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		<title>Der Paritätische - Alle Meldungen</title>
		<link>https://www.der-paritaetische.de/</link>
		<description></description>
		<language>de-de</language>
		
			<copyright>Der Paritätische</copyright>
		
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 06:10:43 +0200</pubDate>
		<lastBuildDate>Tue, 21 Jul 2026 06:10:43 +0200</lastBuildDate>
		
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					<guid isPermaLink="false">news-16788</guid>
					<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 06:05:00 +0200</pubDate>
					<title>Hitzewellen bringen soziale Einrichtungen an ihre Grenzen – Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/hitzewellen-bringen-soziale-einrichtungen-an-ihre-grenzen-ergebnisse-einer-bundesweiten-umfrage/</link>
					<description>Mehr als 2.870 soziale Einrichtungen berichten von massiven Belastungen durch die Hitzewelle Ende Juni 2026. Die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes zeigen: Hitzewellen gefährden die Gesundheit von betreuten Menschen und Beschäftigten, bringen Einrichtungen organisatorisch an ihre Grenzen und offenbaren erhebliche Defizite beim Hitzeschutz. Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<h2>Soziale Einrichtungen sind massiv betroffen</h2>
<p>An der Umfrage beteiligten sich bundesweit 2.871 Einrichtungen aus nahezu allen Bereichen der Sozialen Arbeit – darunter Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ambulante Dienste, Kindertagesbetreuung, Kinder- und Jugendhilfe, Beratungsstellen sowie weitere soziale Dienste.</p>
<p>82 Prozent der Einrichtungen geben an, von der Hitzewelle Ende Juni stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Besonders betroffen sind die betreuten Menschen, die Beschäftigten sowie die Gebäude. Mehr als 1.600 Freitextantworten zeigen, dass viele Einrichtungen nur noch durch großen persönlichen Einsatz und Improvisation in der Lage waren, ihre Angebote aufrechtzuerhalten.</p>
<h2>Gesundheitliche Folgen nehmen deutlich zu</h2>
<p>Die Umfrage macht deutlich, dass Hitze erhebliche gesundheitliche Folgen für besonders schutzbedürftige Menschen hat. 83,2 Prozent der Einrichtungen berichten von Erschöpfung und Kreislaufproblemen, 67,9 Prozent von Konzentrationsproblemen und 56,6 Prozent von Schlafstörungen. Fast jede zweite Einrichtung beobachtet zunehmende Unruhe, mehr als jede vierte eine Zunahme aggressiven Verhaltens.</p>
<p>In den offenen Antworten berichten Einrichtungen von einem deutlich erhöhten Betreuungsaufwand, psychischen Krisen, Notarzteinsätzen und Krankenhausaufenthalten. Mehrere Einrichtungen schildern sogar hitzebedingte Todesfälle. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Kinder sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen.</p>
<h2>Mitarbeitende arbeiten am Limit</h2>
<p>Auch die Beschäftigten geraten zunehmend an ihre Belastungsgrenzen. Fast 90 Prozent der Einrichtungen berichten von Erschöpfung der Mitarbeitenden, 86,7 Prozent von einer höheren körperlichen Belastung und 82,5 Prozent von Konzentrationsproblemen.</p>
<p>Die offenen Rückmeldungen zeigen, dass während Hitzeperioden der Arbeitsaufwand erheblich steigt. Mitarbeitende müssen zusätzlich Getränke verteilen, Trinkmengen dokumentieren, gefährdete Menschen engmaschiger beobachten und Tagesabläufe anpassen – häufig unter extremen Bedingungen in überhitzten Gebäuden. Besonders belastet sind Hauswirtschafts- und Küchenkräfte sowie Mitarbeitende ambulanter Dienste, die während ihrer Einsätze oftmals ohne ausreichenden Hitzeschutz unterwegs sind.</p>
<h2>Gebäude sind nicht auf den Klimawandel vorbereitet</h2>
<p>Die Umfrage zeigt erhebliche Defizite bei der baulichen und technischen Ausstattung sozialer Einrichtungen. Zwar verfügen 55,9 Prozent über Sonnenschutzmaßnahmen, doch nur 20,7 Prozent über Klimaanlagen oder vergleichbare Kühlmöglichkeiten. Lediglich 29,3 Prozent haben einen Hitzeschutzplan.</p>
<p>Viele Einrichtungen berichten von Raumtemperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius, fehlender Außenverschattung und Gebäuden, die sich über Tage aufheizen und nachts kaum abkühlen. Selbst Ventilatoren oder nächtliches Lüften reichen häufig nicht mehr aus.</p>
<h2>Organisatorische Grenzen werden erreicht</h2>
<p>Die Auswirkungen der Hitze beschränken sich nicht auf gesundheitliche Belastungen. Einrichtungen müssen Angebote einschränken, Veranstaltungen absagen und Betreuungsabläufe anpassen. Gleichzeitig stehen sie vor schwierigen Entscheidungskonflikten: Einerseits müssen Beschäftigte vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden, andererseits müssen gesetzliche Betreuungs- und Aufsichtspflichten erfüllt werden.&nbsp;</p>
<h2>Einrichtungen brauchen Investitionen statt Improvisation</h2>
<p>Die Ergebnisse machen deutlich, dass organisatorische Maßnahmen allein nicht mehr ausreichen. 86,3 Prozent der Einrichtungen sehen moderne Kühltechnik als wichtigste Unterstützungsmaßnahme. 56,8 Prozent fordern Investitionen in bauliche Maßnahmen wie Verschattung oder Dämmung, 54,4 Prozent zusätzliche finanzielle Förderung und knapp ein Drittel verbindliche Hitzeschutzkonzepte.</p>
<p>Viele Einrichtungen berichten, dass notwendige Investitionen aus eigenen Mitteln nicht finanzierbar sind und sie deshalb dauerhaft improvisieren müssen.</p>
<h1>Unsere Forderungen</h1>
<p>Die Umfrage zeigt deutlich: Hitzeschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Paritätische Gesamtverband fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.</p>
<p><strong>Ein nationaler Hitzekrisenstab</strong> soll Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes künftig in verbindliche Schutzmaßnahmen überführen und Bund, Länder und Kommunen während Hitzeperioden koordinieren.</p>
<p><strong>Ein bundesweiter Hitzenotfallfonds</strong> muss Kommunen, sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern und Hilfsorganisationen unbürokratisch dabei unterstützen, Kühltechnik, Verschattung, Trinkwasserversorgung und zusätzliche Personalressourcen zu finanzieren.</p>
<p><strong>Besonders gefährdete Menschen und systemrelevante Einrichtungen müssen gezielt geschützt werden.</strong> Dazu gehören aufsuchende Hilfen, Telefonketten, Hitzepatenschaften, mobile Unterstützungsteams und klimatisierte Schutzräume ebenso wie eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung sozialer Einrichtungen.</p>
<h2>Jetzt handeln</h2>
<p>Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind bis zur Kalenderwoche 26 bereits rund 5.120 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Die heißesten Wochen des Jahres können noch bevorstehen.</p>
