<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<rss version="2.0"
	 xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	 xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	 xmlns:f="http://typo3.org/ns/TYPO3/CMS/Fluid/ViewHelpers"
	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers">
	<channel>
		<title>Der Paritätische - Alle Meldungen</title>
		<link>https://www.der-paritaetische.de/</link>
		<description></description>
		<language>de-de</language>
		
			<copyright>Der Paritätische</copyright>
		
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 14:11:21 +0200</pubDate>
		<lastBuildDate>Mon, 18 May 2026 14:11:21 +0200</lastBuildDate>
		
		<atom:link href="https://www.der-paritaetische.de/xml/rss2/" rel="self" type="application/rss+xml" />
		<generator>TYPO3 EXT:news</generator>
		
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16676</guid>
					<pubDate>Mon, 18 May 2026 10:57:42 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 18. Mai 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-18-mai-2026/</link>
					<description>Sparpläne, Zuckersteuer und den Kosten der Heizungsreform waren einige der Themen, mit denen der Paritätische Gesamtverband in dieser Woche in den Medien war.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Tagesspiegel: <a href="https://www.tagesspiegel.de/politik/beim-elterngeld-soll-gekurzt-werden-wie-sich-sparen-liesse-und-wen-es-treffen-wurde-15602104.html" target="_blank" rel="noreferrer">Beim Elterngeld soll gekürzt werden</a></p>
<p>Donaukurier: <a href="https://www.donaukurier.de/lokales/landkreis-pfaffenhofen/wie-joachim-rock-vom-paritaetischen-wohlfahrtsverband-die-armut-abschaffen-will-21120739" target="_blank" rel="noreferrer">Wie Joachim Rock vom Paritätischen Wohlfahrtsverband die Armut abschaffen will</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/arbeitspflicht-fuer-buergergeldempfaenger-vorschlag-aus-sachsen-anhalt-ist-angriff-auf-sozialstaat-zr-94304041.html#google_vignette" target="_blank" rel="noreferrer">Arbeitspflicht für Bürgergeldempfänger – Vorschlag aus Sachsen-Anhalt ist „Angriff auf Sozialstaat“</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/bundesregierung-beschliesst-neues-heizungsgesetz-neuer-tiefpunkt-fuer-den-klimaschutz-94305345.html" target="_blank" rel="noreferrer">Bundesregierung beschließt neues Heizungsgesetz: „Neuer Tiefpunkt für den Klimaschutz“</a></p>
<p>Tabularasa: <a href="https://www.tabularasamagazin.de/paritaetischer-warnt-fossile-heizungen-werden-fuer-soziale-einrichtungen-zur-kostenfalle/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer warnt: Fossile Heizungen werden für soziale Einrichtungen zur Kostenfalle</a></p>
<p>Tabularasa: <a href="https://www.tabularasamagazin.de/neue-steuer-auf-zucker-wohlfahrtsverband-sieht-chance-fuer-gesuendere-ernaehrung/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer begrüßt Zuckersteuer und fordert weitere Schritte gegen Ernährungsarmut</a></p>
<p>Frankenpost: <a href="https://www.frankenpost.de/inhalt.kuerzungsplaene-von-bund-und-laendern-behindertenhilfe-drohen-massive-einschnitte.ed049c33-0a2d-4b9c-8486-af58819feed2.html" target="_blank" rel="noreferrer">Behindertenhilfe drohen massive Einschnitte</a></p>
<p>Telepolis: <a href="https://www.telepolis.de/article/Alarmstufe-Rot-im-Rathaus-Wirtschaftswachstum-rettet-Kommunen-nicht-mehr-11293984.html" target="_blank" rel="noreferrer">Alarmstufe Rot im Rathaus: Wirtschaftswachstum rettet Kommunen nicht mehr</a></p>
<p>Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/05/13/paritaetischer-startet-neue-webseite-gegen-sozialkuerzungen/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer startet neue Webseite gegen Sozialkürzungen</a></p>
<p>Gegen Hartz: <a href="https://www.gegen-hartz.de/news/tabelle-zeigt-alle-kuerzungsvorhaben-bei-schwerbehinderung-und-eingliederungshilfe#google_vignette" target="_blank" rel="noreferrer">Tabelle zeigt alle Kürzungsvorhaben bei Schwerbehinderung und Eingliederungshilfe</a></p>
<p>Deutsches Ärzteblatt: <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/pflegende-protestieren-gegen-sparplane-der-bundesregierung-f2623635-d083-489d-a1f4-6786764ec79d" target="_blank" rel="noreferrer">Pflegende protestieren gegen Sparpläne der Bundesregierung</a></p>
<p>AOK: <a href="https://www.aok.de/pp/gg/update/pflege-fordert-mitsprache/" target="_blank" rel="noreferrer">Pflege fordert Mitsprache bei Reformen</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16675</guid>
					<pubDate>Wed, 13 May 2026 17:40:45 +0200</pubDate>
					<title>SVR-Jahresgutachten 2026: Wohnen in der Migrationsgesellschaft</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/svr-jahresgutachten-2026-wohnen-in-der-migrationsgesellschaft/</link>
					<description>Das Jahresgutachten 2026 des Sachverständigenrats für Integration und Migration (SVR) zeigt: Der angespannte Wohnungsmarkt trifft Zugewanderte und rassistisch markierte Gruppen besonders hart. Ethnische Segregation ist im internationalen Vergleich gering, gleichzeitig nimmt soziale Segregation deutlich zu. Der Sachverständigenrat formuliert umfangreiche Handlungsempfehlungen für Wohnungs , Migrations  und Integrationspolitik.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Migration/FdM/SVR-Jahresgutachten-2026_Raum_f%C3%BCr_Entwicklung__Wohnen_und_Teilhabe_in_der_Einwanderungsgesellschaft.pdf" length="3113537" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wohnsituation von Zugewanderten: Benachteiligung auf mehreren Ebenen</strong></p>
<p>Deutschland ist ein „Mieterland“ mit besonders niedriger Wohneigentumsquote – und Menschen mit Migrationshintergrund sind davon besonders betroffen. Sie leben deutlich seltener in Wohneigentum als Menschen ohne Migrationshintergrund, haben im Durchschnitt weniger Wohnfläche zur Verfügung, wohnen häufiger in überbelegten Wohnungen und zahlen einen höheren Anteil ihres Einkommens für Miete. Gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil sind sie zudem überproportional von Wohnungslosigkeit betroffen.</p>
<p>Studien belegen diskriminierende Praktiken auf dem Wohnungsmarkt: Personen mit zugeschriebener Migrationsgeschichte berichten häufiger von Benachteiligungen bei der Wohnungssuche. Rassistisch markierte Gruppen leben öfter in Wohnungen mit Sanierungsbedarf und häufiger in befristeten Mietverhältnissen.</p>
<p><strong>Segregation: Soziale Spaltung wächst</strong></p>
<p>Ethnische Segregation, also die räumliche Konzentration Zugewanderter und ihrer Nachkommen, ist in Deutschland im internationalen Vergleich eher gering und tendenziell rückläufig. Gleichzeitig nimmt soziale Segregation – die räumliche Konzentration einkommensarmer Haushalte – deutlich zu. In vielen Städten steigen Ausländeranteile vor allem in bereits benachteiligten Vierteln; Neuzuwandernde ziehen aus Kostengründen verstärkt in Quartiere mit hohem Leerstand und hoher Armutsquote. Armut und Zuwanderung überlagern sich damit zunehmend in bestimmten Quartieren.</p>
<p><strong>Handlungsempfehlungen des SVR</strong></p><ul class="list-normal"><li><strong>Wohnungsangebot ausbauen: </strong>Neubau und Verdichtung voranbringen, Bauen durch Instrumente wie „Bau‑Turbo“, vereinfachte Gebäudetypen und serielles Bauen beschleunigen. Förderprogramme für Wohnungsbau und Stadtentwicklung vereinfachen und Kaufnebenkosten senken, um den Zugang zu Wohneigentum zu erleichtern.</li><li><strong>Diskriminierung begrenzen: </strong>Lokale Antidiskriminierungsstellen stärken, damit sie Betroffene informieren und Diskriminierungsfälle konsequent verfolgen können. Anonymisierte Bewerbungsverfahren bei der Wohnungsvergabe ausweiten und Ausschlussfristen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verlängern, damit Rechte besser durchgesetzt werden können.</li><li><strong>Sozialer Segregation vorbeugen: </strong>Sozialen Wohnungsbau ausbauen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau (z. B. im Rahmen der neuen Wohngemeinnützigkeit) nutzen, um dauerhaft günstigen Wohnraum bereitzustellen. Wissenschaftsbasierte Leitlinien für Wohnungsunternehmen entwickeln, wie soziale Mischung in Quartieren gestaltet und gesichert werden kann.</li><li><strong>Quartiere stärken, in denen Armut und Zuwanderung zusammenkommen: </strong>Öffentliche Mittel prioritär in Quartieren einsetzen, in denen Zuwanderung und Armut sich überlagern. Soziale Infrastruktur (Kitas, Schulen, Gesundheits‑ und Freizeitangebote, soziale Dienste) sichern und kommunales Quartiersmanagement aufbauen, das Angebote koordiniert und Migrant<i>innenorganisationen und andere lokale Akteur</i>innen systematisch einbindet.</li><li><strong>Startchancen von Kindern und Jugendlichen verbessern: </strong>Schulen und Kitas in herausfordernden Lagen über geeignete Sozialindizes besonders fördern. Den Zugang zur Kindertagesbetreuung bundesweit angleichen und geflüchtete Kinder spätestens zwei Monate nach Asylantrag in das schulische Regelsystem integrieren.</li><li><strong>Wohnraum als Standortfaktor für Fachkräfte nutzen: </strong>Unternehmen sollen internationale Fachkräfte aktiv bei der Wohnungssuche unterstützen und – wo möglich – selbst Wohnraum bereitstellen, etwa in Kooperation mit Wohnungsbauunternehmen oder genossenschaftlichen Projekten.</li><li><strong>Unterbringung von Geflüchteten verbessern: </strong>Ein <strong>integrationsförderliches Verteilsystem </strong>entwickeln, das neben Quoten auch Arbeitsmarktlage, Bildungs‑ und Gesundheitsinfrastruktur und weitere lokale Bedingungen berücksichtigt. Mindeststandards in Aufnahmeeinrichtungen verbindlich festlegen und den Übergang in eigene Wohnungen aktiv unterstützen.</li></ul><p>Das vollständige Jahresgutachten „Raum für Entwicklung – Wohnen und Teilhabe in der Einwanderungsgesellschaft“ ist dieser Fachinfo als Anhang beigefügt. Ergänzende Materialien, Kurzfassungen und Hintergrundinformationen stellt der Sachverständigenrat auf seiner Webseite bereit: <a href="http://www.svr-migration.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.svr-migration.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
							<category>Migrantenselbstorganisation</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16673</guid>
					<pubDate>Wed, 13 May 2026 10:45:54 +0200</pubDate>
					<title>Online-Veranstaltung am 18.06.: Anfeindungen und Übergriffe im Netz: Prävention und Handlungswege für Fachkräfte und Organisationen </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/online-veranstaltung-am-1806-anfeindungen-und-uebergriffe-im-netz-praevention-und-handlungswege-fuer-fachkraefte-und-organisationen/</link>
					<description>Hasskommentare, Drohungen, Veröffentlichung personenbezogener Daten: Fachkräfte und Organisationen der Sozialen Arbeit sind zunehmend Ziel von Anfeindungen und Übergriffen im Netz. Die Veranstaltung gibt Orientierung zu Prävention und Schutzmaßnahmen, zeigt Handlungswege im Akutfall auf und bietet Raum für Austausch.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/_processed_/6/f/csm_csm_Vielfalt_ohne_Alternative_Logoteppich2_42eb804112_923bcbc9e1.png" length="594949" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Hasskommentare unter einem Beitrag, Drohnachrichten im Postfach, ein diffamierender Artikel mit Namen und Foto in einem extrem rechten Medienportal – Fachkräfte und Organisationen der Sozialen Arbeit sind zunehmend Anfeindungen und Übergriffen im Netz ausgesetzt. Diese Vorfälle können erhebliche Auswirkungen auf Betroffene und Organisationen haben. Gerade Fachkräfte und Engagierte, die in politisch konfliktbehafteten Bereichen arbeiten, geraten verstärkt ins Visier. Doch oft herrscht Unsicherheit im Umgang: Wie schütze ich mich und meine Organisation? Was tue ich, wenn ich digitale Gewalt erlebe? Und wer unterstützt mich dabei?&nbsp;</p>
<p>Die Veranstaltung gibt eine praxisnahe Einführung in das Thema digitale Gewalt und beleuchtet typische Formen sowie deren Auswirkungen auf Mitarbeitende und Organisationen der Sozialen Arbeit. Im Mittelpunkt stehen konkrete Präventiv- und Schutzmaßnahmen sowie Handlungswege inklusive rechtlicher Möglichkeiten bei Vorfällen.</p>
<p>Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis wird Orientierung für den eigenen Arbeitsalltag gegeben. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen und Diskussion.&nbsp;</p>
<p>Ziel ist es, die Handlungssicherheit von Fachkräften und Trägern im Umgang mit digitalen Anfeindungen zu stärken sowie Schutzmöglichkeiten aufzuzeigen.&nbsp;</p>
<p><strong>Datum und Uhrzeit:</strong> 18. Juni, 11:00-12:30 Uhr&nbsp;</p>
<p><strong>Zielgruppe:</strong> alle Mitarbeitenden Paritätischer Mitgliedsorganisationen&nbsp;</p>
<p><strong>Referentin:</strong> Franziska Benning, HateAid&nbsp;</p>
<p>HateAid ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzt und sich auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene gegen digitale Gewalt und ihre Folgen engagiert. Sie bietet unter anderem Betroffenen digitaler Gewalt Beratung und rechtliche Unterstützung an.&nbsp;</p>
<p><strong>Moderation:</strong> Lotta Badenheuer, Referentin für das Projekt "Bildung für Demokratie und Vielfalt", Der Paritätische Gesamtverband&nbsp;</p>
<p>Die Veranstaltung wird durch die Glücksspirale gefördert.</p>
<p><a href="https://eveeno.com/228601963" target="_blank" rel="noreferrer"><strong>Zur Anmeldung</strong></a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Vielfalt ohne Alternative</category>
						
