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		<title>Der Paritätische - Alle Meldungen</title>
		<link>https://www.der-paritaetische.de/</link>
		<description></description>
		<language>de-de</language>
		
			<copyright>Der Paritätische</copyright>
		
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 21:54:57 +0200</pubDate>
		<lastBuildDate>Thu, 15 Oct 2026 21:54:57 +0200</lastBuildDate>
		
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					<guid isPermaLink="false">news-16921</guid>
					<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 13:39:59 +0200</pubDate>
					<title>Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in der GKV soll 2027 stabil bleiben</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/durchschnittlicher-zusatzbeitragssatz-soll-2027-stabil-bleiben/</link>
					<description>Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung hat seine Prognose für die finanziellen Rahmenbedingungen in der GKV für dieses und kommendes Jahr veröffentlicht. Demnach soll der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz 2027 stabil bleiben. Den Zusatzbeitrag muss das Bundesministerium für Gesundheit nun binnen zwei Wochen per Rechtsverordnung festlegen und im Bundesanzeiger veröffentlichen.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Der GKV-Schätzerkreis, der sich aus Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamts für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbands zusammensetzt, gibt jedes Jahr im Oktober seine Prognose für die finanzielle Lage der GKV bekannt und gibt dabei auch einen voraussichtlichen durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für die Krankenkassen vor, den diese dann als Orientierung nutzen können.</p>
<p>Nun liegt die Prognose vor. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für die GKV soll im kommenden Jahr mit 2,9 % stabil bleiben, der tatsächlich erhobene Zusatzbeitragssatz obliegt allerdings der jeweiligen Krankenkasse.&nbsp;</p>
<p>Anders als im vergangenen Jahr war sich das Gremium im Hinblick auf die Prognose einig: Demnach werden die voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen für das kommende Jahr auf 378,1 Milliarden Euro geschätzt. Das ist ein Ausgabenanstieg von drei Prozent, und somit deutlich geringer als im laufenden Jahr – hier sollen die Ausgabensteigerungen bei sieben Prozent liegen. Für den Gesundheitsfonds werden die Einnahmen in 2027 auf 320,7 Milliarden Euro geschätzt, darin ist der neue Bundeszuschuss in Höhe von 13,15 Milliarden Euro bereits enthalten.</p>
<p>Eine Begründung für den stabilen Beitragssatz lieferte das Bundesgesundheitsministerium: Laut Carsten Linnemann werden die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund des GKV-Stabilisierungsgesetzes im kommenden Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr. Er betonte jedoch zugleich die Notwendigkeit, auch die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung anzugehen, um ihre Finanzierung dauerhaft zu sichern.</p>
<p>Das Bundesministerium für Gesundheit wird nach Auswertung der Ergebnisse des Schätzerkreises den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2027 festlegen und ihn bis zum 1. November 2026 im Bundesanzeiger bekannt geben. Dabei wird es auch Informationen berücksichtigen, die erst nach dem Schätzerkreis bekannt werden und relevanten Einfluss auf den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz haben.</p>
<p>Die offizielle Bekanntmachung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes für das Jahr 2027 werden wir als gesonderte Fachinformation veröffentlichen, sobald diese Anfang November vorliegt.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16919</guid>
					<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Zum Tag der Reparatur: Breites Bündnis fordert die sofortige Einführung eines herstellerfinanzierten Reparaturbonus</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/zum-tag-der-reparatur-breites-buendnis-fordert-die-sofortige-einfuehrung-eines-herstellerfinanzierten-reparaturbonus/</link>
					<description>Anlässlich des Tags der Reparatur am 17. Oktober fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit einem breiten Bündnis in einem offenen Brief an Umweltminister Carsten Schneider die sofortige Einführung eines herstellerfinanzierten Reparaturbonus. Hohe Reparaturkosten sind eine der größten Hürden für Verbraucherinnen und Verbraucher, Elektrogeräte reparieren zu lassen. Teil des Bündnisses aus 18 Organisationen und Unternehmen sind unter anderem der Runde Tisch Reparatur, der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sowie der Paritätische Gesamtverband.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:&nbsp;<br>„Mit jährlich mehr als 3 Millionen Tonnen verkauften Elektrogeräten steigen hierzulande auch die Schrottberge. Wir müssen Elektrogeräte so lange wie möglich nutzen und reparieren, um Ressourcen zu schonen und das Klima zu entlasten. Leider scheitern aktuell viele Reparaturen an zu hohen Preisen. Erfahrungen mit einem Reparaturbonus aus Bundesländern wie Thüringen belegen dessen positive Umwelteffekte. Die Ankündigung der Bundesregierung, einen bundesweiten Bonus unverbindlich zu prüfen, reicht nicht aus. Wir fordern von Umweltminister Schneider schnelles Handeln und die Einführung eines herstellerfinanzierten Reparaturbonus, so wie in Frankreich.“</p>
<p>Katrin Meyer, Geschäftsführerin Runder Tisch Reparatur:&nbsp;<br>„Reparaturbetriebe sichern regionale Wertschöpfung, qualifizierte Arbeitsplätze und schonen Ressourcen. Doch solange eine Reparatur oft teurer ist als ein Neukauf, geraten sie gegenüber der Wegwerfproduktion ins Hintertreffen. Ein bundesweiter Reparaturbonus würde die Entscheidung für eine Reparatur spürbar erleichtern. Entscheidend ist dabei eine langfristig gesicherte Finanzierung durch die verantwortlichen Hersteller statt kurzlebiger Förderprogramme, denn nur so erhalten Reparaturbetriebe die Sicherheit und Planbarkeit, die sie für Investitionen und Ausbildung brauchen. Reparieren muss wieder zum Standard werden.“</p>
<p>Keo Sasha Glawion Rigorth, Referent*in für Ressourcenschutz beim vzbv:&nbsp;<br>„Reparierbare Produkte müssen zum Standard werden. Die Bundesregierung soll dafür einen bundesweiten, herstellerfinanzierten Reparaturbonus einführen. Hersteller von kurzlebigen Wegwerf-Produkten sollen dabei mehr in einen Fonds einzahlen als Hersteller von langlebigen und reparaturfreundlichen Produkten. Verbraucher*innen, die ihr kaputtes Gerät reparieren möchten, können sich die Reparaturkosten aus dem Fonds fördern lassen. So werden langfristige Versorgungssicherheit gewährleistet und Umwelt und Geldbeutel geschont.“</p>
<p>Uwe Feige, VKU-Vizepräsident und Leiter des Kommunalservice Jena:&nbsp;<br>„Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Die positiven Erfahrungen aus Thüringen, Sachsen und Berlin zeigen, dass finanzielle Anreize Reparaturen wirksam fördern. Deshalb fordert der VKU seit Langem einen bundesweiten, herstellerfinanzierten Reparaturfonds. Er hilft Verbraucherinnen und Verbrauchern, Produkte länger zu nutzen, statt sie vorzeitig neu zu kaufen. Das schont den Geldbeutel und stärkt das Reparaturhandwerk vor Ort. Gleichzeitig schafft er Anreize für Hersteller, langlebigere und reparaturfreundlichere Produkte zu entwickeln. Hier muss sich der Finanzierungsbeitrag an der Reparaturfreundlichkeit des Produktdesigns orientieren. Das ist gelebte Abfallvermeidung und ein wichtiger Baustein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in den Kommunen.“</p>
<p>Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbands:&nbsp;<br>„Reparieren darf keine Frage des Geldbeutels sein. Gerade Menschen in Armut und mit geringem Einkommen können sich Reparaturen aufgrund hoher Kosten häufig nicht leisten. Ein herstellerfinanzierter Reparaturbonus kann diese Hürde senken. Für eine bürokratiearme Ausgestaltung sollte der Bonus direkt von der Reparaturrechnung abgezogen werden, statt einen aufwändigen Antrag vorauszusetzen. Reparaturen sollten zudem auch in Repair Cafés unterstützt werden, wo soziale Teilhabe und Ressourcenschutz Hand in Hand gehen.“</p>
<p>Die Forderung zur Einführung eines bundesweiten herstellerfinanzierten Reparaturbonus durch Umweltminister Carsten Schneider wird von folgenden Organisationen unterstützt: DUH, Anstiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz, Circular Berlin, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutscher Naturschutzring, iFixit, Germanwatch, INKOTA-netzwerk, Kreisler, Open Knowledge Foundation Deutschland, PowerShift, Netzwerk Reparatur-Initiativen, Runder Tisch Reparatur, SHIFT, Umweltbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, VKU und vzbv.</p>
<p>Zum offenen Brief: <a href="https://www.duh.de/informieren/ressourcen-und-abfall/reparatur-und-wiederverwendung/" target="_blank" rel="noreferrer">www.duh.de/informieren/ressourcen-und-abfall/reparatur-und-wiederverwendung/</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16915</guid>
					<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Inforeihe Migration &amp; Flucht am 19.11.2026: Arbeitsmarktintegration für Frauen mit Migrationserfahrung - Erfahrungen, Herausforderungen und Handlungsempfehlungen am Beispiel des Programms „MY TURN Frauen mit Migrationserfahrung starten durch“</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/inforeihe-migration-flucht-am-19112026-arbeitsmarktintegration-fuer-frauen-mit-migrationserfahrung/</link>
					<description>Welche Herausforderungen begegnen Frauen mit Migrationserfahrung auf dem Weg in den Arbeitsmarkt und welche Unterstützungsangebote können ihre Integration erleichtern? Diesen Fragen widmet sich die neue Ausgabe unserer Online-Veranstaltungsreihe „Inforeihe Migration &amp; Flucht“ mit Einblicken in die Erfahrungen und praxisnahen Ansätze des Programms „MY TURN“.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify">In der sechsten Ausgabe unserer Online-Veranstaltungsreihe <strong>Inforeihe Migration &amp; Flucht</strong> wird die <strong>"Arbeitsmarktintegration für Frauen mit Migrationserfahrung" </strong>thematisiert.</p>
<p class="text-justify"><strong>Zum Inhalt:</strong></p>
<p class="text-justify">Frauen mit eigener Migrationserfahrung stehen beim Zugang zu Qualifizierung und Beschäftigung häufig vor vielfältigen strukturellen und individuellen Hürden. Dazu gehören u.a. nicht anerkannte Qualifikationen, sprachliche Barrieren, eingeschränkte Zugänge zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für Frauen mit geringen formalen Qualifikationen und erhöhtem Unterstützungsbedarf können diese Herausforderungen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zusätzlich erschweren.</p>
<p class="text-justify">Hier setzt das Programm „MY TURN - Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" an. Ziel ist es, Frauen mit eigener Migrationserfahrung gezielt beim Zugang zu Qualifizierungsangeboten zu unterstützen und sie auf ihrem Weg in eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu begleiten.</p>
<p class="text-justify">Sarah Müller und Dr. Silke Kriwoluzky aus der Vernetzungsstelle MY TURN geben Einblicke in die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Programmarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei die Herausforderungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt und praxisnahe Ansätze, die sich in der Unterstützung von Frauen mit Migrationserfahrung bewährt haben. Thematisiert werden insbesondere das Spannungsfeld von Familie und Beruf sowie die Zusammenarbeit mit Arbeitgeber*innen.</p>
<p class="text-justify"><strong>Zur Anmeldung:</strong></p>
<p class="text-justify">Sie können sich für die Veranstaltung bis zum <strong>18.11.2026</strong> unter folgendem Link anmelden: <a href="https://eveeno.com/146549878" target="_blank" rel="noreferrer">https://eveeno.com/146549878</a>&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><strong>Die Inforeihe Migration &amp; Flucht:</strong></p>
<p class="text-justify">Die Inforeihe „Migration und Flucht“ schafft Raum für den Austausch zu aktuellen migrations- und flüchtlingspolitischen Fragen. Den Auftakt der ein- bis zweistündigen digitalen Fachgespräche bildet jeweils ein Impuls von Expert*innen, der anschließend mit den Teilnehmenden diskutiert wird. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website: <a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/migration-und-internationale-kooperation/inforeihe-migration-flucht" target="_blank" title="https://www.der-paritaetische.de/themen/migration-und-internationale-kooperation/inforeihe-migration-flucht">Inforeihe Migration &amp; Flucht - Der Paritätische - Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege</a>. Hier haben Sie ebenfalls die Möglichkeit sich für den E-Mailverteiler anzumelden und vergangene Ausgaben der Inforeihe einzusehen.</p>
<p class="text-justify"><i>Die Inforeihe wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms für die Beratung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge gefördert.</i></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
							<category>Migrantenselbstorganisation</category>
						
							<category>Bundesprogramme Migration</category>
						
							<category>Projekte Migration</category>
						
							<category>Bundesprogramme Flucht</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16920</guid>
					<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 09:15:00 +0200</pubDate>
					<title>38 Organisationen fordern: Bundesregierung muss im Europäischen Rat die Aussetzung des Asylrechts in der EU verhindern  </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/pressemitteilung-38-organisationen-fordern-bundesregierung-muss-im-europaeischen-rat-die-aussetzung-des-asylrechts-in-der-eu-verhindern/</link>
					<description>Vor der Tagung des Europäischen Rats am 15. und 16. Oktober warnen 38 Organisationen, darunter der Paritätische Gesamtverband eindringlich davor, das Recht auf Asyl in bestimmten Situationen auszusetzen. Gemeinsam appellieren sie an die Bundesregierung, den diskutierten Vorschlägen entschieden entgegenzutreten und auf europäischer Ebene für den Schutz des individuellen Asylrechts einzustehen: „Eine von der EU genehmigte Aussetzung des Asylrechts wäre ein folgenschwerer Bruch mit den europäischen Grundrechten.“</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/2026_10_14_Appell_Asylrecht_aussetzen__Ein_Bruch_mit_den_EU-Grundrechten_end.pdf" length="193410" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify">Erstmals wird der Europäische Rat über Ideen diskutieren, wonach das Asylrecht vorübergehend ausgesetzt werden kann, wenn zum Beispiel sehr viele Menschen auf einmal an einer Grenze ankommen und vermutet wird, dass ihre Ankunft von einem Drittstaat instrumentalisiert werden könnte. Das würde bedeuten: &nbsp;Schutzsuchende könnten an europäischen Grenzen zurückgewiesen werden, ohne dass überhaupt geprüft wird, ob ihnen Verfolgung, Krieg, Folter oder andere schwere Menschenrechtsverletzungen drohen.</p>
<p class="text-justify">Nötig sind europäische Solidarität und gegenseitige Unterstützung</p>
<p class="text-justify">So betonen die Organisationen auch in dem Appell: "Eine von der EU genehmigte Aussetzung des Asylrechts wäre ein folgenschwerer Bruch mit den europäischen Grundrechten. Diese Rechte sind Errungenschaften. Sie müssen gerade in herausfordernden Situationen gewahrt und verteidigt werden." Die Antwort auf besondere Belastungssituationen müssen europäische Solidarität und gegenseitige Unterstützung sein – nicht die Aussetzung von Grundrechten.</p>
<p class="text-justify">Schon heute wird Schutzsuchenden an Europas Grenzen durch rechtswidrige Pushbacks der Zugang zu Asylverfahren verwehrt. Die EU könnte kurz davor stehen, diese Menschenrechtsverletzung entgegen der Grundrechte zu legalisieren.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16918</guid>
					<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 13:13:40 +0200</pubDate>
					<title>Veranstaltungstipp: „Über 10 Jahre Sozialer Arbeitsmarkt Karlsruhe – Ein Erfolgsmodell im Fokus“ am 17. November 2026, online</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/veranstaltungshinweis-ueber-10-jahre-sozialer-arbeitsmarkt-karlsruhe-ein-erfolgsmodell-im-fokus-am-17-november-2026-online/</link>
					<description>Am 17. November 2026 findet die Online-Veranstaltung „Über 10 Jahre Sozialer Arbeitsmarkt Karlsruhe – Ein Erfolgsmodell im Fokus“ statt. Melden Sie sich jetzt an.
Die Veranstaltung findet in Kooperation folgender Verbände statt: Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe, BAG IDA, bag arbeit, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V., EFAS.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 10 Jahren bietet der kommunal geförderte Soziale Arbeitsmarkt in Karlsruhe Menschen, die weit vom ersten Arbeitsmarkt entfernt sind, Stabilität, Beschäftigung und soziale Teilhabe. Doch was macht dieses Langzeitprojekt so erfolgreich?</p>
<p>Erfahren Sie in der Veranstaltung mehr über die konkrete Umsetzung, die Zielgruppen und die Maßnahmen des Sozialen Arbeitsmarktes in Karlsruhe. Es werden u.a. aktuelle Erkenntnisse aus der Evaluation präsentiert und die enorme Bedeutung des Programms für die geförderten Personen, die Kommune und die soziale Infrastruktur beleuchtet.</p>
<p>Neben den Gelingensbedingungen für ein über zehnjähriges Bestehen wird u. a. auf aktuelle Herausforderungen geblickt und betrachtet, warum sich dieses Modell auch für andere Kommunen als Weg anbietet.</p>
<p><strong>An der Veranstaltung wirken mit:&nbsp;</strong></p><ul style="margin-left:8px;" class="list-normal"><li data-list-item-id="e861392761871459e199a1099be4b263a"><span>Johanna Hopfengärtner, Koordinierungsstelle Gesamtkonzept Sozialer Arbeitsmarkt, Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka), Karlsruhe</span></li><li data-list-item-id="e3f296dd5332982e8c1e17d1545e0b034"><span>Holger Fuhrmann, Geschäftsführung, AG ARBEIT in Baden-Württemberg e.V. und Referent für Arbeitslosenhilfe und Armut,&nbsp;Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V.</span></li></ul><p><strong>Eckdaten zur Veranstaltung:</strong></p><ul style="margin-left:8px;" class="list-normal"><li data-list-item-id="e7d44d579927dfa2ced6b357a8c93aadb"><span><strong>Termin:</strong> 17. November 2026, 13.30 Uhr bis max. 15.00 Uhr&nbsp;</span></li><li data-list-item-id="e59289b5aba19a2b73f582dc5536c7aaa"><span><strong>Ort:&nbsp;</strong>online, zoom</span></li><li data-list-item-id="e9b87ae775e009b08cef658844592e667"><span><strong>Beitrag:</strong> kostenfrei</span></li></ul><p>Die Veranstaltung findet in Kooperation der folgenden Verbände statt: Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe, Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (BAG IDA) im Deutschen Caritasverband, Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit e. V. (bag arbeit), Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V., Evangelischer Fachverband Arbeit und Soziale Integration e. V. (EFAS).</p>
<p>Die Veranstaltung richtet sich an politische Entscheidungsträger*innen, Mitarbeitende aus Verwaltung und Kommunen, Fachpraxis sowie der Wohlfahrtspflege, an alle Akteur*innen der Arbeitsförderung sowie an die interessierte Öffentlichkeit.</p>
<p>Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie im Abschnitt “Weiterführende Links” auf dieser Seite.</p>
<p><i>Hinweis: Die Veranstaltung sollte ursprünglich am 9. September stattfinden, musste aber kurzfristig abgesagt werden. Am 17. November wird die Veranstaltung nun erneut angeboten.&nbsp;</i></p>
<p>Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@alanaprilio?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noreferrer">Alan Aprilio</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/hande-die-bunten-puzzleteile-draussen-verbinden-E0FAIOVw6sM?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" target="_blank" rel="noreferrer">Unsplash</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Rahmenbedingungen sozialer Arbeit</category>
						