<p>Die Ergebnisse der Umfrage zeigen: Die Hitzekrise ist längst im Alltag sozialer Einrichtungen angekommen. Ohne kurzfristige Unterstützung und langfristige Investitionen drohen weitere Überlastung, Versorgungslücken und vermeidbare gesundheitliche Schäden. Bund, Länder und Kommunen müssen jetzt handeln, um besonders gefährdete Menschen zu schützen und die soziale Infrastruktur widerstandsfähig gegen die Folgen der Klimakrise zu machen.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16795</guid>
					<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 15:23:44 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 20. Juli 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-20-juli-2026/</link>
					<description>Der Unterhaltsvorschuss, Hitzebelastung in sozialen Einrichtungen, Urlaubsreisen und die Benachteiligung geflüchteter Kinder waren Themen, mit denen der Paritätische Gesamtverband in der letzten Woche in den Medien war.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>taz: <a href="https://taz.de/Joachim-Rock-zu-Kuerzungsplaenen/!6195991/" target="_blank" rel="noreferrer">„Das wäre verheerend für einkommensarme Familien“</a></p>
<p>Zeit: <a href="https://www.zeit.de/wissenschaft/2026-07/hitze-gesundheitsrisiko-schutz-krise-bundesregierung" target="_blank" rel="noreferrer">»Die backen hier wie die Hähnchen«</a> (€)</p>
<p>Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/07/17/82-prozent-der-sozialen-einrichtungen-stark-von-hitze-betroffen-paritaetischer-fordert-sofortprogramm-fuer-hitzesommer-2026/" target="_blank" rel="noreferrer">82 Prozent der sozialen Einrichtungen stark von Hitze betroffen: Paritätischer fordert Sofortprogramm für Hitzesommer 2026</a></p>
<p>Tagesschau: <a href="https://www.tagesschau.de/tagesschau_20_uhr/ts-79752.html" target="_blank" rel="noreferrer">Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende soll nur noch für Kinder bis 16 Jahren gewährt werden</a></p>
<p>RTL ntv Frühstart: <a href="https://www.n-tv.de/mediathek/magazine/fruehstart/Grundsicherung-liegt-deutlich-unter-Armutsgrenze-id31091279.html" target="_blank" rel="noreferrer">"Grundsicherung liegt deutlich unter Armutsgrenze"</a></p>
<p>RBB Inforadio: <a href="https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2026/07/14/menschen-mit-wenig-einkommen-urlaub-ermoeglichen-kipping.html" target="_blank" rel="noreferrer">Kipping: Angebote für preiswertes Reisen ausbauen</a></p>
<p>Evangelisch: <a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/257205/14-07-2026/kipping-warnt-vor-benachteiligung-aermerer-bei-urlaubsreisen" target="_blank" rel="noreferrer">Kipping warnt vor Benachteiligung Ärmerer bei Urlaubsreisen</a></p>
<p>Hasepost: <a href="https://hasepost.de/kipping-fordert-haerteres-vorgehen-gegen-saeumige-unterhaltszahler-732970/" target="_blank" rel="noreferrer">Kipping fordert härteres Vorgehen gegen säumige Unterhaltszahler</a></p>
<p>Zeit: <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/2026-07/gefluechtete-kinder-deutschland-teilhabe-gesundheitsversorgung-paritaetischer-gesamtverband-save-the-children" target="_blank" rel="noreferrer">Verbände fordern Abschaffung von Asylbewerberleistungsgesetz</a></p>
<p>Evangelisch: <a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/257192/14-07-2026/gefluechtete-kinder-laut-studie-massiv-benachteiligt" target="_blank" rel="noreferrer">Geflüchtete Kinder laut Studie massiv benachteiligt</a></p>
<p>Deutsches Ärzteblatt: <a href="https://www.aerzteblatt.de/news/verbande-kritisieren-massive-nachteile-fur-kinder-von-gefluchteten-0e89ca5c-116e-47a7-a015-bded1e2b0d27" target="_blank" rel="noreferrer">Verbände kritisieren massive Nachteile für Kinder von Geflüchteten</a></p>
<p>Wohlfahrt Intern: <a href="https://www.wohlfahrtintern.de/detail/paritaetischer-haelt-pooling-in-kitas-fuer-reine-sparmassnahme-1" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer hält Pooling in Kitas für reine Sparmaßnahme</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16796</guid>
					<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 12:30:00 +0200</pubDate>
					<title>Gemeinsame Erklärung zu Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/inklusion-und-diversitaet-in-den-freiwilligendiensten/</link>
					<description>Zum ihrem Abschluss veröffentlicht die Koordinierungsstelle für Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten eine gemeinsame Erklärung.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Kindertagesbetreuung/kita/doc/Finale_Erkl%C3%A4rung_FWD_Diversitaet.pdf" length="658913" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<h3>Abschluss der Koordinierungsstelle für Inklusion und Diversität</h3>
<p>Nach 4,5 Jahren endet die Arbeit der Koordinierungsstelle für Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten. Das seit 2022 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt war bundesweite Anlaufstelle für Fachkräfte, Träger sowie Freiwillige und Interessierte zu Fragen der Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten.</p>
<p>Die Koordinierungsstelle unterstützte Organisationen dabei, die Jugendfreiwilligendienste (FSJ und FÖJ) sowie den Bundesfreiwilligendienst (BFD) inklusiver und diversitätsgerechter zu gestalten. Darüber hinaus beriet sie Freiwillige und Interessierte zu Teilhabemöglichkeiten sowie zu Leistungen, die eine Teilnahme am Freiwilligendienst erleichtern können.</p>
<p>Im Laufe der Projektarbeit etablierte sich die Koordinierungsstelle als wichtiger Ansprechpartner innerhalb der Freiwilligendienstlandschaft. Die hohe Nachfrage nach Beratungs- und Fortbildungsangeboten sowie zahlreiche positive Rückmeldungen führten dazu, dass die zunächst bis 2024 vorgesehene Förderung bis zum 30. August 2026 verlängert wurde.</p>
<p>Während der Schwerpunkt zu Beginn insbesondere auf der Inklusion von Menschen mit Behinderung lag, wurde im weiteren Projektverlauf deutlich, dass auch andere marginalisierte Gruppen stärker berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören unter anderem queere Menschen (LGBTQIA+), Personen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, Menschen mit erschwertem Zugang zu Bildung oder niedrigem sozioökonomischem Status sowie Menschen, die aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit Diskriminierung erfahren. Deshalb verfolgte die Koordinierungsstelle ab 2025 verstärkt einen intersektionalen Ansatz, ohne dabei die Inklusion von Menschen mit Behinderung aus dem Blick zu verlieren.</p>
<h3>Gemeinsame Erklärung als nachhaltiges Projektergebnis</h3>
<p>Ein zentrales Ergebnis der Koordinierungsstelle ist die <strong>„Gemeinsame Erklärung zu Inklusion und Diversität in den Freiwilligendiensten“</strong>. Sie entstand in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess mit den Zentralstellen der Freiwilligendienste und bildet den fachlichen Abschluss der Projektarbeit.</p>