							<category>Zivilgesellschaft</category>
						
							<category>Antidiskriminierung (Thema)</category>
						
							<category>Rahmenbedingungen sozialer Arbeit</category>
						
							<category>Digitalisierung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16672</guid>
					<pubDate>Tue, 12 May 2026 15:48:32 +0200</pubDate>
					<title>&quot;Wer beim Heizungstausch auf billige fossile Lösungen setzen muss, zahlt unterm Strich drauf.&quot;</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/heizungsfreiheit-nur-auf-dem-papier-soziale-einrichtungen-brauchen-faire-foerderung-statt-fossiler-falle/</link>
					<description>Pressestatement von Katja Kipping, Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, anlässlich der Kabinettsbefassung mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>„Angeblich soll die Abschaffung des Heizungsgesetzes zu mehr Wahlfreiheit im Heizungskeller führen. Für soziale Einrichtungen bedeutet die Streichung der 65-Prozent-Vorgabe jedoch, dass die Entscheidung für eine Lösung jenseits von Gas oder Öl erschwert wird. Durch die Vorgaben des Sozialgesetzbuches sind die sozialen Einrichtungen schließlich zu Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit verpflichtet. In der Praxis wird dies – fälschlicherweise – oft als Pflicht zur Wahl der kurzfristig preiswertesten Lösung ausgelegt. Dadurch werden Investitionen in klimafreundliche Heizsysteme von Kostenträgern oftmals nicht anerkannt.&nbsp;</p>
<p>Die reinen Anschaffungskosten sind bei fossilen Heizungen oft noch niedriger. Aber dieser Preisvorteil beim Heizungstausch verkehrt sich angesichts der steigenden CO<sub>2</sub>-Preise und der Mehrkosten durch die Biotreppe mit der Zeit in einen Preisnachteil. Im Klartext: Wer beim Heizungstausch auf billige fossile Lösungen setzen muss, zahlt unterm Strich drauf.&nbsp;</p>
<p>Die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen von SPD und Union müssen deshalb klarstellen, dass die freie Wahl eines nicht-fossile Heizungssystems durchaus mit den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit vereinbar ist. Ohne diese Klarstellung verkehrt sich die angebliche Freiheit im Heizungskeller für soziale Einrichtungen zur faktischen Pflicht, weiterhin auf teure fossile Brennstoffe zu setzen.&nbsp;Auch wenn nichtfossile Lösungen zunächst mit höheren Investitionskosten verbunden sein können, sind sie aufgrund der niedrigeren Folgekosten als wirtschaftliche Entscheidung zu bewerten.&nbsp;</p>
<p>Hinzu kommt eine strukturelle Ungleichbehandlung gegenüber Kommunen: Während kommunale Einrichtungen von attraktiven Förder- und Zuschussprogrammen profitieren, fehlen vergleichbare Instrumente für gemeinnützige Träger der Freien Wohlfahrtspflege. Ohne gezielte Nachsteuerung drohen energetische Sanierungspflichten für Einrichtungen mit ohnehin knappen Budgets zu einer realen Existenzbedrohung zu werden.</p>
<p>Es braucht deshalb eine klare Gleichstellung gemeinnütziger Träger mit kommunalen Einrichtungen sowie ein eigenes Bundesförderprogramm, das die Finanzierungslücke zwischen kurzfristig günstigen fossilen und langfristig klimaverträglichen Lösungen schließt.</p>
<p>Durch diese Gesetzesänderungen wird der Gebäudesektor seine Klimaziele nicht erreichen können. Die für 2030 geplante Evaluation des Gesetzes muss daher zwingend mit verbindlichen Zielmarken und Nachsteuerungsmechanismen verbunden werden.“</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Arbeitsmarktpolitik</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16671</guid>
					<pubDate>Tue, 12 May 2026 06:01:00 +0200</pubDate>
					<title>Tarifliche Löhne in der Pflege in Gefahr: Paritätischer kritisiert Gesetzentwurf</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/tarifliche-loehne-in-der-pflege-in-gefahr-paritaetischer-kritisiert-gesetzentwurf/</link>
					<description>Pressestatement zum „Internationalen Tag der Pflegenden&quot; am 12. Mai 2026 von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes:&nbsp;</strong><br><br>„Lange war die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Entlohnung von Pflegekräften parteiübergreifender Konsens. Damit droht die Bundesregierung jetzt zu brechen: Der Gesetzentwurf zur Gesundheitsreform stellt die vollständige Refinanzierung tariflicher Löhne in Frage. Das schafft Unsicherheit, zerstört Vertrauen, gefährdet Einrichtungen wirtschaftlich und droht, den Fach- und Arbeitskräftemangel zusätzlich zu vergrößern. Pflegende leisten täglich eine besonders verantwortungsvolle Arbeit, die Fachwissen und Empathie verlangt. Diese Arbeit benötigt und verdient verlässliche Anerkennung. Wer die Versorgung der Zukunft sichern will, muss jetzt die Tarifbindung stärken und die sichere Refinanzierung garantieren."&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16670</guid>
					<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:57:19 +0200</pubDate>
					<title>Paritätischer kritisiert Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes: Klimaschutz und soziale Absicherung bleiben unzureichend</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/der-paritaetische-reicht-stellungnahme-zum-referentenentwurf-des-gebaeudemodernisierungsgesetzes-gmodg-ein/</link>
					<description>Der Paritätische Gesamtverband hat Stellung zum Referentenentwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) genommen. Zwar werden Ansätze wie die Kostenaufteilung zwischen Vermieterinnen und Mieterinnen begrüßt, doch insgesamt fehlt es an verbindlichen Klimazielen, sozialer Absicherung und gezielten Förderungen für gemeinnützige Träger. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/modern-autonomous-heating-system-boiler-room-copy-space.jpg" length="10136755" type="image/jpeg" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260510-SN_GmodG_fin.docx" length="97647" type="application/vnd.openxmlformats-officedocument.wordprocessingml.document" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260505_RefE_GModG-LuV.pdf" length="1359704" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Paritätische Gesamtverband hat zum Referentenentwurf der Bundesregierung für ein „Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes sowie weiterer Vorschriften im Wärmebereich“ (GModG) Stellung genommen. Der Entwurf soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz ablösen und zugleich die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) in nationales Recht umsetzen. Der Paritätische begrüßt zwar einzelne Ansätze des Entwurfs, insbesondere Regelungen zur Kostenaufteilung zwischen Vermieter*innen und Mieter*innen. Insgesamt bleibt der Entwurf jedoch sowohl klimapolitisch als auch sozialpolitisch deutlich hinter den Anforderungen einer sozial gerechten Wärmewende zurück.</p>
<h3>Soziale Einrichtungen besonders betroffen</h3>
<p>Soziale Einrichtungen stehen vor erheblichen Herausforderungen: Einerseits müssen Gebäude klimaneutral modernisiert werden, andererseits müssen soziale Leistungen bezahlbar bleiben. Nach Auffassung des Paritätischen berücksichtigt der Gesetzentwurf die besonderen Finanzierungs- und Refinanzierungsbedingungen gemeinnütziger sozialer Träger bislang nicht ausreichend. Steigende Energie- und Modernisierungskosten treffen zudem insbesondere Menschen mit niedrigen Einkommen, ältere Menschen, Alleinerziehende sowie Menschen mit Behinderungen.</p>
<h3>Zentrale Kritikpunkte des Paritätischen</h3>
<p>Der Verband kritisiert insbesondere die Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien beim Heizungstausch. Damit entfällt die Verpflichtung, neue Heizungen überwiegend mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Aus Sicht des Paritätischen verlängert dies fossile Abhängigkeiten und gefährdet die Klimaziele im Gebäudesektor.</p>
<p>Kritisch bewertet wird außerdem die sogenannte „Bio-Treppe“, die künftig schrittweise höhere Anteile biogener Brennstoffe vorsieht. Der Paritätische hält den vorgesehenen Hochlauf für unzureichend und verweist darauf, dass Biomethan und andere „grüne Gase“ nur begrenzt verfügbar seien. Gleichzeitig drohten erhebliche Mehrkosten für Mieter*innen. Besonders problematisch sei, dass die geplante hälftige Kostenaufteilung offenbar nur bis zu einem Bioanteil von 30 Prozent gelten solle.</p>
<h3>Forderungen für soziale Träger</h3>
<p>Der Paritätische fordert eine gesetzliche Klarstellung, dass Investitionen sozialer Einrichtungen in klimafreundliche Heizsysteme – etwa Wärmepumpen – mit den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit nach den Sozialgesetzbüchern vereinbar sind. Hintergrund ist, dass Kostenträger Investitionen in fossilfreie Heizsysteme bislang häufig nicht als wirtschaftlich anerkennen.</p>
<p>Darüber hinaus fordert der Verband:</p><ul class="list-normal"><li>eine Gleichstellung gemeinnütziger sozialer Träger mit kommunalen Einrichtungen bei Förderprogrammen,</li><li>ein eigenes Bundesförderprogramm für soziale Infrastruktur,</li><li>verbindliche Zielmarken für die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor,</li><li>eine stärkere soziale Flankierung der Wärmewende,</li><li>sowie besseren Schutz für Mieter*innen vor steigenden Heiz- und Modernisierungskosten.</li></ul><h3>Fehlende soziale Absicherung der Wärmewende</h3>
<p>Der Paritätische kritisiert zudem, dass der Gesetzentwurf keine Verpflichtung zur Warmmietenneutralität enthält. Auch ein sozial ausgewogenes „Drittelmodell“ zur Finanzierung der Wärmewende – also eine Beteiligung von Vermieter*innen, Mietenden und öffentlicher Hand – werde im Entwurf nicht aufgegriffen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Aus Sicht des Paritätischen braucht es deutlich verbindlichere klimapolitische Vorgaben, eine stärkere soziale Absicherung der Wärmewende sowie gezielte Förderinstrumente für gemeinnützige soziale Träger. Nur so könne die Transformation des Gebäudesektors sozial gerecht und langfristig finanzierbar gestaltet werden</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16665</guid>
					<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:46:58 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 11. Mai 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-11-mai-2026/</link>
					<description>Die von uns enthüllte Kürzungsliste, Proteste von Menschen mit Behinderung, die geplante Zuckersteuer und weitere Themen waren in den vergangenen Wochen in den Medien.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Surplus: <a href="https://www.surplusmagazin.de/sozialkurzungen-paritatischerwohlfahrtsverband-behinderungen-familien-kinder/" target="_blank" rel="noreferrer">Der Rollback: Sozialrechte sollen still abgebaut werden</a> (€)</p>
<p>Tagesschau: <a href="https://www.ardmediathek.de/video/hamburg-journal/leben-mit-behinderung-sparplaene-gefaehrden-selbstbestimmung/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9jNDQ1MGM5OS1lZDY4LTQ3ZDMtYjE0OS05ZTQ2NjA1YjI1ZDI" target="_blank" rel="noreferrer">Leben mit Behinderung: Sparpläne gefährden Selbstbestimmung</a></p>
<p>ZEIT: <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-05/sozialverbaende-menschen-mit-behinderung-diskriminierung-europaeischer-protesttag-gxe" target="_blank" rel="noreferrer">Sozialverbände beklagen Diskriminierung von Menschen mit Behinderung</a></p>
<p>Süddeutsche Zeitung: <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/inklusion-protesttag-teilhabe-deutschland-behinderung-sozialverbaende-li.3478716" target="_blank" rel="noreferrer">Protesttag für die Teilhabe aller</a></p>
<p>Deutschlandfunk: <a href="https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/sozialstaat-will-der-staat-bei-den-falschen-sparen" target="_blank" rel="noreferrer">Will der Staat bei den Falschensparen?</a></p>
<p>taz: <a href="https://taz.de/Kuerzungen-bei-Menschen-mit-Behinderung/!6171785/" target="_blank" rel="noreferrer">„Ein Kahlschlag bei Alltagshilfen“</a></p>
<p>RBB: <a href="https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20260507_1930/Teilhabe-Verschiebung-Pflege-Inklusion.html" target="_blank" rel="noreferrer">Einschnitte bei der Teilhabe?</a></p>
<p>RBB: <a href="https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/05/bundesregierung-brandenburg-sozialminister-kuerzungen-sozialbereich.html" target="_blank" rel="noreferrer">"Da ist die Axt ganz unten angesetzt"</a></p>
<p>Berliner Morgenpost: <a href="https://www.morgenpost.de/politik/article411913879/behindertengleichstellungsgesetz-demonstranten-ueben-scharfe-kritik.html" target="_blank" rel="noreferrer">Behindertengleichstellungsgesetz: Demonstranten üben scharfe Kritik</a></p>
<p>t-online: <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101242334/protesttag-menschen-mit-behinderung-warnen-vor-kuerzungen-rollstuhl.html" target="_blank" rel="noreferrer">Menschen mit Behinderung fürchten um Eingliederungshilfe</a></p>
<p>Focus: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Br_nVua_WL8" target="_blank" rel="noreferrer">Wohlfahrtsverband leakte Streichliste: „Krass"</a></p>
<p>BR: <a href="https://www.br.de/nachrichten/meldung/verbaende-warnen-vor-einschnitten-bei-der-inklusion%2C3007cc576" target="_blank" rel="noreferrer">Verbände warnen vor Einschnitten bei der Inklusion</a></p>
<p>BR: <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/gleichstellung-von-menschen-mit-behinderung-was-will-die-csu,VIi9f9h" target="_blank" rel="noreferrer">Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – was will die CSU?</a></p>
<p>Rheinische Post: <a href="https://rp-online.de/nrw/staedte/kleve/bund-plant-milliarden-einsparungen-im-sozialbereich_aid-147267687" target="_blank" rel="noreferrer">Arbeitspapier enthüllt geplante Milliarden-Kürzungen im Sozialbereich</a></p>
<p>Gegen Hartz: <a href="https://www.gegen-hartz.de/news/tabelle-zeigt-alle-kuerzungsvorhaben-bei-schwerbehinderung-und-eingliederungshilfe" target="_blank" rel="noreferrer">Tabelle zeigt alle Kürzungsvorhaben bei Schwerbehinderung und Eingliederungshilfe</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/politik/spd-kuendigt-widerstand-bei-einschnitten-fuer-menschen-mit-behinderung-an-zr-94292811.html" target="_blank" rel="noreferrer">„Keine Einsparungen auf dem Rücken der Schwächsten“: SPD kündigt Widerstand bei Kürzungsplänen an</a></p>
<p>Merkur: <a href="https://www.merkur.de/politik/spd-kuendigt-widerstand-bei-einschnitten-fuer-menschen-mit-behinderung-an-zr-94292811.html#google_vignette" target="_blank" rel="noreferrer">„Keine Einsparungen auf dem Rücken der Schwächsten“: SPD kündigt Widerstand bei Kürzungsplänen an</a></p>
<p>Westfalen Blatt: <a href="https://www.westfalen-blatt.de/owl/protest-menschen-mit-behinderung-kuerzung-assistenz-behinderte-3545814?pid=true&amp;ueg=default#google_vignette" target="_blank" rel="noreferrer">Menschen mit Behinderung protestieren in Bielefeld gegen Kürzungspläne</a></p>
<p>Göttinger Tageblatt: <a href="https://www.goettinger-tageblatt.de/lokales/goettingen-lk/duderstadt/demonstration-in-duderstadt-werden-aus-kostengruenden-menschenrechte-missachtet-UMP2M47UDRELLF2QGRSWXWDRMI.html" target="_blank" rel="noreferrer">Demonstration in Duderstadt: Werden aus Kostengründen Menschenrechte missachtet?</a></p>
<p>Mittelhessen: <a href="https://www.mittelhessen.de/lokales/kreis-marburg-biedenkopf/landkreis-marburg-biedenkopf/kuerzungen-bedrohen-lebenshilfe-marburg-biedenkopf-5652430" target="_blank" rel="noreferrer">Kürzungen bedrohen Lebenshilfe Marburg-Biedenkopf</a></p>
<p>mdr: <a href="https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/interview/audio-elektronisch-fussfessel-gewalt-frauen-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">Wie gut schützt die elektronische Fußfessel Frauen vor Gewalt?</a></p>
<p>Neues Deutschland: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199576.integrationspolitik-laender-fordern-bund-auf-integrationskurse-wieder-zu-oeffnen.html" target="_blank" rel="noreferrer">Länder fordern Bund auf, Integrationskurse wieder zu öffnen</a></p>
<p>CHIP: <a href="https://www.chip.de/news/geld-finanzen-recht/armutsfalle-pflege-warum-die-gefahr-fuer-angehoerige-sehr-gross-ist_87061e00-21e5-4175-9d71-46b3b81e07f4.html" target="_blank" rel="noreferrer">Armutsfalle Pflege? Warum die Gefahr für Angehörige sehr groß ist</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/verbraucher/zuckersteuer-debatte-um-plan-der-merz-regierung-entbrannt-94294451.html" target="_blank" rel="noreferrer">Hitzige Debatte um geplante Zuckersteuer: „Einkommensschwache Haushalte stärker betroffen“</a></p>
<p>Hannoversche Allgemeine Zeitung:<a href="https://www.hna.de/verbraucher/zuckersteuer-debatte-um-plan-der-merz-regierung-entbrannt-94294432.html" target="_blank" rel="noreferrer"> Hitzige Debatte um geplante Zuckersteuer: „Einkommensschwache Haushalte stärker betroffen“</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/politik/ein-jahr-merz-regierung-wer-menschen-nicht-beteiligt-kann-keine-akzeptanz-erwarten-94293609.html" target="_blank" rel="noreferrer">Ein Jahr Merz-Regierung: „Wer Menschen nicht beteiligt, kann keine Akzeptanz erwarten“</a></p>
<p>Vital in der Region: <a href="https://vital-region.de/news/aok-begruesst-zuckersteuer-weniger-suesses-fuer-mehr-gesundheit-abgabe-fuer-praevention-nutzen/" target="_blank" rel="noreferrer">AOK begrüßt Zuckersteuer: Weniger Süßes für mehr Gesundheit – Abgabe für Prävention nutzen</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16669</guid>
					<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:10:27 +0200</pubDate>
					<title>„Wir dürfen kein Kind zurücklassen.“</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/wir-duerfen-kein-kind-zuruecklassen/</link>
					<description>1. Deutsches Kita-Symposium diskutiert gerechtere Zugänge in die KiTa</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Kindertagesbetreuung/kita/img/japheth-mast-679884-unsplash.jpg" length="3255041" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Ein Rückblick auf das 1. Deutsche Kita-Symposium</strong></h2>