							<category>Kommunale Sozialpolitik</category>
						
							<category>Arbeitsmarktpolitik</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/sozialer-arbeitsmarkt-karlsruhe/" absolute='1' title="Anmeldung zur Online-Veranstaltung am 17. November 2026">Anmeldung zur Online-Veranstaltung am 17. November 2026</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16917</guid>
					<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 16:27:58 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 12. Oktober 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-12-oktober-2026/</link>
					<description>Unsere Studie zu Studierendenarmut, die Wohngeldkürzungen und &quot;Sozialratschlag&quot; der linken Bundestagsfraktion waren die Themen, mit denen der Paritätische in der vergangenen Woche in der Presse war.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<h3>Studierendenarmut</h3>
<p>Frankfurter Allgemeine Zeitung: <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/vier-von-fuenf-alleinlebenden-studenten-sind-armutsbetroffen-accg-201292508.html" target="_blank" rel="noreferrer">Vier von fünf alleinlebenden Studenten leben in Armut</a></p>
<p>Süddeutsche Zeitung: <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/studenten-wohnen-bafoeg-armut-li.3559057" target="_blank" rel="noreferrer">Neue Auswertung: Fast 38 Prozent der Studierenden sind arm</a></p>
<p>Spiegel: <a href="https://www.spiegel.de/start/studium-mehr-als-jeder-dritte-student-lebt-in-armut-a-10a6dc6a-4cae-4a6a-a962-f03beeceef0c" target="_blank" rel="noreferrer">Mehr als jeder dritte Student lebt in Armut</a> (€)</p>
<p>Spiegel: <a href="https://www.spiegel.de/start/studium-vom-deutschen-aufstiegsversprechen-ist-wenig-uebrig-geblieben-a-94cb79b6-da44-45a8-80bf-41268c26b6f6" target="_blank" rel="noreferrer">Vom deutschen Aufstiegsversprechen ist nicht viel übrig geblieben</a> (€)</p>
<p>Stern: Studie: <a href="https://www.stern.de/news/studie--mehr-als-ein-drittel-der-studierenden-in-deutschland-von-armut-betroffen-38360698.html" target="_blank" rel="noreferrer">Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland von Armut betroffen</a></p>
<p>ntv: <a href="https://www.n-tv.de/ticker/Hohe-Armutsquote-bei-Studierenden-37-8-Prozent-betroffen-id31391375.html" target="_blank" rel="noreferrer">Hohe Armutsquote bei Studierenden - 37,8 Prozent betroffen</a></p>
<p>neues deutschland: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1203004.bafoeg-luxusprodukt-bildung.html" target="_blank" rel="noreferrer">Luxusprodukt Bildung</a></p>
<p>junge welt: <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/531141.baf%C3%B6g-studis-ohne-geld.html" target="_blank" rel="noreferrer">Studis ohne Geld</a></p>
<p>Table.Media: <a href="https://table.media/research/best-of-table/viele-studierende-sind-armutsgefaehrdet" target="_blank" rel="noreferrer">Viele Studierende sind armutsgefährdet</a> (€)</p>
<p>Evangelische Zeitung: <a href="https://evangelische-zeitung.de/untersuchung-bafoeg-haelt-nicht-mit-lebenshaltungskosten-schritt/" target="_blank" rel="noreferrer">Untersuchung: Bafög hält nicht mit Lebenshaltungskosten Schritt</a></p>
<p>Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/10/08/gerade-kinder-mit-dem-groessten-bedarf-fallen-durchs-raster/" target="_blank" rel="noreferrer">Gerade Kinder mit dem größten Bedarf fallen durchs Raster</a></p>
<h3>Wohngeld</h3>
<p>BR: <a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/geplante-wohngeld-kuerzung-wen-trifft-reform-in-bayern,VQehai7" target="_blank" rel="noreferrer">Geplante Wohngeld-Kürzung: Wen trifft die Reform?</a></p>
<p>WDR: <a href="https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/alle-videos/aktuelle-stunde-clip-aktuelle-stunde--09-10-2026-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">Kürzungen beim Wohngeld geplant</a></p>
<p>Augsburger Allgemeine: <a href="https://www.augsburger-allgemeine.de/geld-leben/wohngeld-kuerzungen-warum-besonders-viele-kinder-betroffen-sind-21-114855918" target="_blank" rel="noreferrer">Wohngeld-Kürzungen treffen viele Familien mit Kindern – Kinderschutzbund warnt vor dramatischen Folgen</a></p>
<h3>"Sozialratschlag"</h3>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/linke-fuer-buendnisse-gegen-sozialkahlschlag-nicht-tatenlos-zusehen-94533813.html" target="_blank" rel="noreferrer">Linke für Bündnisse gegen Sozialkahlschlag: „Nicht tatenlos zusehen“</a></p>
<p>neues deutschland: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1203084.sozialpolitik-linke-sozialkonferenz-es-geht-um-rechte-nicht-um-almosen.html" target="_blank" rel="noreferrer">Linke-Sozialkonferenz: Es geht um Rechte, nicht um Almosen</a></p>
<p>t-online: <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101473960/heidi-reichinnek-wir-sind-nicht-allein-im-kampf-gegen-kanzler-merz.html" target="_blank" rel="noreferrer">Alle gegen Merz</a></p>
<h3>Sonstiges</h3>
<p>Mainpost: <a href="https://www.mainpost.de/geld-leben/schutz-vor-zwangsverrentung-laeuft-ende-2026-aus-was-heisst-das-fuer-grundsicherung-empfaenger-9-115248625" target="_blank" rel="noreferrer">Schutz vor Zwangsverrentung läuft Ende 2026 aus: Was heißt das für Grundsicherung-Empfänger?</a></p>
<p>Häusliche Pflege: <a href="https://www.haeusliche-pflege.net/keine-entlastung-fuer-haeusliche-kranken-und-intensivpflege-in-sicht/" target="_blank" rel="noreferrer">Keine Entlastung für häusliche Kranken- und Intensivpflege in Sicht</a></p>
<p>Kreiszeitung: <a href="https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/oyten-ort54165/der-schmerz-hinter-der-statistik-94528104.html" target="_blank" rel="noreferrer">Der Schmerz hinter der Statistik</a></p>
<p>Berliner Zeitung: <a href="https://www.berliner-zeitung.de/article/freiwillig-wie-der-staat-unsere-digitale-identitaet-zum-standard-machen-koennte-10464297" target="_blank" rel="noreferrer">Der Staat verspricht Freiwilligkeit: Digitale Identität könnte trotzdem Standard werden</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
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					<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 09:03:00 +0200</pubDate>
					<title>Nachhaltigkeit in sozialen Organisationen verankern: Nachhaltige Organisationsentwicklung und Umgang mit Widerständen </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/nachhaltigkeit-in-sozialen-organisationen-verankern-nachhaltige-organisationsentwicklung-und-umgang-mit-widerstaenden/</link>
					<description>Wie können soziale Organisationen Nachhaltigkeit dauerhaft in ihren Strukturen verankern? Und wie lassen sich Veränderungsprozesse gestalten, wenn sie im Arbeitsalltag auf Widerstände stoßen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die beiden Online-Veranstaltungen des Projekts WIRksam: Gemeinsam Nachhaltigkeit gestalten am 24. September und 7. Oktober 2026. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Ansätze, mit denen gemeinwohlorientierte Organisationen ökologische und soziale Verantwortung mit ihren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbinden und Veränderungen gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden gestalten können. </description>
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					<content:encoded><![CDATA[<h3 style="margin-left:0px;"><span><strong>Nachhaltigkeit als Aufgabe der Organisationsentwicklung</strong>&nbsp;</span></h3>
<p>Am 24. September gab Fabienne Djadi von Futura Experts Impulse zur nachhaltigen Organisationsentwicklung. Sie verdeutlichte, dass Nachhaltigkeit weit über einzelne Maßnahmen wie Energiesparen oder Baumpflanzaktionen hinausgeht. Entscheidend ist, ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen gemeinsam zu betrachten und Nachhaltigkeit dauerhaft in Strukturen, Entscheidungen und Lernprozessen zu verankern.&nbsp;</p>
<p>Gerade soziale Organisationen stehen dabei vor besonderen Herausforderungen: Sie erfüllen einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag, müssen gleichzeitig mit steigenden Energiekosten, knappen personellen Ressourcen und angespannten Haushalten umgehen. Nachhaltige Veränderungen müssen deshalb nicht nur ökologisch sinnvoll sein, sondern auch die Arbeitsbedingungen und die Qualität der Sozialen Arbeit berücksichtigen.&nbsp;</p>
<p>Anhand von Beispielen wie der Digitalisierung wurde deutlich, dass gut gemeinte Maßnahmen unerwartete Folgen haben können. Digitale Prozesse können Ressourcen sparen, zugleich aber zunächst zusätzliche Arbeit verursachen. Ein ineffizienter Prozess wird nicht automatisch nachhaltig, nur weil er digitalisiert wird. Um solche Zielkonflikte zu erkennen, müssen Organisationen die Zusammenhänge zwischen Ökologie, Sozialem, Wirtschaftlichkeit und ihren internen Abläufen systematisch betrachten.&nbsp;</p>
<p>Damit Veränderungen langfristig wirken, braucht es eine bewusste Lernkultur: Erfahrungen werden ausgewertet, Maßnahmen gemeinsam reflektiert, Entscheidungen angepasst und erfolgreiche Ansätze schließlich als Routinen etabliert. Um die Wirkung sichtbar zu machen, können beispielsweise Befragungen, Kennzahlen und regelmäßige Austauschformate eingesetzt werden. Auch die Beteiligung der Mitarbeitenden ist entscheidend, damit neue Prozesse im Alltag funktionieren und von den Beteiligten mitgetragen werden.&nbsp;</p>
<h3 style="margin-left:0px;"><span><strong>Gemeinwohlorientierung systematisch überprüfen und weiterentwickeln</strong>&nbsp;</span></h3>
<p>Wie eine solche Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit in der Praxis aussehen kann, zeigte Jochen Hoepstein, Fachberater für Gemeinwohl, am Beispiel einer <a href="https://www.paritaet-hamburg.de/aktuelles/gemeinwohl-oekonomie-beim-paritaetischen-hamburg-unser-weg-zur-ersten-bilanzierung" target="_blank" rel="noreferrer">Gemeinwohlbilanzierung beim Paritätischen Landesverband Hamburg</a>. Hamburg Im Zentrum der Gemeinwohl-Ökonomie steht die Frage, welchen Beitrag eine Organisation für Gesellschaft und Gemeinwohl leistet und wie sie ihre Werte gegenüber den verschiedenen Berührungsgruppen lebt.&nbsp;</p>
<p>Der vorgestellte Prozess des Landesverbands umfasste von März 2025 bis Februar 2026 mehrere Workshops, Befragungen und Expert*innengespräche. Betrachtet wurden fünf Berührungsgruppen: Lieferant*innen, Eigentümer*innen und Finanzpartner, Mitarbeitende, Mitgliedsorganisationen und Mitunternehmen sowie das gesellschaftliche Umfeld.&nbsp;</p>
<p>Die Leitfragen reichten von fairen Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung und Barrierefreiheit über einen verantwortungsvollen Umgang mit Finanzmitteln bis hin zu nachhaltigen Beschaffungsentscheidungen, Kooperationen und der Verringerung von Umweltbelastungen. Die systematische Betrachtung machte deutlich, dass bereits viele gute Ansätze vorhanden waren, diese aber nicht immer ausreichend sichtbar oder verbindlich geregelt waren.&nbsp;</p>
<p>Zu den identifizierten Stärken zählten demokratische Strukturen, faire Arbeitsbedingungen, gesellschaftliche Wirkung und die Zusammenarbeit statt Konkurrenz. Gleichzeitig wurden Entwicklungsfelder sichtbar, darunter ökologische Nachhaltigkeit, Diversität, Wirkungsmessung und Barrierefreiheit. Auch die Formalisierung guter Praxis spielte eine Rolle: So kann es beispielsweise sinnvoll sein, bereits vorhandenes Nachhaltigkeitsbewusstsein durch verbindliche Einkaufsrichtlinien oder klare Verfahren zu unterstützen.&nbsp;</p>
<p>Aus der Bilanzierung wurden konkrete Initiativen abgeleitet. Dazu gehören gebündelte Bestellungen zur Verringerung von Transportwegen, jährliche Mitarbeitendenbefragungen zur Stärkung von Mitbestimmung und Gesundheitsförderung, Maßnahmen zur Reduzierung des Papierverbrauchs sowie Schulungen zur Korruptionsprävention. Die Mitarbeitenden brachten dabei eigene Ideen ein und gestalteten die Weiterentwicklung aktiv mit.&nbsp;</p>
<p>Die Gemeinwohlbilanzierung dient damit nicht nur der Bestandsaufnahme. Sie schafft einen Orientierungsrahmen für strategische Entscheidungen und hilft, Nachhaltigkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln. Geplant ist, die Themen regelmäßig bei Strategietagungen aufzugreifen.&nbsp;</p>
<h3 style="margin-left:0px;"><span><strong>Widerstände als Teil von Veränderungsprozessen verstehen</strong>&nbsp;</span></h3>
<p>Die zweite Veranstaltung am 7. Oktober widmete sich dem Umgang mit Widerständen in der Organisationsentwicklung. Erneut gab Fabienne Djadi fachliche Impulse. Deutlich wurde: Wenn Organisationen etablierte Abläufe verändern, neue Aufgaben einführen oder digitale Werkzeuge einsetzen, sind Unsicherheiten und kritische Reaktionen ein normaler Bestandteil des Prozesses.&nbsp;</p>
<p>Widerstand kann sich unterschiedlich äußern – etwa durch offene Kritik, ausbleibende Rückmeldungen, das Aussitzen von Entscheidungen oder die Rückkehr zu gewohnten Abläufen. Dahinter können Ängste vor Überforderung, zusätzlicher Arbeit oder dem Verlust vertrauter Rollen stehen. Ebenso können fehlende Ressourcen, unklare Zuständigkeiten, mangelnde Transparenz oder unzureichende Beteiligungsmöglichkeiten eine Rolle spielen.&nbsp;</p>
<p>Djadi betonte, dass Widerstände nicht einfach als Störung behandelt werden sollten. Sie können wichtige Hinweise darauf geben, wo ein Veränderungsvorhaben noch nicht ausreichend durchdacht ist, welche Bedürfnisse unberücksichtigt bleiben oder welche praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung auftreten könnten. Gerade die Mitarbeitenden, die eine Veränderung später im Alltag umsetzen müssen, verfügen über wichtiges Erfahrungswissen.&nbsp;</p>
<h3 style="margin-left:0px;"><span><strong>Praxisbeispiel: Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung</strong>&nbsp;</span></h3>
<p>Wie sich diese Erkenntnisse konkret umsetzen lassen, zeigte Andreas Wagner vom Studierendenwerk Trier in einem Praxisgespräch mit Fabienne Djadi. Das Studierendenwerk hatte sich mit der Einführung von Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in der Gemeinschaftsverpflegung beschäftigt.&nbsp;</p>
<p>Zunächst wurden die betroffenen Mitarbeitenden über das Vorhaben informiert, ohne sie frühzeitig in die Entwicklung einzubeziehen. Auf eine Einladung zur Umsetzung folgten zunächst kaum offene Rückmeldungen. Erst in Einzelgesprächen wurden nach und nach Bedenken deutlich. Auch eine Informationsveranstaltung mit einem Lieferanten führte dazu, dass Mitarbeitende die praktische Umsetzbarkeit der geplanten Veränderungen infrage stellten.&nbsp;</p>
<p>Ein entscheidender Wendepunkt entstand, als die Verantwortlichen nicht länger versuchten, die Bedenken zu entkräften, sondern fragten: „Wie kann es denn klappen?“ Dadurch konnten die Mitarbeitenden ihre fachliche Expertise einbringen und konkrete Lösungsansätze entwickeln.&nbsp;</p>
<p>Das Beispiel zeigte zugleich, dass Beteiligung nicht bedeutet, alle Beteiligten von jeder Maßnahme überzeugen oder sämtliche Wünsche erfüllen zu müssen. Vielmehr geht es darum, das Ziel und seinen Nutzen verständlich zu machen, die Perspektiven der Betroffenen ernst zu nehmen und gemeinsam praktikable Wege zu finden.&nbsp;</p>
<h3 style="margin-left:0px;"><span><strong>Veränderungen besser vorbereiten und kommunizieren</strong>&nbsp;</span></h3>
<p>Für die Planung von Veränderungsprozessen stellte Djadi verschiedene Methoden vor. Eine erweiterte Stakeholder-Analyse hilft, nicht nur die betroffenen Personen und Gruppen zu identifizieren, sondern auch deren Interessen, Einflussmöglichkeiten und mögliche Vorbehalte einzuschätzen. So können Organisationen frühzeitig überlegen, wen sie informieren, konsultieren, aktiv einbinden oder gezielt im Blick behalten sollten.&nbsp;</p>
<p>Eine weitere Methode ist das sogenannte Widerstands-Pre-Mortem: Dabei wird gedanklich vorweggenommen, dass ein Veränderungsvorhaben gescheitert ist. Anschließend wird gemeinsam überlegt, welche Ursachen dazu geführt haben könnten. Auf diese Weise lassen sich Risiken erkennen, bevor sie im tatsächlichen Prozess zum Problem werden. Auch Kritiker*innen sollten frühzeitig einbezogen werden, denn ihre Fragen können auf Schwachstellen hinweisen und helfen, Lösungen zu verbessern.&nbsp;</p>
<p>Ebenso wichtig ist eine gute Veränderungskommunikation. Häufige Fehler sind eine zu späte Information, eine zu positive oder unvollständige Darstellung der geplanten Veränderung und eine Kommunikation, die nur in eine Richtung verläuft. Stattdessen sollten Organisationen frühzeitig, transparent und ehrlich kommunizieren, einschließlich möglicher Nachteile und offener Fragen. Ein Kommunikationsplan kann festlegen, wer wann und in welcher Form informiert und beteiligt wird. Denn nicht alle Gruppen benötigen dieselben Informationen oder dieselben Austauschformate.&nbsp;</p>
<p>Wenn Widerstände bereits zu Konflikten geführt haben, können strukturelle Anpassungen, gemeinsame Workshops oder gezielte Gespräche helfen, Vertrauen wiederherzustellen und den Zusammenhalt zu stärken.&nbsp;</p>
<h3 style="margin-left:0px;"><span><strong>Fazit: Nachhaltige Veränderung braucht Beteiligung und kontinuierliches Lernen</strong>&nbsp;</span></h3>
<p>Beide Veranstaltungen machten deutlich, dass nachhaltige Organisationsentwicklung nicht mit einzelnen Maßnahmen oder einmaligen Projekten abgeschlossen ist. Sie erfordert einen kontinuierlichen Prozess, in dem Organisationen ihre Ziele überprüfen, Wirkungen beobachten, Erfahrungen reflektieren und Entscheidungen anpassen.&nbsp;</p>
<p>Eine zentrale Voraussetzung dafür ist, Mitarbeitende nicht nur über Veränderungen zu informieren, sondern ihre Erfahrungen und Kompetenzen von Anfang an einzubeziehen und ihre Bedenken ernst zu nehmen. Widerstände können dabei wertvolle Hinweise liefern, um Prozesse realistischer zu planen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Nachhaltigkeit wird so zu einer gemeinsamen Aufgabe, die ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit miteinander verbindet.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>WIRksam: Gemeinsam Nachhaltigkeit gestalten</strong> unterstützt gemeinwohlorientierte kleine und mittlere Unternehmen sowie soziale Einrichtungen dabei, ökologische Nachhaltigkeit in ihren Strukturen und Prozessen zu verankern und ihre Organisationsentwicklung zukunftsfähig zu gestalten. In<a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/sozialpolitik-europa-klima/klimaschutz-umweltschutz-und-klimaanpassung/wirksam-gemeinsam-nachhaltigkeit-gestalten/#c26287" target="_blank"> digitalen Erstberatungsgesprächen</a> können individuelle Herausforderung bei der Verankerung von Nachhaltigkeit in die Organisationsstruktur bearbeitet werden. &nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Qualität und Management</category>
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Projekt: Klimaschutz – Sozial</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16913</guid>
					<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 11:33:30 +0200</pubDate>
					<title>Gemeinsames Papier veröffentlicht: Keine Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/gemeinsames-papier-veroeffentlicht-keine-leistungskuerzungen-in-der-eingliederungshilfe/</link>
					<description>Mit dem Ziel, Bürokratie abzubauen und Kosten zu sparen, sind mit dem Beschluss des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 25. Juni 2026 einschließlich der Anlage „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ sowie mit den Empfehlungen aus dem Dialogprozess Eingliederungshilfe rechtliche Änderungen geplant, die zentrale Voraussetzungen für eine selbstbestimmte und personenzentrierte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen berühren. Es droht die Einschränkung von Teilhaberechten.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Bundesteilhabegesetz/Teilhabeleistungen_personenzentriert_und_bedarfsdeckend_erhalten-Keine_Leistungsk%C3%BCrzungen_in_der_EGH.pdf" length="182705" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege spricht sich gemeinsam mit dem Deutschen Behindertenrat, den Fachverbänden für Menschen mit Behinderung und der Liga Selbstvertretung dafür aus, Teilhabeleistungen personenzentriert und bedarfsdeckend zu erhalten. Maßstab jeder Reform, die Menschen mit Behinderungen tangiert, muss die UN-Behindertenrechtskonvention sein.</p>
<p>Das Bündnis appelliert angesichts der aktuellen Debatte an den Gesetzgeber im Bund und in den Ländern:</p><ol><li data-list-item-id="ebf24873c07ecaf50e5fb51fe5f4ff321">Teilhabe nicht durch Leistungskürzungen einzuschränken</li><li data-list-item-id="e944f82d7d1b5c6139788519a2d5f8b98">Den Nachrang der Eingliederungshilfe nicht zulasten von Menschen mit Behinderungen zu stärken&nbsp;</li><li data-list-item-id="e835d80052338cc45fe4cab54272cc0d9">Das Gleichgewicht im sozialrechtlichen Dreieck zu erhalten</li><li data-list-item-id="ec1a4d18dbee74d4fa854a642e4c21b49">Verfahren zu vereinfachen, einheitlich(er) zu gestalten und echten Bürokratieabbau herbeizuführen</li></ol><p>Das gemeinsame Forderungspapier ist dieser Fachinformation beigefügt.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Psychiatriepolitik</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16912</guid>
					<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 19:40:16 +0200</pubDate>
					<title>Parlamentarisches Frühstück des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende am 07.10.26</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/parlamentarisches-fruehstueck-buendnis-svm/</link>
					<description>Klimafreundliche und inklusive Mobilität braucht verlässliche Finanzierung! Am 7. Oktober fand ein parlamentarisches Frühstück des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende (SVM) statt, dem der Paritätische angehört. Anlass waren die laufenden Haushaltsverhandlungen. Das Bündnis hat dazu Kernforderungen eingebracht, unter den Überschriften „klimafreundliche und inklusive Mobilität ermöglichen&quot;, „ÖPNV-Angebot sichern und erweitern&quot; und „Schiene erhalten und ausbauen&quot;. Zusammen mit dem Sozialverband VdK hat der Paritätische vier Punkte vorgetragen.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/nabu-wimmelbild-sozv-mobiwende-landing-page-desktop-c-elisabeth-deim-2048x520.jpg" length="209925" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>1. Förderprogramm zur Flottenelektrifizierung sozialer Einrichtungen und Dienste</strong></h3>
<p>Aus unserer Mitgliedschaft wissen wir, dass Elektroautos für viele Einrichtungen und Dienste bereits eine sehr gute Lösung sind, um klimafreundlich und energieeffizient unterwegs zu sein. Bei der Umstellung der Flotten braucht es aber noch Unterstützung.</p>
<p>Für die E-Mobilität in den sozialen Diensten, etwa bei Pflegediensten, in der Behindertenhilfe und bei ambulanten Angeboten, gibt es im gesamten Haushalt keinen eigenen Posten. Das ist bezeichnend. Große Flotten und Industrieförderung werden politisch adressiert, während für einen Sektor mit rund 200.000 bis 300.000 Fahrzeugen jede verlässliche Finanzierungsperspektive fehlt.</p>
<p>Das ist ein doppeltes Versäumnis. Der Verkehrssektor hat historisch kaum Emissionsminderungen vorzuweisen. Die sozialen Dienste haben zugleich aus eigener Kraft am wenigsten Spielraum, teure Investitionen vorzufinanzieren. Wer hier nicht handelt, verlagert die Klimakosten auf Träger, die ohnehin mit Fachkräftemangel und knappen Refinanzierungssätzen kämpfen.</p>
<p>Der einzige denkbare Zugang läuft derzeit über den Klima- und Sozialfonds (KSF), konkret über die Schiene „gefährdete Kleinstunternehmen". Zwei Probleme sind dabei ungelöst: Die KSF-Mittel drohen liegenzubleiben, und die Vorfinanzierung im Kernhaushalt ist weiterhin ungeklärt.</p>
<p><strong>Unsere Forderung:</strong> Ein Flottenelektrifizierungs-Programm für soziale Dienste wäre eine kleine Haushaltsposition mit großer Breitenwirkung, sozial, klimapolitisch und industriepolitisch. Es braucht dafür einen eigenen, verlässlich abrufbaren Zugang.</p>
<h3><strong>2. Bundesweites Sozialticket und Dynamisierung des Deutschlandtickets</strong></h3>
<p>Damit das Deutschlandticket eine bezahlbare Alternative zum Auto bleibt, darf die Finanzierung nicht zunehmend über höhere Ticketpreise aufgefangen werden. Der Bundesanteil muss dynamisiert werden, um steigende Energie-, Betriebs- und Personalkosten zu decken. Gerade angesichts der Kraftstoffpreise kann ein bezahlbarer ÖPNV Haushalte bei den Mobilitätskosten entlasten und den klimafreundlichen Umstieg erleichtern.</p>
<p>Auch das Deutschlandticket ist für Menschen mit niedrigen Einkommen aber nicht automatisch bezahlbar. Es braucht deshalb ein ergänzendes, bundesweit einheitliches und dauerhaft finanziertes Sozialticket. Diese Forderung haben wir 2025 in unserer Studie zum Sozialticketatlas vertieft.</p>
<p><strong>Unsere Forderung:</strong> Den Bundesanteil des Deutschlandtickets dynamisieren und ein bundesweites Sozialticket einführen. Wer Menschen bei steigenden Mobilitätskosten entlasten und den klimafreundlichen Umstieg ermöglichen will, muss das Deutschlandticket dauerhaft bezahlbar machen.</p>
<p>Wir begrüßen das Bekenntnis von Seiten der SPD, nun verstärkt Energie in die Entwicklung eines Sozialtickets zu stecken!</p>
<h3><strong>3. Finanzierung der E-Busse</strong></h3>
<p>Nach aktuellem Stand sollen bei der E-Busförderung im Bundeshaushalt knapp 70 Prozent der Mittel gekürzt werden. Das wäre ein Abbruch mitten im Markthochlauf. Knapp 90 Prozent der Förderung gingen bisher an deutsche Hersteller. Wird diese Dynamik gekappt, hat das negative Folgen für die deutsche Standort- und Industriepolitik. Zugleich bleibt ein nötiger Beitrag aus, die Emissionen im Verkehrssektor endlich zu senken.</p>
<p>Werden die Differenzkosten zwischen E- und Dieselbus nicht mehr gegenfinanziert, wird die Flottenumstellung entweder verschoben oder geht zulasten des ÖPNV-Angebots selbst. Am Ende zahlen Fahrgäste und Kommunen für eine Kürzung, die an anderer Stelle beschlossen wurde.</p>
<p><strong>Unsere Erwartung:</strong> Die im Koalitionsvertrag und im Klimaschutzprogramm zugesagten Transformationspfade dürfen nicht torpediert werden.</p>
<h3><strong>4. Barrierefreiheit</strong></h3>
<p>Der VdK fordert auch ab 2027 eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Barrierefreiheit von Bahnhöfen. Dafür könnte die bisherige Förderung fortgeführt und weiterentwickelt werden, oder es braucht einen mindestens gleichwertigen, dauerhaft abgesicherten Finanzierungsweg.</p>
<p>Eine sozialverträgliche Mobilitätswende muss für alle funktionieren, auch für Ältere, mobilitätseingeschränkte Menschen, Menschen mit Behinderung und Menschen in der Sorgearbeit. Diese Gruppen sind besonders häufig auf den ÖPNV angewiesen.</p>
<h3><strong>Zum Bündnis</strong></h3>
<p>Dem Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende gehören Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverbände sowie die Evangelische Kirche in Deutschland an. Gemeinsam zeigen sie, wie eine ökologische und sozial gerechte Mobilitätswende gelingen kann. Der Paritätische ist seit Juni 2026 Teil des Bündnisses und bringt dort seine Perspektive ein.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Bündnisaktivitäten</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://buendnis-svm.de/" absolute='1' title="Webseite des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende">Webseite des Bündnisses sozialverträgliche Mobilitätswende</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16911</guid>
					<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 14:23:25 +0200</pubDate>
					<title>Regelbedarfe in der Grundsicherung: erneute Nullrunde droht. Hintergrundpapier dokumentiert  Unterdeckung </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/regelbedarfe-in-der-grundsicherung-erneute-nullrunde-droht/</link>
					<description>Zum dritten Mal in Folge droht bei der Grundsicherung eine Nullrunde für die Leistungsberechtigten. Eine Neuermittlung der Regelbedarfe steht unverändert aus. Ein Hintergrundpapier des Paritätischen führt aus, warum die Regelbedarfe nicht ausreichend sind und unter welchen finanziell erzwungenen Entbehrungen die SGB-II-Leistungsberechigten bereits jetzt leiden. </description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/20260928-Hintergrundpapier-Armut-mat.Depriv.B%C3%BCrgergeld.pdf" length="479266" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist der Gesetzgeber verpflichtet, die Regelbedarfe neu zu ermitteln, wenn die Daten der sog. Einkommens- und Verbrauchstichprobe (EVS) vom Statistischen Bundesamt vorliegen (§ 28 SGB XII). Die Daten der EVS 2023 liegen nunmehr vor. Ein Referentenentwurf zur Neuermittlung der Regelbedarfe steht aber weiterhin aus. Die Zeit für eine fristgerechte Umsetzung des Auftrags durch den Gesetzgeber wird knapp. Insbesondere bleibt auch kaum Zeit für eine Debatte über die Inhalte und Konsequenzen der Neuermitllung.&nbsp;</p>
<p>Damit könnte zum 1. Januar 2027 eine Fortschreibung auf dem Verordnungsweg erfolgen. Für die Fortschreibung der Regelbedarfe auf das Jahr 2027 liegen mit dem Haushaltsbegleitgesetz 2027 bereits Korrekturen vor. Danach sollen zukünftig wieder die Regeln vor der Bürgergeldreform gelten. Die Konsequenzen sind in dem Hintergrundpapier erläutert: die vorgesehene Berechnungsweise würde absehbar wiederum zu einer Nullrunde führen. Die Inflation seit der letzten Anpassung 2024 würde ein weiteres Mal nicht kompensiert. Die tatsächliche Kaufkraft würde weiter absinken. Dabei hat das Statistische Bundesamt jüngst einen Anstieg der allgemeinen Inflationsrate auf 3,3 Prozent (vorläufig) veröffentlicht.&nbsp;</p>
<p>Das Hintergrundpapier führt aus, warum die Regelbedarfe schon jetzt deutlich zu niedrig ausfallen:&nbsp;</p>
<p>Der Ministerrat der Europäischen Union hat 2023 in einer Empfehlung zur Grundsicherung Standards zu verschiedenen Aspekten der Grundsicherung verabschiedet. Ein Aspekt der Empfehlung bezieht sich auf die Angemessenheit der Leistungen. Als Ziel wird die schrittweise Erhöhung zur Vermeidung von Armut empfohlen. Ein Indikator dafür ist dabei das Verhältnis zur nationalen Armutsschwelle. Die Umsetzung der Empfehlung wird kontrolliert und dokumentiert - so Ende des vergangenen Jahres in dem sog. Minimum Income Report. Hier wird dokumentiert, dass die Leistungshöhe in Deutschland weit hinter den Empfehlungen zurückbleibt und im zeitlichen Verlauf - trotz der spürbaren Erhöhung 2023 - auch keine schrittweise Annährung zu erkennen ist.&nbsp;</p>
<p>Der Befund aus dem Bericht lautet in tabellarischer Zusammenfassung:&nbsp;<br>&nbsp;</p><div class="table-responsive"><table class="table" style="border-color:windowtext;border-style:solid;"><tbody><tr><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:122px;"><p class="text-justify"><span>Haushaltstyp&nbsp;</span></p></td><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:249px;"><p class="text-center"><span>Verfügbares Einkommen in % der Armutsrisikoschwelle, Einkommensjahr 2023&nbsp;</span></p></td><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:232px;"><p class="text-center"><span>In % des Nettoeinkommens eines Mindestlohnverdieners, 2024&nbsp;</span></p></td></tr><tr><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:122px;"><p class="text-justify"><span>Alleinstehende Person&nbsp;</span></p></td><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:249px;"><p class="text-center"><span>71 %&nbsp;</span></p></td><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:232px;"><p class="text-center"><span>68 %&nbsp;</span></p></td></tr><tr><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:122px;"><p class="text-justify"><span>Paar mit zwei Kindern&nbsp;</span></p></td><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:249px;"><p class="text-center"><span>83 %&nbsp;</span></p></td><td style="border-color:windowtext;height:20px;padding:0px;width:232px;"><p class="text-center"><span>62 %&nbsp;</span></p></td></tr></tbody></table></div><p>Quelle: Minimum Income Report 2025, Part 2, 22 f.</p>
<p>Bei einer einzelnen Person erreichen die Leistungen ein Niveau von etwa 70 Prozent der Armutsschwelle. Bei einem Paarhaushalt mit zwei Kindern liegt das Niveau etwas günstiger bei 83 Prozent der Armutsschwelle. Der Abstand lässt sich auch in absoluten Zahlen ausdrücken: Die Armutsschwelle lag nach den Daten von EU-SILC im Einkommensjahr 2023 bei 1.381 Euro. Die durchschnittlichen Leistungen für einen Single-Haushalt werden mit 71 Prozent der Armutsschwelle ausgewiesen. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Wert von 980,50 Euro. Die Differenz lässt sich als „Armutslücke“ bezeichnen und beträgt etwa 400 Euro.</p>
<p>Der zweite dargestelle Indikator belegt, dass die Leistungen einen hinreichenden Abstand zum Nettoeinkommen eines Mindestlohnverdieners gewährleisten. Eine Erwerbsarbeit aufzunehmen, lohnt sich finanziell. &nbsp;</p>
<p>Zudem wird die materielle Entbehrung von SGB-II-Leistungsberechtigten dokumentiert. Der Paritätische Gesamtverband hat hierfür eine Sonderauswertung des Statistischen Bundesamts in Auftrag gegeben und ausgewertet. Danach gelten etwa die Hälfte der Leistungsberechtigten als “materiell depriviert”, d.h. sie können sich existenzielle Güter und Dienstleistungen finanziell nicht leisten. Dies betrifft insbesondere die mangelnde Finanzierbarkeit unerwarteter Ausgaben, die Neuanschaffung teurer Güter wie abgenutzte Möbel oder auch zahlreiche Aspekte der sozialen Teilhabe. Bedrückend ist, dass auch elementare Bedarfe wie die Ernährung in Form einer regelmäßigen vollwertigen Mahlzeit nicht realisiert werden können. 30 Prozent der Leistungsbeziehenden geben an, dass sie sich nicht einmal jeden zweiten Tag (!) eine vollwertige Mahlzeit leisten können. Sie müssen auf eine gesundheitsfördernde Ernährung verzichten.&nbsp;</p>
<p>Genauere Infos finden sich in dem beigefügten Papier.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Forschung</category>
						
