Plätze stehen anderen Frauen und Kindern in Krisensituationen somit nicht zur Verfügung.

Das Projekt „Wohnraumbeschaffung durch Kooperation – bezahlbarer Wohnraum für Frauen, die mit ihren Kindern in Frauenhäusern leben“ (kurz: Frauen_Wohnen) soll dies ändern. Das Gleichstellungsministerium fördert das Projekt und hat den Paritätischen Schleswig-Holstein mit der Umsetzung betraut.

„Es gibt drei gute Gründe dieses Wohnraumprojekt umzusetzen: Zum einen brauchen wir die knappen Frauenhausplätze für die akuten Notfälle und zum anderen sollen die Frauen möglichst schnell den Übergang in eine gewaltfreie Normalität finden. Wichtig ist auch, die Frauenhäuser in ihrer Arbeit zu entlasten und die Wohnraumvermittlung auf die neuen Regionalstellen zu übertragen“, so Kerstin Olschowsky vom Paritätischen Schleswig-Holstein.

Mehr Informationen unter: www.paritaet-sh.org

Der Paritätische NRW und fiftyfifty / Asphalt e.V.: Projekt „HousingFirstFonds“Ein Stand beim Menschenrechtsrundgang

Das Projekt „HousingFirstFonds“ ist eine Kooperation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW und des gemeinnützigen Düsseldorfer Vereins fiftyfifty / Asphalt e.V., Mitglied im Paritätischen NRW. Projektziel ist die Versorgung von Wohnungslosen mit Wohnraum im Rahmen normaler Mietverträge, verbunden mit dem Angebot wohnbegleitender Hilfen, nach dem Housing-First Ansatz. Mit den Fondsmitteln werden gemeinnützige Organisationen auf dem Gebiet der Wohnungslosenhilfe in die Lage versetzt, den in Deutschland noch wenig verbreiteten „Housing-First“-Ansatz umzusetzen. Auf die Mittel des Fonds können sich Wohnungsloseninitiativen aus ganz NRW bewerben, die den Housing-First Ansatz selbst umsetzen möchten. Mit den Fondsmitteln werden Finanzierungsgrundlagen zum Ankauf von Wohnungen geschaffen (in der Regel 20 % des Anschaffungspreises) sowie Umbaumaßnahmen anteilig und Nebenkosten mitfinanziert. Einzigartig ist auch die Finanzierung des Fonds. durch den Verkauf von Kunst.

Die Implementierung und Durchführung des Projekts wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW für drei Jahre gefördert.

Mehr Informationen unter: www.fiftyfifty-galerie.de

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