<p>Zugänge zur institutionellen Tagesbetreuung sind in vielen Regionen Deutschlands weiterhin nicht für alle Familien gerecht gestaltet. Ist das Angebot knapp, sind insbesondere Kinder und Familien in benachteiligten Lebenslagen von Exklusion betroffen: trotz eines vorhandenen Bedarfs erhalten sie aus unterschiedlichen Gründen keinen Kita-Platz. Wie können daher Zugänge ins System der Kindertagesbetreuung gerechter gestaltet und bestehende Benachteiligungen wirksam abgebaut werden? Diese Frage stand im Fokus des mit 300 Teilnehmer*innen ausgebuchten 1. Deutschen Kita-Symposiums, das in einem Kooperationsverbund aus dem Paritätischen Gesamtverband, der DKJS, Auridis Stiftung, ver.di und der BAG BEK in Berlin ausgerichtet wurde.</p>
<p>Eröffnet wurde das 1. Deutsche Kita-Symposium durch Staatsekretärin Mareike Wulff aus dem BMBFSFJ. Sie unterstrich die zentrale Rolle einer guten frühkindlichen Bildung für Chancengerechtigkeit und einen guten Start ins Leben. Doch trotz Rechtsanspruchs und verfügbarer Plätze sei aktuell kein Zugang für alle Kinder garantiert und daher sei die entscheidende Frage, wie dies zu ändern sei – hier sei sie gespannt auf die Ergebnisse des Symposiums. Denn: „Wir müssen genau die Kinder erreichen, die am meisten von frühkindlicher Bildung profitieren“. Mareike Wulff führte aus, dass der Bund mit den Mitteln für den Kita-Ausbau und das Qualitätsentwicklungsgesetz sich das Ziel gesetzt habe für gleichwertigere Lebensverhältnisse zu sorgen sowie die „Bildungs- und Entwicklungschancen aller Kinder zu verbessern. Die „demographische Rendite“ durch den Geburtenrückgang solle dabei jetzt für „die Konsolidierung und eine größere Krisenfestigkeit“ des aktuell unter großem Druck stehenden Kita-Systems genutzt werden. Grundlage für gute Qualität sei ein hohes Qualifikationsniveau von Fachkräften und auch Fachberater*innen.</p>
<p>Mit einer im Vorfeld bei den Teilnehmer*innen durchgeführten Vorabfrage führte das Moderator*innen-Duo Prof. Dr. Roswitha Sommer-Himmel (BAG-BEK) und Jens Hoffsommer (DKJS) näher in das Symposiums-Thema ein. Als Praxis-Ansätze für bessere Zugänge waren hier insbesondere die sozialräumliche Vernetzung und Kooperation oder auch aufsuchende Ansätze und eine direkte mehrsprachige Ansprache benannt worden. Weitere Aspekte waren aber auch die bessere mehrsprachige Information über die Bedeutung der frühkindlichen Bildung und die Anmeldung zur Kita sowie natürlich die grundsätzliche Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit eines Kita-Platzes.</p>
<h2><strong>Zahlen belegen deutlichen KiTa-Gap</strong></h2>
<p>Aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtete im Anschluss Prof. Dr. Katharina Spieß, Direktorin beim Institut für Bevölkerungsforschung, die Problemlage und gab konkrete Handlungsempfehlungen. Sie stellte voran, dass Kitas kurz- bis langfristige positive Effekte für die kindliche Entwicklung und Bildung haben und dies insbesondere bei Kindern aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien oder solchen, die zuhause kein Deutsch sprechen. Kitas hätten zugleich eine positive Wirkung auf Eltern, beispielsweise durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.</p>
<p>Klipp und klar konstatierte die Volkswirtschaftlerin aber einen „Kita-Gap“. So sei der ungedeckte Platzbedarf bei armutsgefährdeten Familien oder solchen mit Migrationshintergrund überproportional. Durchschnittlich würde jede fünfte Familie mit Kindern zwischen einem und drei Jahren keinen Kita-Platz bekommen, bei armutsgefährdeten Familien seien es hingegen rund ein Drittel und bei kumulierten Problemlagen sogar fast die Hälfte. Besonders hoch seien diese Ausschuss-Quoten in westdeutschen Flächenländern wie Rheinland Pfalz oder NRW.</p>
<p>Als Gründe dafür führte Katharina Spieß u.a. folgende aus:</p><ul class="list-normal"><li>Mangelnde Verfügbarkeit</li><li>(zu hohe) Kita-Gebühr</li><li>(zu geringe) Kita-Qualität</li><li>Nicht passende Öffnungszeiten</li></ul><p>Wie sie anhand einer exemplarischen Studie aufzeigte, spiele aber auch Diskriminierung eine Rolle bei der Kita-Platz-Vergabe: So hätten bei gleichlautenden Anschreiben Eltern mit türkischem Namen weniger Antworten und Plätze auf ihre Bewerbung bekommen als solche mit deutschen Namen. Im Hinblick auf das Wissen über das deutsche Kita-System und die Anmeldung sei entscheidend, wie viele Kinder im migrantischen Netzwerk bereits in der Kita seien.</p>
<p>Um den Kita-Gap zu verringern, gab die Wissenschaftlerin folgende Handlungsempfehlungen:</p><ul class="list-normal"><li>Wohnortnahe Angebote und gezielter Kita-Ausbau in Bedarfslagen</li><li>Ganztagsangebote mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten (beispielsweise auch für Schichtarbeiter*innen)</li><li>(Mehrsprachige) Infos zur Kita und aktive Unterstützung bei der Anmeldung</li><li>Zentrale Anmelde- und Vergabeverfahren</li><li>Opt-out-Verfahren (d.h. jeder Familie wird automatisch ein Kita-Platz zugewiesen, den sie dann ggf ablehnen kann)</li><li>Verbesserung der Kita-Qualität (auch im Hinblick auf den Umgang mit kultureller Vielfalt)</li></ul><p>Für das sich in Vorbereitung befindende Qualitätsentwicklungsgesetz des Bundes empfahl Katharina Spieß einen zweistufigen Sozialindex, der einerseits auf den Sozialraum, aber auch ganz konkret auf die einzelne Kita bezogen sein sollte. So könne es gelingen, benachteiligte Kitas zu identifizieren und mit mehr Ressourcen auszustatten.</p>
<h2><strong>Demographischer Wandel als „Fluch und Segen“</strong></h2>
<p>In einer von Dr. Elke Alsago (ver.di) und Andreas Knoke-Wentorf (DKJS) moderierten Podiumsdiskussion mit Expert*innen der frühkindlichen Bildung wurde der Blick bei all den schlechten Nachrichten und Defiziten zunächst einmal auf aktuelle positive Entwicklungen gelenkt. Einig war sich das Podium, dass trotz der angespannten Situation die Fachkräfte in den Kitas höchst engagiert seien und dass ein (durchaus kontroverser) breiter öffentlicher Diskurs über die frühkindliche Bildung und so auch über gerechtere Zugänge geführt werde. Als „Fluch und&nbsp; Segen zugleich“ markierte Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverband, den demographischen Wandel – einerseits biete er die Chance das System zu konsolidieren und Qualität und Chancengerechtigkeit weiterzuentwickeln, andererseits bedrohe er akut die Trägervielfalt.</p>
<p>Im Hinblick auf die derzeitige Ungerechtigkeit bei der Kita-Platzvergabe wurde insbesondere das Sensibilisieren von Trägern und Kita-Leitungen benannt. Wie Anne Revolvering, Vorsitzende der Geschäftsführung in der DKJS, ergänzte, „müssen wir Räume schaffen, wo die Vergabe gerecht funktioniert und es dann vergemeinschaften“. Best Practise böten dabei beispielsweise die mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichneten Einrichtungen und Verbünde. Klar wurde aber auch: Das Thema muss durch den Druck von Eltern und durch ein „konzertiertes Hinweisen auf Missstände“ durch die Fach-Community in den Fokus der Politik gerückt werden. Hier müsse sich das von Katharina Spieß ausgegebene Motto „Da investieren wir rein, die Rendite kommt ganz sicher“ durchsetzen.</p>
<h2><strong>„Bildung muss am Kind und seiner Familie ansetzen“</strong></h2>
<p>Einig war sich das Podium auch im Hinblick auf die notwendige Qualität von Kitas, gerade auch im Umgang mit der zunehmenden Heterogenität. „Bildung“, so Prof. Dr. Nicole Klinkhammer aus dem BAG-BEK-Vorstand, „muss am Kind und seiner Familie ansetzen und ihre jeweiligen Kontexte und Bedarfe im Blick haben“. Wichtig sei dabei insbesondere auch eine Wertschätzung der Mehrsprachigkeit. Wertvolle Unterstützung könne in der Kita die Kita-Sozialarbeit leisten. „Als ideales Instrument“ für niedrigschwellige Zugänge und das „Mitnehmen von Kindern und Eltern“ hob Katharina Spieß zusätzlich die Familienzentren heraus.</p>
<p>Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, wies auf die für gute Qualität notwendigen guten Rahmenbedingungen hin. „Aktuell können viele Fachkräfte den Bedarfen der Kinder nicht mehr gerecht werden“ sagte sie und daher brauche es mehr Personal, mehr Weiterbildung und mehr Zeit für das einzelne Kind: „Zeit ist der limitierende Faktor für jede Qualitätsentwicklung“ schloss sich Katja Kipping an.</p>
<p>Andiskutiert wurde in der Podiumsrunde, ob eine Kita-Pflicht ab vier oder fünf Jahren ein Ansatzpunkt für das Erreichen aller Kindern sein könnte. Skeptisch zeigte sich hier u.a. Katharina Spieß, da die Umsetzung einer Kita-Pflicht „verfassungsmäßig schwierig ist“ und das Problem der fehlenden Zugänge auch mehr in den ersten drei Jahren bestehe.</p>
<p>Nach der Podiumsdiskussion wurden auf dem Symposium in acht verschiedenen Workshops die Frage der (un)gerechten Zugänge zur Kita auf einem breiten Spektrum weiter diskutiert – von der Kita-Platz-Vergabe über qualifizierte Fachkräfte und diverse Teams bis zur Vernetzung und Kooperation im Sozialraum.</p>
<h2><strong>Strukturelle und individuelle Diskriminierung</strong></h2>
<p>In den Blick genommen wurde aber auch, wie sich diskriminierende und rassistische Zugangshürden erkennen und beseitigen lassen. Im Gespräch mit Workshop-Moderatorin Judith Strohm machte Dr. Seyran Bostanci, Geschäftsführerin der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa, klar, dass es in Deutschland strukturelle Zugangshürden für Familien mit Migrationshintergrund gebe – und gleichzeitig hätten diese oftmals „hohe Bildungsaspirationen“. Auch Diskriminierung komme in den Kitas nicht selten vor, „wenn auch häufig ohne bösen Willen“. Dafür machte die promovierte Soziologin insbesondere eine „fehlende Vielfalts-Kompetenz in Kita-Teams“ verantwortlich. Eine zentrale Stellschraube sei hier die Sensibilisierung und Förderung der Reflexivität von Kita-Leitungen. Es gehe dabei nicht um richtig oder falsch, sondern um die Frage „Wie wollen wir als Gemeinschaft gut miteinander auskommen?“ Der Umgang mit Vielfalt in der Kita sollte dabei auch als Querschnittsthema bei der Organisationsentwicklung berücksichtigt werden.</p>
<p>Wie Eltern mit Migrationshintergrund das System erleben, beleuchtete im Workshop anschließend Dr. Zeynep Sezgin Radandt vom Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung &amp; Teilhabe (bbt). Sie wies auf eine häufig fehlende Verständlichkeit der Informationen rund um Kita und Anmeldung hin und konstatierte eine Unsicherheit von migrantischen Eltern im Umgang mit Kitas: Was wird von mir erwartet? Wie offen darf ich sprechen? Eine große Hürde bilde des Weiteren die Sprache, da deutsche Kitas häufig monolingual und defizitorientiert ausgerichtet seien. Die Folge seien „Entmutigung und Rückzug“ sowie das „Gefühl von Nicht-Zugehörigkeit“.</p>
<h2><strong>Kinder brauchen „Minderheitenschutz“ und „radikale Partizipation“</strong></h2>
<p>Der zweite Symposiums-Tag begann mit einem Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Kurtenbach, der als Mitautor des Buches „Kinder – Minderheit ohne Schutz“ bekannt geworden ist und an der FH Münster Politikwissenschaften und Sozialpolitik lehrt. Auf geradezu erschütternde Weise skizzierte er eine demographische, demokratische und sozialstaatliche Schieflage in unserer Gesellschaft – mit der Folge einer „strukturell schwachen Position von Kindern“. Und daher, so der Wissenschaftler, „kommen Kinder nicht vor, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen“. Entscheidungen würden vielmehr aktuell von Menschen getroffen, die sie nicht mehr umsetzen müssen bzw. ihre Folgen nicht mehr erleben. Heute gebe es nur noch 13 Millionen Eltern mit einem oder mehreren Kindern unter 18 Jahren, dagegen aber beispielsweise 22 Millionen ADAC-Mitglieder&nbsp; – und entsprechend würden Eltern und ihre Kinder in gesellschaftlichen Verteilungskämpfen den Kürzeren ziehen. In einer dramatisch alternden Gesellschaft bräuchten sie daher dringend einen „Minderheitenschutz“ und eine „radikale Partizipation“. Zudem sollten die Kinderrechte in das Grundgesetzt aufgenommen werden.</p>
<p>Sebastian Kurtenbach zeigte auf, dass schon Ende dieses Jahrzehnts zwei Drittel der zur Verfügung stehenden Bundesmittel für Rente und Rüstung ausgegeben würden – und zugleich befinde sich das Bildungssystem „im freien Fall“ mit steil abfallenden Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen sowie einer hohen Schulabbrecher-Quote. In diesem Sinne sei in der jungen Generation schon ein bedenklicher Zukunftspessimismus zu spüren.</p>
<p>Mit dem Blick auf die institutionelle Kindertagesbetreuung konstatierte er „einen massiven Ausbau unter einer Verwertbarkeitslogik“. Kindheit sei heute institutionalisiert und „extrem fragmentiert“ im Hinblick auf z.B. Ressourcenausstattung, Lebenswelt oder Freiräume. Angesichts einer superdiversen Kindheit gebe es zudem heute „keine Normalität mehr“.</p>
<p>Der Wissenschaftler und Buchautor warnte jedoch davor zu glauben, dass mehr Geld und eine weitere Ausdifferenzierung der Betreuungs- und Präventivsysteme die Lösung seien: „Institutionen helfen nicht, sondern nur Beziehungsarbeit“. Kinder müssten in den Mittelpunkt gestellt und von achtsamen Erwachsenen begleitet werden. Der entscheidende Lackmustest sei das Wohlbefinden von Kindern – denn damit steige auch ihre Lern- und Leistungsbereitschaft.</p>
<h2><strong>Vision: Bildungscampus für jedes Quartier</strong></h2>
<p>Abschließend präsentierte Sebastian Kurtenbach den Teilnehmer*innen seine Vision von einem „Bildungscampus für jedes Quartier“, auf dem vorhandene Einrichtungen gebündelt und mit einem strikten „Kooperations- und Zukunftsgebot“ das Kind in den Mittelpunkt gestellt werden sollte. Hier könne dann auch das „Boomer-Potenzial“ für das Ehrenamt genutzt werden.</p>
<p>In einer sich anschließenden und von Dr. Elke Alsago (ver.di) und Niels Espenhorst (Paritätischer Gesamtverband) moderierten zweiten Podiumsdiskussion erörterten Vertreter*innen aus Bund, Land und Kommune sowie Politik und Wissenschaft gemeinsam die Frage, wie die Zugänge in das Kita-System gerechter gestaltet werden können.</p>
<h2><strong>Wackelige Verantwortungsgemeinschaft aus Bund, Ländern und Kommunen</strong></h2>
<p>Johannes Albig, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung in Schleswig-Holstein, konnte für sein Land berichten, dass hier die demographische Rendite im Kita-System verbleiben wird. Sie soll für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen, die Implementation der neuen Bildungsleitlinien sowie die gezielte Förderung von Familienzentren genutzt werden.</p>
<p>Mit dem Rücken zur Wand steht hingegen im Hinblick auf die Kita-Finanzierung die Stadt Leipzig, so Bürgermeisterin Vicki Felthaus. Leipzig habe massiv ausgebaut, garantiere jedem Kind einen 9-Stunden-Platz und übernehme für 10.000 Kinder aus sozio-ökonomisch benachteiligten Familien die Gebühren. Zudem habe Leipzig auf die Entwicklung von Familienzentren insbesondere in den benachteiligten Quartieren gesetzt, um niedrigschwellige Zugänge anzubieten. Doch Leipzig müsse mittlerweile 60% der Kita-Kosten selber tragen und das Land spare die demographische Rendite einfach ein. Aufgrund des gewaltigen Geburteneinbruchs, der eigentlich eine Chance zur Qualitätsentwicklung sei, müssten nun schon Kitas geschlossen werden. Fast verzweifelt klagte sie: „Ich kann Kitas und den Kinderschutz nicht &nbsp;je nach Kassenlage entwickeln!“</p>
<p>Gewohnt kämpferisch und erfrischend setzte sich die LINKEN-Vorsitzende Heidi Reichinnek so auch für eine bessere Grundfinanzierung der frühkindlichen Bildung ein. Der Bund trage nur 2-3 Milliarden der jährlich 50 Milliarden-Ausgaben für Kita und „macht sich da einem schmalen Fuß“. Zugleich würden die Länder sich gesund sparen und die teilweise hoffnungslos verschuldeten Kommunen im Regen stehen lassen. Angesichts der Debatte um verpflichtende Sprach- und Entwicklungsstand-Diagnostik warnte sie vor einer „Verwertungslogik in den Kitas“.</p>
<p>Unter dem Aspekt der Chancengerechtigkeit bekräftigte Dr. Stefan Luther, Abteilungsleiter im BMBFSJF, die verbindlich vorgesehene Feststellung von Sprach- und Entwicklungsständen in den Kitas im Rahmen des Qualitätsentwicklungsgesetzes – „um Kinder besser fördern zu können und kein Kind zurückzulassen“.</p>
<h2><strong>Kindliches Wohlbefinden als Grundlage</strong></h2>
<p>Dr. Seyran Bostanci konterte, dass aktuell in den Kitas schlicht die Zeit fehle, um mit einzelnen Kindern in den Dialog und die sprachförderliche Interaktion zu gehen – und dies treffe besonders Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch. Sie rückte das Wohlbefinden der Kinder als Grundlage von Bildungsprozessen in den Fokus. Daher gelte es Diskriminierung und Ausschluss zu vermeiden. Sie erzählte in berührender Weise von ihrem eigenen bilingualen Aufwachsen in Kreuzberg: „Hätte man mich mit vier Jahren getestet, hätte ich wahrscheinlich kein Wort Deutsch gesprochen und mich danach stigmatisiert und ausgeschlossen gefühlt.“ Mehrsprachigkeit müsse daher in der Kita unbedingt wertgeschätzt werden – dafür bekam sie viel Zustimmung auf dem Podium und Applaus aus dem Plenum.</p>
<p>Im Resümee plädierten die Diskutant*innen dafür mit dem „Ping Pong-Spiel zwischen Bund, Ländern und Kommunen“ aufzuhören und zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Dabei müsse auch die Wirtschaft mit ins Boot geholt werden. „Wir müssen in Allianzen denken, „damit es den Kindern in unserer Gesellschaft gut geht!“ sagte Sebastian Kurtenbach.</p>
<h2><strong>Ping-Pong-Spiel beenden und gemeinsam voranschreiten</strong></h2>
<p>In einer Abschlussrunde konnten die Veranstalter*innen auf ein sehr gelungenes 1. Deutsches Kita-Symposium zurück- und auf die nächsten Schritte vorausblicken: „Wir müssen die Ergebnisse der Tagung jetzt aufbereiten, analysieren und Perspektiven entwickeln. Gemeinsam müssen wir die Deutungshoheit gewinnen und klar machen, dass frühkindliche Bildung eine sich vielfach auszahlende Investition in unsere Zukunft ist“, so Prof. Dr. Petra Strehmel, Vorsitzende der BAG-BEK. In diesem Sinne gilt es den positiven Rückenwind aus der Veranstaltung zu nutzen und als schlagkräftiger Kooperationsverbund am Ball zu bleiben – und vielleicht auch schon ein 2. Deutsches Kita-Symposium zu planen.</p>
<p>Autor: Karsten Herrmann</p>
<p>Dieser Bericht erschien zuerst auf der <a href="https://www.bag-bek.de/startseite/" target="_blank" rel="noreferrer">Seite der BAG BEK</a>.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Kindertagesbetreuung</category>
						