							<category>Bürgergeld</category>
						
							<category>Schuldnerberatung</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16910</guid>
					<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 05:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Armutsrisiko Studium: BAföG hält mit den Lebenshaltungskosten nicht Schritt</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/armutsrisiko-studium-bafoeg-haelt-mit-den-lebenshaltungskosten-nicht-schritt/</link>
					<description>Mehr als jede dritte studierende Person in Deutschland ist von Armut betroffen. Besonders hoch ist die Armutsquote bei Studierenden, die allein leben: Von ihnen sind 82,4 Prozent armutsbetroffen, mehr als fünfmal so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Zugleich müssen sie im Median fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für das Wohnen aufbringen. Diese Bilanz zieht die neue Kurzexpertise „Arm im Studium – Einkommen, Wohnkosten und Bedarfssätze im Realitätscheck“ der Paritätischen Forschungsstelle, die der Paritätische Gesamtverband und das Deutsche Studierendenwerk gemeinsam vorstellen.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem Medianeinkommen von 900 Euro und medianen Wohnkosten von 461 Euro bleiben alleinlebenden Studierenden rechnerisch nur rund 439 Euro für den gesamten übrigen Lebensunterhalt, weniger als der aktuelle BAföG-Grundbedarf von 475 Euro vorsieht. Auch Studierende, die ausschließlich mit anderen Studierenden oder Auszubildenden in einer Wohngemeinschaft leben, sind mit einer Armutsquote von 70,4 Prozent stark betroffen, die extreme Belastung ist damit kein Randphänomen einer kleinen Gruppe.</p>
<p>„Die Ergebnisse belegen die finanzielle Not vieler Studierender. Wer studiert, sollte seine Kraft in Vorlesungen, Seminare und Prüfungen investieren. Stattdessen grübeln Studierende, wie das Geld bis zum Monatsende reicht", erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Fast die Hälfte des Einkommens geht fürs Wohnen drauf, und was übrig bleibt, reicht nicht einmal an den BAföG-Grundbedarf heran. Das betrifft acht von zehn alleinlebenden Studierenden, und auch in Wohngemeinschaften ist die Lage alles andere als entspannt.“</p>
<p>Schon die aktuell geltende BAföG-Wohnkostenpauschale von 380 Euro deckt die tatsächlichen Wohnkosten alleinlebender Studierender nicht ab, die liegen im Median bereits 81 Euro darüber. Die von der Bundesregierung geplante Anhebung auf 440 Euro zum 1. April 2027 bleibt dann immer noch unter den 461 Euro zurück, die die Studie ermittelt hat. Auch beim Grundbedarf zieht sich die Reform hin: Er soll zunächst zum Wintersemester 2027/28 auf 503 Euro und erst zum Sommersemester 2029 auf 563 Euro angehoben werden, orientiert an einem dann bereits fünf Jahre alten Grundsicherungsniveau.</p>
<p>„Nach mehr als einem halben Jahr der politischen Unsicherheit müssen Bundestag und Bundesrat die 30. BAföG-Novelle unbedingt umsetzen“ , fordert Matthias Anbuhl, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Studierendenwerks. „Mit der der schrittweisen Angleichung des BAföG-Grundbedarfs an die Grundsicherung wird endlich der Mechanismus geschaffen, der verhindert, dass das BAföG immer wieder über Jahre hinter der Preinentwicklung zurückbleibt, wie es die neue Studie nachweist. Das Gleiche muss auch für die BAföG-Wohnkostenpauschale gelten. Gleichzeitig muss das BAföG einfacher, schneller und digitaler werden. So kann es seine Stärke voll ausspielen.“</p>
<p>Die Studie zeigt, wie wenig das BAföG die tatsächlichen Kosten alleinlebender Studierender bislang auffängt: Nur 13,8 Prozent ihres Einkommens stammen im Schnitt aus Ausbildungsbeihilfen wie dem BAföG, während 43,1 Prozent aus eigener Erwerbstätigkeit kommen, neben einem Vollzeitstudium.</p>
<p>Kritisch sehen beide Organisationen auch die geplante Kürzung des Wohnzuschlags für BAföG-geförderte Studierende, die noch bei den Eltern wohnen: Er soll von derzeit 59 auf 41 Euro sinken und ab 2029 ganz entfallen, obwohl auch im Elternhaus reale Wohnkosten entstehen, die gerade einkommensschwache Familien treffen.</p>
<p>Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Die Reichweite des BAföG ist stark gesunken. Die Zahl der im Monatsdurchschnitt geförderten Studierenden fiel von rund 440.000 im Jahr 2012 auf knapp 300.000 im Jahr 2025, ein Rückgang um fast ein Drittel. 2024 erhielt nur noch jede neunte studierende Person BAföG. Selbst unter denjenigen, die grundsätzlich anspruchsberechtigt wären, war es nur jede sechste. Viele, die Anspruch auf Förderung hätten, nehmen sie gar nicht erst in Anspruch.</p>
<p>Der Paritätische Gesamtverband und das Deutsche Studierendenwerk fordern die Bundesregierung gemeinsam auf, den Grundbedarf schneller auf ein existenzsicherndes Niveau anzuheben, die Wohnkostenpauschale realitätsgerecht zu bemessen und beide Leistungen dauerhaft an die tatsächliche Kostenentwicklung zu koppeln, etwa orientiert an der Düsseldorfer Tabelle. Der Wohnzuschlag für Studierende im Elternhaus sollte ausgeweitet statt abgeschafft werden.</p>
<p>Zudem müsse der Zugang zum BAföG einfacher und niedrigschwelliger werden, damit die Förderung wieder mehr anspruchsberechtigte Studierende tatsächlich erreicht. Beide Organisationen begrüßen den von der Bundesregierung geplanten, KI-gestützten BAföG-Chatbot sowie den geplanten, ebenfalls KI-basierten Antragsassistenten auf dem BAföG-Online-Antragsportal bafoeg-digital.de.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Bildung</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
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					<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 20:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Sozialstaatsbündnis: Sozialstaat stärken statt abbauen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/sozialstaatsbuendnis-appelliert-sozialstaat-staerken-statt-abbauen/</link>
					<description>14 Organisationen aus dem Sozialstaatsbündnis warnen vor Kürzungen bei Rente, Pflege und weiteren Sozialleistungen. Die Bundesregierung müsse soziale Sicherheit gewährleisten und das Vertrauen in den Sozialstaat stärken. Der Appell im Wortlaut:</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260929_Appell_SSB_Sozialreformen-Pflege.pdf" length="183608" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<h1><span><strong>Die Zeichen der Zeit erkennen – den Sozialstaat stärken, statt abzubauen!</strong></span></h1>
<p>In den nächsten Wochen wird die Bundesregierung große Reformen beschließen, die weitreichende Auswirkungen für die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen haben werden. Bei zwei dieser Reformen liegen Reformvorschläge bereits auf dem Tisch: Rente und Langzeitpflege.</p>
<p>Wie unter einem Brennglas zeigt sich in diesen Politikfeldern, ob und wie unsere Gesellschaft soziale Sicherheit, Anerkennung, Teilhabe, Selbstbestimmung und politische Repräsentation gewährleistet.&nbsp;</p>
<p>Unser Sozialstaat muss Lebensleistung anerkennen. Wer ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt hat, darf im Alter nicht abgehängt werden und muss Wertschätzung finden. Es braucht eine gerecht finanzierte, gute Rente, die ein Alter in Würde ermöglicht, Altersarmut verhindert und eine bessere Absicherung bei Erwerbsminderung bietet. Und eine bedarfsorientierte Pflegepolitik kann verhindern, dass Pflegebedürftigkeit zur Armutsfalle wird, Angehörigenpflege finanziell überfordert und professionelle Pflege in Zeiten von Fachkräftemangel durch Arbeitsverdichtung und Bürokratie belastet wird.&nbsp;</p>
<p>Beide Politikfelder berühren zentrale Ebenen gesellschaftlicher Integration. Betrachten wir dazu beispielhaft die Vorschläge der Bundesregierung bezogen auf die Langzeitpflege etwas näher.</p>
<p>Wir begrüßen ausdrücklich, dass der Gesundheitsminister die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zurückgenommen hat. Denn pflegende Angehörige stellen nach wie vor das Rückgrat der häuslichen Versorgung dar. Die geplante Veränderung bei der Einstufung in die Pflegegrade würde allerdings dazu führen, dass Betroffenen die Inanspruchnahme der Leistungen der Pflegeversicherung erschwert oder verwehrt wird. Es muss vermieden werden, dass die adäquate Versorgung von Pflegebedürftigen und die mühsam errungene Personalbemessung der Einrichtungen, die vom Mix der Pflegegrade abhängt, gefährdet werden.</p>
<p>In der Pflege – wie auch in der Kinder- und Jugendhilfe und Eingliederungshilfe – muss weiterhin die Refinanzierung der Tariflöhne gewährleistet sein, um die Bindung und Gewinnung von Fachkräften sicherzustellen und Insolvenzen von gemeinnützigen Trägern zu verhindern. Erhebliche finanzielle Mehrbelastungen für die Pflegebedürftigen entstehen, wenn die Zuschüsse zu den Eigenanteilen im Pflegeheim später greifen als bisher und infolgedessen viele Betroffene auf die Hilfe zur Pflege zurückfallen. Diese weitere Belastung der Kommunen ist nicht hinnehmbar.</p>
<p>Zudem ist und bleibt die finanzielle Lage der Pflegeversicherung hausgemacht: Corona-Hilfen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro wurden den Beitragszahlern bislang nicht erstattet. Die Streichung des Bundeszuschusses und das Operieren mit hohen Darlehen belasten die Pflegeversicherung massiv. Es braucht endlich eine nachhaltige Finanzierungsgrundlage in der Pflegeversicherung. So muss die Einnahmebasis verbreitert werden. Und es bedarf eines Risikostrukturausgleichs zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung.</p>
<p>Das Bündnis sieht mit Sorge, dass die Bundesregierung in weiteren sozialen Bereichen Kürzungen durchsetzen will. Das betrifft beispielsweise Wohngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss, Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe.&nbsp;</p>
<p>Aus den Wahlanalysen zur Bundestagswahl 2025 und den jüngsten Landtagswahlen wissen wir, dass das Thema „Soziale Sicherheit” für viele Menschen wahlentscheidend war. Ein bedarfsgerechter Sozialstaat ist kein „Nice-to-have“ in Zeiten voller Kassen, sondern das notwendige Rückgrat einer wehrhaften Demokratie.</p>
<p>Die anstehenden Sozialstaatsreformen müssen deshalb dazu beitragen, dass sie die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen nicht verschlechtern, sondern soziale Sicherheit in Zeiten multipler Krisen verlässlich gewähren. Damit kann das Vertrauen der Menschen in die demokratischen Parteien, öffentliche Institutionen und den Sozialstaat zurückgewonnen werden.</p>
<p>Sozialer Zusammenhalt ist Voraussetzung für demokratische Stabilität. Die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft hängt nicht allein von freien Wahlen, freier Presse oder Meinungsfreiheit und funktionierenden politischen Institutionen ab. Demokratie setzt auch voraus, dass Menschen sich als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft wahrnehmen und die Möglichkeit haben, am sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen. Der schützende und befähigende Sozialstaat besitzt deshalb nicht nur eine soziale und wirtschaftliche, sondern auch eine wesentliche demokratische Bedeutung.</p>
<p>Sozialstaatsreformen müssen dort ankommen, wo Menschen sie erleben: im Alltag, im Job und zu Hause.</p>
<p>Wir wollen starke, verlässliche und solidarisch finanzierte soziale Sicherungssysteme und eine auskömmliche Finanzierung des Gemeinwesens.</p>
<p>Wir wollen einen handlungsfähigen und bürgernahen Sozialstaat in Bund, Land und Kommunen.</p>
<p>Wir wollen einen Sozialstaat, der gute Arbeit sichert, Übergänge auf dem Arbeitsmarkt in Krisenzeiten ermöglicht und Arbeitslosigkeit vorbeugt.</p>
<p>Wir wollen einen Sozialstaat, der den Lebensstandard sichert, der Armut verhindert, soziale Ungleichheit verringert, Inklusion fördert und Teilhabe ermöglicht.</p>
<p>Wir wollen einen Sozialstaat, der die Gleichstellung der Geschlechter stärkt und allen Menschen ein selbstbestimmtes und ökonomisch eigenständiges Leben ermöglicht.</p>
<p>Wir wollen einen Sozialstaat, der das Klima schützt und den ökologischen Umbau mit sozialer Sicherheit verbindet.</p>
<p>Wir wollen einen Sozialstaat, der hohe Vermögen und Erbschaften angemessen besteuert und Steuerbetrug endlich wirksam bekämpft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260929_Appell_SSB_Sozialreformen-Pflege.pdf">Der Appell als PDF-Dokument</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Mitzeichnend</strong></p>
<p>Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V.</p>
<p>AWO Bundesverband e.V.</p>
<p>Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)</p>
<p>Deutscher Caritasverband e. V.</p>
<p>Deutscher Frauenrat</p>
<p>Deutscher Gewerkschaftsbund</p>
<p>Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.</p>
<p>Diakonie Deutschland Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.</p>
<p>IG Metall</p>
<p>Sozialverband Deutschland e.V.</p>
<p>Sozialverband VdK Deutschland e.V.</p>
<p>Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di</p>
<p>Volkssolidarität Bundesverband e. V.</p>
<p>Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e. V.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
							<category>Bündnisaktivitäten</category>
						
