Auch wenn die Einsicht teilweise lang gedauert hat, ist mittlerweile unumstritten, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Es gilt die damit verbundenen vielfältigen Chancen und Herausforderungen, die das gemeinsame Zusammenleben mit sich bringt, anzunehmen und diese mit einer Grundhaltung von Anerkennung und Wertschätzung der Diversität hierzulande auszugestalten.  

Der Paritätische Gesamtverband setzt  sich für eine vielfältige Gesellschaft ein, bei der alle Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, politische Überzeugung, Alter oder Geschlecht gleiche Rechte genießen.  Wir setzen durch unsere Mitgliedorganisationen drei Bundesprogramme um, bei denen die Einwanderungsgesellschaft, durch Beratung, Begegnung und punktuelle Unterstützung Tag für Tag mitgestaltet wird.

Wir setzen einen Schwerpunkt in der Arbeit mit Migrantenorganisationen und  kooperieren  in verschiedenen Bereichen. Um ihnen eine eigenständige Stimme im Verband zu geben, fördert der Paritätische die Arbeit des Forums der Migrantinnen und Migranten im Paritätischen.

Mit Hilfe unserer unterschiedliche Publikationen, Stellungnahmen und Fachinformationen leisten wir einen Beitrag für die politische und fachliche Auseinandersetzung mit den  Themen Migration und Integration und  engagieren uns  für  gleichberechtigte Teilhabe ein. 

Syrien/ Idlib: Wir müssen vom Schlimmsten ausgehen

Medienmitteilung von Aktion Deutschland Hilft: Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft in Syrien und den Nachbarländern bereiten sich und die Zivilbevölkerung auf das Szenario einer laut den Vereinten Nationen größten humanitären Katastrophe des 21. Jahrhunderts vor

Drei Millionen Menschen leben in der Region Idlib. Die Hälfte von ihnen sind intern vertriebene Kinder, Frauen und Männer aus anderen Landesteilen Syriens. Die Kapazitäten der Region sind erschöpft, Notunterkünfte sind knapp und ein Großteil der Krankenhäuser liegt in Trümmern. Die Menschen sind nach fast acht Jahren Krieg, Flucht und Armut geschwächt. Das ist der Nährboden für das immer realistischer werdende Szenario der größten humanitären Katastrophe des 21. Jahrhunderts. „Je unwahrscheinlicher eine politische Lösung wird, desto wichtiger ist jetzt der Beitrag, den humanitäre Hilfsorganisationen leisten. Wir müssen von den schlimmsten Folgen der Offensive für die Zivilbevölkerung ausgehen, um ausreichend auf eine humanitäre Katastrophe dieser Größenordnung vorbereitet zu sein“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“, dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, die in großen humanitären Katastrophen gemeinsam Hilfe leisten.
 
Der Fokus der Vorbereitungen liegt auf der medizinischen Versorgung von Verletzten durch mögliche Kampfhandlungen und auf der Beschaffung von Notunterkünften und Hilfsgütern wie Decken oder Matratzen, die schnell zum Einsatz kommen können. Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ gehen darüber hinaus von größeren Flüchtlingsbewegungen aus, sollte es zu einer Großoffensive kommen: „In den kommenden Monaten erwarten wir bis zu 700.000 neu Vertriebene in der Grenzregion zur Türkei. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen bereiten wir uns darauf vor, die medizinische Versorgung der Menschen durch mobile Teams zu gewährleisten. Die Kapazitäten der Krankenhäuser in der Region sind sehr begrenzt. Wir wollen verhindern, dass die Notaufnahmen mit den Verletzten der Kampfhandlungen komplett überfordert sind und noch mehr Menschen sterben“, sagt Janine Lietmeyer, Ländergruppenleiterin für Syrien und Libanon bei Malteser International.
 
Islamic Relief Deutschland unterstützt ebenfalls Projekte in der Gesundheitsversorgung. Auch hier steht im Vordergrund, die Vorräte an Medikamenten und anderem Material aufzustocken, um auf die zu erwartende höhere Zahl von Verletzten vorbereitet zu sein. „Aus der Erfahrung ähnlicher militärischer Offensiven heraus, befürchten wir auch, dass soziale und humanitäre Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, Märkte und Moscheen als erstes getroffen werden“, schätzt Ahmed Mahmoud, Sprecher für das Syrien-Programm von Islamic Relief, die Lage ein. „Alle Kriegsparteien müssen das internationale humanitäre Recht und die Menschenrechte achten, dürfen keine Zivilisten angreifen und müssen uneingeschränkten humanitären Zugang ermöglichen“, so Ahmed Mahmoud weiter. Diesem Appell schließen sich alle Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ an.