							<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16668</guid>
					<pubDate>Mon, 11 May 2026 13:15:55 +0200</pubDate>
					<title>Vergabebeschleunigungsgesetz</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/vergabebeschleunigungsgesetz/</link>
					<description>Das am 23.04.2026 im Bundestag beschlossene Vergabebeschleunigungsgesetz (BT-Drs. 21/1934, BT-Drs. 21/5525) sieht Änderungen in verschiedenen Gesetzen vor. Das Vergabebeschleunigungsgesetz hat das Ziel, das Vergaberecht zu vereinfachen und zu beschleunigen. Diese Ziele sollen u. a. durch einen Abbau von Bürokratie und der Digitalisierung der Vergabeverfahren erreicht werden. Daneben wurde auch der Losgrundsatz verändert und die Wertgrenze für Direktaufträge des Bundes erhöht.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/BT-Drs._21-5525.pdf" length="575199" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/BT-Drs._21-1934.pdf" length="1194194" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Zu dem Gesetzentwurf des Vergabebeschleunigungsgesetzes sowie zu dem – von der Vorgängerregierung beabsichtigten – Vergabetransformationspaket hatte die BAGFW Stellung genommen.</p>
<h3><span><strong>1. Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)</strong></span></h3>
<p>Das Vergabebeschleunigungsgesetz sieht unter anderem Änderungen im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen vor.</p>
<p>Von dem Losverfahren, bislang geregelt in §&nbsp;97 Abs.&nbsp;4 GWB, kann nun auch aus zeitlichen Gründen abgewichen werden. Durch das Losverfahren wird ein Auftrag in Teil- und Fachlose untergliedert. Eine Abweichung vom Losgrundsatz war bislang schon aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen möglich. Nach dem neu eingefügten §&nbsp;97a Abs.&nbsp;3 GWB können mehrere Teil- oder Fachlose auch zusammen vergeben werden, wenn zeitliche Gründe dies erfordern. Als weitere Voraussetzung muss es sich um die Durchführung eines Infrastrukturvorhabens aus dem Sondervermögen handeln oder im Bereich der Verkehrsinfrastruktur liegen, das einen definierten Schwellenwert überschreitet. Gleichzeitig sollen die Interessen kleiner und mittlerer Unternehmen weiterhin dadurch gewahrt werden, dass die Auftragnehmer*innen dazu verpflichtet werden können, bei der Erteilung von Unteraufträgen diese besonders zu berücksichtigen.</p>
<p>Nach §&nbsp;113 GWB ist die Bundesregierung ermächtigt, Rechtsverordnungen zu erlassen, die die Einzelheiten zur Vergabe öffentlicher Aufträge und Konzessionen regeln. Neu hinzugekommen ist, dass nunmehr auch Anforderungen an die Klimafreundlichkeit vorgegeben werden können (Nr.&nbsp;9). Da die Regelungen hierzu von noch zu erlassenen Rechtsverordnungen abhängig sind, kann die Ausgestaltung und Wirkung zum jetzigen Zeitpunkt nicht beurteilt werden.</p>
<h3><span><strong>2. Verordnung zur Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV)</strong></span></h3>
<p>§&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 VgV sieht vor, dass ein öffentlicher Auftraggeber bei Markterkundungen, die er vor der Einleitung eines Vergabeverfahrens durchführt, auch soziale und umweltbezogene Aspekte einbeziehen kann.&nbsp;</p>
<p>Gemäß des neu eingefügten §&nbsp;42 Abs.&nbsp;2 VgV, sollen bei der Auswahl von Eignungskriterien und -nachweisen die besonderen Umstände von jungen, kleinen und mittleren Unternehmen angemessen berücksichtigt werden.</p>
<p>Darüber hinaus wurden die Anforderungen an die Eignungsprüfung und Nachweispflichten verändert, §§&nbsp;42 ff. VgV.</p>
<h3><span><strong>3. Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG)</strong></span></h3>
<p>Die Änderung von §&nbsp;30 HGrG bringt eine Erweiterung der Verfahrenswahl. §&nbsp;30 HGrG sah in der bisher geltenden Fassung eine öffentliche Ausschreibung oder eine beschränkte Ausschreibung mit Teilnahmewettbewerb vor, wenn nicht besondere Umstände eine Ausnahme davon zuließen. Nach dem nun neu gefassten §&nbsp;30 HGrG stehen zusätzlich auch eine Verhandlungsvergabe oder eine freihändige Vergabe jeweils mit Teilnahmewettbewerb oder Bekanntmachung zur Wahl.&nbsp;</p>
<h3><span><strong>4. Bundeshaushaltsordnung (BHO)</strong></span></h3>
<p>Die Neufassung von §&nbsp;55 BHO greift im ersten Absatz die Erweiterung der Verfahrensauswahl nach §&nbsp;30 HGrG auf und gestattet im zweiten Absatz öffentliche Direktaufträge bis zu einem voraussichtlichen Auftragswert in Höhe von 50.000 Euro ohne Umsatzsteuer, so dass Leistungen bis zu diesem Wert ohne die Durchführung eines förmlichen Vergabeverfahrens beschafft werden können. Weiterhin zu beachten sind dennoch die Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sowie der Wechsel der beauftragten Unternehmen.&nbsp;</p>
<p>In diesem Zuge ist nach den Ausführungen der Gesetzbegründung in BT-Drs. 21/1934 auch eine Neufassung der Unterschwellenvergabeverordnung geplant. §&nbsp;14 UVgO sah die Möglichkeit von Direktaufträgen bis 1.000 Euro ohne Umsatzsteuer vor. Die Abweichenden Verwaltungsvorschriften zur Verlängerung der vereinfachten Vergabe von niedrigvolumigen öffentlichen Aufträgen im Unterschwellenbereich (VWVVergBek) sehen bereits mit Wirkung vom 01.01.2026 vor, dass Direktaufträge der Vergabestellen des Bundes bis zu einem Auftragswert von 15.000 Euro ohne Umsatzsteuer vergeben werden können. Die Grundsätze des Wettbewerbs, der Transparenz, der Gleichbehandlung sowie der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bleiben davon unberührt.</p>
<p>Nach Ziffer II der Abweichenden Verwaltungsvorschrift gilt diese Regelung auch für Zuwendungsempfänger (§§ 23, 44 BHO), die die UVgO anzuwenden haben. Die in den Abweichenden Verwaltungsvorschriften enthaltene Regelung für Zuwendungsempfänger tritt spätestens mit Ablauf des 31.12.2027 außer Kraft. Perspektivisch ist hierzu auch eine Änderung der Allgemeinen Nebenbestimmungen vorgesehen. &nbsp;Bei einer entsprechenden Änderung der Allgemeinen Nebenbestimmungen kommt es zu einem früheren Außerkrafttreten. Sobald hierzu nähere Informationen vorliegen, werden wir gesondert darüber informieren.&nbsp;</p>
<hr>
<p>Weitere Einzelheiten können in den beigefügten Drucksachen nachvollzogen werden.</p>
<p>Das Gesetz wird voraussichtlich am 01.07.2026 in Kraft treten.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Vergaberecht</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16667</guid>
					<pubDate>Mon, 11 May 2026 11:39:49 +0200</pubDate>
					<title>Termin vormerken, anmelden, dabei sein: CSD Berlin Pride am 25. Juli 2026 mit dem Paritätischen Berlin und dem Paritätischen Gesamtverband</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/termin-vormerken-anmelden-dabei-sein-csd-berlin-pride-am-25-juli-2026-mit-dem-paritaetischen-berlin-und-dem-paritaetischen-gesamtverband/</link>
					<description>Mit einem eigenen Paradetruck ist der Paritätische Berlin und der Paritätische Gesamtverband erneut beim CSD Berlin dabei – jetzt anmelden und dabei sein.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Queer/img/209A6978-1600px.jpg" length="272831" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>„Haltung ist hot!“ lautet das Motto des CSD Berlin 2026, einer der größten Protest-Veranstaltungen für queere Rechte in Europa.</p>
<p>Zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen wollen der Paritätische Gesamtverband und der Paritätische Berlin an diesem Tag wieder Gleichberechtigung und Vielfalt feiern und gemeinsam laut werden für eine offene und demokratische Gesellschaft.</p>
<p>Wie schon im vergangenen Jahr werden wir weder zu überhören, noch zu übersehen sein: Erneut sind wir mit einem eigenen Paradetruck, DJs und bewegenden Reden auf den Straßen Berlins unterwegs.</p>
<p>Alle sind herzlich eingeladen, sich unserem Wagen und unserem Umzug anzuschließen. Vertreter*innen und Mitarbeiter*innen Paritätischer Mitgliedsorganisationen haben darüber hinaus die Möglichkeit, auch auf unserem Paradetruck mit zu fahren (begrenzte Platzzahl). Bitte <strong>meldet euch dafür vorab an</strong> und hinterlasst uns <strong>bis 13. Juli</strong> hier eure Infos und Kontaktdaten: <a href="https://pretix.eu/paritaetberlin/CSD26/" target="_blank" class="fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn" title="https://pretix.eu/paritaetberlin/csd26/" rel="noreferrer noopener"><strong>https://pretix.eu/paritaetberlin/CSD26/</strong></a>.</p>
<p>Und bitte schon einmal vormerken: Am 29. Juni sprechen wir um 14 Uhr auf einem digitalen CSD-Infotreffen für alle interessierten Mitgliedsorganisationen über alle organisatorischen Fragen.</p>
<p>Weitere Infos wann und wo wir genau starten, folgen ebenfalls Ende Juni.</p>
<p>Haltung ist Hot! Wir sehen uns am 25. Juli!</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Queer</category>
						
