Veranstaltungsdetails

Wie weiter mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ab 2021?

09.10.2018 10:00 - 16:30
Anmeldefrist:
25.09.2018
BFS-Konferenzzentrum Centre Monbijou
Oranienburger Str. 13 – 14
10178 Berlin
Anfahrt
Preis: Kostenlos
Kontakt: Sarah Maria Fuchs, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailMail

Die Fachtagung "Wie weiter mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ab 2021?" soll einen Ausblick auf die nächste Förderperiode der ESF- Bundesprogamme geben. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Paritätische Mitgliedsorganisationen, die den Fachtag für zukünftige Antragsstellungen nutzen können, um sich über prospektive Fördergebiete, die vorraussichtliche Mittelhöhe und verwaltungstechnische Neuerungen zu informieren. Des Weiteren wird es die Möglichkeit der Vernetzung relevanter Akteure geben, um gute Voraussetzungen für neue erfolgreiche ESF-Projekte zu schaffen.

 

Der Europäische Sozialfonds (kurz: ESF) kann auf eine mehr als sechzigjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Wenn auch mit Höhen und Tiefen, so hat er zur sozialen Stabilisierung des Europäischen Wirtschaftsraums einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet. Deutschland erhält aus dem ESF in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 verteilt auf Bund und Länder rund 7,5 Milliarden Euro. 26 ESF-Bundesprogramme, inklusive des Partnerschaftsprogramms rückenwind+, werden im genannten Zeitraum umgesetzt. Hinzu kommt der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP). Obwohl die Förderperiode offiziell am 31. Dezember 2020 endet,  können, insofern in den einzelnen ESF-Programmen noch Mittel verfügbar sind, diese bis zum 31. Dezember 2023 verwendet werden. Dadurch besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit, Zeitverzögerungen am Übergang von der aktuellen zur folgenden Förderperiode zu überbrücken. Die Erfolge werden allerdings in der laufenden Förderperiode auch durch einen scheinbaren Wettbewerb zwischen EU-Richtlinien und deutschem Haushaltsrecht um die größten Verwaltungshürden getrübt. Vereinfachte Abrechnungsverfahren durch Pauschalierungen und die Einführung von Standardeinheitskostensätzen wurden teilweise durch eine überbordende Indikatorik konterkariert. Da Änderungen in einer laufenden Förderperiode äußerst aufwendig sind, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bereits 2016 mit einem Vorschlag zum „Lean Fund Management“ auf die bestehenden Schwierigkeiten reagiert. Inzwischen sind die Haushaltsverhandlungen für die Europäische Union (MFR 2021-2017) und die Planungen für den ESF und EHAP ab 2021 im vollen Gange.

Wie geht es mit dem ESF ab 2021 weiter? Welche Fördergebiete werden berücksichtigt? Wieviel Geld steht wahrscheinlich zur Verfügung? Welche Ziele werden mit dem ESF zukünftig verfolgt? Wie können die Zielgruppen noch besser erreicht werden? Wie können die Ergebnisse aus den laufenden Projekten verstetigt werden? Was hat sich bewährt, was sollte verändert werden? Welche verwaltungstechnischen Neuerungen sind geplant bzw. dringend notwendig?

Auch wenn abschließende Antworten zum Zeitpunkt der Fachtagung noch nicht möglich sind, wird sich der Paritätische an den Vorbereitungs- und Planungsprozessen langfristig und konstruktiv beteiligen.

Die BAGFW AG Strukturfonds hat ihrerseits ein Eckpunktepapier verabschiedet und auf vielfältigen Veranstaltungen mit der Europäischen Kommission, dem Parlament und dem Rat diskutiert.

Die Fachtagung des Paritätischen Gesamtverband e. V. widmet sich diesen Fragestellungen vor allem aus der Sicht der Zielgruppen und der Arbeit der Mitgliedsorganisationen vor Ort. Aus den Erfahrungen lernend, soll ein konstruktiver Dialog zwischen den alten und möglichst auch neuen Projektträgern, dem BMAS und  dem Vertreter der BAGFW im ESF-Bundesbegleitausschuss angeregt werden. Ziel ist eine nachhaltige Vernetzung der Akteure, um damit den Grundstein für neue erfolgreiche ESF-Projekte zu legen.

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