<p>Ausgangspunkt war die Frage, wie die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen langfristig in den bestehenden Strukturen der Zentralstellen verankert werden können. Hierfür wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet. Im Verlauf des Austausches zeigte sich, dass die Zentralstellen über sehr unterschiedliche organisatorische Voraussetzungen, Strukturen und Handlungsspielräume verfügen. Ein einheitlicher Umsetzungsansatz wäre dieser Vielfalt nicht gerecht geworden. Gleichzeitig bestand Konsens darüber, dass ein gemeinsames Verständnis von Inklusion und Diversität sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Strukturen ein gemeinsames Ziel sind.</p>
<p>Die daraus entstandene Gemeinsame Erklärung formuliert dieses gemeinsame Selbstverständnis. Sie dient als Orientierung für die zukünftige Zusammenarbeit und beschreibt Leitgedanken für die Weiterentwicklung von Strukturen, Prozessen und Haltungen in den Zentralstellen. Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine gemeinsame fachliche Entwicklungsrichtung.</p>
<p>Die Erklärung umfasst zwei zentrale Perspektiven:</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e3b67b8cd3be2b966ab66db7670b54c33"><strong>Nach innen</strong> regt sie die Zentralstellen dazu an, ihre Strukturen, Prozesse und Haltungen regelmäßig hinsichtlich Inklusion und Diversität zu reflektieren, Barrieren abzubauen und Veränderungen entsprechend ihrer jeweiligen Möglichkeiten anzustoßen.</li><li data-list-item-id="ee850110ead6c2c989e10a0866a0722e5"><strong>Nach außen</strong> setzt sie ein gemeinsames Zeichen für diskriminierungssensible und möglichst barrierearme Freiwilligendienste. Gleichzeitig bekräftigt sie den Willen der Zentralstellen, den fachlichen Austausch und die gegenseitige Unterstützung dauerhaft fortzuführen.</li></ul><h3>Ausblick</h3>
<p>Die Gemeinsame Erklärung macht deutlich, dass die nachhaltige Weiterentwicklung inklusiver und diversitätsgerechter Freiwilligendienste nicht allein durch das Engagement der Zentralstellen erreicht werden kann. Erforderlich sind darüber hinaus geeignete politische Rahmenbedingungen sowie eine verlässliche und langfristige Förderung, damit begonnene Entwicklungsprozesse dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden können.</p>
<p>Mit der Gemeinsamen Erklärung bleibt ein wesentliches Ergebnis der Koordinierungsstelle bestehen: ein gemeinsamer Orientierungsrahmen für die zukünftige Gestaltung inklusiver und diversitätsbewusster Freiwilligendienste.</p>
<p>Nähere Informationen zum Projekt: <a href="https://www.freiwilligendienste-fuer-alle.de" target="_blank">www.freiwilligendienste-fuer-alle.de</a> und auf <a href="https://www.pro-fsj.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.pro-fsj.de</a>.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Freiwilligendienste</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16267</guid>
					<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 07:47:41 +0200</pubDate>
					<title>Call for Abstracts - Kongress Armut und Gesundheit 2027</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/call-for-abstracts-kongress-armut-und-gesundheit-2027/</link>
					<description>Der Kongress Armut und Gesundheit ist eine der größten regelmäßig stattfindenden Public Health-Veranstaltungen in Deutschland. Der kommende Kongress findet am 02. und 03. März 2027 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität in Berlin statt. Unter dem Motto „Gemeinsam für Gesundheitsgerechtigkeit“ wird die Frage gestellt, wie Allianzen, Bündnisse und Kooperationen dazu beitragen können, gemeinsam Gesundheitsgerechtigkeit nachhaltig zu fördern.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Gesundheitliche Ungleichheiten entstehen nicht isoliert, sondern an den Schnittstellen von Gesundheit, Bildung, Sozialem, Arbeit, Wohnen, Umwelt und Politik. Entsprechend können sie nur durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln wirksam verringert werden. Die Erfahrung zeigt: Wo Akteur*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen, Institutionen und gesellschaftlichen Bereichen nicht zusammenwirken,&nbsp;</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e2ca13271de2cce8a7ed879094b697111">bleiben Zugänge zu Gesundheits- und Unterstützungsangeboten fragmentiert,</li><li data-list-item-id="e54605fd5145974d3cb324317973e95af">sind Hilfen unzureichend aufeinander abgestimmt und</li><li data-list-item-id="ee7f5506e617438006e85d24fb610cde4">bestehen gesundheitliche Ungleichheiten sowie strukturelle Benachteiligungen fort.</li></ul><p>Wo hingegen tragfähige Kooperationen, Bündnisse und Allianzen entstehen, werden Ressourcen und Kompetenzen gebündelt, unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt, innovative und nachhaltige Lösungen entwickelt und gesundheitliche Teilhabe sowie Gesundheitsgerechtigkeit gestärkt. Gemeinsam für Gesundheitsgerechtigkeit bedeutet daher mehr als Zusammenarbeit. Das Motto beschreibt einen gemeinsamen gesellschaftlichen Gestaltungsauftrag: Nur wenn Akteur*innen aus Gesundheitswesen, Bildung, Sozialem, Wissenschaft, Politik, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Kompetenzen bündeln und Verantwortung teilen, können die Voraussetzungen geschaffen werden, damit alle Menschen faire und gerechte Chancen auf ein gesundes Leben erhalten. Kooperationen, Bündnisse und Allianzen sind hierfür keine Ergänzung, sondern eine zentrale Voraussetzung.</p>
<p>Der Kongress schafft seit 1995 ein Problembewusstsein für gesundheitliche Ungleichheit in Deutschland. Akteur*innen aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Praxis und Selbsthilfe tauschen sich zu Themen gesundheitlicher Ungleichheit aus, aktuelle Forschungsergebnisse werden diskutiert und neue Strategien, Lösungsansätze und Erfahrungen vertieft. Der Kongress bietet damit eine Plattform für neue Kooperationen, Entwicklungen und Diskussionen. Das Diskussionspapier zum diesjährigen Kongress finden Sie&nbsp;<a href="https://www.armut-und-gesundheit.de/fileadmin/user_upload/Kongress/Kongress_2027/Diskussionspapier_2027.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">hier</a>.</p>
<h3>Eigenen Beitrag einreichen und den Kongress aktiv mitgestalten</h3>
<p>Bis zum&nbsp;<strong>30. August 2026</strong>&nbsp;ist der Call for Abstracts für den Kongress Armut und Gesundheit 2027 geöffnet. Nähere Informationen zur Beitragseinreichung finden Sie&nbsp;<a href="https://www.armut-und-gesundheit.de/call-for-abstracts" target="_blank" rel="noreferrer">hier</a>.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Gesundheit und Migration</category>
						
							<category>Aktionswoche Selbsthilfe</category>
						
							<category>Suchthilfe</category>
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.armut-und-gesundheit.de/" absolute='1' title=""></relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16794</guid>
					<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 13:07:17 +0200</pubDate>