							<category>Zivilgesellschaft</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://pretix.eu/paritaetberlin/CSD26/" absolute='1' title="Anmeldung CSD 2026 mit dem Paritätischen Berlin und dem Paritätischen Gesamtverband">Anmeldung CSD 2026 mit dem Paritätischen Berlin und dem Paritätischen Gesamtverband</relatedLink>
						
							<relatedLink href="/themen/bereichsuebergreifende-themen/queer-im-paritaetischen/" absolute='1' title="Schwerpunktseite &quot;Queer&quot; des Paritätischen Gesamtverbandes">Schwerpunktseite &quot;Queer&quot; des Paritätischen Gesamtverbandes</relatedLink>
						
							<relatedLink href="https://www.paritaet-berlin.de/themen/queer" absolute='1' title="Schwerpunktseite &quot;Queer&quot; des Paritätischen Berlin">Schwerpunktseite &quot;Queer&quot; des Paritätischen Berlin</relatedLink>
						
							<relatedLink href="https://csd-berlin.de/" absolute='1' title="Offizielle Website des CSD 2026 in Berlin">Offizielle Website des CSD 2026 in Berlin</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16666</guid>
					<pubDate>Mon, 11 May 2026 10:03:23 +0200</pubDate>
					<title>KI‑Pilot‑Werkstatt: Rechtliche Fragen beim Einsatz von KI-Anwendungen in der Dokumentation</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/ki-pilot-werkstatt-rechtliche-fragen-beim-einsatz-von-ki-anwendungen-in-der-dokumentation/</link>
					<description>In der nächsten KI‑Pilot‑Werkstatt am 19. Mai 2026 widmen wir uns den zentralen rechtlichen Fragestellungen rund um KI‑gestützte Dokumentation in der Praxis. Wir laden Sie herzlich ein, sich zu informieren, mitzudiskutieren und Impulse für Ihre eigene Arbeit mitzunehmen.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/Logo_KI-Pilot-Werkstatt1.png" length="35441" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Im ersten Teil der zweitstündigen Veranstaltung gibt <strong>Rechtsanwalt Alexander Weiss (Piltz Legal)</strong> einen Impulsvortrag zu den rechtlichen Anforderungen für KI‑basierte Dokumentationslösungen. Grundlage sind Fragestellungen aus den zwei laufenden Pilot‑Projekten, die verallgemeinert und praxisnah aufbereitet werden.</p>
<p>Im Fokus stehen unter anderem:</p><ul class="list-normal"><li><strong>Datenschutz und KI‑Regulierung:</strong><br>Welche Anforderungen stellen DSGVO und KI‑Verordnung an den Einsatz von KI‑Tools – insbesondere bei der Verarbeitung sensibler oder personenbezogener Daten?</li><li><strong>Umgang mit Daten in KI‑Systemen:</strong><br>Welche Rolle spielen Anonymisierung, Datensparsamkeit sowie Speicherung und Löschung von Informationen in KI‑gestützten Anwendungen?</li><li><strong>Verträge und Verantwortlichkeiten:</strong><br>Welche rechtlichen Vereinbarungen sind beim Einsatz externer KI‑Dienste erforderlich (z. B. Auftragsverarbeitung, Haftung, Rollenverteilung)?</li><li><strong>Transparenz und Einwilligung:</strong><br>Wie müssen Klient*innen oder betreute Personen über den KI‑Einsatz informiert werden?<br>Wann sind Einwilligungen erforderlich und wie können bestehende Verträge einbezogen werden?</li><li><strong>Aufsicht und Genehmigungen:</strong><br>Welche Rolle spielen Aufsichtsbehörden und Kostenträger bei der Einführung von KI‑gestützten Lösungen?</li><li><strong>Organisationale Pflichten beim KI‑Einsatz:</strong><br>Welche Verantwortlichkeiten ergeben sich für Träger beim Betrieb oder Einsatz von KI‑Systemen?<br>Welche Anforderungen bestehen an interne Regelwerke und KI‑Richtlinien?</li></ul><p>Der Vortrag bietet damit eine strukturierte Orientierung zu den wichtigsten rechtlichen Fragestellungen, die derzeit viele Organisationen bei der Einführung von KI beschäftigen.</p>
<p>Im zweiten Teil der Veranstaltung steht der Dialog im Mittelpunkt:<br><strong>Sie haben die Möglichkeit, Ihre eigenen Fragen einzubringen und mit dem Referenten sowie den Teilnehmenden zu diskutieren.</strong></p>
<p>Egal ob konkrete Anwendungsfälle, Unsicherheiten oder strategische Überlegungen – der Austausch ist ausdrücklich erwünscht.</p>
<p><strong>Wann?</strong><br><strong>Dienstag, 19. Mai 2026</strong><br><strong>10:00 – 12:00 Uhr</strong></p>
<p><strong>Wo? Online</strong> (Zugangsdaten folgen nach Anmeldung)<br><br>Hier geht's zur<strong> </strong><a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/ki-pilot-werkstatt-datenschutz-compliance-und-risikomanagement/" target="_blank"><strong>Anmeldung</strong></a><strong>.</strong></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Digitalisierung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16664</guid>
					<pubDate>Thu, 07 May 2026 14:09:04 +0200</pubDate>
					<title>Paritätischer begrüßt Initiative gegen „Problemimmobilien“</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/paritaetischer-begruesst-initiative-gegen-problemimmobilien/</link>
					<description>Pressemitteilung anlässlich der Bundesratssitzung vom 8. Mai 2026</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>In die morgige Bundesratssitzung bringt das Land NRW einen Antrag ein, der Bewohner*innen in sogenannten „Problemimmobilien“ besser schützen will. Dabei handelt es sich um Gebäude, in denen die Mieter*innen unter sehr schlechten Bedingungen zu völlig überhöhten Mieten wohnen – oftmals finanziert durch öffentliche Gelder. „Skrupellose Vermieter nutzen die dramatische Lage auf dem seit langem Wohnungsmarkt aus. Wir begrüßen, dass dieses unmoralische Geschäftsmodell beendet werden soll“, erklärt Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes.&nbsp;</p>
<p>Viele Menschen in Problemimmobilien leben prekär und sind kaum in der Lage sind, ihre Rechte durchzusetzen. Wohnungsmangel, Angst vor Kündigungen und Abhängigkeiten führen dazu, dass Missstände oft über Jahre bestehen bleiben.</p>
<p>Zukünftig soll Druck auf Vermieter*innen ausgeübt werden, die behördliche Auflagen ignorieren und weiterhin abkassieren. Das ist grundsätzlich zu begrüßen. „Sozialleistungen müssen ihrer Zweckbindung dienen: der Sicherung menschenwürdigen Wohnens“, so Katja Kipping weiter.&nbsp;</p>
<p>Dies darf jedoch nicht zu Lasten der Mieter*innen gehen, betont der Verband und fordert Schutzmechanismen. Niemand darf seine Wohnung verlieren oder ohne Versorgung mit Heizung, Wasser oder Strom dastehen, wenn gewissenlose Vermieter*innen sanktioniert werden. Ebenso braucht es flächendeckende Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie einen stärkeren Ausbau bezahlbaren Wohnraums.&nbsp;</p>
<p>Die Initiative kann ein wichtiger Beitrag sein, um ausbeuterische Geschäftsmodelle auf dem Wohnungsmarkt einzudämmen und das Grundrecht auf menschenwürdiges Wohnen besser durchzusetzen.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Wohnen</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16662</guid>
					<pubDate>Thu, 07 May 2026 12:08:00 +0200</pubDate>
					<title>Jetzt aktiv werden: Sozialabbau stoppen!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/jetzt-aktiv-werden-sozialkuerzungen-stoppen/</link>
					<description>Die Politik diskutiert radikale Kürzungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen. Dagegen braucht es jetzt Widerspruch. Der Paritätische Gesamtverband hat Infos und Material dafür auf einer neuen Website gesammelt.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/img/FI-Sozialabbau-stoppen.png" length="471506" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Bund, Länder und Kommunen diskutieren radikale Einschnitte bei sozialen Leistungen. Gespart werden soll ausgerechnet da, wo Unterstützung unverzichtbar ist: bei Kindern und Jugendlichen, bei Menschen mit Behinderungen – bei Millionen Menschen und ihren Familien.&nbsp;</p>
<p>Eine Streichliste mit mehr als 70 Kürzungsvorschlägen zeigt, wie tief diese Einschnitte gehen würden: Individuelle Rechtsansprüche auf Schulbegleitung sollen gestrichen, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft und der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.&nbsp;</p>
<p>Hinzu kommt: Diese Pläne wurden von Bund, Ländern und Kommunen intern zusammengetragen, ohne dass die Betroffenen und Fachleute beteiligt wurden. Der Paritätische Gesamtverband hat das <a href="https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/massive-kuerzungsvorschlaege-bei-kindern-jugendlichen-und-menschen-mit-behinderung/" target="_blank">interne Arbeitspapier im April veröffentlicht</a>, weil die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat zu erfahren, was in ihrem Namen verhandelt wird.</p>
<p>Seitdem haben Zeitungen, Fernsehen und Radio über die Pläne und ihre Folgen berichtet. Zahlreiche Politiker*innen haben sich zu Wort gemeldet und betont, dass sie die Pläne ablehnen. Das hat nicht zuletzt auch eine Aktuelle Stunde im Bundestag gezeigt. Doch die Kürzungen sind nicht vom Tisch. Bei der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit dem Bundeskanzler am 25. Juni sollen die Pläne diskutiert und womöglich auch Kürzungen beschlossen werden.</p>
<p>Damit es nicht so weit kommt, braucht es jetzt Widerspruch. Der Paritätische Gesamtverband hat dafür eine Website mit allen Infos eingerichtet: <a href="http://www.stoppt-sozialabbau.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.stoppt-sozialabbau.de</a></p>
<p>Dort gibt es:</p><ul class="list-normal"><li><span>Textvorlagen für Schreiben an Abgeordnete</span></li><li><span>Sharepics zum Teilen auf Social Media</span></li><li><span>Argumente gegen den Sozialabbau</span></li></ul><p>Gemeinsam können wir Druck machen. Wenn viele ihre Abgeordneten im Bundestag kontaktieren, wenn viele sich auf Social Media positionieren und wenn viele mit den Menschen in ihrem Umfeld ins Gespräch dazu kommen, was mit den Kürzungen auf dem Spiel steht, wird klar: Dieser Sozialabbau ist keine Option – Teilhabe ist unverzichtbar.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Jugendsozialarbeit</category>
						