							<category>Rahmenbedingungen sozialer Arbeit</category>
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
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					<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 16:30:18 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 5. Oktober 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-5-oktober-2026/</link>
					<description>Der Gipfel gegen Ungleichheit, die Pflegereform, der Tankrabatt und die Asylverfahrensberatung waren die Themen, mit denen der Paritätische in der vergangenen Woche in der Presse war.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<h3>Gipfel gegen Ungleichheit</h3><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="ea22ec676de02dc3db4611ebd3b198a6d">rbb Abendschau: <a href="https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20260930_1930/Armutsgipfel_berlin.html" target="_blank" rel="noreferrer">Verbände fordern soziale Sicherheit für arme Menschen</a> (Video)</li><li data-list-item-id="e350a84c318f08c5806a58bf5d7559c68">rbb Berlin: <a href="https://www.rbb-online.de/rbb24/videos/berlin/20260930_2145.html" target="_blank" rel="noreferrer">Armutsgipfel: Verbände fordern soziale Sicherheit für arme Menschen</a> (Video)</li><li data-list-item-id="e09c6506e43d3029c89a9c5550125d9d7">rbb Inforadio: <a href="https://www.inforadio.de/rubriken/berlin-und-brandenburg/beitraege/2026/10/gipfel-gegen-soziale-ungleichheit-in-kreuzberg.html" target="_blank" rel="noreferrer"><span>Gipfel gegen soziale Ungleichheit in Kreuzberg </span></a><span>(Audio)</span></li><li data-list-item-id="e6b5f07051ffea07dda6d7039de288e1a"><span>taz: </span><a href="https://taz.de/Gipfel-gegen-soziale-Ungleichheit/!6218064/" target="_blank" rel="noreferrer"><span>„Billiger kann ich gar nicht leben“</span></a></li><li data-list-item-id="e3c990771b06f5dcc39ba97e95adcb403">Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/wirtschaft/armut-in-deutschland-von-einzelnen-formulierungen-haengen-oft-hunderte-euro-ab-94520629.html" target="_blank" rel="noreferrer">Armut in Deutschland: „Von einzelnen Formulierungen hängen oft hunderte Euro ab“</a></li><li data-list-item-id="e2aed26af15ab86e416b608fe98d8ec5f">neues deutschland: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202913.ernaehrungsarmut-kueche-konto-klima.html" target="_blank" rel="noreferrer">Küche, Konto, Klima</a></li><li data-list-item-id="e63c78944f3fe656cb4136fdae9b32147">Domradio: <a href="https://www.domradio.de/artikel/verbaende-fordern-soziale-sicherheit-auch-fuer-arme-menschen" target="_blank" rel="noreferrer">Wirksame Armutsbekämpfung</a></li><li data-list-item-id="ee0120c29b19c7a6579fb9f98cec7437b">Evangelische Zeitung: <a href="https://evangelische-zeitung.de/vor-armutsgipfel-verbaende-fordern-soziale-sicherheit/" target="_blank" rel="noreferrer">Vor Armutsgipfel: Verbände fordern soziale Sicherheit</a></li></ul><h3>Pflegereform</h3><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="ebde4fac08f175728cf8e01b1f449f78d">rbb Inforadio: <a href="https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2026/09/30/thomas-mittag-pflegereform-pflegeversicherung-kabinett.html" target="_blank" rel="noreferrer">Sozialverband: Pflegereform ist nicht alternativlos </a>(Audio)</li><li data-list-item-id="ee992306fcfe38f2303682008d79c6feb">heute Journal: <a href="https://www.zdf.de/play/magazine/heute-journal-104/heute-journal-vom-30-september-2026-100" target="_blank" rel="noreferrer">Die Koalition und die Pflegereform</a> (Video)</li><li data-list-item-id="e6afcd6df913e9ccc0a88d25dbc6bcc63">ntv: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=e1YA4qPLbec" target="_blank" rel="noreferrer">Pflegereform als Bewährungsprobe: Paritätische-Chefin Kipping erläutert zentrale Forderungen </a>(Video)</li><li data-list-item-id="eff4ee41c555069a039f2b9477dc37c8c">Tagesschau: <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/pflegereform-streit-102.html" target="_blank" rel="noreferrer"><span>SPD und Sozialverbände drängen auf Änderungen</span></a></li><li data-list-item-id="ec396b4dc9b554199920cd5033362020d">Stern: <a href="https://www.stern.de/news/bundeskabinett-beschliesst-pflegereform---aber-weiter-kritik-38329638.html" target="_blank" rel="noreferrer">Bundeskabinett beschließt Pflegereform - aber weiter Kritik</a></li><li data-list-item-id="e0e8be8715b3663834734a81a80b1ab9a">taz: <a href="https://taz.de/SPD-droht-mit-Blockade/!6217015/" target="_blank" rel="noreferrer"><span>Intensive Verhandlungen um die Pflege</span></a></li><li data-list-item-id="e5b1e00386e82feddc76474946db4686c">neues deutschland: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202810.buergerversicherung-reform-der-pflegeversicherung-alle-fuer-alle.html" target="_blank" rel="noreferrer">Reform der Pflegeversicherung: Alle für alle</a></li><li data-list-item-id="eb956fa43c9fcaff2f163eb4939509152">Berliner Kurier: <a href="https://www.berliner-kurier.de/article/pflegereform-2027-auswirkungen-ostdeutschland-10450920" target="_blank" rel="noreferrer">Pflegereform 2027: Wer im Osten verliert – und wer gewinnt</a> (€)</li><li data-list-item-id="e7f2f0d1c017ea69c0b338800cfab5d5d">Buzzfeed: <a href="https://www.buzzfeed.de/politik/koalition-ringt-um-pflegereform-zr-94515099.html" target="_blank" rel="noreferrer">Koalition ringt um Pflegereform</a></li><li data-list-item-id="e6cb34539079b3371cee11f0f48523e84">Häusliche Pflege: <a href="https://www.haeusliche-pflege.net/sozialraumbudget-schliesst-etablierte-pflegedienste-aus/" target="_blank" rel="noreferrer">„Sozialraumbudget schließt etablierte Pflegedienste aus“</a></li><li data-list-item-id="ef5209f87200027b350f612b05ca841f6">medhochzwei: <a href="https://www.medhochzwei-verlag.de/News/Details/204247" target="_blank" rel="noreferrer">Pflegeneuordnungsgesetz sorgt weiter für Diskussionen</a></li><li data-list-item-id="e442ba19b02deec1618be4ce364faf904">Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/10/01/paritaetischer-gesamtverband-pflegeneuordnungsgesetz-bleibt-kuerzungspaket/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer Gesamtverband: Pflegeneuordnungsgesetz bleibt Kürzungspaket</a></li><li data-list-item-id="eb61fdc081a0aceec57ed186e5d0875aa">Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/09/28/paritaetischer-gesamtverband-fordert-grundlegende-pflegereform/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer Gesamtverband fordert grundlegende Pflegereform</a></li></ul><h3>Tankrabatt</h3><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e4c9a71598a6b2bff1516b264ad80658a">Evangelisch: <a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/259500/29-09-2026/paritaetischer-kritisiert-tankrabatt" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer kritisiert Tankrabatt</a></li><li data-list-item-id="e09e652e42df089fb623847035455e0ce">Oldenburger Online Zeitung: <a href="https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/nachrichten/paritaetischer-kritisiert-neuen-tankrabatt-240034.html" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer kritisiert neuen Tankrabatt</a></li><li data-list-item-id="e5af01e207f9d17726eff6db9e24db8e5">Presse Augsburg: <a href="https://presse-augsburg.de/paritaetischer-kritisiert-neuen-tankrabatt-2/1197501/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer kritisiert neuen Tankrabatt</a></li></ul><h3>Asylverfahrensberatung</h3><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e21c988322c1de3f67bd81e2b91da209c">Evangelische Zeitung: <a href="https://evangelische-zeitung.de/sozialverband-warnt-vor-kahlschlag-bei-unabhaengiger-asylberatung/" target="_blank" rel="noreferrer">Sozialverband warnt vor Kahlschlag bei unabhängiger Asylberatung</a></li><li data-list-item-id="e5a88d1553f178ac72dfc8932b3bb6e57">Evangelische Zeitung: <a href="https://evangelische-zeitung.de/verband-warnt-vor-kuerzung-bei-asylberatung-auch-spd-widerspricht/" target="_blank" rel="noreferrer">Verband warnt vor Kürzung bei Asylberatung – Auch SPD widerspricht</a></li><li data-list-item-id="ee4fd751b3978dbee8d9651b9055ca0a8">Migazin: <a href="https://www.migazin.de/2026/09/30/ministerium-will-unabhaengige-asylberatung-stark-kuerzen/" target="_blank" rel="noreferrer">Ministerium will unabhängige Asylberatung stark kürzen</a></li></ul><h3>Weitere Themen</h3><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e4ecf2ba8de6f5295c06974852f6b9eb3">table.media: <a href="https://table.media/berlin/news/regelsatz-in-der-grundsicherung-dritte-nullrunde-in-folge-droht" target="_blank" rel="noreferrer">Regelsatz in der Grundsicherung: Dritte Nullrunde in Folge droht</a></li><li data-list-item-id="ebefec3dfe3ada243ae8f3ab4e5ffb5cd">Perspektive: <a href="https://perspektive-online.net/2026/09/safe-abortion-day-bundesweite-proteste-fuer-sichere-schwangerschaftsabbrueche/" target="_blank" rel="noreferrer">Safe Abortion Day: Bundesweite Proteste für sichere Schwangerschaftsabbrüche</a></li><li data-list-item-id="ecefd815638c5f44afcb003575524fa1d">Focus: <a href="https://www.focus.de/finanzen/200-000-euro-pro-kind-ohne-zweites-einkommen-wird-es-eng_df93c0a7-ce30-41b6-a3a9-9fe0fec3e8c6.html" target="_blank" rel="noreferrer">200.000 Euro pro Kind – ohne zweites Einkommen wird es eng</a></li><li data-list-item-id="e76b1052bb1fc28b0d39de78448fc956d">Deutsche Welle: <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1202913.ernaehrungsarmut-kueche-konto-klima.htmlhttps://www.dw.com/pl/pracownicy-z-ue-na-niemieckim-rynku/a-79506998" target="_blank" rel="noreferrer">Pracownicy z UE: równe prawa, nierówne szanse&nbsp;</a> (Polnisch)</li><li data-list-item-id="e11c90a62c0b7173a4cb15cc580307001">minfin: <a href="https://minfin.com.ua/ua/2026/10/02/182792398/" target="_blank" rel="noreferrer">Німеччина майже на 80% скорочує допомогу шукачам притулку: що зміниться</a> (Ukrainisch)</li></ul>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16909</guid>
					<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 14:46:29 +0200</pubDate>
					<title>ESG-Anforderungen: Was erwarten Banken? </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/esg-anforderungen-was-erwarten-banken/</link>
					<description>Nachhaltigkeit und ESG werden zunehmend auch für Banken zu einem wichtigen Steuerungs- und Regulierungsthema. Was das konkret für soziale Organisationen bedeutet, diskutieren wir in einer Onlineveranstaltung im Rahmen des WIRksam-Projektes am 05. November 2026 von 10 bis 11.30 Uhr. </description>
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					<content:encoded><![CDATA[<h2>ESG und Banken</h2>
<p>ESG-Anforderungen (Environmental, Social, Governance) sind für Banken inzwischen eine Grundvoraussetzung für die Risikosteuerung und den Kapitalzugang geworden. Auch sie sind mit entsprechenden Vorgaben konfrontiert, wie beispielsweise durch EU-Regulatorik wie der EU-Taxonomie, durch die Europäische Zentralbank oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).&nbsp;</p>
<p>Die damit verbundenen Anforderungen wirken jedoch nicht nur innerhalb der Banken: Sie erreichen zunehmend auch Unternehmen und soziale Organisationen – etwa über Finanzierungen, Kreditvergaben und die dabei abgefragten Nachhaltigkeitsinformationen.</p>
<h2>Perspektive der Banken</h2>
<p>Die SozialGestaltung, welche als Beratungsgesellschaft im Verbund mit der SozialBank tätig ist, gibt in ihrem Vortrag einen praxisnahen Überblick darüber, was hinter den ESG-Anforderungen der Banken steckt und welche Konsequenzen sich für soziale Organisationen daraus ergeben. Sie zeigt, welche regulatorischen Entwicklungen relevant sind, welche Anforderungen daraus entstehen und worauf sich soziale Organisationen perspektivisch einstellen sollten.</p>
<p>Dabei werfen wir auch einen Blick auf die praktische Umsetzung in den Organisationen: Welche Rolle spielen Nachhaltigkeitsdaten und -berichte, welche Möglichkeiten bietet der Voluntary Standard (VS) und welche ersten Schritte können Organisationen gehen, um sich auf die zunehmenden Anforderungen vorzubereiten?</p>
<p>Ergänzend gibt Alexander Schmalfuß vom AWO Bundesverband einen Einblick in unterschiedliche ESG-Abfragen von Banken und zeigt, welche Themen sich wiederholen, wo Unterschiede bestehen und wie soziale Organisationen mit einem gemeinsamen ESG-Datenkern auf unterschiedliche Anfragen reagieren können.</p>
<h2>Blick in die Praxis</h2>
<p>Die Abteilungsdirektorin für Steuern, Rechnungswesen und Verwaltung der Gesellschaft für Dienste im Alter mbH (GDA) Silke Grimm berichtet in der Veranstaltung aus der Praxis, wie sie in der GDA mit den ESG-Anfragen der Banken umgehen, was es zu beachten gilt und welcher Nutzen sich für die Organisation daraus ergeben.</p>
<p>Sie können sich über <a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/esg-anforderungen-der-banken-was-kommt-auf-soziale-organisationen-zu/" target="_blank">diesen Link</a> zur Onlineveranstaltung am 05. November 2026 anmelden.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Finanzen</category>
						
