Veranstaltungsdetails

Einladung zur Fachveranstaltung „Perspektiven für ALLE “ Einblick in 30 Jahre Behinderten- und Psychiatriepolitik

18.03.2020 14:00 - 18:00
Anmeldefrist:
02.03.2020
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Ziegelstraße 30
10117 Berlin
Anfahrt
Preis: Kostenlos
Kontakt: Jeannette Brabandt, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailMail

Mit der Wiedervereinigung gab es für viele Menschen mit geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen besonders in den neuen Bundesländern erstmals Chancen für Bildung, Beschäftigung und ein Leben außerhalb von Kliniken. Innerhalb kürzester Zeit sollten und wollten die Beteiligten die Entwicklungen von 20 Jahren aufholen. Es herrschte Aufbruchsstimmung. Mit der Veranstaltung werden wir einen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre und einen Ausblick auf Chancen für eine menschenrechtsbasierte Behinderten- und Psychiatriepolitik nehmen.

Mit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren – im Oktober 1990 – wurde nicht nur der Weg zu einem vereintenDeutschland, sondern auch zu einer gemeinsamen Politik für Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen möglich. Bis 1990 haben sich beide Teile Deutschlands unterschiedlich entwickelt. In der damaligen DDR wurden einerseits Menschen mit Behinderungen gefördert, die in den Betrieben arbeiten konnten, und andererseits Menschen mit Behinderungen als bildungsunfähig eingestuft. Sie lebten auch noch im Jahr 1990 in Kranken- und Pflegeeinrichtungen. Im anderen Teil Deutschlands lebten zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung Menschen mit Behinderungen in Wohnheimen, konnten ambulante Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen und waren in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Dem vorausgegangen waren beispielsweise die Psychiatrie-Enquete und die Errichtung von Werkstätten in den 70er Jahren und damit verbunden, die Schaffung von Lebensräumen außerhalb eines klinischen Alltags.

Mit der Wiedervereinigung gab es für viele Menschen mit geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen besonders in den neuen Bundesländern erstmals Chancen für Bildung, Beschäftigung und ein Leben außerhalb von Kliniken. Innerhalb kürzester Zeit sollten und wollten die Beteiligten die Entwicklungen von 20 Jahren aufholen. Es herrschte Aufbruchsstimmung.

Unabhängig von den Entwicklungen in beiden Teilen der Bundesrepublik ist es auch nach 30 Jahren gemeinsamer Behinderten- und Psychiatriepolitik und nach 10 Jahren Gültigkeit der UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland immer noch eine große Herausforderung, Teilhaberechte umzusetzen, um die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen zu verhindern. Politisch wurden im gemeinsamen Deutschland in den letzten 30 Jahren Rahmenbedingungen gesetzt, die mehr Teilhabe ermöglichen. Für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf werden diese jedoch eingeschränkt und gelten nicht im gleichen Umfang.

Mit der Veranstaltung werden wir einen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre und einen Ausblick auf
Chancen für eine menschenrechtsbasierte Behinderten- und Psychiatriepolitik nehmen. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven beider Teile Deutschlands angesprochen. Anlass dafür sind 30 Jahre Behinderten- und Psychiatriepolitik im gemeinsamen Deutschland und der Abschied von Claudia Scheytt vom Gesamtverband. Die Veranstaltung richtet sich an Referent*innen der Paritätischen Landesverbände und Weggefährt*innen aus den Kollegialverbänden.

Bitte beachten Sie, dass es eine geschlossene Veranstaltung mit einem festen Teilnehmerkreis ist.

Das Registrierungsformular kann nicht angezeigt werden - mögliche Gründe: Start-Datum der Veranstaltung ist bereits erreicht, Anmeldefrist oder max. Anzahl Teilnehmer überschritten.

S
U
B
M
E
N
Ü