							<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
						
							<category>Familie</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Zivilgesellschaft</category>
						
							<category>Rahmenbedingungen sozialer Arbeit</category>
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
							<category>Kommunale Sozialpolitik</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16663</guid>
					<pubDate>Thu, 07 May 2026 11:30:34 +0200</pubDate>
					<title>BMWE-Entwurf zum Nationalen Gebäuderenovierungsplan bleibt sozial und klimapolitisch hinter den Anforderungen zurück</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/stellungnahme-nbrp/</link>
					<description>Der vorgelegte Entwurf des Nationalen Gebäuderenovierungsplans (NBRP) setzt zentrale Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie nur unzureichend um. Aus Sicht des Paritätischen fehlen insbesondere eine klare soziale Ausrichtung sowie die differenzierte Berücksichtigung sozialer Einrichtungen und einkommensarmer Haushalte. Damit droht eine verpasste Chance für eine sozial gerechte und wirksame Gebäudetransformation.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/milivoj-kuhar-Te48TPzdcU8-unsplash.jpg" length="1861447" type="image/jpeg" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260429_Konsultation-NBRP-SteNa_Der_Parit%C3%A4tische.pdf" length="105983" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat einen Entwurf für einen Nationalen Gebäuderenovierungsplan (kurz: NBRP – National Building Renovation Plan) vorgelegt. Alle EU-Mitgliedsstaaten sind gemäß Artikel 3 Absatz 4 der Richtlinie (EU) 2024/1275 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (Gebäudeeffizienzrichtlinie – EPBD) aufgefordert, einen solchen Plan zu erstellen und ihn bis zum 31.12.2026 bei der EU-Kommission einzureichen. Der Paritätische ist der Einladung gefolgt, eine Stellungnahme abzugeben.</p>
<p>Der Entwurf bleibt hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Aus der Sicht des Paritätischen ist besonders eklatant, dass 1. soziale Einrichtungen nicht als eigene Kategorie genannt werden und 2., dass die Probleme einkommensarmer Menschen, die zumeist in sog. <i>worst performing buildings</i> leben, nicht angemessen abgebildet werden.</p>
<h3><strong>Fehlende Verbindlichkeit und ausgebremste Transformation</strong></h3>
<p>Der Begriff „Just Transition“ bleibt eine Leerformel, da ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen Maßnahmen, Reduktionspfad und Projektionen fehlt. Ebenso wird die angekündigte „soziale Ausgewogenheit“ nicht operationalisiert: Kein Instrument wird an konkreten sozialen Wirkungszielen ausgerichtet oder überprüfbar gemacht. Problematisch ist zudem die Bezugnahme auf einen Klima-Sozialplan als Voraussetzung für zentrale Maßnahmen, ohne diesen zu konkretisieren.</p>
<p>Dabei bietet die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie die Chance, die energetische Modernisierung des Gebäudebestands entscheidend voranzubringen. Dies ist klimapolitisch dringend notwendig, da der Gebäudesektor erheblich zu den Emissionsüberschreitungen beiträgt und Deutschland seine nationalen und internationalen Klimaverpflichtungen verfehlt.</p>
<p>Gleichzeitig senken energetische Sanierungen Energie- und Wohnkosten, reduzieren gesundheitliche Risiken und stärken durch zusätzliche Investitionen die lokale Wertschöpfung sowie Beschäftigung.&nbsp;</p>
<p>Umso enttäuschender ist der Entwurf, da er nicht einmal die Mindestanforderungen der EU-Gebäuderichtlinie erfüllt. Er fügt sich damit in eine Energiepolitik ein, die bislang keine ausreichenden Antworten auf die aktuellen Krisen liefert. Hinzu kommt, dass der Entwurf bereits bis zum 31.12.2025 hätte vorliegen müssen, während die vollständige Umsetzung der Richtlinie bis Ende Mai 2026 ansteht. Die Bundesregierung bleibt damit hinter ihren gesetzlichen Verpflichtungen zurück und verzögert die dringend notwendige Transformation des Gebäudebestands.</p>
<h3><strong>Leerstelle Soziale Einrichtungen</strong></h3>
<p>Einrichtungen wie Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen oder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen erscheinen in der Datenstruktur lediglich am Rande unter dem Sammelbegriff „sozial genutzte Gebäude“, ohne weitere Differenzierung. Eine gezielte Betrachtung dieser Gebäudetypen fehlt damit. Unklar bleibt, wie für diesen Bereich spezifische Sanierungsbedarfe erfasst und adressiert werden sollen.</p>
<p>Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Einrichtungen, etwa in der Pflege oder in besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe, erscheinen im Entwurf nicht als eigene Zielgruppe. Sie sind in der Regel keine klassischen Mieterinnen und Mieter und haben keinen direkten Einfluss auf Investitionsentscheidungen, tragen jedoch die Folgen energetischer Defizite unmittelbar über Wohnqualität und Kosten. Für diese Konstellation fehlt bislang ein geeigneter Ansatz.</p>
<p>Der Paritätische bewertet den Entwurf des NBRP insgesamt als schwach. Es bleibt außerdem abzuwarten, wie der Renovierungsplan im Zusammenspiel mit dem kommenden Gebäudemodernisierungsgesetz umgesetzt wird.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Europa</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Artikel/Energie/konsultation-nationaler-gebaeuderenovierungsplan.html" absolute='1' title="Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf des Nationalen Gebäuderenovierungsplans (National Building Renovation Plan - NBRP) ">Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf des Nationalen Gebäuderenovierungsplans (National Building Renovation Plan - NBRP) </relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16661</guid>
					<pubDate>Wed, 06 May 2026 11:28:00 +0200</pubDate>
					<title>Papier veröffentlicht: Handlungs- und Reformbedarfe 50 Jahre nach der Psychiatrie-Enquete</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/handlungs-und-reformbedarfe-50-jahre-nach-der-psychiatrie-enquete/</link>
					<description>Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Psychiatrie-Enquete luden die Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie im Sommer 2025 zu einer gemeinsamen Tagung nach Leipzig. Die Impulse der Tagung werden nun in einem Papier zusammengefasst.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260108_Handlungs-und_Reformbedarfe_final_22012026.pdf" length="301898" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn in der Umsetzung der Grundsätze der Enquete wichtige Schritte gegangen wurden, sind einige der benannten Probleme noch immer aktuell: Es gibt weiterhin Lücken in der Versorgung bestimmter Patient*innengruppen, die sektorenübergreifende Versorgung wird nicht hinreichend koordiniert, die multiprofessionelle Zusammenarbeit ist weiterhin mangelhaft. Macht- und Finanzierungsstrukturen sowie Marktmechanismen blieben in den letzten Jahrzehnten unangetastet bzw. haben sie an Bedeutung sogar gewonnen.&nbsp;</p>
<p>Es gilt nun, die konkreten Herausforderungen in einer prekären Finanzsituation anzugehen und Fehlanreize in Finanzierungslogiken abzubauen. Darüber hinaus müssen die hochgradig ausdifferenzierten Unterstützungsangebote und Hilfen im gegliederten Leistungssystem für alle Akteure übersichtlicher gestaltet und durch gezielte Steuerung, Koordinierung und Kooperation verbessert werden. Die aktuell zu beobachtenden Tendenzen, die Anwendung von Zwangsmaßnahmen auszuweiten, gilt es zurückzudrängen. Das Erfahrungswissen von Betroffenen und ihren Angehörigen muss stärker berücksichtigt werden.</p>
<p>Das Impulspapier führt zentrale Handlungsfelder auf, die im Rahmen der Tagung diskutiert wurden:</p><ul class="list-normal"><li>Haltungen verändern, Stigmatisierung beenden: Psychiatrie wird politischer</li><li>Partizipation und Mitbestimmung auf allen Ebenen umsetzen</li><li>Individuelle Unterstützung in der Lebensrealität der Menschen anbieten</li><li>Finanzierung und Strukturen an den Bedarfen und Bedürfnissen von Menschen mit psychischer Erkrankung ausrichten</li><li>Versorgungsgerechtigkeit ermöglichen</li><li>Zwangsanwendungen bundesweit erfassen und schrittweise abbauen</li></ul><p>Die Menschen, um die es geht, stehen im Mittelpunkt und gestalten ihre Wege der Genesung und Teilhabe mit. Wir benötigen mehr Gestaltungswillen und gemeinsames Handeln auf allen Ebenen in der Politik, bei Leistungsträgern und bei Leistungserbringenden, um im eigenen Verantwortungsbereich die Diskrepanz zwischen Erkenntnissen und deren Umsetzung abzubauen.</p>
<p>Gesetzlicher Reformbedarf besteht - keine Frage. Gleichwohl ermöglicht schon jetzt die Gesetzeslage Hilfeangebote, die sich an den Bedürfnissen von Menschen mit psychischen Erkrankungen orientieren und institutionelle Interessen bei Seite schieben.</p>
<p>Das vollständige Impulspapier ist dieser Fachinformation beigefügt.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Psychiatriepolitik</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16660</guid>
					<pubDate>Tue, 05 May 2026 12:55:11 +0200</pubDate>
					<title>Veranstaltungstipp - Online-Fachtag: &quot;Junge Menschen mit Fluchterfahrung am Übergang Schule-Ausbildung&quot; am 10. Juni 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/default-5ec47ad40f460f0bac9b9053cb8e4097/</link>
					<description>Der Übergang von der Schule in die Ausbildung ist für junge Menschen vielerorts eine Herausforderung. Dies trifft besonders auch auf junge Menschen mit Fluchterfahrung zu, deren Berufsbiografien von mehrfachen Übergängen, Unterbrechungen und Neuanfängen geprägt sind. In Deutschland treffen die jungen Menschen u. a. auf neue Bildungssysteme und Sprachanforderungen. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Jugendsozialarbeit/img/JSA_Illustration__Bruecke_Regenbogen.jpg" length="819650" type="image/jpeg" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Jugendsozialarbeit/doc/260428_Fachtag-Einladung.pdf" length="242382" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Online-Fachtag werden die komplexen Übergangsprozesse aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und gemeinsam praxisnahe Lösungsansätze diskutiert. Neben der individuellen Förderung rücken dabei die Peer Group und sozialraumorientierte Unterstützungsstrukturen in den Fokus.</p>
<p>Im Rahmen des Fachtags werden unterschiedliche Perspektiven aus Praxis und Wissenschaft zusammengeführt.</p>
<p>Im Mittelpunkt stehen konkrete Ansätze aus der Praxis:</p><ul class="list-normal"><li>Einblick in eine regionale Jugendagentur am Übergang Schule-Ausbildung-Beruf</li><li>Jugendmigrationsdienst mit sozialraumorientiertem Unterstützungsansatz</li><li>Peer-to-Peer-Ansatz für Beteiligung und Empowerment von Mädchen* und jungen Frauen* am Übergang Schule-Ausbildung-Beruf</li><li>wissenschaftlicher Beitrag mit einer rassismuskritischen Perspektive auf Bildungs- und Berufsbiografien junger geflüchteter Menschen</li></ul><p>Der Fachtag bringt Fachkräfte aus Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, Jugendmigrationsarbeit und angrenzenden Arbeitsfeldern zusammen, um gemeinsam praxisnahe Strategien zu diskutieren und weiterzuentwickeln, um Impulse für eine nachhaltige Verbesserung der beruflichen Teilhabechancen junger Menschen mit Fluchterfahrung zu setzen.</p>
<p>Zielgruppe der Veranstaltung: Fachkräfte aus der Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, Jugendmigrationsarbeit, Migrationssozialarbeit und angrenzenden Arbeitsfeldern, Interessierte aus der freien Wohlfahrtspflege, Jobcenter, Agenturen für Arbeit etc.</p>
<p>Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfeplans (KJP) gefördert.</p>
<p>Der Fachtag findet online am 10. Juni 2026 von 9:30 bis 14:00 Uhr statt.</p>
<p>Anmeldeschluss: <strong>8. Juni 2026</strong>.</p>
<p>Weitere Informationen zur Veranstaltung und die Anmeldung finden Sie auf dieser Seite unter “Weiterführende Links”.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Jugendsozialarbeit</category>
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/digitaler-fachtag-junge-menschen-mit-fluchterfahrung/" absolute='1' title="Anmeldung und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier">Anmeldung und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16659</guid>
					<pubDate>Tue, 05 May 2026 12:12:37 +0200</pubDate>
					<title> Unser aktuelles Mitgliedermagazin: Still Queer</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/unser-aktuelles-mitgliedermagazin-still-queer/</link>
					<description>Das neue digitale Mitgliedermagazin widmet sich der LGBTIQ*-Community in der Wohlfahrt.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/verbandsmagazin/2026_01/1_26_sharepic.jpg" length="238978" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Paritätische ist bunt und vielfältig. Organisationen, die sich für die Belange und Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen und queeren Menschen einsetzen, gehören seit langem zu uns. Mit diesem Magazin wollen wir einen kleinen Einblick in die Arbeit von Ihnen geben. Gleichzeitig müssen wir feststellen: Queeres Leben gerät zunehmend (wieder) unter Druck - in Deutschland und der ganzen Welt. Während in den vergangenen Jahren die rechtliche Gleichstellung fast umgesetzt wurde und bei den CSD-Paraden jährlich Millionen von Menschen auf die Straße gehen, nimmt die Gewalt gegen die Community spürbar zu.</p>
<p>Doch zum Glück gibt es unter dem Dach des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Wir wollen in diesem digitalen Mitgliedermagazin mit dem Titel "Still Queer" darauf blicken, wo queere Menschen sich hinwenden können, wenn sie Pflege benötigen, geflüchtet sind, einen Kinderwunsch haben oder Gewalt erlebt haben. Daneben gibt es viele Interview mit engagierten Personen aus der Community, die uns ihre Geschichten erzählt haben. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.</p>
<p><a href="https://www.der-paritaetische.de/magazin/ausgabe-01-2026-still-queer/" target="_blank">Hier reinlesen.</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Queer</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16658</guid>
					<pubDate>Tue, 05 May 2026 06:28:00 +0200</pubDate>
					<title>Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen: Teilhabe ist Menschenrecht!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/protesttag-zur-gleichstellung-von-menschen-mit-behinderungen-teilhabe-ist-menschenrecht/</link>
					<description>Presse-Statement von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes: </strong>"Die aktuelle Debatte um weitreichende Kürzungen in der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe zeigt deutlich: Die Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen sind noch immer nicht ausreichend anerkannt. Mehr als 15 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention bleibt ihre konsequente Umsetzung eine zentrale politische Aufgabe. Am heutigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen fordern wir, gleichberechtigte Teilhabe endlich verbindlich zu verwirklichen, ohne Wenn und Aber. Dazu gehören umfassende Barrierefreiheit, auch im digitalen Raum, sowie die Verwirklichung individueller Rechtsansprüche. Es geht nicht um freiwillige Leistungen, sondern um die Umsetzung grundlegender Menschenrechte!"</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16649</guid>
					<pubDate>Tue, 05 May 2026 06:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Jetzt anmelden: Bühne frei gegen Ungleichheit!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/jetzt-anmelden-buehne-frei-gegen-ungleichheit/</link>
					<description>Am 30. September 2026 laden wir begleitend zum Treffen der Menschen mit Armutserfahrung zu einem politischen Abend mit Theater, Musik und Lesung in Berlin. Veranstalter sind: Die Nationale Armutskonferenz, die Diakonie Deutschland, die Evangelische Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor und der Paritätische Gesamtverband.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/buehnefrei-gegen-ungleichheit-Vorhang_HGweiss_FACHINFO-3.png" length="75588" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Armut in Deutschland verschärft sich. Statt diese entschlossen zu bekämpfen, erhöht die Politik den Druck auf die Betroffenen. Wer arm ist, wird zudem in der Öffentlichkeit immer wieder mit einem Zerrbild der eigenen Lebensrealität konfrontiert.</p>
<p>Das wollen wir ändern! &nbsp;</p>
<p>Unter dem Motto „Bühne frei gegen Ungleichheit“ bringen von Armut betroffene Menschen ihre Realität als <strong>Theaterstück</strong> auf die Bühne – und laden Publikum und Politiker*innen zum direkten Austausch ein. Das Legislative Theater entsteht! &nbsp;</p>
<p>Neben einer Lesung von<strong> Marc-Uwe Kling</strong> erwartet das Publikum außerdem Musik von <strong>Bernadette La Hengst mit dem Chor der Statistik</strong>.<br><br><strong>Wann?</strong> Am 30. September, 18 – 21 Uhr &nbsp;&nbsp;<br><strong>Wo?</strong> In der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg<br><br>Im Anschluss an das offizielle Programm ab 21 Uhr: Surfen auf der elektronischen Welle mit Projekt Brüsseler Straße.<br><br><a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/buehne-frei-gegen-ungleichheit-1/" target="_blank">Jetzt anmelden</a>!<br><br>Gefördert durch:</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/buehne-frei-gegen-ungleichheit-1/" absolute='1' title="Hier anmelden!">Hier anmelden!</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16657</guid>
					<pubDate>Mon, 04 May 2026 15:44:06 +0200</pubDate>
					<title>Kabinett einigt sich auf Gesetzesentwurf zur Änderung des Rechts der Wohn- und Geschäftsraummiete</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/kabinett-einigt-sich-auf-gesetzesentwurf-zur-aenderung-des-rechts-der-wohn-und-geschaeftsraummiete/</link>
					<description>Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Rechts der Wohn- und Geschäftsraummiete vorgelegt. Ziel des Gesetzes ist es, bestehende Schutzlücken im Mietrecht zu schließen, die Wirksamkeit der Mietpreisbremse zu stärken und Mieter*innen insbesondere in angespannten Wohnungsmärkten besser vor steigenden Kosten zu schützen. Der Paritätische Gesamtverband hat zum vorigen Referentenentwurf eine Stellungnahme eingereicht.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/InfoPapier_RegE_Miete_II.pdf" length="78794" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/FAQ_RegE_Miete_II.pdf" length="103860" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/Synopse_Miete_II_RegE.pdf" length="139655" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/RegE_Miete_II.pdf" length="337882" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Rechts der Wohn- und Geschäftsraummiete vorgelegt. Ziel des Gesetzes ist es, bestehende Schutzlücken im Mietrecht zu schließen, die Wirksamkeit der Mietpreisbremse zu stärken und Mieter*innen insbesondere in angespannten Wohnungsmärkten besser vor steigenden Kosten zu schützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zentrale Inhalte des Gesetzentwurfs</strong></p>
<p>1. Klarstellung der Mietpreisbremse bei Kurzzeitvermietung</p>
<p>Die bislang unklare Ausnahme von der Mietpreisbremse für „vorübergehenden Gebrauch“ wird präzisiert. Künftig sollen Kurzzeitmietverhältnisse grundsätzlich auf sechs Monate begrenzt sein. Eine Verlängerung auf bis zu acht Monate ist möglich, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Werden diese Grenzen überschritten, greifen automatisch die regulären Mieterschutzvorschriften einschließlich der Mietpreisbremse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2. Regulierung von Möblierungszuschläge</p>
<p>Erstmals werden gesetzliche Vorgaben für Möblierungszuschläge eingeführt. Erfolgt keine ordnungsgemäße Auskunft, gilt die Wohnung rechtlich als unmöbliert vermietet.</p><ul class="list-normal"><li>Vermietende müssen den Zuschlag künftig transparent und unaufgefordert ausweisen.</li><li>Die Höhe muss sich am Zeitwert der Möbel orientieren. Als angemessen gilt ein Möblierungszuschlag von bis zu 1 Prozent pro Monat bezogen auf den Gesamtzeitwert der Möblierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.</li><li><p>Für voll möblierte Wohnungen wird zusätzlich eine pauschale Orientierung von bis zu 10 Prozent der Nettokaltmiete eingeführt.</p><p>&nbsp;</p></li></ul><p>3. Begrenzung von Indexmieten</p>
<p>Indexmietverträge werden künftig stärker reguliert. In angespannten Wohnungsmärkten sollen Mietsteigerungen begrenzt werden. Übersteigt die jährliche Inflationsrate 3 Prozent, wird der darüber hinausgehende Anteil nur noch zur Hälfte auf die Miete angerechnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>4. Ausweitung der Schonfristregelung auf ordentliche Kündigungen</p>
<p>Die Möglichkeit, eine Kündigung durch Nachzahlung von Mietrückständen abzuwenden (Schonfristzahlung), wird ausgeweitet. Künftig kann auch eine ordentliche Kündigung wegen Zahlungsverzugs einmalig unwirksam werden, wenn die Rückstände vollständig beglichen werden. Diese Regelung dient insbesondere dem Schutz vor Wohnungsverlust und Obdachlosigkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>5. Erleichterungen bei Modernisierungen</p>
<p>Die Wertgrenze für das vereinfachte Verfahren bei Modernisierungsmieterhöhungen wird von bisher 10.000 Euro auf 20.000 Euro angehoben. Nach Auffassung der Bundesregierung soll dies insbesondere kleineren Vermietenden die Durchführung von Modernisierungen erleichtern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kurzbewertung des Paritätischen</strong></p>
<p>Die vorgesehenen Regelungen stellen in mehreren Bereichen eine spürbare Verbesserung für Mietende dar. Insbesondere die Ausweitung der <u>Schonfristregelung</u> auf ordentliche Kündigungen schließt eine zentrale Schutzlücke und ist ein wichtiges Instrument zur Prävention von Wohnungslosigkeit. Die Beschränkung auf eine einmalige Anwendung pro Mietverhältnis ist jedoch sozialpolitisch kritisch zu bewerten und schwächt den intendierten Schutz.</p>
<p>Die Begrenzung von <u>Indexmieten</u> wurde gegenüber dem Referentenentwurf abgeschwächt. Während dort eine klare Deckelung bei 3,5 Prozent vorgesehen war, sieht der Gesetzentwurf nun vor, dass bei einer Inflationsrate von über 3 Prozent lediglich der darüber hinausgehende Anteil zur Hälfte berücksichtigt wird. Zudem ist kritisch anzumerken, dass die Begrenzung weiterhin an Gebietsausweisungen durch die Länder geknüpft ist, statt bundeseinheitlich zu gelten.</p>
<p>Positiv hervorzuheben sind die neuen Regelungen zum <u>Möblierungszuschlag</u> sowie die verpflichtende Transparenz bei dessen Ausweisung. Diese stellen einen wichtigen Fortschritt dar und können dazu beitragen, Umgehungen der Mietpreisbremse einzudämmen.</p>
<p>Kritisch bewertet wird hingegen die geplante Anhebung der Wertgrenze im vereinfachten Verfahren der Modernisierungsumlage auf 20.000 Euro. Dieses Verfahren reduziert zentrale Schutzmechanismen für Mietende, insbesondere die Möglichkeit, Härteeinwände geltend zu machen, und wird durch die Ausweitung deutlich an Bedeutung gewinnen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Der Gesetzentwurf enthält wichtige Verbesserungen im Detail und stärkt den Schutz von Mietenden in einzelnen Bereichen. Gleichwohl bleiben grundlegende strukturelle Probleme bestehen. Die Mietpreisbremse wird zwar präzisiert, jedoch nicht grundlegend reformiert, und ihre Wirksamkeit hängt weiterhin stark von ihrer praktischen Durchsetzung ab.</p>
<p>Insgesamt bleibt der Gesetzentwurf hinter den Anforderungen an eine umfassende sozial gerechte Regulierung des Wohnungsmarktes zurück. Aus Sicht des Paritätischen sind daher weitergehende Maßnahmen erforderlich, um bezahlbaren Wohnraum dauerhaft zu sichern und Wohnarmut in Deutschland wirksam zu bekämpfen.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16656</guid>
					<pubDate>Mon, 04 May 2026 14:57:07 +0200</pubDate>
					<title>Bundesregierung legt Eckpunkte zu mietrechtlichen Vorschriften im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) vor</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bundesregierung-legt-eckpunkte-zu-mietrechtlichen-vorschriften-im-gebaeudemodernisierungsgesetz-gmodg-vor/</link>
					<description>Die vorgelegten Eckpunkte zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) enthalten mietrechtliche Regelungen zur Aufteilung von Heizkosten zwischen Vermietenden und Mietenden</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/Einigung_Gebaeudemodernisierungsgesetz.pdf" length="93537" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die vorgelegten Eckpunkte zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) enthalten mietrechtliche Regelungen zur Aufteilung von Heizkosten zwischen Vermietenden und Mietenden. Die Ausarbeitung erfolgt federführend durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).</p>
<p><strong>Zentrale Inhalte der Eckpunkte</strong></p>
<p>1. Weiterhin zulässiger Einbau fossiler Heizungen unter Auflagen</p>
<p>Der Einbau fossiler Heizungsanlagen (Gas- und Ölheizungen) soll grundsätzlich weiterhin möglich bleiben. Voraussetzung ist jedoch, dass ab dem Jahr 2029 ein steigender Anteil CO₂-neutraler Brennstoffe eingesetzt wird. Hierfür ist eine gesetzlich geregelte vierstufige „Biotreppe“ gemäß § 43 GModG-E vorgesehen. Diese umfasst unter anderem Biomethan, Bioöl, biogenes Flüssiggas sowie verschiedene Formen von Wasserstoff (grün, blau, orange, türkis) und deren Derivate.</p>
<p>Zur Sicherstellung der Transparenz ist zudem eine verlässliche Informationspflicht der Energieversorger gegenüber den Kund*innen vorgesehen, insbesondere zur korrekten Ermittlung der tatsächlich eingesetzten Anteile biogener Brennstoffe.</p>
<p>2. Hälftige Kostenaufteilung ab 2028</p>
<p>Ab dem 1. Januar 2028 sollen zentrale Kostenbestandteile, die aus Investitionsentscheidungen im Zusammenhang mit Heizungsanlagen resultieren, jeweils hälftig zwischen Mietenden und Vermietenden aufgeteilt werden. Dies betrifft:</p><ul class="list-normal"><li>Mehrkosten durch steigende Beimischungsquoten CO₂-neutraler Brennstoffe,</li><li>Kosten infolge des CO₂-Preises,</li><li>Gasnetzentgelte.</li></ul><p>3. Härtefallregelung</p>
<p>Für besonders ineffiziente Gebäude mit im Vergleich niedrigen Mieten ist eine Ausnahmeregelung in Form einer Härtefallklausel vorgesehen. Die konkrete Ausgestaltung soll im weiteren parlamentarischen Verfahren erfolgen.</p>
<p><strong>Kurzbewertung des Paritätischen</strong></p>
<p>Die Eckpunkte stellen eine spürbare Verbesserung für Mietende in Aussicht. Bislang tragen diese einen Großteil der Kosten der Wärmeerzeugung und sind damit weitgehend von den Investitionsentscheidungen der Vermietenden abhängig. Die geplante hälftige Aufteilung zentraler Kostenbestandteile würde insofern einen wichtigen Fortschritt darstellen.</p>
<p>Gleichwohl bleiben Mietende auch bei einer 50/50-Kostenaufteilung weiterhin in erheblichem Maße von den Entscheidungen der Vermietenden abhängig. Insbesondere in energetisch ineffizienten Gebäuden können trotz geteilter Kostenlast weiterhin deutliche Mehrbelastungen entstehen. Zudem sollten auch Preisrisiken fossiler Energieträger wie Öl und Gas stärker in die Verteilung der Heizkosten einbezogen werden.</p>
<p>Aus <u>klimapolitischer Perspektive</u> ist der vorgesehene Einsatz fossiler Heizsysteme kritisch zu bewerten. Der Einbau neuer fossiler Heizungen bindet Gebäude langfristig an eine kostenintensive und klimapolitisch problematische Technologie und steht damit im Widerspruch zu den Klimazielen. Auch bei zunehmenden Beimischungen bleibt der Betrieb zunächst überwiegend fossil. Zudem sind klimaneutrale Brennstoffe wie Wasserstoff oder Biogas begrenzt verfügbar, kostenintensiv in der Herstellung und vorrangig für andere Sektoren – insbesondere die Industrie – erforderlich.</p>
<p>Die geplante pauschale <u>50/50-Aufteilung des CO₂-Preises</u> bei neu eingebauten fossilen Heizungen bedeutet für die Mehrheit der Mieter*innen eine Verbesserung gegenüber der derzeitigen Situation, in der sie im Durchschnitt rund 70 Prozent dieser Kosten tragen. Dennoch ist zu erwarten, dass insbesondere in ineffizienten Gebäuden auch künftig zusätzliche Belastungen entstehen können.</p>
<p>Auch die vorgesehene <u>hälftige Verteilung der Mehrkosten durch steigende Beimischungsquoten</u> ist grundsätzlich zu begrüßen. Sie trägt dazu bei, dass wirtschaftliche Nachteile fossiler Heizsysteme nicht länger einseitig von Mietenden getragen werden. Gleichzeitig setzt sie Anreize für Vermietende, verstärkt auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen.</p>
<p>Von besonderer Bedeutung ist schließlich die geplante hälftige <u>Beteiligung der Vermietenden an den Gasnetzentgelten</u>. Diese stellen bereits heute einen erheblichen Kostenfaktor dar und werden künftig voraussichtlich weiter steigen, da sich die Infrastrukturkosten auf eine sinkende Zahl von Nutzer*innen verteilen. Die Neuregelung kann daher zu einer spürbaren Entlastung für Mietende beitragen und zugleich den Umstieg auf klimaneutrale Heizsysteme fördern.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16485</guid>
					<pubDate>Mon, 04 May 2026 13:09:00 +0200</pubDate>
					<title>#TrinkwasserFuerAlle: Der Paritätische ruft vom 01. Juni bis 16. Juni zur Refill-Challenge auf!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/trinkwasserfueralle-der-paritaetische-ruft-vom-01-juni-bis-16-juni-zur-refill-challenge-auf/</link>
					<description>Anlässlich des diesjährigen Hitzeaktionstages am 11. Juni, der sich dem Thema Extremhitze widmet, sowie des World Refill Day am 16. Juni, der den kostenlosen Zugang zu Trinkwasser in den Fokus stellt, ruft der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit a tip:tap e.V. zur Refill-Challenge auf. Schaffen wir es, innerhalb von 16 Tagen 100 neue paritätische Trinkwasser-Refill-Stationen zu gewinnen?
</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/Trinkwasser_F%C3%BCr_Alle.png" length="57715" type="image/png" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/refill-station_2-seitig__003_.pdf" length="1028162" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Der Anlass</strong></h3>
<p>Hitze ist das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland.<br>Sie kann für alle gefährlich werden und das Risiko wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen.<br>Vor allem in den Städten gibt es nicht genug kühle Orte und Leitungswasser ist nicht immer zugänglich.</p>
<p>Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, findet der bundesweite Hitzeaktionstag statt. Zahlreiche Organisationen, Kommunen und Einzelpersonen engagieren sich mit vielfältigen Aktionen, um auf die zunehmenden Gesundheitsrisiken durch extreme Hitze aufmerksam zu machen. Eigene Aktionen können gerne in den <a href="https://hitzeaktionstag.de/veranstaltungen/" target="_blank" rel="noreferrer">Veranstaltungskalender</a> eingetragen werden!</p>
<p>Der <a href="https://refill-deutschland.de/world-refill-day/" target="_blank" rel="noreferrer">World-Refill Day</a> findet jedes Jahr als weltweiter Aktionstag am 16. Juni statt und möchte die vermehrte Nutzung von Leitungswasser fördern und gleichzeitig den fairen und kostenfreien Zugang zu Trinkwasser stärken.&nbsp;</p>
<h3><strong>Die Idee &amp; die Challenge&nbsp;</strong></h3>
<p>Als Refill-Station* kann man sich für die Öffentlichkeit durch einen blauen Refill-Aufkleber an der Eingangstür als Ort zu erkennen geben, bei dem man kostenfrei seine Trinkwasser-Flasche aufgefüllt bekommt. Entweder an einem Wasserhahn oder einer zur Verfügung gestellten Trinkwasser-Karaffe. Zusätzlich kann die Adresse dann in der interaktiven <a href="https://www.kartevonmorgen.org/m/main?c=50.8260%2C5.6030&amp;z=6.00" target="_blank" rel="noreferrer">Karte von Morgen</a> als neue Refill-Station vermerkt werden. Es ist richtig einfach und unkompliziert! Weitere Informationen und Voraussetzungen für Refill-Stationen findet man <a href="https://refill-deutschland.de/werde-refill-station/" target="_blank" rel="noreferrer">hier</a>.&nbsp;</p>
<p>Paritätische Einrichtungen können durch die Nutzung und kostenfreie Bereitstellung von Leitungswasser einen<br>konkreten Beitrag zum allgemeinen Gesundheitsschutz im unmittelbaren Umfeld leisten – nicht nur, aber insbesondere<br>während kommender Hitzetage oder Hitzewellen. Viele Einrichtungen tun dies sogar schon lange!</p>
<p>Schaffen wir es in den 16 Tagen vom 01. Juni bis 16. Juni, 100 neue Trinkwasser-Refill-Stationen* im Paritätischen Wohlfahrtsverband zu gewinnen und auf der bundesweiten Übersichtskarte <a href="https://www.kartevonmorgen.org/m/main?c=50.8260%2C5.6030&amp;z=6.00" target="_blank" rel="noreferrer">Karte von Morgen</a> einzutragen?<br>Ja, klar schaffen wir das! Zusammen und mit vereinten Kräften ist das doch kein großes Ding. Auf geht’s!</p>
<p><br>*Eine „Refill-Station“ ist ein Ort, an dem Menschen<br>unkompliziert Leitungswasser trinken und ihre Trinkflasche<br>auffüllen können.</p>
<h3>&nbsp;</h3>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://refill-deutschland.de/world-refill-day/" absolute='1' title="Refill-Deutschland: World Refill Day">Refill-Deutschland: World Refill Day</relatedLink>
						
