
Praxis-Dialog: Beschwerden von Anfang an – die Stimme der Kleinsten verstehen
Wie können Beschwerden von Kindern in den ersten Lebensjahren wahrgenommen und fachlich eingeordnet werden, wenn sie sich noch nicht oder kaum sprachlich ausdrücken? Der Praxis-Dialog nimmt kindliche Signale, Gefühle und Grenzen im U3-Alltag in den Blick und fragt, wie daraus ein verlässlicher, nachvollziehbarer Umgang mit Beschwerden entstehen kann – praxisnah, kinderrechtsbasiert und ohne unnötige Bürokratie.
Kinder zeigen uns jeden Tag, was sie brauchen – nicht immer mit Worten. Gerade in der frühen Kindheit äußern sie Unzufriedenheit, Bedürfnisse oder Grenzen häufig über Verhalten, Gefühle und Körpersprache. Für pädagogische Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen stellt sich daher die Frage: Wie können kindliche Signale so wahrgenommen, verstanden und aufgegriffen werden, dass Kinder sich ernst genommen und beteiligt fühlen?
Im Praxis-Dialog geht es um Beschwerden und Beschwerderechte im U3-Bereich. Dabei wird das Thema mit einem Blick auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern verbunden: Wie lernen Kinder, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken? Wie zeigen sie Bedürfnisse und Grenzen – auch ohne Worte? Wie können pädagogisch Tätige diese Signale deuten und daraus ein fachlich begründetes, alltagstaugliches Vorgehen entwickeln?
Deutlich wird: Es geht nicht darum, jede Situation zu dokumentieren oder zusätzliche Bürokratie zu schaffen. Vielmehr sollen bereits gelebte feinfühlige Praxis sichtbar gemacht, im Team abgestimmt und in eine Form gebracht werden, die Orientierung gibt und auch für andere nachvollziehbar ist.
Der Praxis-Dialog verbindet einen kurzen fachlichen Input mit moderiertem Austausch. Eigene Erfahrungen, Fragen und Beispiele aus der Praxis sind ausdrücklich willkommen.
Die Teilnehmenden erhalten:
- Orientierung im Umgang mit kindlichen Gefühlsäußerungen und Signalen,
- Klarheit darüber, wie mit Beschwerden im U3-Bereich fachlich angemessen umgegangen werden kann,
- Impulse, um gelebte Praxis sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
Termin: Donnerstag, 11. Juni 2026, 17:00 bis 19:00 Uhr
Teilnahmegebühr: 10 Euro
Format: Online-Praxis-Dialog mit fachlichem Input und moderiertem Austausch
Referentin:
Jessica Schuch, Diplom-Sozialpädagogin, Erzieherin, Supervisorin/Coach (DGSV) und Autorin, ist seit vielen Jahren in der Kindertagesbetreuung sowie in Weiterbildung, Fachberatung und Prozessberatung tätig. Sie gibt den fachlichen Input und moderiert die Veranstaltung.
Der Praxis-Dialog richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Kindertagespflegepersonen, Fachberater*innen, Leitungskräfte und weitere Interessierte aus der Kindertagesbetreuung.
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Unser kostenloses E-Learning-Angebot:
Pädagogisch Tätige können sich im Rahmen des kostenlosen E-Learning-Angebots zu folgenden Themen selbst bestimmt fortbilden:
- Partizipation im Alltag
- Beschwerdeverfahren in der Kita,
- Beschwerdemöglichkeiten in der Kindertagespflege
- Kinderrechte im Alltag
Hier geht es zum E-Learning: www.fruehe-demokratiebildung.de
Die Veranstalter empfehlen die Nutzung der o.g. Online-Angebote. Dies ist aber keine Voraussetzung für die Teilnahme an dem Praxis-Dialog.
Der Praxis-Dialog gehört zum Informationsangebot „Frühe Demokratiebildung – Kinder beteiligen, Vielfalt gestalten“, einem Projekt des Bundesverbandes für Kindertagespflege in enger Kooperation mit dem Paritätischen Gesamtverband, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.
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