Bericht: 20 vorläufige Lehren aus Corona

Welche vorläufige Bilanz ist ein dreiviertel Jahr nach Beginn der Pandemie zu ziehen? Dieser Frage geht der Bericht zu "20 vorläufigen Lehren aus Corona" nach. Er ist das zusammenfassende Ergebnis aus Rückmeldungen der Facharbeitskreise des Paritätischen Gesamtverbandes.

Die Corona-Pandemie prägt unser Leben und unseren Alltag in bisher kaum bekanntem Ausmaß. Ganz besonders betroffen sind jene, die aus unterschiedlichsten Gründen schon vor der Pandemie Unterstützung benötigten. Zwar kann das Virus jede*n treffen, tatsächlich verbreitet es sich jedoch zunehmend sozial ungleich. Mittendrin in dieser Pandemie sind die Einrichtungen und Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege. Sie sind direkt in die Eindämmung der Infektionen eingebunden, aber auch massiv von den Folgen der Krise betroffen.

Denn die Bruchstellen unseres Gemeinwesens treten unter Corona deutlich hervor: Bei den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung für systemrelevante Berufe. In einem Gesundheits- und Pflegesystem, das an ökonomischer Effizienz und Gewinnen ausgerichtet ist statt an Bedarfen. Bei der Digitalisierung in fast allen gesellschaftlichen Bereichen. Oder bei der Vernachlässigung der Ärmsten und Verwundbarsten, von Beziehenden der Grundsicherung über Arbeiter*innen in der ausbeuterischen Fleischindustrie bis hin zu Flüchtlingen in den überfüllten Lagern am Rande Europas.

Der vorliegende Bericht zieht ein dreiviertel Jahr nach Beginn der Pandemie ein vorläufiges Fazit aus Sicht der Sozialen Arbeit. Wo weist uns die Krise auf politische Fehlsteuerungen und Versäumnisse hin? Wo sind Strukturen der Sozialen Arbeit in der Krise bedroht? Welche Krisenmaßnahmen dürfen keinesfalls länger als nötig aufrechterhalten werden? Und gibt es auch Antworten auf die Krise, die als Blaupause für die Zeit danach dienen könnten? Er basiert auf den Rückmeldungen aus den Facharbeitskreisen des Paritätischen Gesamtverbandes.

Corona-Lehren_final.pdfCorona-Lehren_final.pdf


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