							<relatedLink href="https://hitzeaktionstag.de/" absolute='1' title="Hitzeaktionstag 2026">Hitzeaktionstag 2026</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16655</guid>
					<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 13:10:18 +0200</pubDate>
					<title>Prozessautomatisierung auch ohne KI? - Im neuen DigiBasics zeigen wir wie.</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/digibasics-automate-the-boring-stuff-wie-geht-prozessautomatisierung/</link>
					<description>Alle reden von KI und denken darüber nach, KI für möglichst viele Prozesse einzuführen. Doch viel mehr Potenzial liegt oft in der Automatisierung ganz ohne KI.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/logo_digibasics_3.png" length="28409" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Viele wiederkehrende Aufgaben in Organisationen lassen sich schon heute deutlich vereinfachen: Rechnungen weiterleiten, Anträge prüfen, E‑Mails sortieren oder Listen pflegen. Dafür braucht es nicht zwangsläufig komplexe Systeme, sondern vor allem klare Prozesse und ein grundlegendes Verständnis von Automatisierung.</p>
<p>Im nächsten DigiBasics <strong>„Automate the Boring Stuff – Wie geht Prozessautomatisierung?“ am 20. Mai 2026</strong> zeigen wir, wie Prozesse strukturiert gedacht, analysiert und schrittweise automatisiert werden können – <strong>unabhängig von der eingesetzten Software</strong>. Denn die IT‑Landschaften der Mitgliedsorganisationen sind vielfältig und reichen von MS365 über Fachverfahren bis zu einfachen digitalen Lösungen.</p>
<p>Die Veranstaltung greift unter anderem folgende Fragen auf:</p><ul class="list-normal"><li>Was ist ein Prozess – und wann eignet er sich für Automatisierung?</li><li>Welche Aufgaben lassen sich (auch ohne KI) sinnvoll automatisieren?</li><li>Wie erkennt man Medienbrüche und unnötige manuelle Schritte?</li><li>Welche grundlegenden Automatisierungsansätze gibt es, tool‑unabhängig betrachtet?</li></ul><p>Im ersten Teil werden die Grundlagen praxisnah und verständlich vermittelt. Im zweiten Teil wird es konkret: Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird ein Beispielprozess <strong>live als Flowchart visualisiert und analysiert</strong>. So wird sichtbar, wie Automatisierung gedacht wird und wie sich dieses Vorgehen auf die eigenen Abläufe übertragen lässt.</p>
<p>Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende und Verantwortliche aus Mitgliedsorganisationen, die ihre Prozesse entlasten, klarer strukturieren und Schritt für Schritt automatisieren möchten – auch ohne tiefgehendes technisches Vorwissen.</p>
<p><strong>Wann? 20. Mai 2026, 10-13 Uhr</strong></p>
<p><strong>Hier finden Sie </strong><a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/bereichsuebergreifende-themen/digitalisierung-und-digitalpolitik/termin-detailansicht/?tx_sfeventmgt_pieventdetail%5Baction%5D=detail&amp;tx_sfeventmgt_pieventdetail%5Bcontroller%5D=Event&amp;tx_sfeventmgt_pieventdetail%5Bevent%5D=2250&amp;cHash=c548e5c04271eb723a69c5413494418b" target="_blank"><strong>weitere Informationen und die Anmeldung</strong></a><strong>.</strong></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Digitalisierung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16654</guid>
					<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:50:43 +0200</pubDate>
					<title>Zuckersteuer ­ - Paritätischer begrüßt Pläne und fordert umfassende Ernährungswende</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/zuckersteuer-paritaetischer-begruesst-plaene-und-fordert-umfassende-ernaehrungswende/</link>
					<description>Pressestatement von Katja Kipping, Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, anlässlich der geplanten Einführung einer „Zuckerabgabe“</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Katja Kipping, Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband:</strong></p>
<p>„Der Paritätische begrüßt ausdrücklich die Pläne der Bundesregierung zur Einführung einer Zuckersteuer. In Großbritannien führte die Erhebung einer solchen Steuer nachweislich zu einer Reduktion beim Konsum zuckerhaltiger Lebensmittel und einen Rückgang der Diabetes-Erkrankungen. Dieser Erfolg geht auch darauf zurück, dass die Lebensmittelproduzenten in Reaktion auf die Steuer den Zuckergehalt bei den Rezepturen reduzierten.</p>
<p>Als Wohlfahrtsverband verstehen wir die Zuckersteuer weniger als ein Instrument zum Stopfen von Haushaltslöchern, sondern eher als Instrument einer Ernährungswende. Insofern sollte die Regierung nicht bei der Einführung einer Zuckersteuer stehen bleiben. Vielmehr müssen Maßnahmen gegen Spekulationen mit Lebensmitteln, gegen Ernährungsarmut, zur Anerkennung von Mehrbedarfen bei ernährungsbedingten Krankheiten wie Zöliakie und eine Unterstützung sozialer Einrichtungen bei der Umstellung auf klimagesunde Gemeinschafsverpflegung folgen.“</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16650</guid>
					<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 06:10:00 +0200</pubDate>
					<title>Mobilitätspolitische Positionen des Paritätischen Gesamtverbandes</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/mobilitaetspolitische-positionen/</link>
					<description>Der Verbandsrat des Paritätischen Gesamzverbands hat am 24.04.2026 eine Grundsatzposition zur Mobilitätswende verabschiedet.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/kevin-kandlbinder-Q5svyiNybM8-unsplash.jpg" length="2106791" type="image/jpeg" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260429_mobipol_Pos_FINAL-2.pdf" length="103389" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Paritätische vertritt mit seinen mehr als 10.700 Mitgliedern zahlreiche Organisationen im Bereich der gesundheitlichen und Sozialen Arbeit. Daher nimmt sich der Verband in einer Grundsatzposition der zentralen sozialen Frage der Mobilität an.</p>
<p>Das Positionspapier arbeitet heraus, warum die Mobilitätswende für den Verband von Bedeutung ist, und fokussiert entlang der Belange der Mitgliedschaft die Themen Mobilitätsarmut und Ungleichheit, Barrierefreiheit und Klimawirkung. Es schließt mit Anregungen für die Praxis sozialer gemeinnütziger Einrichtungen.</p>
<h3><strong>Mobilitätsarmut und soziale Ungleichheit</strong></h3>
<p>Millionen Menschen in Deutschland sind von Mobilitätsarmut betroffen, insbesondere einkommensarme Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Sorgeverpflichtungen.&nbsp;</p>
<p>Um Mobilitätsarmut wirksam zu begegnen, sind folgende Maßnahmen notwendig:</p>
<p><strong>Erstens</strong> muss Bezahlbarkeit sichergestellt werden. Ein bundesweites Sozialticket für 25 € ist hierfür zentral.</p>
<p><strong>Zweitens</strong> muss Erreichbarkeit gewährleistet werden.</p>
<p><strong>Drittens</strong> müssen soziale Härten vermieden und z.B. durch ein sozial gestaffeltes Klimageld ausgeglichen werden.</p>
<h3><strong>Barrierefreiheit priorisieren</strong></h3>
<p>Es mangelt überall an Barrierefreiheit, ob physisch oder digital. Eine sozial gerechte Mobilitätswende muss daher zweigleisig vorgehen: Einerseits den barrierefreien ÖPNV massiv ausbauen, damit mehr Menschen ihn nutzen können. Andererseits PKW-Nutzung dort ermöglichen, wo sie auf Grund von Behinderungen, Beeinträchtigungen oder Pflegebedarfen unabdingbar ist.&nbsp;</p>
<h3><strong>Positive Klimawirkung und minimale Umweltbelastung: umweltfreundliche Verkehrsmittel stärken</strong></h3>
<p>Der Verkehrssektor ist einer der größten Emittenten in Deutschland und mindert seine Emissionen wiederholt kaum. Dadurch geraten die Klimaziele in Gefahr. Gute Verkehrsplanung führt zu „So viel Mobilität wie möglich, so wenig Verkehr wie nötig“ und einer besseren Lebensqualität, u.a. durch reduzierte Lärm-, Schadstoff- und Gesundheitsbelastung.</p>
<h3><strong>Anregungen für die eigene Praxis</strong></h3>
<p>Soziale Einrichtungen können zum Klimaschutz beitragen. Dafür brauchen sie Unterstützung, z.B. durch die Neuauflage eines Flottenaustauschprogramms sowie die Förderung des betrieblichen Mobilitätsmanagements.</p><blockquote><p>Eine sozial-ökologische Mobilitätspolitik ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Armut, zur Förderung von Teilhabe und Gesundheit sowie zum Schutz von Klima und Umwelt.</p></blockquote><p><i>Eine gelayoutete Version sowie eine Übersetzung in Leichte Sprache folgen.</i></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16651</guid>
					<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 06:05:00 +0200</pubDate>
					<title>Ernährungspolitische Position des Paritätischen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/ernaehrungspolitische-position-des-paritaetischen/</link>
					<description>Am 24.04.2026 hat der Verbandsrat des Paritätischen Gesamtverbands eine Grundsatzposition zum Thema Ernährungspolitik mit dem Ziel einer nachhaltigen Ernährungswende beschlossen. Das Positionspapier zur Ernährungswende arbeitet heraus, warum das Thema Ernährungspolitik den Paritätischen Gesamtverband betrifft, skizziert die Problemlagen und benennt grundlegende Zielstellungen. Schließlich münden die Positionen in Lösungsvorschlägen und Anregungen für die eigene Praxis.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260427-BeschlussVRatErnahrungswende.pdf" length="364634" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260427-VRHintergrund_Ernaehrungswende.pdf" length="523947" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Ernährung ist ein Querschnittsthema. Es verbinden sich hier gesundheits- und sozialpolitische mit ökologischen Aufgaben. Aus diesen Perspektiven werden in der Positionierung Probleme des gegenwärtigen Ernährungssystems beschrieben, die nach Einschätzung des Paritätischen eine politisch organisierte Ernährungswende erfordern:</p>
<p>Ernährungsrelevante Krankheiten führen zu gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen für die Betroffenen. Durch die unzureichende Eindämmung dieser Erkrankungen entstehen zudem volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe.</p>
<p>Es gibt Ernährungsarmut. Vielen Menschen reicht ihr Einkommen nicht aus, um sich eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Ernährung leisten zu können.&nbsp;</p>
<p>Ökologische Folgen sind erheblich. Die Entscheidungen, welche Lebensmittel wie produztiert werden, beeinflussen Klima- und Naturschutz. Besonders durch die Tierhaltung entstehen klimaschädliche Emissionen. Lebensmittel werden in großem Umfang verschwendet.</p>
<p>Die Versorgung von 17 Millionen Menschen in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung bietet die Gelegenheit zu einer (klima-)gesunden Ernährung. Bestehende Hürden, dieses Potenzial besser zu nutzen, müssen reduziert werden. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die Ernährungswende soll die strukturellen Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich alle Menschen (klima-)gesund ernähren können. Die Empfehlungen der DGE und die Planetary Health Diet beschreiben hier Standards für eine gesellschaftlich erwünschte Ernährungsweise. Die Realisierung dieser Ernährungsweise ist allen Menschen in den privaten Haushalten wie auch in der Gemeinschaftsverpflegung organisatorisch und finanziell zu ermöglichen. Ziel ist eine bedarfsgerechte und gesundheitsfördernde Ernährung für alle, die die Teilhabe stärkt und die planetaren Grenzen berücksichtigt.</p>
<p>Im Einzelnen spricht sich der Verband für Maßnahmen in folgenden Bereichen aus:&nbsp;</p><ul class="list-normal"><li>Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung;</li><li>Deckung von besonderen Bedarfen bei chronischen Erkrankungen;</li><li>Stärkung des sozialen Ausgleichs;</li><li>Schaffung einer klimagesunden Gemeinschaftsverpflegung;</li><li>Nutzung von gemeinsamen Mahlzeiten in der Soziale Arbeit;</li><li>Unterstützung gesundheitsförderlicher Lebensmittel durch das Steuersystem und</li><li>Regulierung von Produktion und Vertrieb.&nbsp;</li></ul><p>Die vielfältigen konkreten Maßnahmen können dem angefügten Positionspapier entnommen werden.&nbsp;</p>
<p>Ergänzt wird der Beschluss durch Anregungen für die eigene Praxis und ein umfangreiches Hintergrundpapier, in dem die Überlegungen und Empfehlungen umfassend hergeleitet und begründet werden. &nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Bürgergeld / vormals Hartz IV</category>
						
