Auch wenn die Einsicht teilweise lang gedauert hat, ist mittlerweile unumstritten, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Es gilt die damit verbundenen vielfältigen Chancen und Herausforderungen, die das gemeinsame Zusammenleben mit sich bringt, anzunehmen und diese mit einer Grundhaltung von Anerkennung und Wertschätzung der Diversität hierzulande auszugestalten.  

Der Paritätische Gesamtverband setzt  sich für eine vielfältige Gesellschaft ein, bei der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, politische Überzeugung, Alter oder Geschlecht gleiche Rechte genießen.  Wir setzen durch unsere Mitgliedorganisationen drei Bundesprogramme um, bei denen die Einwanderungsgesellschaft, durch Beratung, Begegnung und punktuelle Unterstützung Tag für Tag mitgestaltet wird.

Wir setzen einen Schwerpunkt in der Arbeit mit Migrantenorganisationen und  kooperieren  in verschiedenen Bereichen. Um ihnen eine eigenständige Stimme im Verband zu geben, fördert der Paritätische die Arbeit des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen.

Mit Hilfe unserer unterschiedliche Publikationen, Stellungnahmen und Fachinformationen leisten wir einen Beitrag für die politische und fachliche Auseinandersetzung mit den  Themen Migration und Integration und  engagieren uns  für  gleichberechtigte Teilhabe ein. 

Studie der AOK zur Gesundheit von Geflüchteten in Deutschland

Studie des Wissenschaftlichen Instituts der der AOK (WIdO) veranschaulich den Ausmaß von Folgen der Traumatisierung und einen dringenden Behandlungsbedarf für die in Deutschland lebende Schutzsuchenden aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Das Ergebnis der Befragung zeigt, dass mehr als drei Viertel aller Geflüchteten aus den Herkunftsländern Syrien, Irak und Afghanistan unterschiedliche Formen von Gewalt erlebt haben und dass dies einen gravierenden Einfluss auf ihre Gesundheit hat: Im Vergleich zu Geflüchteten ohne Gewalterfahrungen gibt diese Gruppe mehr als doppelt so häufig physische und psychische Beschwerden an. Dabei treten vor allem psychische Beschwerden wie Mutlosigkeit, Traurigkeit, Bedrückung (42,7 Prozent) und Nervosität, Unruhe (42,9 Prozent) auf. Erst danach folgen körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen (36,6 Prozent) oder Kopfschmerzen (36,4 Prozent).

Das WIdO erfasst mit seiner Befragung auch, wie die Geflüchteten die medizinische Versorgung in Deutschland erlebt bzw. in Anspruch genommen haben. So haben zwei Drittel in den letzten sechs Monaten einen Arzt aufgesucht (68,3 Prozent), überwiegend wegen allgemeiner Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen sowie akuter leichter Erkrankungen. In der Arztpraxis oder im Krankenhaus stellen sprachliche Barrieren eine große Herausforderung dar: Mehr als jeder zweite Geflüchtete (56 Prozent) berichtet über große Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen. Ähnlich hoch (51 Prozent) ist der Anteil derer, die nicht wissen, welche Gesundheitsangebote ihnen überhaupt zur Verfügung stehen.

Um den Traumatisierten zu helfen, sollten sie aus Sicht der Studienautoren ab dem ersten Tag in Deutschland einen umfassenden Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Bürokratische und sprachliche Hemmnisse müssen abgebaut, psychotherapeutische Angebote in der Traumabehandlung vorgehalten werden. Dabei müssen insbesondere sprachliche Barrieren mitberücksichtigt werden.

widomonitor_1_2018_web-1.pdfwidomonitor_1_2018_web-1.pdf


Studie der AOK zur Gesundheit von Geflüchteten in Deutschland

Studie des Wissenschaftlichen Instituts der der AOK (WIdO) veranschaulich den Ausmaß von Folgen der Traumatisierung und einen dringenden Behandlungsbedarf für die in Deutschland lebende Schutzsuchenden aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

Das Ergebnis der Befragung zeigt, dass mehr als drei Viertel aller Geflüchteten aus den Herkunftsländern Syrien, Irak und Afghanistan unterschiedliche Formen von Gewalt erlebt haben und dass dies einen gravierenden Einfluss auf ihre Gesundheit hat: Im Vergleich zu Geflüchteten ohne Gewalterfahrungen gibt diese Gruppe mehr als doppelt so häufig physische und psychische Beschwerden an. Dabei treten vor allem psychische Beschwerden wie Mutlosigkeit, Traurigkeit, Bedrückung (42,7 Prozent) und Nervosität, Unruhe (42,9 Prozent) auf. Erst danach folgen körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen (36,6 Prozent) oder Kopfschmerzen (36,4 Prozent).

Das WIdO erfasst mit seiner Befragung auch, wie die Geflüchteten die medizinische Versorgung in Deutschland erlebt bzw. in Anspruch genommen haben. So haben zwei Drittel in den letzten sechs Monaten einen Arzt aufgesucht (68,3 Prozent), überwiegend wegen allgemeiner Gesundheits- und Vorsorgeuntersuchungen sowie akuter leichter Erkrankungen. In der Arztpraxis oder im Krankenhaus stellen sprachliche Barrieren eine große Herausforderung dar: Mehr als jeder zweite Geflüchtete (56 Prozent) berichtet über große Schwierigkeiten, sich verständlich zu machen. Ähnlich hoch (51 Prozent) ist der Anteil derer, die nicht wissen, welche Gesundheitsangebote ihnen überhaupt zur Verfügung stehen.

Um den Traumatisierten zu helfen, sollten sie aus Sicht der Studienautoren ab dem ersten Tag in Deutschland einen umfassenden Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Bürokratische und sprachliche Hemmnisse müssen abgebaut, psychotherapeutische Angebote in der Traumabehandlung vorgehalten werden. Dabei müssen insbesondere sprachliche Barrieren mitberücksichtigt werden.

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Kontakt

Sergio Andrés Cortés Núñez
Referent für Migrationssozialarbeit
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-437
Mobil: 0173 148 21 21
mig(at)paritaet.org

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