							<category>Qualität und Management</category>
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Projekt: Klimaschutz – Sozial</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
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					<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 11:15:46 +0200</pubDate>
					<title>Online-Workshop: Ernährungsbildung in der Kita – gemeinsam entdecken, kochen und genießen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/online-workshop-ernaehrungsbildung-in-der-kita-gemeinsam-entdecken-kochen-und-geniessen/</link>
					<description>Am 04. November 2026 von 14-15.30 Uhr findet im „Nachhaltig Satt“-Projekt ein Online-Workshop zur praktischen Ernährungsbildung in der Kita statt. Wir lernen Ansätze kennen, wie ganzheitliche Ernährungsbildung praxisnah im Kita-Alltag gelingt. Dabei werfen wir auch einen Blick auf die Verbindung von Ernährungsbildung und Nachhaltigkeit.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Ernährungsbildung befähigt Kinder sowie Erwachsene dazu, ihre Ernährung selbstständig und bewusst zu gestalten. Da Ernährung in Kitas und Schulen einen festen Bestandteil des Alltags darstellt und häufig mehrmals täglich gemeinsam gegessen wird, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Ernährungsbildung unmittelbar in den Alltag zu integrieren.&nbsp;</p>
<p>Die Wertschätzung von Lebensmitteln wird durch eine positive Esskultur, Genuss und Sinnesbildung gestärkt und gesunde Ernährungsgewohnheiten können gefördert werden. Kinder lernen, was eine ausgewogene Ernährung ausmacht, wie sie bewusste Entscheidungen über ihre Ernährung treffen können und entwickeln ein Bewusstsein für den Geschmack und die Vielfalt verschiedener Lebensmittel.</p>
<p>Im Online-Workshop am 04. November 2026, der von der Ernährungsinitiative Ich kann kochen! der BARMER und der gemeinnützigen Sarah Wiener Stiftung gestaltet wird, schauen wir uns genau an, wie ganzheitliche Ernährungsbildung in der Kita alltagsorientiert und mit Freude gelingt.&nbsp;</p>
<p>Sie lernen Ansätze und Methoden kennen, mit denen Kinder beim Entdecken von Lebensmitteln, gemeinsamen Essen und pädagogischen Kochen Selbstständigkeit, Genuss, Körpergefühl und Gemeinschaft entwickeln können. Dabei richten wir den Blick auch auf die Verbindung von Ernährungsbildung und Nachhaltigkeit: Ob saisonale und regionale Lebensmittel, bewusster Umgang mit Ressourcen oder die Wertschätzung von Lebensmitteln – die Küche wird zum Lernort, an dem Kinder mit allen Sinnen entdecken, ausprobieren und mitgestalten.</p>
<p><strong>Termin:</strong> 04. November 2026, 14 – 15.30 Uhr<br><strong>Format:</strong> Online<br><strong>Zielgruppe</strong>: Pädagogisches Personal, Küchenpersonal und Einrichtungsleitungen aus Kitas und alle anderen Interessierten<br><strong>Anmerkung:</strong> Wir werden das Webinar mit einer kleinen Genusswerkstatt abschließen! Bringen Sie gerne eine Scheibe Brot mit vor die Kamera.</p>
<p><a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/nachhaltig-satt-ernaehrungsbildung-in-der-kita-gemeinsam-entdecken-kochen-und-geniessen/" target="_blank">Hier geht’s zur Anmeldung.</a></p>
<p>Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts „Nachhaltig Satt – Ressourceneffizient verpflegen in der Sozialen Arbeit“ statt und die Teilnahme ist kostenlos.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Kindertagesbetreuung</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16906</guid>
					<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 13:53:19 +0200</pubDate>
					<title>Pflegereform – Fruchtloser Streit: Kürzungspaket bleibt Kürzungspaket</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/pflegereform-fruchtloser-streit-kuerzungspaket-bleibt-kuerzungspaket/</link>
					<description>Presse-Statement von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich des heutigen Kabinettsbeschlusses zum Pflegeneuordnungsgesetz</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>„Dass bis in die Nacht um dieses Gesetz gerungen wurde, war richtig. Aber der Streit war fruchtlos. Am Ende ist das Kürzungspaket für Millionen Betroffene genau das geblieben, was es war: ein Kürzungspaket, vor dem seit Wochen gewarnt wurde. Noch nicht mal ein Pflegedeckel findet sich als minimales Gegengewicht.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Für Menschen mit Pflegegrad 1 entfällt z.B. der Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat für alle Neuzugänge. Das trifft all die Menschen mit geringem Pflegebedarf, die noch zuhause leben und ihre pflegenden Angehörigen. Sie bekommen dann nicht mehr die bisherige Unterstützung für ihren Alltag. Einzig die Kürzung bei den Zuschüssen für Pflegebedürftige in Pflegeheimen scheint vorerst vom Tisch zu sein, aber die Belastung mit hohen Eigenanteilen bleibt ungebremst hoch. Dass bei den Rentenbeiträgen pflegender Angehöriger nicht gespart wird, ist richtig, war aber im Vorfeld schon bekannt und zu erwarten gewesen.&nbsp;</p>
<p>Dabei wäre kurzfristig Geld da, ohne bei Pflegebedürftigen zu kürzen oder um Eigenanteile zu senken. Der Vorsorgefonds ist mit über 14 Milliarden Euro gefüllt und für die Zeit gedacht, in der die geburtenstarken Jahrgänge pflegebedürftig werden. In der jetzigen Notlage ließe sich zumindest ein Teil davon nutzen. Und der Bund schuldet der Pflegeversicherung noch immer die gut fünf Milliarden Euro, die sie während der Pandemie vorgestreckt hat. Beides liegt seit Jahren auf dem Tisch, ohne dass etwas passiert.</p>
<p>Wir brauchen den Einstieg in eine solidarische Pflegevollversicherung, die die pflegebedingten Kosten vollständig übernimmt und die Trennung zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung überwindet. Die für Oktober angekündigte Strukturkommission darf kein Ersatz für diese Debatte werden, sondern muss sie ernsthaft eröffnen, mit den Wohlfahrtsverbänden am Tisch.“</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
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					<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 16:43:15 +0200</pubDate>
					<title>Asylverfahrensberatung – Kürzung um 80 Prozent gefährdet Fortbestand aller Beratungsstellen </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/asylverfahrensberatung-kuerzung-um-80-prozent-gefaehrdet-fortbestand-aller-beratungsstellen/</link>
					<description>Presse-Statement von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich der bundesweiten Aktionswoche der Migrationsfachdienste und der laufenden Haushaltsverhandlungen</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>„Von 24,5 Millionen Euro gekürzt auf 5 Millionen Euro: So sieht der Haushaltsentwurf 2027 für die unabhängige Asylverfahrensberatung (AVB) aus. Eine Kürzung um 80 Prozent! Das wäre ein Kahlschlag, der den Fortbestand einer unabhängigen Beratung als Bestandteil fairer und rechtsstaatlicher Asylverfahren gefährdet.</p>
<p>Die verbleibenden fünf Millionen Euro&nbsp; sollen nur noch für besonders schutzbedürftige Personen reichen. Alle anderen Geflüchteten will künftig das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge selbst beraten. Doch eine Behörde, die über Asylanträge entscheidet, kann nicht zugleich unabhängig beraten. Das Konzept ist zudem ein Widerspruch in sich: Wer schutzbedürftig ist, zeigt sich oft erst im Gespräch. Gerade das frühe Erkennen besonderer Schutzbedarfe benennt eine vom Bundesamt selbst durchgeführte Evaluation als eine der zentralen Wirkungen der unabhängigen Asylverfahrensberatung. Aus diesem Grund brauchen wir zwingend beides: eine unabhängige Asylverfahrensberatung für alle Asylsuchenden und eine besondere Rechtsberatung für besonders schutzbedürftige Menschen.</p>
<p>Der Haushaltsausschuss muss deshalb jetzt aktiv werden. In der Aktionswoche laden unsere Mitgliedsorganisationen Abgeordnete in ihre Beratungsstellen ein und zeigen ganz konkret, was unabhängige Beratung leistet. Wer faire, effiziente und rechtsstaatliche Asylverfahren will, darf diese Infrastruktur nicht zerschlagen. Die geplanten Kürzungen müssen vom Tisch!”</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
							<category>Projekte Migration</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
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					<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Gipfel gegen soziale Ungleichheit (30.9./1.10.): Mehr mitreden, mehr Demokratie. Demokratische Teilhabe stärken.</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/gipfel-gegen-soziale-ungleichheit-309-110-mehr-mitreden-mehr-demokratie-demokratische-teilhabe-staerken/</link>
					<description>Gemeinsame Pressemitteilung vom Paritätischen Gesamtverband, Diakonie Deutschland und Nationaler Armutskonferenz.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/programm_gipfel-buehne_komplett_FINAL.pdf" length="411840" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 29. September 2026 – Armut in Deutschland ist real. Sie bedeutet mehr als mit zu wenig Geld auskommen zu müssen. Sie geht an die Würde und das Selbstwertgefühl und grenzt aus. Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind, erleben immer wieder Abwertung, Beleidigungen und Respektlosigkeit. <strong>Am 30. September und 1. Oktober </strong>veranstalten die Diakonie Deutschland, der Paritätische Gesamtverband und die Nationale Armutskonferenz gemeinsam in Berlin-Kreuzberg den „Gipfel gegen Ungleichheit“. Mit dem Armutsgipfel machen die Verbände deutlich: Armutsbekämpfung ist eine Frage des sozialen Zusammenhalts und der demokratischen Teilhabe. Der Armutsgipfel wird von der Koordinierungsstelle der gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppen, der Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor und der Arbeiterwohlfahrt unterstützt.&nbsp;</p>
<p><strong>Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland,</strong> mahnt anlässlich des Armutsgipfels, die sozialen Voraussetzungen der Demokratie zu beachten:„Die Gründungseltern der Bundesrepublik Deutschland haben das Sozialstaatsprinzip und die soziale Verpflichtung des Eigentums ins Grundgesetz geschrieben. Heute haben viele Menschen den Eindruck, dass es in unserem Land nicht gerecht zugeht. Gerade Menschen mit Armutserfahrung stellen sehr oft fest, dass sie nicht im Blick der Politik sind. Soziale Sicherheit muss denselben politischen Stellenwert haben, wie innere und äußere Sicherheit. Zunehmender politischer Extremismus kann nur überwunden werden, wenn Menschen auf das Kernversprechen des Sozialstaatsvertrauen können: Wer Hilfe und Unterstützung braucht, bekommt sie. Darauf möchte dieser Gipfel aufmerksam machen.“</p>
<p><strong>Achim Meyer auf der Heyde</strong>, <strong>Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, </strong>betont die Wichtigkeit von Partizipation armutsbetroffener Menschen: „Wir brauchen Empathie und Teilhabe, und keine Schuldzuweisung an die Betroffenen. Armutsbetroffene Menschen sind Expertinnen und Experten in eigener Sache und sollten viel häufiger gehört werden. Wenn heute über Armut gesprochen wird, werden die Betroffenen oft in ein schlechtes Licht gerückt. Ihnen wird unterstellt, sie seien selbst schuld an ihrer prekären Lage. Statt abwertender Debatten und Kürzungen brauchen wir eine Politik der effektiven Armutsbekämpfung: mehr Förderung, mehr soziale und berufliche Integration und eine bessere soziale Sicherung.”</p>
<p><strong>Renate Antonie Krause</strong>, i<strong>n der nationalen Armutskonferenz aktiv zur Überwindung von Altersarmut, </strong>weist auf die Gefahr von gesundheitlichen, sozialen und finanziellen Folgeschäden durch unsoziale Einsparvorhaben hin: „Die geplanten Kürzungen bei sozialen Leistungen erschweren eine gesunde Ernährung, verstärken gesundheitliche Probleme und führen zu massiven Folgelasten. Davon sind viele ältere Menschen betroffen, die diesen Staat mit ihren Steuerzahlungen aufgebaut haben und besonders viele Frauen, die Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben. Einsparungen führen zu langfristigen Folgeschäden. Hier muss umgesteuert und nachhaltige Sozialpolitik zum Maßstab werden.“</p>
<p><strong>Monja Ben Messaoud, in der nationalen Armutskonferenz aus einer Schnittstellenperspektive für die Themen SGB II, exkludierende Stadtplanung und politische Kommunikation aktiv</strong>, sieht in dem aktuellen Existenzminimum den Aspekt einer Kostenunterdeckung gegeben. Auf die in der Neuen Grundsicherung verstärkt zu erwartenden Repressionen über das Anhalten von Sozialleistungen oder die Sanktionen blickt sie mit großer Sorge: „Eine solche erneute Wende in der Sozialpolitik steht für die Fortschreibung der Verstrafrechtlichung des Sozialrechts. Daher blicken Menschen in der Rechtssphäre des SGB II mit großer Angst auf diese Formen existenzieller Bedrohung.” &nbsp;Des Weiteren betont sie: „Die bisherigen Entwicklungen untergraben das Vertrauen in die Demokratie! Menschen mit Armutserfahrung müssen daher in der Sozialstaatsreform gleichberechtigt und konstant mit ihrer Expertise beteiligt werden. Eine umfassende Evaluation der Sozialgesetze und ihrer Auswirkungen auf die Menschen ist nötig.“</p>
<p><u>Hintergrund</u></p>
<p>Der Gipfel gegen Ungleichheit 2026 in Berlin bringt Menschen mit Armutserfahrung, Politik, Wissenschaft und Verbände zusammen, um soziale Ungleichheit zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Der Gipfel findet am Mittwoch, 30. September 2026 ab 13:00 Uhr und am Donnerstag, 1. Oktober 2026 bis 13:00 Uhr in Berlin-Kreuzberg in der Heilig-Kreuz-Kirche, beim Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt und im IG-Metall-Haus statt. Die Veranstaltung zielt darauf ab, Partizipation und demokratische Teilhabe von Menschen mit Armutserfahrung zu fördern und den Dialog mit Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit zu stärken Sie bietet einen Raum, in dem Betroffene ihre Erfahrungen teilen, ihre Stimme erheben und gemeinsam mit Fachleuten Lösungen für soziale Ungleichheit entwickeln können.</p>
<p>Das vollständige <strong>Programm </strong>finden Sie <a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/programm_gipfel-buehne_komplett_FINAL.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Anmeldung Presse: &nbsp;</strong>Aufgrund der großen Nachfrage sind für die Abendveranstaltung alle Plätze bereits ausgebucht. Für die Presse ist ein Kontigent vorreserviert. Interessierte Medien wenden sich deshalb bitte mit Reservierungswünschen vorab an <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,tgfcmvkqpBrctkvcgv0qti" data-mailto-vector="2">redaktion(at)paritaet.org</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16902</guid>
					<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 16:30:00 +0200</pubDate>
					<title>Reform der Kinder- und Jugendhilfe nachbessern: Jetzt Abgeordnete kontaktieren</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/reform-der-kinder-und-jugendhilfe-nachbessern-jetzt-abgeordnete-kontaktieren/</link>
					<description>Die geplante Reform der Kinder- und Jugendhilfe entfernt sich vom Ziel der Inklusion. Bald berät der Bundestag die Reform. Jetzt heißt es: Abgeordnete für eine grundlegende Überarbeitung der Reform gewinnen.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<h1><span>Ziel einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe in Gefahr</span></h1>
<p>Die Bundesregierung hat im August 2026 einen Entwurf für die Reform der Kinder- und Jugendhilfe im Kabinett verabschiedet. Vom Ziel einer Kinder- und Jugendhilfe für alle, ob mit oder ohne Behinderungen, ist dieser Entwurf weit abgerückt. Entsprechend enttäuscht hat sich der Paritätische in einer <a href="https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/reform-der-kinder-und-jugendhilfe-verwaltungslogik-statt-lebenswirklichkeit/" target="_blank">Pressemeldung</a> geäußert. Ähnlich kritisch fiel auch die <a href="https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-bagfw-positioniert-sich-zum-regierungsentwurf-zum-1-kinder-und-jugendhilfe-strukturreformgesetz/" target="_blank">gemeinsame Positionierung</a> mit den anderen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege aus: Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege empfiehlt eine grundlegende Überarbeitung des bisherigen Entwurfs. Insbesondere dürfe das Ziel einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe nicht aufgegeben werden.&nbsp;&nbsp;</p>
<h1><span>Aktueller Stand der Reform</span></h1>
<p>Inzwischen ist das Erste Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz im parlamentarischen Verfahren angekommen. Am 25. September hat der Bundesrat zum Gesetzentwurf <a href="https://www.bundesrat.de/drs.html?id=441-26%28B%29" target="_blank" rel="noreferrer">Stellung genommen</a>. Anfang Oktober soll sich der Bundestag das erste Mal mit dem Entwurf beschäftigen.&nbsp;</p>
<h1><span>Musterschreiben auf </span><a href="http://www.stoppt-sozialabbau.de" target="_blank" rel="noreferrer"><span>www.stoppt-sozialabbau.de</span></a></h1>
<p>Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Bundestagsabgeordneten zu kontaktieren und sie für die Änderungsbedarfe zu sensibilisieren. Auf <a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/bereichsuebergreifende-themen/sozialabbau-stoppen/#c26570" target="_blank">www.stoppt-sozialabbau.de</a> gibt es Mustertexte für Schreiben an Abgeordnete. Gemeinsam können wir Druck machen: Wenn sich viele Menschen bei ihren Abgeordneten melden, wird deutlich, dass Kinder und Jugendliche eine bessere Reform brauchen. Der Entwurf des Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes muss grundlegend überarbeitet werden.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16901</guid>
					<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 15:27:26 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 28. September 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-28-september-2026/</link>
					<description>Mit der Pflegereform, Sozialbetrug und weiteren Themen war der Paritätische Gesamtverband in der vergangenen Woche in den Medien.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit: <a href="https://www.zeit.de/gesundheit/2026-09/pflegeversicherung-pkv-finanzausgleich-thomas-brahm-gxe" target="_blank" rel="noreferrer">Private Versicherer lehnen SPD-Vorschlag im Streit um Pflegereform ab</a></p>
<p>Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/09/28/paritaetischer-gesamtverband-fordert-grundlegende-pflegereform/" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer Gesamtverband fordert grundlegende Pflegereform</a></p>
<p>Tagesschau: <a href="https://www.tagesschau.de/tagesschau_20_uhr/ts-81072.html" target="_blank" rel="noreferrer">Regierung verschärft mit Zehn-Punkte-Aktionsplan Vorgehen gegen Sozialbetrug </a>(Interview mit Katja Kipping ab Min 4)</p>
<p>heute: <a href="https://www.zdf.de/play/magazine/heute-in-deutschland-1-100/heute---in-deutschland-vom-23-september-2026-100" target="_blank" rel="noreferrer">Aktionsplan gegen Sozialbetrug - Bärbel Bas präsentiert 10 Punkte Plan</a> (Interview mit Joachim Rock ab Min 5:40)</p>
<p>taz: <a href="https://taz.de/Grundsicherung-und-Missbrauchsdebatte/!6215708/" target="_blank" rel="noreferrer">Aktionsplan gegen Sozialbetrug beschlossen</a></p>
<p>Domradio: <a href="https://www.domradio.de/artikel/kinder-aus-aermeren-familien-besuchen-seltener-eine-kita" target="_blank" rel="noreferrer">Betreuung vom Eltern-Einkommen abhängig?</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16900</guid>
					<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 13:22:36 +0200</pubDate>
					<title>Bundesrat nimmt Stellung zur geplanten Reform des Wohngeldgesetzes</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bundesrat-nimmt-stellung-zur-geplanten-reform-des-wohngeldgesetzes/</link>
					<description>Der Bundesrat hat sich am 25. September 2026 im ersten Durchgang mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Vereinfachung und Fortentwicklung des Wohngeldgesetzes befasst und eine Stellungnahme beschlossen. Der Bundesrat mahnt soziale Auswirkungen an und fordert Nachbesserungen – geplante Einschnitte bei Wohngeldfortschreibung und Heizkostenkomponente bleiben jedoch im weiteren Gesetzgebungsverfahren</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/474-26_B_.pdf" length="196865" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/0474-26.pdf" length="3924282" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>In seiner Stellungname begrüßt der Bundesrat grundsätzlich das Ziel, das Wohngeldverfahren zu vereinfachen, die Verwaltung zu entlasten und Anträge schneller zu bearbeiten. Zugleich äußert er deutliche Bedenken hinsichtlich der sozialen Auswirkungen durch die von der Bundesregierung vorgesehenen Einsparungen. Insbesondere die Aussetzung der Wohngeldfortschreibung und die Reduzierung der Heizkostenkomponente könnten die Entlastungswirkung des Wohngeldes für Haushalte mit niedrigen Einkommen schwächen und dazu führen, dass mehr Haushalte auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind. Trotz der Kritik des Bundesrates zu den sozialen Auswirkungen der geplanten Einsparungen fordert der Bundesrat in seiner tatsächlich beschlossenen Stellungnahme nicht die Rücknahme der drei zentralen Einsparmaßnahmen. Weder für die ausgesetzte Wohngeldfortschreibung noch für die Halbierung der Heizkostenkomponente wird ein konkreter Streichungsantrag beschlossen. Auch die Änderung der Wohngeldformel wird nicht grundsätzlich zurückgewiesen.</p>
<p>Stattdessen fordert der Bundesrat an mehreren Stellen Nachbesserungen.</p>
<p><strong>Höherer Freibetrag für Alleinerziehende</strong></p>
<p>Als Ausgleich für die geplante Änderung der Wohngeldformel fordert der Bundesrat eine stärkere Berücksichtigung Alleinerziehender. Die Bundesregierung will die Wohngeldformel so verändern, dass der Wohngeldanspruch mit zunehmendem Einkommen schneller zurückgeht. Der derzeitige Freibetrag für Alleinerziehende von 1.320 Euro jährlich soll nach dem Regierungsentwurf jedoch unverändert bleiben.</p>
<p>Der Bundesrat fordert dagegen eine Erhöhung auf 1.920 Euro jährlich. Er begründet dies damit, dass insbesondere erwerbstätige Alleinerziehende von der veränderten Wohngeldformel betroffen sein können und – anders als Paarhaushalte – nicht über ein zweites Erwerbseinkommen innerhalb des Haushalts verfügen, mit dem Einkommensverluste oder zusätzliche Belastungen ausgeglichen werden können.</p>
<p><strong>Grundrentenfreibetrag soll vereinfacht werden</strong></p>
<p>Der Bundesrat schlägt außerdem eine Vereinfachung beim Freibetrag für Menschen mit Grundrentenzeiten vor. Die bisherige Regelung des § 17a WoGG verursacht nach Auffassung des Bundesrates erheblichen Prüf- und Verwaltungsaufwand. Deshalb soll § 17a WoGG gestrichen und stattdessen ein pauschaler Freibetrag von 1.200 Euro jährlich für jedes zu berücksichtigende Haushaltsmitglied eingeführt werden, das tatsächlich einen Grundrentenzuschlag erhält. Damit soll die Begünstigung der betroffenen Haushalte grundsätzlich erhalten bleiben, während die aufwendige Prüfung der Grundrentenzeiten entfällt.</p>