					<title>Veranstaltungstipp: CleanMed Berlin - Gemeinsam für eine nachhaltigere Sozialwirtschaft</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/veranstaltungstipp-cleanmed-berlin-gemeinsam-fuer-eine-nachhaltigere-sozialwirtschaft/</link>
					<description>Am 28. und 29. September 2026 findet in Berlin die CleanMed Berlin statt – ein Vor-Ort-Kongress für Nachhaltigkeit in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Wir freuen uns, auf dem Panel zu Nachhaltigkeit in der Wohlfahrtspflege vertreten zu sein und das Thema gemeinsam mit anderen Akteur*innen aus der Sozialwirtschaft voranzubringen. </description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Nutzen Sie die Gelegenheit, dabei zu sein: Freuen Sie sich auf praxisnahe Impulse, spannende Diskussionen und die Möglichkeit, sich mit anderen Aktiven aus dem gesamten Sektor zu vernetzen. Themen wie Klimaresilienz, Treibhausgasbilanzierung, nachhaltige Einrichtungsgestaltung und Kreislaufwirtschaft stehen ebenso auf der Agenda wie konkrete Best-Practice-Beispiele aus der Sozialwirtschaft.&nbsp;</p>
<p>Als Mitglied des Paritätischen Gesamtverbandes erhalten Sie mit dem Code <strong>Paritäter10CMB26</strong> 10% Rabatt auf Ihren Ticketpreis.</p>
<p>Die CleanMed Berlin richtet sich an Nachhaltigkeitsbeauftragte, Führungskräfte und alle, die Nachhaltigkeit in ihrer Einrichtung aktiv mitgestalten wollen.</p>
<p><strong>Alle Infos und Anmeldung unter: </strong><a href="http://www.cleanmed-berlin.de" target="_blank" rel="noreferrer"><strong>www.cleanmed-berlin.de</strong></a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16793</guid>
					<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 15:08:41 +0200</pubDate>
					<title>82 Prozent der sozialen Einrichtungen stark von Hitze betroffen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/82-prozent-der-sozialen-einrichtungen-stark-von-hitze-betroffen/</link>
					<description>Paritätischer fordert Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 16. Juli 2026 – Die Hitzewelle Ende Juni hat soziale Einrichtungen massiv belastet: 82 Prozent der 2.871 Einrichtungen und Dienste, die sich bundesweit an einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes beteiligt haben, geben an, stark oder sehr stark betroffen gewesen zu sein. Überhitzte Gebäude, gesundheitliche Risiken und zusätzliche Belastungen für Beschäftigte bringen viele Einrichtungen an ihre Grenzen. Der Paritätische fordert deshalb ein bundesweites Sofortprogramm für den Hitzesommer 2026.</p>
<p>„Hitze ist längst keine abstrakte Zukunftsgefahr mehr, sondern eine konkrete Belastung für Menschen, soziale Einrichtungen und die gesamte öffentliche Daseinsvorsorge. Die Rückmeldungen aus den beteiligten Einrichtungen zeigen, dass besonders gefährdete Menschen bereits heute einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind“, erklärt Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes. „Einige Einrichtungen berichten von Innenraumtemperaturen zwischen 30 und 40 Grad, überhitzten Wohn- und Gruppenräumen und Situationen, in denen Räume zeitweise nicht mehr nutzbar waren. Gleichzeitig leisten Beschäftigte unter extremen Bedingungen zusätzliche Arbeit, um die Versorgung und den Schutz der ihnen anvertrauten Menschen sicherzustellen. Die zunehmenden Belastungen durch extreme Hitze können nicht allein vor Ort aufgefangen werden, sondern erfordern verlässliche politische Unterstützung und gemeinsame Lösungen“, so Kipping.</p>
<p>Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind bis zur Kalenderwoche 26 bereits rund 5.120 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben.&nbsp; Mitte Juli stehen womöglich noch die heißesten Wochen vor uns. Der Paritätische mahnt deshalb an, extreme Hitze als Aufgabe des Bevölkerungsschutzes zu behandeln und kurzfristig einen ressortübergreifenden Hitzekrisenstab auf Bundesebene einzurichten. Dieser müsse während Hitzeperioden die Lage bewerten, Maßnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen koordinieren und sicherstellen, dass Schutzmaßnahmen schnell und verbindlich umgesetzt werden.</p>
<p>Zudem brauche es einen bundesweiten Hitzenotfallfonds, damit Kommunen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, soziale Träger und Hilfsorganisationen notwendige Schutzmaßnahmen wie Kühltechnik, Verschattung, Trinkwasserversorgung und zusätzliche Personalressourcen finanzieren können. Besonders gefährdete Menschen wie ältere Menschen, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranke, wohnungslose Menschen, Kinder und Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigten während Hitzewellen einen verlässlichen Schutz durch aufsuchende Unterstützung, erreichbare kühle Aufenthaltsorte, gezielte Information und Begleitung sowie eine bedarfsgerechte Versorgung.</p>
<p>Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf: 87,6 Prozent der Einrichtungen berichten von erheblichen Belastungen der Mitarbeitenden, 75,3 Prozent von überhitzten Gebäuden und 74,3 Prozent von Auswirkungen auf betreute, gepflegte oder begleitete Menschen. Die Rückmeldungen zeigen zudem, dass Hitze auch die Erreichbarkeit sozialer Angebote einschränkt: Menschen konnten Termine nicht wahrnehmen, Beratungsangebote nicht aufsuchen oder benötigten zusätzliche Unterstützung durch aufsuchende Hilfen. Gleichzeitig setzen Einrichtungen zahlreiche kurzfristige Maßnahmen um – von zusätzlichen Trinkangeboten und angepassten Tagesabläufen über häufigeres Lüften in Wohn- und Einzelräumen bis hin zu vermehrter Begleitung und Betreuung besonders gefährdeter Menschen. „Viele Einrichtungen und Dienste tun bereits alles, was kurzfristig möglich ist. Doch organisatorische Maßnahmen stoßen an Grenzen, wenn sich Gebäude über mehrere Tage aufheizen und keine geeigneten kühlen Rückzugsräume vorhanden sind“, so Kipping. „Die notwendigen Maßnahmen sind bekannt. Jetzt braucht es politisches Handeln und Tempo, damit soziale Einrichtungen und Dienste und andere wichtige Akteure auch bei zunehmender Hitze eine sichere Versorgung gewährleisten können.“</p>
<p>Die vollständige Auswertung der Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes finden Sie <a href="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/260714_Umfrage_Hitze_in_sozialen_Einrichtungen_und_Diensten.pdf">hier</a>.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16792</guid>
					<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 13:57:43 +0200</pubDate>
					<title>Neue Auflage: Praxisratgeber Vereinsrecht</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/neue-auflage-praxisratgeber-vereinsrecht/</link>