							<category>Gemeinwesenarbeit</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16653</guid>
					<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 18:06:10 +0200</pubDate>
					<title>Neuer Praxisleitfaden zur wirksamen Nachhaltigkeitsberichterstattung </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/neuer-praxisleitfaden-zur-wirksamen-nachhaltigkeitsberichterstattung/</link>
					<description>Wie können soziale Organisationen wirksam über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten? Der neue Praxisleitfaden des Paritätischen Projekts „WIRksam – Gemeinsam Nachhaltigkeit gestalten“ und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege bietet branchenspezifische Hinweise und praktische Tipps für die Erstellung eines freiwilligen Nachhaltigkeitsberichts.  </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/_processed_/1/f/csm_Screenshot_Cover_4b0971e234.png" length="27960" type="image/png" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260429_Praxisleitfaden_VSME.pdf" length="2845539" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260429_Praxisleitfaden_VSME_barrierefrei.pdf" length="3773946" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<h3>Freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht mit dem DNK-Tool</h3>
<p>Der Voluntary Sustainability Reporting Standard (VSME), ein neuer Berichtstandard der EU, ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen sowie Organisationen eine praxisnahe und systematische Berichterstattung. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) wurde im letzten Jahr weiterentwickelt und enthält nun auch die Berichtspunkte des VSME.&nbsp;</p>
<h3>Branchenspezifische Unterstützung&nbsp;</h3>
<p>Die BAGFW entwickelte gemeinsam mit Kolleg*innen aus Mitgliedsorganisationen im Herbst und Winter 2025 branchenspezifische Hinweise und Tipps, um die Erstellung eines VSME-Berichts für Organisationen der Wohlfahrtspflege zu erleichtern. An welcher Stelle kann ehrenamtliches Engagement sichtbar gemacht werden? Welche Maßnahmen sind wirkungsvolle Hebel für den Klimaschutz? Und weshalb ist es besonders wichtig, eine Klimarisikoanalyse durchzuführen? Ein fiktives Beispiel eines Jugendhilfeträgers zeigt, wie ein Bericht aussehen kann. Die Hinweise, Tipps und weiterführenden Links sind inzwischen im DNK-Tool integriert und können bei den verschiedenen Berichtspunkten angezeigt werden. Zusätzlich sind sie in kompakter Version im Praxisleitfaden „Nachhaltigkeit wirksam berichten – Praxisleitfaden für soziale Organisationen zur VSME-Berichterstattung mit dem DNK“ zusammengefasst. Der Praxisleitfaden kann bei der Erstellung eines DNK-Berichts genutzt werden und erleichtert den Einstieg in das Thema.&nbsp;</p>
<h3>Warum sich ein freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht lohnt</h3>
<p>Der VSME-Bericht bildet eine gute Grundlage, um ESG-Anforderungen von zuliefernden Unternehmen sowie weiteren Stakeholdern wie Banken, Kostenträgern oder Versicherungen zu erfüllen. Gleichzeitig kann er als Instrument der strategischen Organisationsentwicklung genutzt werden, indem er Schwachstellen aufzeigt und Nachhaltigkeitsbemühungen sichtbar macht. Als öffentlich gefördertes, kostenloses Tool bietet der DNK insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen gezielte Unterstützung.&nbsp;</p>
<h3>Digitale Erstberatung buchen</h3>
<p>Im Projekt WIRksam bieten wir kostenfreie digitale Erstaberatungstermine u.a. zur freiwilligen Nachhaltigkeitsberichterstattung an. Beratungstermine können Sie einfach über unsere Webseite <a href="http://www.wirksam-paritaet.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.wirksam-paritaet.de</a> buchen.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Qualität und Management</category>
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Projekt: Klimaschutz – Sozial</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16652</guid>
					<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:19:41 +0200</pubDate>
					<title>Verlängerung der Übergangsregelung für Lehrkräfte</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/verlaengerung-der-uebergangsregelung-fuer-lehrkraefte/</link>
					<description>Der Bundestag hat am 5. März 2026 beschlossen, die Übergangsregelung für Lehrkräfte (§ 127 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch) um ein Jahr bis 31. Dezember 2027 zu verlängern (Bundestag Drucksache 21/4522). 
Nach dieser Regelung gilt eine Lehrkraft, die nach dem „Herrenberg-Urteil“ als abhängig beschäftigt anzusehen wäre, gleichwohl für einen befristeten Zeitraum als in der Sozialversicherung versicherungs- und beitragsfrei. Voraussetzung ist, dass die Vertragsparteien bei Vertragsschluss übereinstimmend von einer selbständigen Tätigkeit ausgegangen sind, und dass die Lehrkraft zustimmt. Die Verlängerung der Übergangsregelung bis Ende 2027 soll nach der Gesetzesbegründung frühzeitig Planungssicherheit für Bildungsträger, Bildungseinrichtungen und Lehrkräfte schaffen. 
Der Bundesrat billigte das Dreizehnte Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in seiner Sitzung am 27. März 2026 (Bundesrat Drucksache 116/26), das in Artikel 3 die Verlängerung der Übergangsregelung vorsieht. Am 22. April 2026 war das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Am Tag danach trat die Verlängerung der Übergangsregelung in Kraft.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
					
						
							<category>Allgemeine Rechtsfragen</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="" absolute='1' title=""></relatedLink>
						
							<relatedLink href="https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/107/VO" absolute='1' title=""></relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16648</guid>
					<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 12:33:24 +0200</pubDate>
					<title>Zugang schafft Zukunft – Abschlussveranstaltung zum App-Projekt für die Selbsthilfe</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/zugang-schafft-zukunft-abschlussveranstaltung-zum-app-projekt-fuer-die-selbsthilfe/</link>
					<description>Am 15. April 2026 fand die Abschlussveranstaltung des Projekts „Digitale Teilhabe stärken: Modellprojekt für barrierefreie Apps in der Selbsthilfe&quot; statt. Das Projekt ist ein zukunftsweisendes Vorhaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Zusammenarbeit mit dem Technologiepartner vmapit GmbH und finanziert durch die Aktion Mensch Stiftung. Es verfolgt das zentrale Ziel, die digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu stärken und die Selbsthilfe zukunftsfest zu machen.
</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/Chatgewitter_Eindr%C3%BCcke_des_Tages.png" length="1115543" type="image/png" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die digitale Abschlussveranstaltung versammelte über 100 Teilnehmende aus Selbsthilfeorganisationen, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. In Podiumsdiskussionen und einem wissenschaftlichen Vortrag wurden zentrale Erkenntnisse aus der Projektarbeit diskutiert. Dabei standen vier Aspekte im Mittelpunkt und prägten die Veranstaltung.&nbsp;</p>
<p><strong>Erkenntnisse aus der Veranstaltung</strong></p>
<p><strong>1. Digitale Teilhabe ist gesellschaftliche Teilhabe</strong></p>
<p>In einer zunehmend digitalen Welt entscheidet digitale Barrierefreiheit darüber, wer teilhaben kann und wer ausgeschlossen wird. Digitale Barrieren schränken auch das analoge Leben ein. Digitale Barrieren sind nicht nur ein technisches Problem – sie sind Zugangssperren zum realen Leben: zu Gesundheit, Arbeit, Partizipation, Gemeinschaft und Selbstbestimmung.&nbsp;</p>
<p><strong>2. Mitbestimmung</strong></p>
<p>Gesetze und Standards reichen nicht aus, um digitale Barrieren abzubauen. Menschen mit Behinderungen müssen ihre Expertise einbringen können und echte Mitspracherechte haben. Das Projekt zeigt: Partizipation von Nutzenden, die digitale Anwendungen und Angebote testen, führt zu besseren Lösungen und höherer Nutzerzufriedenheit. Dies wird durch die App „bvkm aktiv" eindrucksvoll bewiesen, die beim Bundesteilhabepreis 2025 den 2. Platz belegte. Bundesministerin Bärbel Bas lobte bei der Verleihung besonders den partizipativen Entwicklungsansatz. Eine 13-köpfige Prüfgruppe aus Menschen mit verschiedenen Formen der Beeinträchtigung half dabei, verschiedene Barrieren abzubauen und sicherte damit die Qualität und den Zugang zu den App-Funktionen.&nbsp;</p>
<p><strong>3. Partizipation und Barrierefreiheit bei der Entwicklung von digitalen Angeboten strukturell verankern</strong>&nbsp;</p>
<p>Partizipation ist keine projektgebundene Aufgabe, sondern muss in Unternehmen, Organisationen und Vereinen strukturell verankert sein. Hierfür bedarf es dauerhafter Ressourcen. Das gleiche Prinzip gilt für Barrierefreiheit: Sie muss von Anfang an Teil der Planung und Umsetzung sein – nicht als optionales Add-on, das nachträglich hinzugefügt wird.&nbsp;</p>
<p><strong>4. Zusammenarbeit führt zum Erfolg</strong></p>
<p>Digitale Barrierefreiheit ist keine isolierte Aufgabe, sie braucht den Austausch zwischen verschiedenen Perspektiven. Technologie, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Menschen mit Behinderungen müssen zusammenarbeiten. Das erfordert gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen, Möglichkeiten und Bedarfe von Organisationen. Das Projekt zeigt: Wenn diese unterschiedlichen Expertisen zusammenkommen, werden Barrieren erfolgreich und nachhaltig abgebaut. &nbsp;</p>
<p>In der beigefügten Chat-Gewitter-Grafik lassen sich die Erkenntnisse konkret nachverfolgen – entstanden aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden.</p>
<p><strong>Bedeutung für die Zukunft</strong>&nbsp;</p>
<p>Barrierefreiheit passiert nicht von selbst, sie braucht bewusste Entscheidungen, Zeit, Ressourcen und kontinuierlichen Austausch zwischen allen Beteiligten. Auch das hat das Projekt deutlich gezeigt: Zivilgesellschaft braucht Unterstützung. Organisationen der Selbsthilfe müssen beim digitalen Wandel aktiv unterstützt werden – durch eine auskömmliche Förderung, Beratung und strukturell verankerte, unterstützende Rahmenbedingungen.</p>
<p><strong>Schnell entscheiden und jetzt noch mitmachen!</strong>&nbsp;</p>
<p>Das Projekt läuft noch bis zum 15. Mai 2026. Interessierte Selbsthilfeorganisationen sind herzlich eingeladen, sich noch zu beteiligen und ihre eigene barrierefreie App zu realisieren. Ob für Vernetzung, Informationsvermittlung oder Community-Austausch – mit dem Projekt erhalten Organisationen professionelle Unterstützung bei der Entwicklung einer App. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf der dazugehörigen <a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/gesundheit-teilhabe-und-pflege/selbsthilfe-im-paritaetischen/digitale-teilhabe-staerken-modellprojekt-fuer-barrierefreie-apps-in-der-selbsthilfe/" target="_blank" class="Hyperlink SCXW25829221 BCX8" rel="noreferrer noopener"><u>Projektwebsite</u></a>.</p>
<p><strong>Eine neue Plattform – die „Selbsthilfe Parität" App</strong></p>
<p>Die neue „Selbsthilfe Parität" App richtet sich an die bundesweit aktiven Selbsthilfeakteur*innen, die im Paritätischen organisiert sind. Sie hilft, in dem bestehenden Netzwerk Wissen zu bündeln, ermöglicht Austausch und Information. Nutzer*innen bleiben immer auf dem aktuellsten Stand der Neuigkeiten rund um die Selbsthilfe im Paritätischen.   Weiter Informationen zur App finden Sie hier: <a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/gesundheit-teilhabe-und-pflege/selbsthilfe-im-paritaetischen/digitale-teilhabe-staerken-modellprojekt-fuer-barrierefreie-apps-in-der-selbsthilfe/apps-in-der-selbsthilfe-1/selbsthilfe-paritaet-die-app-des-paritaetischen-gesamtverbandes-fuer-die-selbsthilfe-1/" target="_blank" class="Hyperlink SCXW92336230 BCX8" rel="noreferrer noopener"><u>„Selbsthilfe Parität" App</u></a> .</p>
<p>Alle weiteren im Projekt entwickelten Apps finden Sie auf der folgenden <a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/gesundheit-teilhabe-und-pflege/selbsthilfe-im-paritaetischen/digitale-teilhabe-staerken-modellprojekt-fuer-barrierefreie-apps-in-der-selbsthilfe/apps-in-der-selbsthilfe-uebersicht/#c23735" target="_blank" class="Hyperlink SCXW92336230 BCX8" rel="noreferrer noopener"><u>Übersichtsseite.</u></a>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Selbsthilfe-Apps</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16647</guid>
					<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 12:50:07 +0200</pubDate>
					<title>Nachhaltigkeit als Chance für Personalgewinnung und Arbeitgeberattraktivität</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/nachhaltigkeit-als-chance-fuer-personalgewinnung-und-arbeitgeberattraktivitaet-1/</link>
					<description>Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Leitbild – sie wird zum entscheidenden Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Wie soziale Organisationen Nachhaltigkeit gezielt nutzen können, um Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden, zeigte der erste Workshop im Projekt WIRksam des Paritätischen.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/people-working-tech-brand-together.jpg" length="28391551" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Organisationen stehen unter Druck: Offene Stellen, steigende Fluktuation und lange Besetzungszeiten prägen vielerorts den Alltag. Gleichzeitig wächst insbesondere bei jüngeren Fachkräften die Erwartung, dass Arbeitgeber Verantwortung für ökologische und soziale Nachhaltigkeit übernehmen. Doch der viel zitierte „Purpose-Vorteil“ greift nicht automatisch.</p>
<p>Genau hier setzte der erste Online-Workshop im Rahmen des Projekts WIRksam des Paritätischen an. Referent Jan Zöller von KATE e.V. machte deutlich: Nachhaltigkeit ist keine alleinige Lösung für Personalprobleme – aber ein entscheidendes Puzzlestück.</p>
<h3><strong>Vom Leitbild zum Erleben</strong></h3>
<p>Ein zentrales Ergebnis: Nachhaltigkeit muss im Arbeitsalltag spürbar sein. „Wer nachhaltig attraktiv sein will, braucht Erleben – nicht nur ein Leitbild“, so Zöller. Viele Organisationen unterschätzen dabei, wie stark Mitarbeitende bereits für Nachhaltigkeit sensibilisiert sind. Studien zeigen eine sogenannte „kollektive Ignoranz“: Beschäftigte unterschätzen die Nachhaltigkeitsmotivation ihrer Kolleg*innen deutlich.</p>
<p>Das eigentliche Problem ist daher selten fehlendes Bewusstsein – sondern fehlende Bedingungen, um ins Handeln zu kommen. Die Lücke zwischen Einstellung und Verhalten („Attitude-Behavior-Gap“) bleibt bestehen, wenn Organisationen keine passenden Strukturen schaffen.</p>
<h3><strong>Was nachhaltiges Handeln ermöglicht</strong></h3>
<p>Damit Mitarbeitende aktiv werden können, braucht es vier Voraussetzungen:</p><ul class="list-normal"><li><strong>Können:</strong> Wissen, Kompetenzen und Einarbeitung</li><li><strong>Gelegenheit:</strong> Zeit, Ressourcen und passende Strukturen</li><li><strong>Wollen:</strong> Motivation, Werte und Vorbilder</li><li><strong>Sollen:</strong> Klare Erwartungen, Rollen und Zuständigkeiten</li></ul><p>Hier liegt ein zentrales Handlungsfeld für Personalverantwortliche.</p>
<h3><strong>Drei Hebel für die Praxis</strong></h3>
<p>Nachhaltigkeit lässt sich wirksam in bestehende HR-Strukturen integrieren – insbesondere über drei zentrale Hebel:</p>
<p><strong>1. Personalplanung</strong><br>Welche Kompetenzen werden künftig benötigt? Nachhaltigkeit verändert Anforderungsprofile und Qualifikationen.</p>
<p><strong>2. Recruiting</strong><br>Wie wird Nachhaltigkeit in der Ansprache sichtbar? Von der Bewerberkommunikation bis zum Auswahlprozess kann sie gezielt eingesetzt werden.</p>
<p><strong>3. Personalentwicklung</strong><br>Wie werden Mitarbeitende und Führungskräfte auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet? Nachhaltigkeit sollte Bestandteil von Lern- und Entwicklungspfaden sein.</p>
<p>Besonders deutlich wurde: Führung ist der entscheidende Faktor. Der Kontakt zu Führungskräften hat den größten Einfluss auf die Weiterempfehlungsbereitschaft von Mitarbeitenden. Ohne ihre aktive Unterstützung bleiben viele Initiativen wirkungslos.</p>
<h3><strong>Beteiligung schafft Wirkung</strong></h3>
<p>Ein wirkungsvoller Ansatz sind sogenannte Green Teams: freiwillige, interdisziplinäre Gruppen, die Nachhaltigkeitsprojekte eigenständig vorantreiben. Sie ergänzen formale Strukturen und stärken nachweislich Motivation, Selbstwirksamkeit und die wahrgenommene Nachhaltigkeitskultur.</p>
<p>Entscheidend für den Erfolg:</p><ul class="list-normal"><li>ein klares Mandat (Zeit, Budget),</li><li>Offenheit für Themen,</li><li>und Sichtbarkeit der Ergebnisse.</li></ul><h3><strong>Wo steht die eigene Organisation?</strong></h3>
<p>Ein einfacher Quick-Check hilft bei der Einordnung:</p><ul class="list-normal"><li><strong>Führung:</strong> Wird Nachhaltigkeit aktiv thematisiert?</li><li><strong>HR-Systeme:</strong> Ist Nachhaltigkeit entlang des gesamten Employee Lifecycles verankert?</li><li><strong>Partizipation:</strong> Gibt es echte Beteiligungsmöglichkeiten?</li></ul><p>Organisationen entwickeln sich dabei typischerweise von „Bystandern“ hin zu „Champions“, bei denen Nachhaltigkeit Teil der gelebten Identität ist.</p>
<h3><strong>Mehrwert für Arbeitgeber</strong></h3>
<p>Nachhaltigkeit zahlt sich aus:</p><ul class="list-normal"><li>höhere Mitarbeitendenbindung und Identifikation</li><li>besseres Risikomanagement (z. B. im Umgang mit Klimarisiken)</li><li>Förderung zukunftsfähiger Arbeitsweisen</li><li>Stärkung organisationalen Lernens</li></ul><p>Nachhaltigkeit ist kein Zusatzthema, sondern ein strategischer Hebel für modernes Personalmanagement. Entscheidend ist, nicht nur über Werte zu sprechen, sondern konkrete Handlungsräume zu schaffen. Oder anders gesagt: Das Potenzial ist da, jetzt geht es darum, es im Alltag wirksam werden zu lassen.</p>
<h4>Weitere Veranstaltungen im WIRksam-Projekt:</h4><ul class="list-normal"><li>Freiwilliger Nachhaltigkeitsbericht in der Sozialwirtschaft: Branchenspezifische Hinweise der BAGFW <a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/freiwilliger-nachhaltigkeitsbericht-in-der-sozialwirtschaft-branchenspezifische-hinweise-der-bagfw/" target="_blank">https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/freiwilliger-nachhaltigkeitsbericht-in-der-sozialwirtschaft-branchenspezifische-hinweise-der-bagfw/</a> </li><li>Präsenzveranstaltung: Klimakrise und psychische Resilienz Anmeldung: <a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/praesenzveranstaltung-klimakrise-und-psychische-resilienz/" target="_blank">https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/praesenzveranstaltung-klimakrise-und-psychische-resilienz/</a>&nbsp;</li></ul>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Projekt: Klimaschutz – Sozial</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
		
	</channel>
</rss>