<p><strong>Verhältnis zu Leistungen nach dem SGB XII soll präzisiert werden</strong></p>
<p>Darüber hinaus fordert der Bundesrat eine Änderung von § 7 WoGG. Der Ausschluss vom Wohngeld soll auch weitere Leistungen nach dem SGB XII erfassen, sofern diese den Lebensunterhalt umfassen und bei ihrer Berechnung bereits Kosten der Unterkunft berücksichtigt werden. Damit sollen parallele Leistungen für dieselben Unterkunftskosten vermieden und die Zuständigkeiten zwischen Wohngeld und anderen Sozialleistungen eindeutiger abgegrenzt werden. Diese Änderung ist kein Bestandteil des ursprünglichen Regierungsentwurfs, sondern wird zusätzlich vom Bundesrat vorgeschlagen und stellt insofern eine Verschärfung dar.</p>
<p><strong>Missbrauchstatbestand soll konkretisiert werden</strong></p>
<p>Der Regierungsentwurf sieht vor, den Ausschluss vom Wohngeld bei missbräuchlicher Inanspruchnahme weiterhin grundsätzlich gesetzlich zu regeln. Der Bundesrat fordert jedoch eine deutlich konkretere Ausgestaltung. Im Gesetz sollen beispielhaft Fälle genannt werden, in denen ein Wohngeldbezug als missbräuchlich angesehen werden kann. Dazu gehören etwa fingierte Miet- oder Untermietverhältnisse sowie bestimmte Konstellationen, in denen zumutbare Erwerbstätigkeit oder bestehende Unterhaltsansprüche nicht genutzt werden. Zugleich soll auf aufwendige fiktive Einkommensberechnungen verzichtet werden. Der Bundesrat verspricht sich hiervon einen einheitlicheren Vollzug und weniger Verwaltungsaufwand.</p>
<p><strong>Bundesrat lehnt Verzicht auf Erstattungsansprüche ab</strong></p>
<p>Einen deutlichen Widerspruch zur Bundesregierung gibt es beim geplanten neuen § 28a WoGG. Nach dem Regierungsentwurf sollen Wohngeldbehörden gegenüber anderen Sozialleistungsträgern grundsätzlich keine Erstattungsansprüche mehr geltend machen. Damit sollen aufwendige Erstattungsverfahren an den Schnittstellen etwa zum SGB II und SGB XII vermieden werden. Der Bundesrat fordert dagegen, § 28a vollständig zu streichen. Er teilt zwar das Ziel einer Vereinfachung der Schnittstellen zwischen den Sozialleistungssystemen, hält einen einseitigen Verzicht der Wohngeldbehörden auf Erstattungsansprüche aber für unausgewogen. Unter anderem befürchtet er, dass in bestimmten Konstellationen stattdessen Rückforderungen gegenüber Wohngeldberechtigten notwendig werden könnten. Zudem seien die finanziellen Folgen für die Länder nicht ausreichend geklärt.</p>
<p><strong>Bundesrat befürchtet Kostenverlagerungen auf Kommunen</strong></p>
<p>Besondere Aufmerksamkeit richtet der Bundesrat auf die Wechselwirkungen zwischen Wohngeld und anderen Sozialleistungen. Er geht davon aus, dass durch das abgesenkte Leistungsniveau bislang wohngeldberechtigte Haushalte in die Leistungssysteme des SGB II und SGB XII wechseln könnten. Die Einsparungen beim Wohngeld könnten damit teilweise zu höheren Leistungs- und Verwaltungsausgaben in anderen Sicherungssystemen führen. Der Bundesrat sieht insbesondere die Gefahr einer Verlagerung von Kosten auf die kommunale Ebene und fordert deshalb, die daraus resultierenden kommunalen Mehrbelastungen vollständig zu ermitteln und durch den Bund auszugleichen. Auch mittelbare Folgen eines Wegfalls des Wohngeldanspruchs sollen berücksichtigt werden. Der Wohngeldbezug kann beispielsweise Auswirkungen auf die Befreiung von Kostenbeiträgen für Kindertagesbetreuung sowie auf Leistungen für Bildung und Teilhabe haben. Der Bundesrat fordert hierfür sozial gerechte, praxistaugliche und bürokratiearme Anschlussregelungen.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16899</guid>
					<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 12:28:50 +0200</pubDate>
					<title>Hitzeschutz verständlich vermitteln: Plakat und Hitzeschutzbuch</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/hitzeschutz-verstaendlich-vermitteln-plakat-und-hitzeschutzbuch/</link>
					<description>Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt: Mit einem neuen Plakat und dem Hitzeschutzbuch „Was tun bei Hitze?“ stellt das Projekt WIRksam praxisnahe Informationen zum individuellen Hitzeschutz in verständlicher Sprache bereit. Das Plakat kann noch bis zum 8. Oktober 2026 kostenfrei beim Paritätischen Gesamtverband bestellt werden – damit der Hitzeschutz im nächsten Sommer schon gut sichtbar ist.</description>
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                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/Plakat_HITZE_2026.pdf" length="1671458" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/Hitzeschutzbuch_f%C3%BCr_Doppelseitendruck_web.pdf" length="1180783" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die heißen Tage sind vorbei, der nächste Sommer kommt trotzdem. Im Rahmen des Projekts WIRksam: Gemeinsam Nachhaltigkeit gestalten hat der Paritätische Gesamtverband mit der Lafim-Diakonie und capito Berlin ein Plakat zum individuellen Hitzeschutz entwickelt. Es informiert in verständlicher und leicht zugänglicher Sprache darüber, was jede und jeder selbst tun kann, um sich bei hohen Temperaturen zu schützen.</p>
<p>Das Plakat eignet sich für den Aushang in sozialen Einrichtungen, Diensten und Organisationen – zum Beispiel in Eingangsbereichen, Fluren, Aufenthaltsräumen oder anderen Orten, an denen es möglichst viele Menschen erreicht.</p>
<p>Das Plakat kann kostenfrei beim Paritätischen Gesamtverband bestellt werden. Auch wenn die heißen Tage für dieses Jahr vorüber sind, lohnt es sich, bereits jetzt an den kommenden Sommer zu denken: Die Plakate werden in diesem Jahr gedruckt und können so rechtzeitig für die nächste Hitzesaison bereitgestellt werden.</p>
<p><strong>Bestellungen sind bis zum 8. Oktober 2026 möglich:</strong><br><a href="https://forms.cloud.microsoft/e/XtbZwa7g50" target="_blank" rel="noreferrer">https://forms.cloud.microsoft/e/XtbZwa7g50</a>&nbsp;</p>
<p>Damit möglichst viele Einrichtungen, Dienste und Organisationen das Angebot nutzen können, gibt es keine starre Bestellobergrenze. Wir bitten jedoch darum, vor der Bestellung zu überlegen, an welchen konkreten Orten das Plakat aufgehängt werden soll, und nur so viele Exemplare zu bestellen, wie tatsächlich benötigt werden. So können möglichst viele unterschiedliche Einrichtungen vom Angebot profitieren.</p>
<p>Die Information kann gerne auch an Mitglieder der Paritätischen Landesverbände weitergegeben werden.</p>
<h3><span>Noch ausführlicher: Das Hitzeschutzbuch „Was tun bei Hitze?“</span></h3>
<p>Wer über das Plakat hinaus ausführlichere Informationen zum Hitzeschutz sucht, kann das gemeinsam mit der Lafim-Diakonie entwickelte Hitzeschutzbuch „Was tun bei Hitze?“ nutzen. Das Booklet geht ausführlicher auf individuelle Schutzmöglichkeiten bei Hitze ein und ist ebenfalls in verständlicher bzw. leicht zugänglicher Sprache gestaltet.</p>
<p>Das Hitzeschutzbuch wird nicht gedruckt, steht aber kostenfrei zum eigenen Ausdruck auf der Website zur Verfügung und kann beispielsweise für die Arbeit in Einrichtungen, für Gespräche mit Nutzer*innen oder zur Weitergabe an Mitarbeitende genutzt werden.</p>
<p>Hier geht es zum Download: <a href="https://cloud.paritaet.org/s/ia9cGB4p98P474b" target="_blank" rel="noreferrer">https://cloud.paritaet.org/s/ia9cGB4p98P474b</a>&nbsp;</p>
<p>Unser Tipp: Nutzen Sie den Herbst, um für den nächsten Sommer vorzusorgen. Ein gut sichtbarer Aushang und leicht verständliche Informationen zum Hitzeschutz können dazu beitragen, dass Schutzmaßnahmen nicht erst dann zum Thema werden, wenn die nächste Hitzewelle bereits da ist.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Rettungswesen und Katastrophenschutz</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16898</guid>
					<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 11:48:54 +0200</pubDate>
					<title>Angriff auf die Kostenfreiheit der Schuldnerberatung</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/angriff-auf-die-kostenfreiheit-der-schuldnerberatung/</link>
					<description>Der Paritätische kritisiert das Ergebnis des Vermittlungsausschusses zum Schuldnerberatungsdienstegesetz</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland gibt es 5,67 Millionen überschuldete Menschen. Bislang konnten sie kostenfrei soziale Schuldnerberatung in Anspruch nehmen. Nach der jüngsten Einigung von Bundesrat und Bundestag im Vermittlungsausschuss ist die kostenfreie Schuldnerberatung bedroht.</p>
<p>Zum Hintergrund: Mit dem Schuldnerberatungsdienstegesetz sollten Vorgaben der EU-Verbraucherkreditrichtlinie umgesetzt werden. Ziel ist es, den Zugang überschuldeter Verbraucherinnen und Verbraucher zu Schuldnerberatung zu gewährleisten. Das Schuldnerberatungsdienstegesetz sah zunächst die Bundesländer in der Verantwortung, diesen Zugang sicherzustellen. Diese fürchteten Mehrkosten und stoppten den Gesetzgebungsprozess. Der daraufhin eingesetzte Vermittlungsausschuss einigte sich auf die Streichung des Grundsatzes der Kostenfreiheit. Stattdessen können die Beratungsstellen laut Gesetz nun Entgelte erheben.</p>
<p>„Die Menschen, die finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, nun für Beratung zur Entschuldung bezahlen zu lassen, ist zynisch“, kritisiert Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. „Überschuldung ist eine komplexe Lebenslage, die häufig auch mit Schamgefühlen einhergeht. Hier braucht es Vertrauen statt zusätzlichem Druck, zumal die Hürden durch teilweise weite Wege und lange Wartezeiten ohnehin schon hoch sind.“</p>
<p>Es gibt in Deutschland aktuell 1.400 gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen. Viele sind jedoch überlastet, sodass für die Ratsuchenden Wartezeiten von 3 bis 6 Monaten entstehen können, bis sie umfassend unterstützt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Schuldnerberatung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16897</guid>
					<pubDate>Mon, 28 Sep 2026 10:41:42 +0200</pubDate>
					<title>Pflegereform – Die Debatte ist überfällig</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/pflegereform-die-debatte-ist-ueberfaellig/</link>
					<description>Presse-Statement von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich des Koalitionsstreits um das Pflegeneuordnungsgesetz vor der geplanten Kabinettsberatung</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>„Dass die Koalition jetzt über Nachbesserungen am Pflegeneuordnungsgesetz streitet, ist überfällig. Immer mehr Kosten auf Versicherte und Pflegebedürftige zu verlagern, Leistungen zu kürzen und sich mit Darlehen nur Zeit zu kaufen, bleibt Stückwerk und wird den Herausforderungen nicht gerecht. Die Bundesregierung muss jetzt den Einstieg in eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung schaffen.</p>
<p>Pflegebedürftigkeit darf nicht länger zum Armutsrisiko werden. Wir brauchen eine solidarische Pflegevollversicherung, die die pflegebedingten Kosten vollständig übernimmt und Pflegebedürftige wie Angehörige wirksam von den steigenden Eigenanteilen entlastet. Dazu gehört, endlich die Trennung zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung zu überwinden und Privatversicherte in den solidarischen Ausgleich einzubeziehen. Eine gemeinsame Versicherung aller würde die Finanzierungsbasis verbreitern und bestehende Ungleichgewichte zwischen den Versicherungssystemen abbauen.</p>
<p>Kurzfristig fordern wir den Bund auf, die während der Pandemie erfolgte Zweckentfremdung von Beitragsmitteln der Pflegeversicherung rückgängig zu machen und die über fünf Milliarden Euro an die Pflegekassen zurückzuzahlen. Auch der Pflegevorsorgefonds, die Rücklage der Pflegeversicherung für spätere Jahre, ist in einer Finanznotlage eine Option. Mit über 14 Milliarden Euro ist er gut gefüllt und muss in die Überlegungen einbezogen werden. Eine weitere Kommission ohne die Expertise der Verbände reicht nicht aus. Wir fordern, in die weitere Debatte um die Ausrichtung der Pflegereform einbezogen zu werden.“</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16896</guid>
					<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 11:36:34 +0200</pubDate>
					<title>Der Paritätische 3 | 2026: Armut bekämpfen!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/armut-bekaempfen/</link>
					<description>Unser aktuelles Mitgliedermagazin ist erschienen!</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Laut <a href="https://256546.seu2.cleverreach.com/cp2/BPMYO2Q/256546-17431335/444ee6422500-f307fdbc0a19-7007e90f61db-6fc7fd7a17c6-4c88ce9aca4d-6be91bc0317a-1f76e4874625-16d308e16127-8f1f6be138cc-9497008b52ec-997d861b/" target="_blank" title="https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/paritaetischer-armutsbericht-2026-soziale-spaltung-verschaerft-sich-133-millionen-menschen-leben-in-armut/" rel="noreferrer">Paritätischem Armutsbericht</a> gelten über 13 Millionen Deutsche als arm beziehungsweise als armutsgefährdet. Zählt man die</p>
<p><a href="https://256546.seu2.cleverreach.com/cp2/B3QMNTY/256546-17431335/444ee6422500-f307fdbc0a19-7007e90f61db-6fc7fd7a17c6-4c88ce9aca4d-6be91bc0317a-1f76e4874625-16d308e16127-8f1f6be138cc-9497008b52ec-997d861b/" target="_blank" rel="noreferrer">Belastung durch die Wohnkosten</a> dazu, sind es sogar über 18 Millionen. Den wenigsten sieht man ihre finanzielle Situation tatsächlich an. Jenseits der plakativen und verzerrten Darstellungen ist Armut damit häufig unsichtbar, und somit sind arme Menschen auch oft ungehört.</p>
<p>Armutsbetroffenen Menschen eine Stimme zu geben, ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Anliegen des Paritätischen Gesamtverbands. Sie sind Expert*innen in eigener Sache, die viel zu selten gehört werden und in den Medien nur als Opfer oder als Nutznießer des Sozialsystems vorkommen.</p>
<p>Und um das zu ändern, veranstalten wir in einer Woche gemeinsam mit der Diakonie und der NAK unseren</p>
<p><a href="https://256546.seu2.cleverreach.com/cp2/BPMYPEQ/256546-17431335/444ee6422500-f307fdbc0a19-7007e90f61db-6fc7fd7a17c6-4c88ce9aca4d-6be91bc0317a-1f76e4874625-16d308e16127-8f1f6be138cc-9497008b52ec-997d861b/" target="_blank" title="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/gipfel-gegen-ungleichheit-praxis-meets-wissenschaft/" rel="noreferrer">Gipfel gegen Ungleichheit</a> in Berlin-Kreuzberg. Hier treffen Wohlfahrt, Armutsbetroffene und Künstler*innen aufeinander und gehen in den Austausch.</p>
<p>Das wollen wir auch mit dieser Ausgabe unseres Paritätischen Mitgliedermagazins leisten: auf Armut aufmerksam machen, aber auch Lösungswege aufzeigen. Und vor allem wollen wir Armut bekämpfen!</p>
<p>Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Armut</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.der-paritaetische.de/magazin/ausgabe-03-2026-armut-bekaempfen/" absolute='1' title="Der Paritätische 3 | 2026: Armut bekämpfen!">Der Paritätische 3 | 2026: Armut bekämpfen!</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16895</guid>
					<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 11:05:50 +0200</pubDate>
					<title>Einkaufsvorteile: neuer Partner &quot;NTConsult&quot;</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/einkaufsvorteile-neuer-partner-ntconsult/</link>
					<description>Horizont 4: Fachsoftware für soziale Einrichtungen</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://horizont.ntc.software/?utm_source=paritaet&amp;utm_medium=fachinfo" target="_blank" rel="noreferrer">Horizont 4</a> ist die Fachsoftware der NTConsult Software &amp; Service GmbH aus Dinslaken für die Soziale Arbeit. Freie und kirchliche Träger sowie Kommunen setzen das Programm in weit über 100 Einrichtungen in neun Bundesländern ein, von Schleswig-Holstein bis Bayern, mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Seit über 25 Jahren wird Horizont gemeinsam mit den Einrichtungen weiterentwickelt. So ist es seit dem Jahr 2000 das einheitliche Dokumentationssystem der ambulanten Suchthilfe in Hessen und Grundlage der jährlichen Landesauswertung COMBASS, in deren Steuerungsgruppe NTConsult mit Trägern, Landesstelle und Sozialministerium zusammenarbeitet.</p>
<p><a href="https://horizont.ntc.software/?utm_source=paritaet&amp;utm_medium=fachinfo" target="_blank" rel="noreferrer">Horizont 4 </a>gibt es in eigenen Fachvarianten für die Suchthilfe, die Jugendhilfe, die ambulanten Familiendienste und stationäre Einrichtungen für psychisch kranke Menschen. Die Mitarbeitenden führen die Klientenakte, dokumentieren Beratung und Verlauf, erfassen Leistungen und rechnen ab. Berichte und Statistiken wie der Kerndatensatz KDS 4.0 entstehen direkt aus den erfassten Daten. Für die ambulante Rehabilitation Sucht gehört der Datenaustausch mit der Rentenversicherung nach Paragraf 301 SGB V dazu.</p>
<p>Feste Ansprechpersonen, die die Abläufe aus der Praxis kennen, begleiten Einführung, Schulung und Betrieb, von der kleinen Beratungsstelle bis zum Verbund mit mehreren Standorten. Beim Umstieg übernimmt NTConsult die vorhandenen Daten. Horizont 4 läuft in der eigenen Einrichtung oder im Mietmodell in einem Rechenzentrum in Deutschland.</p>
<p>Mitglieder des Paritätischen erhalten dank des Rahmenvertrags Sonderpreise. Die Rabatte finden Sie nach einloggen im <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote-und-veranstaltungen/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/login/#spacer" target="_blank">Mitgliederbereich</a> in unserem <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/einkaufsportal/hardware-software/suchthilfe-software/ntconsult/" target="_blank">Einkaufsportal.</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Einkaufsvorteile</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16894</guid>
					<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 09:24:59 +0200</pubDate>
					<title>Nachhaltige Stärkung der Selbsthilfe: Mit neuen Ideen und bewährten Angeboten geht es ins dritte Projektjahr</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/nachhaltige-staerkung-der-selbsthilfe-mit-neuen-ideen-und-bewaehrten-angeboten-geht-es-ins-dritte-projektjahr/</link>
					<description>Neue Themen, bewährte Formate und noch mehr praktische Unterstützung: Das Projekt zur nachhaltigen Stärkung der Selbsthilfe geht in die nächste Runde. Auch im dritten Projektjahr dreht sich alles um die Frage, wie Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen ihre Öffentlichkeitsarbeit stärken, digitale Möglichkeiten nutzen und mit realistischem Aufwand sichtbar bleiben können.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Aktionswoche_Selbsthilfe/img/frds.png" length="275943" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>In den vergangenen beiden Jahren ist einiges passiert: Von der ersten Umfrage und Evaluation bis hin zu ganz konkreten Angeboten für die Praxis. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus dem ersten Jahr wurden im zweiten Jahr digitale Workshops, Lunch &amp; Learns und offene Sprechstunden rund um Öffentlichkeitsarbeit, Social Media und mehr Sichtbarkeit in der Selbsthilfe angeboten. Auch die Selbsthilfe-App des Paritätischen Gesamtverbandes ist in dieser Zeit entstanden und bietet heute einen zentralen Ort für Wissen, Materialien, Veranstaltungen und Austausch. Die große Nachfrage und die Rückmeldungen der Teilnehmenden haben dabei eines besonders deutlich gemacht: Praxisnahe Unterstützung und verständlich aufbereitetes Grundlagenwissen werden dringend gebraucht. Genau hier setzen wir im dritten Jahr an: mit bewährten Angeboten, neuen Themen, Formaten und mit dem Ziel, das entstandene Wissen und die entwickelten Materialien nachhaltig zu sichern und zugänglich zu machen.</p>
<h3><span>Neu und auf vielfachen Wunsch: Öffentlichkeitsarbeit in der Selbsthilfe – kompakt und am Abend</span></h3>
<p>Immer wieder wurde der Wunsch geäußert, die Workshop-Angebote auch zu späteren Uhrzeiten anzubieten. Deshalb gibt es im dritten Projektjahr erstmals eine <strong>kompakte digitale Abend-Reihe zur Öffentlichkeitsarbeit in der Selbsthilfe</strong>. In drei Terminen werden wichtige Grundlagen gebündelt, praxisnah und niedrigschwellig vermittelt. Geplant sind unter anderem Einblicke in die verschiedenen Social-Media-Kanäle, Zielgruppen und eine passende Strategie, Tipps für gute Inhalte, Posts und Reels sowie einfache Möglichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit mit wenig Zeit und begrenzten Ressourcen zu organisieren. Die jeweils rund 75-minütigen Termine verbinden fachlichen Input mit ausreichend Zeit für Fragen und finden zu einer Uhrzeit statt, zu der auch ehrenamtliche Akteur*innen der Selbsthilfe gut teilnehmen können.</p>
<h3><span>Workshops, Lunch &amp; Learns und neue Themen</span></h3>
<p>Auch die bewährten <strong>digitalen Workshops und Lunch-&amp;-Learn-Angebote</strong> gehen weiter. Bewährte Themen werden aktualisiert und neue Schwerpunkte ergänzt. Geplant sind unter anderem Angebote zu <strong>niedrigschwelligem Design, hilfreichen Tools für den Arbeitsalltag, KI in der Öffentlichkeitsarbeit, Newsletter-Erstellung und der Ansprache junger Zielgruppen</strong>. Auch die Entwicklung wiederkehrender Formate und die Frage, wie sich Inhalte mit wenig Aufwand regelmäßig umsetzen lassen, spielen eine Rolle.&nbsp;</p>
<h3><span>Wissen, das bleibt</span></h3>
<p>Neben den Veranstaltungen wird im dritten Projektjahr ein weiterer Schwerpunkt auf die <strong>Sicherung und Bereitstellung des im Projekt entstandenen Wissens</strong> gelegt. Dafür entsteht eine digitale Wissensplattform mit praktischen Hilfen für die Öffentlichkeitsarbeit in der Selbsthilfe. Unter anderem mit Checklisten, Vorlagen und Mustertexten, Redaktionsplänen, Content-Ideen, FAQs und Good-Practice-Beispielen.<br>Auch die <a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/gesundheit-teilhabe-und-pflege/selbsthilfe-im-paritaetischen/zukunft-der-selbsthilfe-gemeinsam-stark-fuer-sichtbarkeit-vielfalt-und-vernetzung/#c26313" target="_blank"><strong>Selbsthilfe-App des Paritätischen Gesamtverbandes</strong></a> wird weiter ausgebaut und noch stärker als Wissens- und Austauschplattform genutzt. Workshopunterlagen, Tutorials, Videos, Arbeitshilfen, Good-Practice-Beispiele und weitere Materialien sollen dort gebündelt und leicht zugänglich gemacht werden.</p>
<p><strong>Die ersten Termine gibt es schon bald online. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr voller neuer Ideen, praktischer Impulse und hilfreicher Angebote für die Öffentlichkeitsarbeit in der Selbsthilfe!&nbsp;</strong></p>
<p><a href="https://www.der-paritaetische.de/themen/gesundheit-teilhabe-und-pflege/selbsthilfe-im-paritaetischen/zukunft-der-selbsthilfe-gemeinsam-stark-fuer-sichtbarkeit-vielfalt-und-vernetzung/" target="_blank"><strong>Mehr Infos zum Projekt hier!</strong></a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Aktionswoche Selbsthilfe</category>
						