					<description>Der Praxisratgeber Vereinsrecht wurde aktualisiert und ist jetzt in der 9. Auflage im Walhalla Verlag erschienen. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/_processed_/5/4/csm_20260716_Praxisratgeber-Vereinsrecht_a407b55ef0.png" length="652094" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Praxisratgeber Vereinsrecht wurde als Handbuch für die Praxis geschrieben. Er enthält neben einer Mustersatzung für gemeinnützige Vereine Tipps und Erläuterungen, die sich typischerweise aus dem Vereinsalltag ergeben. Dargestellt wird u.a. die Wahl der passenden Rechtsform, die Voraussetzungen zur Gründung eines Vereins und Fragen zur Haftung. Des Weiteren werden Fragen des Gemeinnützigkeitsrechts zu Steuern, Mittelverwendung, Spenden und Sponsoring und Zahlungen an Ehrenamtliche und Vorstände behandelt. Daneben erhält der Praxisratgeber Vereinsrecht Hinweise zum Transparenz- und Zuwendungsregister und zum Hinweisgeberschutzgesetz.&nbsp;</p>
<p>Abgedruckt sind alle wichtigen Auszüge aus Gesetzen und Erlassen der Finanzverwaltung, z.B. der AEAO, die für die Vereinsarbeit relevant sind.</p>
<p>Praxisratgeber Vereinsrecht, Michael Goetz, Werner Hesse, und Erika Koglin, 9. Auflage, Walhalla Verlag, ISBN 978-3-8029-4192-4, 19,95 €.</p>
<p>Der Praxisratgeber ist nur über den Verlag oder den Buchhandel als Printversion oder als eBook erhältlich.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Allgemeine Rechtsfragen</category>
						
							<category>Steuerrecht</category>
						
							<category>Vereinsrecht</category>
						
							<category>Gesellschaftsrecht</category>
						
							<category>Urheberrecht</category>
						
							<category>Datenschutz</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16791</guid>
					<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 10:40:08 +0200</pubDate>
					<title>Paritätischer sieht rote Linien bei beabsichtigter Pflegereform (Referentenentwurf Pflegeneuordnungsgesetz – PNOG) und fordert alternative Finanzierungskonzepte</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/paritaetischer-sieht-rote-linien-bei-beabsichtigter-pflegereform-pflegeneuordnungsgesetz-pnog-und-fordert-alternative-finanzierungskonzepte/</link>
					<description>Die kommende Pflegereform soll die pflegerische Versorgung nachhaltig und demographiefest aufstellen, sie weiterentwickeln und verbessern. Es drohen mit dem PNOG jedoch Streichungen, Kürzungen und Mehrbelastungen im nie dagewesenen Ausmaß. Statt einem Gesamtkonzept und einem tragfähigen Finanzierungskonzept gibt es damit aufgrund der Kassenlage ein Spar- und Rationierungskonzept und keine „Neuordnung“. </description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260708_Rote_Linien_u_alternative_Finanzierungskonzepte_PNOG_Paritaet.pdf" length="98352" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Pläne stehen massiv in der Kritik und die Bundesregierung verschiebt eine Kabinettsbefassung nahezu wöchentlich. Ein offizieller Gesetzesentwurf wird vermutlich nicht mehr vor der Sommerpause beschlossen. Nach Auffassung des Paritätischen muss die Zeit genutzt werden, um die Pläne grundlegend zu überarbeiten. Dafür zieht der Verband&nbsp;rote Linien:&nbsp;</p><ol><li data-list-item-id="e31a12ddd8b4538a6f51e2c3ff8363458"><p style="margin-left:0px;"><span>Hände weg von den Tariflöhnen!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e486297bc2f60a2d034533f568d3e93ef"><p style="margin-left:0px;"><span>Hände weg von den Rentenbeiträgen pflegender Angehöriger!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e80c1fc7147f83c8600c3a6173124d018"><p style="margin-left:0px;"><span>Das PNOG darf Strukturen häuslicher Pflegedienste nicht gefährden!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="efc91bf5d2c0ab34b930bdbc5a712ea67"><p style="margin-left:0px;"><span>Mehr Klarheit und Flexibilität bei der Einführung von Budgets erforderlich – insbesondere beim Sozialraumbudget für häusliche Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege und in der Behindertenhilfe!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e4156208795afd469f7996f8fd43c0da8"><p style="margin-left:0px;"><span>Menschen mit Pflegegrad 1 dürfen mit&nbsp;einem&nbsp;Verlust ihres Entlastungsbetrages nicht alleine gelassen werden!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e7a8532fd88f783abefd5d4c5520937a5"><p style="margin-left:0px;"><span>Eine&nbsp;Anpassung der Begutachtung muss mit Augenmaß erfolgen!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e686258b769ca991a85ce63994fbc2c20"><p style="margin-left:0px;"><span>Folgen der Anpassung des Begutachtungsinstruments benötigen für die Versorgung Lösungen!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e13a24396565b8f2abf8e180fc1cc13ac"><p style="margin-left:0px;"><span>Die Dynamisierungsregelung darf faktisch nicht zur Kürzung werden!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e6a23c276b27ec2c35d6ba6a306ed5264"><p style="margin-left:0px;"><span>Eigenanteile dürfen nicht weiter steigen!&nbsp;&nbsp;</span></p></li><li data-list-item-id="e8d4fd6a1222a691aec3ad12e3e4ae63e"><p style="margin-left:0px;"><span>Keine unsozialen Regelungen zur Begrenzung der Familienmitversicherung!&nbsp;&nbsp;</span></p></li></ol><p>Alternative Finanzierungskonzepte sind möglich. Der Paritätische zeigt, wie Defizite abgewendet und die Finanzen stabilisiert sowie drastische Leistungskürzungen vermieden und Leistungen gesichert werden können.&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16790</guid>
					<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 09:37:12 +0200</pubDate>
					<title>Veranstaltungstipp: Online-Veranstaltung „Über 10 Jahre Sozialer Arbeitsmarkt Karlsruhe – Ein Erfolgsmodell im Fokus“ am 9. September 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/veranstaltungstipp-online-veranstaltung-ueber-10-jahre-sozialer-arbeitsmarkt-karlsruhe-ein-erfolgsmodell-im-fokus-am-9-september-2026/</link>
					<description>Am 9. September 2026 findet die Online-Veranstaltung „Über 10 Jahre Sozialer Arbeitsmarkt Karlsruhe – Ein Erfolgsmodell im Fokus“ statt. Die Veranstaltung findet in Kooperation der Verbände Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe, BAG IDA, bag arbeit, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband und EFAS statt. Anmeldungen sind jetzt möglich. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Schwerpunkte/Arbeitsmarktpolitik/img/tomasha73-people-6545894.jpg" length="4030778" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 10 Jahren bietet der kommunal geförderte Soziale Arbeitsmarkt in Karlsruhe Menschen, die weit vom ersten Arbeitsmarkt entfernt sind, Stabilität, Beschäftigung und soziale Teilhabe. Doch was macht dieses Langzeitprojekt so erfolgreich?</p>
<p>Erfahren Sie in der Veranstaltung mehr über die konkrete Umsetzung, die Zielgruppen und die Maßnahmen des Sozialen Arbeitsmarktes in Karlsruhe. Es werden u.a. aktuelle Erkenntnisse aus der Evaluation präsentiert und die enorme Bedeutung des Programms für die geförderten Personen, die Kommune und die soziale Infrastruktur beleuchtet.</p>