Die Medienmitteilung im PDF-Format finden Sie hier: Medienmitteilung Aktion Deutschland Hilft Syrien.pdfMedienmitteilung Aktion Deutschland Hilft Syrien.pdf


Syrien/ Idlib: Wir müssen vom Schlimmsten ausgehen

Medienmitteilung von Aktion Deutschland Hilft: Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft in Syrien und den Nachbarländern bereiten sich und die Zivilbevölkerung auf das Szenario einer laut den Vereinten Nationen größten humanitären Katastrophe des 21. Jahrhunderts vor

Drei Millionen Menschen leben in der Region Idlib. Die Hälfte von ihnen sind intern vertriebene Kinder, Frauen und Männer aus anderen Landesteilen Syriens. Die Kapazitäten der Region sind erschöpft, Notunterkünfte sind knapp und ein Großteil der Krankenhäuser liegt in Trümmern. Die Menschen sind nach fast acht Jahren Krieg, Flucht und Armut geschwächt. Das ist der Nährboden für das immer realistischer werdende Szenario der größten humanitären Katastrophe des 21. Jahrhunderts. „Je unwahrscheinlicher eine politische Lösung wird, desto wichtiger ist jetzt der Beitrag, den humanitäre Hilfsorganisationen leisten. Wir müssen von den schlimmsten Folgen der Offensive für die Zivilbevölkerung ausgehen, um ausreichend auf eine humanitäre Katastrophe dieser Größenordnung vorbereitet zu sein“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von „Aktion Deutschland Hilft“, dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, die in großen humanitären Katastrophen gemeinsam Hilfe leisten.
 
Der Fokus der Vorbereitungen liegt auf der medizinischen Versorgung von Verletzten durch mögliche Kampfhandlungen und auf der Beschaffung von Notunterkünften und Hilfsgütern wie Decken oder Matratzen, die schnell zum Einsatz kommen können. Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ gehen darüber hinaus von größeren Flüchtlingsbewegungen aus, sollte es zu einer Großoffensive kommen: „In den kommenden Monaten erwarten wir bis zu 700.000 neu Vertriebene in der Grenzregion zur Türkei. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen bereiten wir uns darauf vor, die medizinische Versorgung der Menschen durch mobile Teams zu gewährleisten. Die Kapazitäten der Krankenhäuser in der Region sind sehr begrenzt. Wir wollen verhindern, dass die Notaufnahmen mit den Verletzten der Kampfhandlungen komplett überfordert sind und noch mehr Menschen sterben“, sagt Janine Lietmeyer, Ländergruppenleiterin für Syrien und Libanon bei Malteser International.
 
Islamic Relief Deutschland unterstützt ebenfalls Projekte in der Gesundheitsversorgung. Auch hier steht im Vordergrund, die Vorräte an Medikamenten und anderem Material aufzustocken, um auf die zu erwartende höhere Zahl von Verletzten vorbereitet zu sein. „Aus der Erfahrung ähnlicher militärischer Offensiven heraus, befürchten wir auch, dass soziale und humanitäre Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, Märkte und Moscheen als erstes getroffen werden“, schätzt Ahmed Mahmoud, Sprecher für das Syrien-Programm von Islamic Relief, die Lage ein. „Alle Kriegsparteien müssen das internationale humanitäre Recht und die Menschenrechte achten, dürfen keine Zivilisten angreifen und müssen uneingeschränkten humanitären Zugang ermöglichen“, so Ahmed Mahmoud weiter. Diesem Appell schließen sich alle Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ an.

Die Medienmitteilung im PDF-Format finden Sie hier: Medienmitteilung Aktion Deutschland Hilft Syrien.pdfMedienmitteilung Aktion Deutschland Hilft Syrien.pdf


Kontakt

Sergio Andrés Cortés Núñez
Referent für Migrationssozialarbeit
Der Paritätische Gesamtverband
Oranienburger Str. 13-14
10178 Berlin
Telefon: 030 24636-437
Mobil: 0173 148 21 21
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