							<category>Suchthilfe</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16893</guid>
					<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 17:52:48 +0200</pubDate>
					<title>Safe Abortion Day 2026: Für sichere Schwangerschaftsabbrüche – JETZT ERST RECHT!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/safe-abortion-day-2026-fuer-sichere-schwangerschaftsabbrueche-jetzt-erst-recht/</link>
					<description>Am 28. September 2026 ist Safe Abortion Day. Rund um den Tag gehen weltweit Menschen auf die Straße, um sich für einen sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch einzusetzen. Bundesweit werden nach Angaben des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung 83 Aktionen und Proteste an 54 Orten stattfinden. Unter dem Motto „Es reicht! Sichere und legale Schwangerschaftsabbrüche – JETZT!“ wird die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, der Schutz reproduktiver Rechte und ein flächendeckender Zugang zu medizinischer Versorgung gefordert. </description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Paritätische Gesamtverband ist Mitglied im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, da sexuelle und reproduktive Rechte für den Verband Menschenrechte sind. Der Paritätische setzt sich insbesondere auch für &nbsp;eine rechtliche Verortung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuchs ein. Er hat sich dazu bereits im Jahr 2023 positioniert.&nbsp;</p>
<h3>Paritätischer für Verortung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuchs &nbsp;</h3>
<p>Der selbstbestimmte Schwangerschaftsabbruch und alle damit in Zusammenhang stehenden Regelungen sollen grundsätzlich im dann umzubenennenden Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) oder in anderen Bundesgesetzen geregelt werden. Der Schwangerschaftsabbruch gegen den Willen der schwangeren Person muss jedoch weiterhin im StGB geregelt werden, da er das Selbstbestimmungsrecht der schwangeren Person verletzt. Dessen Strafrahmen muss deshalb auch von einem Vergehen zu einem Verbrechen angehoben werden.&nbsp;</p>
<h3>Schwangere müssen die Hilfe bekommen, die sie benötigen</h3>
<p>Ziel einer Regelung in diesem Sinne ist die Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der schwangeren Person und der Schutz des ungeborenen Lebens. Grundlage hierfür muss sein, dass schwangere Personen, sofern von ihnen gewünscht, jederzeit die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Der Paritätische fordert daher einen uneingeschränkten, barriere- und diskriminierungsfreien sowie wohnortnahen Zugang zu Informationen, Beratung und medizinischer Versorgung für schwangere Personen. Der Verband fordert außerdem die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen für alle selbstbestimmten Schwangerschaftsabbrüche.</p>
<h3>Barrierefreier und niedrigschwelliger Zugang zu Beratung und Ärzt*innen</h3>
<p>Aus Sicht des Paritätischen ist es wichtig, dass schwangere Personen nicht allein gelassen werden und ein umfassendes Recht auf medizinische und sozialrechtliche Aufklärung, ergebnisoffene Beratung und Unterstützungsleistungen haben. Die Angebote müssen barrierefreie sowie leicht und niedrigschwellig zugängliche Informationen für schwangere Personen über Familienhilfen, Möglichkeiten des Schwangerschaftsabbruchs und Ärzt*innen bzw. Kliniken umfassen. Alle Beratungsangebote für schwangere Personen müssen flächendeckend, barrierefrei, leicht verständlich und staatlich finanziert zur Verfügung stehen. Es darf nicht sein, dass schwangere Personen regelrecht nach Ärzt*innen suchen müssen, die überhaupt bereit sind, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Nicht nur der Zugang zur Schwangerschaftsberatung, sondern auch der Zugang zu Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, muss flächendeckend, wohnortnah und barrierefrei sowie ohne Belästigung, Störung und Beeinflussung möglich sein. Die Aus- und Weiterbildung von Ärzt*innen in Bezug auf die fachliche Kompetenz bei der Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen muss verbessert werden. Denn auch wenn der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert wird, darf er nicht dadurch erschwert werden, dass es kaum Ärzt*innen gibt, die entsprechend ausgebildet sind.</p>
<h3>Kostenfreiheit von Verhütungsmitteln&nbsp;</h3>
<p>Der kostenfreie Zugang zu Verhütungsmitteln muss für Menschen mit existenzsichernden Transferleistungen bzw. für Menschen mit geringem Einkommen gesichert sein. Die Frage der Kostenfreiheit von Verhütungsmitteln ist nicht nur eine Frage der Verhinderung einer Schwangerschaft – sie ist genauso eine Frage der Gesundheitsprävention und sexueller Selbstbestimmung und betrifft Menschen aller Geschlechter und geschlechtlicher Identitäten.</p>
<p>Die ausführliche Position des Paritätischen zum Thema Schwangerschaftsabbruch finden Sie <a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Familie_und_Frauen/doc/Positionierung_ParitaetischerGesamtverband_Entkriminalisierung____218ff_StGB_2023_final.pdf" target="_blank">hier</a>.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Familie</category>
						