<p>Neben den Gelingensbedingungen für ein über zehnjähriges Bestehen wird auf aktuelle Herausforderungen geblickt und Argumente geliefert, warum sich dieses Modell auch für andere Kommunen als zukunftsweisender Weg anbietet.</p>
<p><strong>Mit:&nbsp;</strong>Johanna Hopfengärtner, Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka), Karlsruhe</p><ul style="margin-left:8px;" class="list-normal"><li data-list-item-id="e03e0728689530b77aa4c8bd712cc150f"><span><strong>Termin:</strong> 9. September 2026, 12.30 Uhr bis max. 14.00 Uhr</span></li><li data-list-item-id="e75cdddf0a3e513facac8c2564f52397f"><span><strong>Ort:</strong> online</span></li><li data-list-item-id="eeb1b81bc59c6f7b72a09b6fc546d5d69"><span><strong>Beitrag:</strong> kostenfrei</span></li></ul><p>Die Veranstaltung findet in Kooperation der folgenden Verbände statt: Bundesnetzwerk für Arbeit und soziale Teilhabe, Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (BAG IDA) im Deutschen Caritasverband, Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit e. V. (bag arbeit), Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V., Evangelischer Fachverband Arbeit und Soziale Integration e. V. (EFAS).</p>
<p>Die Veranstaltung richtet sich an politische Entscheidungsträger*innen, Mitarbeitende aus Verwaltung und Kommunen, Fachpraxis sowie der Wohlfahrtspflege, an alle Akteur*innen der Arbeitsförderung sowie an die interessierte Öffentlichkeit.</p>
<p>Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung <a href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/sozialer-arbeitsmarkt-karlsruhe/" target="_blank">finden sich hier.&nbsp;</a></p>
<p>Grafik von <a href="https://pixabay.com/de/users/tomasha73-20895442/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=6545894" target="_blank" rel="noreferrer">Thang Ha</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=6545894" target="_blank" rel="noreferrer">Pixabay</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Arbeitsmarktpolitik</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://www.der-paritaetische.de/termin-detailansicht/sozialer-arbeitsmarkt-karlsruhe/" absolute='1' title="Anmeldung zur Online-Veranstaltung">Anmeldung zur Online-Veranstaltung</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16789</guid>
					<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 18:46:19 +0200</pubDate>
					<title>Befragung zum Klimawandel in Einfacher Sprache</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/befragung-zum-zum-klimawandel-in-einfacher-sprache/</link>
					<description>Die reha e.v. möchten wissen, wie du den Klimawandel erlebst und was sich in deinem Alltag verändert hat. 
Mach bei der kurzen Befragung mit und hilf der Organisation, Ideen für gemeinsame Klima-Aktionen zu entwickeln.</description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/img/changeable.png" length="106073" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wollen wissen, was du über den Klimawandel denkst.<br>Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf dich?<br>Was hat sich in deinem Alltag geändert?<br>Danach wollen wir zum Beispiel Aktionen planen,<br>bei denen du mitmachen kannst.</p>
<p><br>Die Befragung machen wir zusammen mit Partnern aus Irland und Italien.<br>Denn wir arbeiten zusammen an einem Klima-Projekt.<br>Es heißt ChangeABLE. Das ist Englisch und bedeutet:<br>die Fähigkeit, sich zu verändern.</p>
<p>Bitte mach mit!</p>
<p>Du kannst die Fragen am Computer<br>beantworten. Geh auf diesen Link:<br><a href="https://forms.gle/TxD55fhNunTyhxAA8" target="_blank" rel="noreferrer">https://forms.gle/TxD55fhNunTyhxAA8</a>&nbsp;</p>
<p>Du kannst den Fragebogen auch ausdrucken.<br>Du findest ihn auf dieser Internet-Seite:<br><a href="https://unser-klima.diereha.de/changeable/" target="_blank" rel="noreferrer">https://unser-klima.diereha.de/changeable/</a></p>
<p>Die Befragung ist anonym, also geheim.<br>Du kannst auch Fragen frei lassen.<br>Oder jemanden um Hilfe bitten.</p>
<p>Vielen Dank!</p>
<p>Jede Antwort hilft uns.</p>
<p><br>Bei Fragen schreibe uns: bildung@diereha.de</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Leichte Sprache</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16787</guid>
					<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 16:10:13 +0200</pubDate>
					<title>EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf Verlängerung des vorübergehenden Schutzes für Geflüchtete aus der Ukraine bis zum 04. März 2028</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/eu-kommission-und-eu-mitgliedstaaten-einigen-sich-auf-verlaengerung-des-voruebergehenden-schutzes-fuer-gefluechtete-aus-der-ukraine-bis-zum-04-maerz-2028/</link>
					<description>Die EU-Mitgliedstaaten haben sich auf die Verlängerung des vorübergehenden Schutzes für aus der Ukraine Geflüchtete geeinigt. Damit haben Betroffene eine aufenthaltsrechtliche Sicherheit bis zum 4. März 2028. Allerdings sind Einschränkungen für neu einreisende ukrainische Staatsangehörige im wehrpflichtigen Alter beschlossen worden.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einigung auf Verlängerung des vorübergehenden Schutzes von aus der Ukraine Geflüchteten bis zum 04. März 2028</strong></p>
<p>Die Europäische Kommission hat mit ihrem <a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_26_1462" target="_blank" rel="noreferrer">Beschluss vom 26.06.2026</a> die Verlängerung des vorübergehenden Schutzes von aus der Ukraine Geflüchteten um ein weiteres Jahr bis zum 04. März 2028 vorgeschlagen. Sie begründet die Verlängerung damit, dass die Sicherheits- und Versorgungslage in der Ukraine weiterhin keine sichere und dauerhafte Rückkehr der meisten Vertriebenen zulässt.</p>
<p>Am <a href="https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/07/15/eu-countries-agree-to-extend-temporary-protection-for-those-fleeing-ukraine-until-march-2028/" target="_blank" rel="noreferrer">15.07.2026 haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union</a> auf eine entsprechende Verlängerung des vorübergehenden Schutzes bis zum 04.03.2028 verständigt. Das weitere Verfahren sieht vor, dass der Rat der Europäischen Union den Durchführungsbeschluss in den kommenden Wochen förmlich annehmen wird. Nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union tritt der Beschluss am darauffolgenden Tag in Kraft.</p>
<p><strong>Die geplante Verlängerung des vorübergehenden Schutzes bis zum 4. März 2028 ist ausdrücklich zu begrüßen, da sie den betroffenen Menschen dringend benötigte aufenthaltsrechtliche Sicherheit und Planbarkeit für einen weiteren Zeitraum von einem Jahr verschafft.</strong>&nbsp;</p>
<p>Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass die nationale Umsetzung, wie bei den vorangegangenen Verlängerungen, eine entsprechende automatische Verlängerung der Aufenthaltstitel vorsehen wird. Eine verbindliche Bestätigung der konkreten nationalen Umsetzung liegt derzeit jedoch noch nicht vor.</p>