							<category>Frauen</category>
						
							<category>Gleichstellung</category>
						
							<category>Queer</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16892</guid>
					<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 14:49:33 +0200</pubDate>
					<title>Ausschreibung des DHG-Preises 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/ausschreibung-des-dhg-preises-2026/</link>
					<description>Mit dem DHG-Preis werden seit 2008 regelmäßig hervorragende und innovative Ansätze für unterstützte Teilhabe vom DHG-Fachverband für unterstützte Teilhabe ausgezeichnet. </description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die 8. Ausschreibung des DHG-Preises 2026 steht unter dem Motto:</strong><br>Unterstützte Teilhabe im Alter und am Lebensende.<br>Innovative Konzepte für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und komplexem Unterstützungsbedarf</p>
<p>Mit der diesjährigen Ausschreibung werden Einrichtungen, Dienste, Projekte<br>und Fachkräfte angesprochen, die Angebote zur selbstbestimmten Teilhabe<br>älterer Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und komplexem Unter-<br>stützungsbedarf erproben oder durchführen.<br>Dies können insbesondere Projekte sein, die sich mit diesen Themen<br>auseinandersetzen:<br>• Person(en)zentrierte und sozialräumliche Konzepte der Teilhabe im Alter,<br>• Begleiten von biografischen Übergängen wie Ausscheiden aus dem<br>&nbsp; &nbsp;Arbeitsleben oder Verlust der Tagesstruktur,<br>• Konzepte und Angebote gegen Einsamkeit im Alter,<br>• Bildungsangebote für ältere Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung<br>&nbsp; &nbsp;und komplexem Unterstützungsbedarf,<br>• Teilhabe an der Schnittstelle von Eingliederungshilfe und Pflege im Alter,<br>• Selbstbestimmte Begleitung und Palliativbetreuung am Lebensende,<br>• Umgang mit Trauer und Sterben,<br>• Vorbereitungen der Institutionen auf sich verändernde Bedarfe bei<br>&nbsp; &nbsp;alternden Personen.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie im&nbsp;<a href="https://240311fgmscqzxsovg2.nextcloud.hosting.zone/s/yTNc2fc8QwDH2S3" target="_blank" rel="noreferrer">Info DHG-Preis2026</a> oder im&nbsp;<a href="https://240311fgmscqzxsovg2.nextcloud.hosting.zone/s/FNSjBP7W7taxLBE" target="_blank" rel="noreferrer">DHG-Preis-Flyer2026</a> oder DHG-Preis-Flyer2026 zum Bestellen:&nbsp;<a href="#" data-mailto-token="ocknvq,kphqBfji/vgknjcdg0fg" data-mailto-vector="2">info(at)dhg-teilhabe.de</a></p>
<p><strong>Einsendeschluss bis 30.04.2027</strong><br>Rückfragen und Bewerbungen gerne per Mail an <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,kphqBfji/vgknjcdg0fg" data-mailto-vector="2">info(at)dhg-teilhabe.de</a><br>DHG Fachverband für unterstützte Teilhabe e.V.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
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					<pubDate>Wed, 23 Sep 2026 10:33:18 +0200</pubDate>
					<title>Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft, Außenminister Dr. Johann Wadephul wird Kuratoriumsvorsitzender von „Aktion Deutschland Hilft“</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bundespraesident-dr-frank-walter-steinmeier-uebernimmt-schirmherrschaft-aussenminister-dr-johann-wadephul-wird-kuratoriumsvorsitzender-von-aktion-deutschland-hilft/</link>
					<description>Steigende Not, sinkende Aufmerksamkeit: Humanitäre Hilfe braucht mehr Sichtbarkeit und Solidarität</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>BONN/BERLIN, 22.09.2026 – „Starke Partner:innen sind in der humanitären Hilfe wichtiger denn je: Der Schirmherr von ‚Aktion Deutschland Hilft‘ und das Kuratorium mit seinem Vorsitzenden stärken die Sichtbarkeit von Menschen, die weltweit nach Katastrophen in Not geraten sind, und würdigen gleichzeitig die Arbeit humanitärer Hilfsorganisationen sowie Engagement und Hilfsbereitschaft von Unterstützer:innen aus Deutschland“, so Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“. “Wir freuen uns, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesaußenminister Johann Wadephul in unserem Bündnis begrüßen zu dürfen. Sie unterstreichen damit die Bedeutung humanitärer Hilfe und gesellschaftlicher Solidarität.”&nbsp;</p>
<p>Dr. Frank-Walter Steinmeier folgt auf Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Horst Köhler, der die Schirmherrschaft von „Aktion Deutschland Hilft“ von 2013 bis zu seinem Tod im Februar 2025 innehatte. Eine besondere Verbindung zum Bündnis besteht bereits seit vielen Jahren: Als Vorsitzender des Kuratoriums übergab Dr. Frank-Walter Steinmeier die Schirmherrschaft seinerzeit an Horst Köhler. Den Vorsitz des Kuratoriums übernimmt Dr. Johann Wadephul von seiner Amtsvorgängerin Annalena Baerbock.&nbsp;</p>
<p>Humanitäre Organisationen stehen weltweit vor immensen Herausforderungen. Während die Zahl der Menschen, die infolge von Kriegen, Konflikten, Naturkatastrophen und den Folgen der Klimakrise auf Hilfe angewiesen sind, kontinuierlich steigt, geraten weiterhin viele humanitäre Katastrophen aus dem öffentlichen Blick. Besonders langanhaltende Notlagen erhalten oftmals nicht die Aufmerksamkeit, die ihrer Dringlichkeit entspricht. Weltweit rückläufige Mittel für humanitäre Hilfe und eine sinkende Spendenbereitschaft verschärfen diese Entwicklung zusätzlich und erschweren es Hilfsorganisationen, Menschen in Not zu erreichen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Ein Bündnis für gelebte Solidarität&nbsp;&nbsp;</strong></p>
<p>Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier erklärt anlässlich der Übernahme der Schirmherrschaft: „‚Aktion Deutschland Hilft‘ steht in beeindruckender Weise für gelebte Solidarität und Menschlichkeit. Sie bündelt die Kräfte renommierter Hilfsorganisationen und sorgt so dafür, dass Menschen in Not schnell, wirksam und verantwortungsvoll unterstützt werden können – unabhängig davon, ob Naturkatastrophen, bewaffnete Konflikte oder humanitäre Krisen die Ursache ihres Leids sind. Dieses Engagement verdient große Anerkennung und unser aller aufrichtigen Dank. Ich freue mich, diese wichtige Arbeit als Schirmherr von „Aktion Deutschland Hilft“ zu unterstützen.“ Die Schirmherrschaft ist ein ideelles Ehrenamt. Mit ihr unterstützt der Bundespräsident die humanitären Anliegen von „Aktion Deutschland Hilft“.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Solidarität ist eine gemeinsame Verantwortung&nbsp;&nbsp;</strong></p>
<p>Zur Übernahme des Vorsitzes im ehrenamtlichen Kuratorium erklärt Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul: „Kriege, Naturkatastrophen und andere Krisen bringen weltweit Millionen Menschen in existenzielle Not. Die Solidarität mit ihnen ist eine gemeinsame Verantwortung, ihre Not zu lindern liegt auch in unserem eigenen Interesse. Humanitäre Hilfe kann ihre Wirkung besonders dann entfalten, wenn Hilfsorganisationen, Staaten und internationale Partner ihre Kräfte bündeln und abgestimmt handeln. Das Bündnis ‚Aktion Deutschland Hilft‘ steht seit vielen Jahren für diese Zusammenarbeit. Sie leistet auch unter schwierigsten Bedingungen lebensrettende Nothilfe. Als Vorsitzender des Kuratoriums ist es mir ein persönliches Anliegen, dazu beizutragen, dass die wichtige Arbeit des Bündnisses die Aufmerksamkeit und Anerkennung erhält, die sie verdient.“&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Das Kuratorium von „Aktion Deutschland Hilft“ bringt Expertise und Perspektiven aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Seine Mitglieder beraten das Bündnis mit ihrer fachlichen Erfahrung und tragen dazu bei, die weltweite Arbeit der Bündnisorganisationen sowie die Situation von Menschen in Not stärker sichtbar zu machen. Mit ihrer öffentlichen Wirkung helfen sie zudem, Unterstützung und Spenden für dringend benötigte Nothilfe zu gewinnen. Damit unterstreichen sie den Charakter von „Aktion Deutschland Hilft“ als breites gesellschaftliches Bündnis.</p>
<p>Nicht zuletzt ist die Übernahme von Schirmherrschaft und Kuratoriumsvorsitz durch Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Wadephul auch ein Vertrauensbeweis für die Mitgliedsorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ – und damit auch für die zehn Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Gesamtverbandes im Bündnis.</p>
<p>Die zehn paritätischen Mitgliedsorganisationen bei “Aktion Deutschland Hilft”:</p>
<p><a href="https://arche-nova.org/" target="_blank" rel="noreferrer">arche noVa e.V.</a></p>
<p><a href="https://www.bundesverband-rettungshunde.de/" target="_blank" rel="noreferrer">BRH Bundesverband Rettungshunde e.V.</a></p>
<p><a href="https://www.freunde-waldorf.de/notfallpaedagogik" target="_blank" rel="noreferrer">Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.</a></p>
<p><a href="https://hammerforum.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Hammer Forum e.V.</a></p>
<p><a href="https://handicap-international.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Handicap International e.V.</a></p>
<p><a href="https://www.helpage.de/" target="_blank" rel="noreferrer">HelpAge Deutschland e.V.</a></p>
<p><a href="https://www.global-care.de/" target="_blank" rel="noreferrer">Kinderhilfswerk Stiftung Global Care</a></p>
<p><a href="https://www.landsaid.org/" target="_blank" rel="noreferrer">LandsAid e.V.</a></p>
<p><a href="https://www.sodi.de/" target="_blank" rel="noreferrer">SODI (Solidaritätsdienst International e.V.)</a></p>
<p><a href="https://tpi-ngo.de/" target="_blank" rel="noreferrer">TERRA Projekte International e.V.</a></p>
<p>Mehr zum Kuratorium von Aktion Deutschland Hilft: <a href="https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/wir-ueber-uns/schirmherr-und-kuratorium/" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/wir-ueber-uns/schirmherr-und-kuratorium/</a>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Humanitäre Auslandshilfe/Internationales</category>
						
					
					
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