<p><strong>Neue Einschränkungen beim Zugang zum vorübergehenden Schutz</strong></p>
<p>Jedoch wird der Zugang zum vorübergehenden Schutz für <strong>ukrainische Staatsangehörige im wehrpflichtigen Alter</strong>, die die Ukraine ab Inkrafttreten des Beschlusses verlassen, nach <strong>Art. 2 des Beschlussentwurfs</strong> materiell eingeschränkt:</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e9468e84c6609a3adac751ea08823a21a">Personen, die nach dem Inkrafttreten des Beschlusses aus der Ukraine ausreisen, erhalten vorübergehenden Schutz <strong>grundsätzlich nur dann</strong>, wenn sie den zuständigen Behörden des Aufnahmemitgliedstaats nachweisen können, dass sie von den ukrainischen Behörden zur Ausreise unter Einhaltung ihrer wehrrechtlichen Verpflichtungen autorisiert wurden.</li><li data-list-item-id="e9652ed63838f4940a32c9e35bee26dec">Als <strong>Nachweis</strong> kommt insbesondere die von der Ukraine über die App "Reserv+" bereitgestellte Dokumentation der Ausreisegenehmigung in Betracht (Erwägungsgrund 16); ein bestimmtes Nachweismittel wird jedoch nicht abschließend vorgeschrieben.</li><li data-list-item-id="e4be584b50ef896ce9361f026eb96a66f">Die Verifizierungspflicht knüpft ausschließlich an den <strong>Ausreisezeitpunkt</strong> an, nicht an Staatsangehörigkeit, Alter oder Geschlecht als solche – faktisch betrifft sie aber vor allem Männer im wehrpflichtigen Alter, da diese nach ukrainischem Wehrrecht grundsätzlich einem Ausreiseverbot unterliegen (vgl. Fn. 16 der Begründung: Männer 25-60 Jahre sowie Reservisten 23-25 Jahre grundsätzlich ausreisebeschränkt; Männer 18-22 Jahre seit der Lockerung des ukrainischen Wehrrechts von August 2025 ausreiseberechtigt, außer bei freiwilliger Meldung zum Militärdienst).&nbsp;</li></ul><p><strong>Bestandsschutz für bereits Schutzberechtigte</strong></p>
<p>Nach Art. 2 Abs. 2 des Beschlusses sind Personen, die bereits am Tag des Inkrafttretens des Beschlusses vorübergehenden Schutz genießen, ausdrücklich von dieser Neuregelung ausgenommen. Für diesen Personenkreis bleibt der bestehende Schutzstatus einschließlich der damit verbundenen Rechte unberührt; eine rückwirkende Anwendung der Verifizierungspflicht auf diesen Personenkreis ist nicht vorgesehen. Die Neuregelung wirkt damit ausschließlich für Ausreisen ab dem Stichtag.</p>
<p><strong>Kein Ausschluss sonstiger Aufenthaltstitel</strong></p>
<p>Generell gilt es zu beachten, dass der Ausschluss vom vorübergehenden Schutz <strong>nicht</strong> bedeutet, dass jede Form eines Aufenthaltsrechts ausgeschlossen ist. Je nach Einzelfall können insbesondere Ansprüche auf Familienzusammenführung, nationale Aufenthaltstitel oder ein Antrag auf internationalen Schutz in Betracht kommen. Der Beschluss stellt ausdrücklich klar, dass <strong>das Recht, internationalen Schutz (Asyl) zu beantragen, unberührt bleibt</strong>.</p>
<p><strong>Inkrafttreten</strong></p>
<p>Ob der Rat der Europäischen Union die vorgeschlagenen Regelungen in dieser Form annimmt, bleibt abzuwarten. Dies gilt insbesondere für den zeitlichen Geltungsbereich. Nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission sollte der Beschluss grundsätzlich erst im März 2028 in Kraft treten. Hiervon ausgenommen ist jedoch die Regelung zum Ausschluss von Personen mit Wehrpflichten, die bereits am Tag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten soll.</p>
<p>Sollte diese Ausnahme in den endgültigen Beschluss übernommen werden, könnte sie bereits in den kommenden Wochen wirksam werden. Es empfiehlt sich daher, sich vorsorglich auf ein kurzfristiges Inkrafttreten einzustellen.</p>
<p>Mit der neuen Einschränkung wird das Ziel des vorübergehenden Schutzes, eine schnelle, unbürokratische und humanitäre Aufnahme von Vertriebenen, mit Erwägungen der ukrainischen Wehrpflicht verknüpft. Zudem besteht die Gefahr einer Ungleichbehandlung innerhalb derselben Gruppe von Vertriebenen: Während bereits in der EU aufhältige Schutzberechtigte ihren Status behalten, könnten neu ankommende Männer allein aufgrund ihres wehrpflichtigen Alters vom vorübergehenden Schutz ausgeschlossen werden.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Berlin, 15.07.2026</p>
<p>Susann Thiel</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Familie</category>
						
							<category>Ukraine</category>
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
							<category>Bundesprogramme Flucht</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16785</guid>
					<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 10:47:02 +0200</pubDate>
					<title>Einkaufsvorteile: neuer Partner &quot;Sodisys&quot;</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/einkaufsvorteile-neuer-partner-sodysis/</link>
					<description>SODISYS ist eine digitale Komplettlösung für Einrichtungen mit einem Schwerpunkt in der Suchthilfe – von der ambulanten Suchtberatung über Fachambulanzen bis zur Suchtrehabilitation.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify">Als modular aufgebaute Fachsoftware verbindet SODISYS Klienten- und Personalmanagement: Klientenarbeit, Dokumentation, Auswertung, Verwaltung und Personalmanagement sind in einer Anwendung zusammengeführt.</p>
<p class="text-justify">Die digitale Klientenakte ist auf Beratung, Begleitung und Dokumentation ausgerichtet und unterstützt die in der Suchtberatung übliche anonyme bzw. pseudonyme Erfassung. Für die Suchthilfe hat SODISYS eine smarte Episodenerhebung des Kerndatensatzes zur Deutschen Suchthilfestatistik (KDS 3.0 und 4.0) entwickelt: Erfasst werden nur die für die tägliche Arbeit nötigen Angaben; eine geführte Steuerung prüft laufend die Vollständigkeit der Datensätze. So wird die Erhebung zur Unterstützung im Arbeitsalltag – und nicht allein zur Pflicht für die Statistikmeldung.</p>
<p class="text-justify">Auswertungen und Berichte lassen sich zugleich für Sachberichte und Nachweise gegenüber Zuwendungs- und Fördermittelgebern nutzen. Die KDS-Erhebung ist im Paket Klient+ enthalten und für KDS 3.0 durch das IFT Institut für Therapieforschung zertifiziert. Zum 01.01.2027 folgen pünktlich zum Start KDS 4.0 sowie die Abrechnung der ambulanten Rehabilitation Sucht mit der Deutschen Rentenversicherung.</p>
<p class="text-justify">Die Anwendung wird vollständig in Deutschland betrieben, berücksichtigt Sozial- und Berufsgeheimnis und entspricht den geltenden Datenschutzvorgaben. Ein besonderes Merkmal ist die weitreichende Anpassbarkeit: Module, Formulare und Auswertungen lassen sich an die Abläufe der jeweiligen Einrichtung ausrichten – von komplexen Trägerstrukturen bis zur kleinen Beratungsstelle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mitglieder des Paritätischen erhalten dank des Rahmenvertrags Sonderpreise. Die Rabatte finden Sie nach einloggen im <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote-und-veranstaltungen/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/login/#spacer" target="_blank">Mitgliederbereich</a> in unserem <a href="/leistungen-angebote/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/einkaufsportal/alle-partner/s/sodisys/" target="_blank">Einkaufsportal.</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Einkaufsvorteile</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16786</guid>
					<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 09:42:06 +0200</pubDate>
					<title>Forderungspapier des Bündnisses Gesamtprogramm Sprache retten!</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/forderungspapier-des-buendnisses-gesamtprogramm-sprache-retten-zu-den-integrationskursen/</link>
					<description>Als Teil des Bündnisses Gesamtprogramm Sprache retten! fordert der Paritätische Gesamtverband die Erhöhung des Haushaltstitels für die Integrationskurse für das Haushaltsjahr 2027 auf 900 Mio. Euro sowie die Öffnung der Integrationskurse für alle zugewanderten Menschen von Anfang an. Ebenfalls unter den Forderungen findet sich die Erhöhung des Kostenerstattungssatzes (KES) für Träger um 10% und Anpassungen des Mindesthonorars für Lehrkräfte an die Tarifentwicklung.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260615_Positionspapier_Integrationskurse_Haushalt_2027_Final__003_.pdf" length="526382" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 sieht für die Finanzierung der Integrationskurse Haushaltsmittel i.H.v. 590 Mio. Euro vor. In der mittelfristigen Finanzplanung umfasste der Haushaltstitels für die Kurse (684 12 219) noch 650 Mio. Euro. Der Paritätische Gesamtverband und weitere Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege fordern gemeinsam mit dem Deutschen Volkshochschul-Verband, den Gewerkschaften, Trägern der Erwachsenenbildung und vielen weiteren Organisationen eine Erhöhung des Titels auf 900 Mio. Euro. Andernfalls wird eine auskömmliche Finanzierung des Integrationskurssystems nicht gewährleistet werden können. Die von der Bundesregierung vereinbarte Teilrücknahme des Zulassungsstopps zu den Integrationskursen wird mit dem aktuellen Haushaltsansatz nicht umsetzbar sein. Damit wären freiwillige Teilnehmende weiterhin vollständig vom Kursangebot ausgeschlossen.</p>
<p>Im Februar 2026 hatte das Bundesministerium des Innern Zulassungen zu den Integrationskursen nach §44 Abs. 4 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) bis auf weiteres ausgesetzt. 130.000 Menschen Lernwillige wurde mit der Entscheidung der Zugang zum Integrationskurs versperrt. Im Mai hatte sich die Koalition darauf geeinigt, Menschen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG sowie EU-Bürger*innen “mit arbeitsmarktpolitischem” Interesse im Rahmen verfügbarer Kursplätze wieder zu den Kursen zuzulassen. Der Paritätische Gesamtverband hält gemeinsam mit dem Bündnis Gesamtprogramm Sprache retten! an der Forderung fest, Integrationskurse für alle zugewanderten Menschen von Anfang an zu öffnen.</p>
<p>Im Koalitionsvertrag hatte sich die Bundesregierung noch darauf verständigt, dass sie “mehr in Integration investieren, die Integrationskurse fortsetzen […] und für Integration von Anfang an” sorgen möchte (KoaV 2025, 3059-3061).</p>
<p>Das gesamte Forderungspapier finden Sie anbei.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16757</guid>
					<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 09:50:00 +0200</pubDate>
					<title>Kindheit im AsylbLG - Befragung unter Beratungsfachkräften erschienen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/umfrage-zur-situation-von-kindern-im-asylblg-erschienen/</link>
					<description>Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ist regelmäßig Teil der politischen Debatte. Meist geht es um Kürzungen und Abschreckung, kaum jedoch um die Situation der Leistungsbezieher*innen selbst. Besonders selten wird auf die Lebenssituation von Kindern im AsylbLG-Bezug eingegangen. Anhand einer Umfrage unter knapp 450 Beratungsfachkräften haben der Paritätische Gesamtverband und Save the Children versucht, diese Lücke zu schließen. Die zahlreichen und detaillierten Rückmeldungen zeigen zahlreiche, teils dramatische negative Auswirkungen des AsylbLG auf Kinder.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/kindheit-im-sondersystem-praxis-einblick-asylbewerberleistungsgesetz-save-the-children.pdf" length="226709" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Umfrage zeigt deutlich und umfassend, wie die rund 100.000 Kinder im Grundleistungsbezug des AsylbLG strukturell in ihrer Teilhabe eingeschränkt werden. In diesem Sondersystem erhalten sie Leistungen, die deutlich unterhalb des Existenzminimums liegen, wobei vulnerable Gruppen wie Neugeborene, Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen oder psychisch belastete Kinder besonders benachteiligt werden.&nbsp;</p>
<p>Neben der Darstellung statistischer Daten wurden für die Publikation auch zahlreiche Schilderungen der Lebensrealität der Leistungsbeziehenden ausgewertet. Damit wird ein umfassender und plastischer Einblick in die Lebenswirklichkeit von Kindern und Familien im AsylbLG-Bezug ermöglicht. So berichten die Befragten u.a. von fehlenden Leistungen und Gesundheitsversorgung für Neugeborene, Leistungskürzungen und -ausschlüssen für Familien oder fehlende Möglichkeiten einer gesunden Ernährung für schwangere Personen. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden in der Publikation zudem Handlungsempfehlungen formuliert.</p>
<p><strong>Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:&nbsp;</strong></p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e8f7e9646d6198150f75759625d856fdd"><span><strong>Teilhabe: </strong>87 Prozent der Befragten sehen Kinder im AsylbLG-Grundleistungsbezug in nahezu allen Lebensbereichen deutlich in ihrer Teilhabe eingeschränkt.</span></li><li data-list-item-id="eb2891a6741f72b9cf1c3d9c229499cea"><span><strong>Ernährung:</strong> Über 70 Prozent der Befragten halten eine ausreichende und gesunde Ernährung für Kinder im AsylbLG-Bezug für nicht gewährleistet.</span></li><li data-list-item-id="e25db2967603ce7a7dd806e5fe53ea9f4"><span><strong>Bezahlkarte:</strong> 90 Prozent der Fachkräfte, die Auskunft zu Bezahlkarten geben können, sehen negative Auswirkungen der Bargeldobergrenze auf Kinder, u.&nbsp;a. durch Stigmatisierung und eingeschränkte soziale Teilhabe.</span></li><li data-list-item-id="e138dd036b9e40bac85c383f3f1d0aa38"><span><strong>Verzögerungen: </strong>80 Prozent der Befragten berichten von Notsituationen für Neugeborene aufgrund von Verzögerungen bei der Leistungsbewilligung, besonders aufgrund fehlender Geburtsurkunden.</span></li><li data-list-item-id="ecd249aff0ca24d81f8acded73fadaeb7"><span><strong>Leistungskürzungen und -ausschlüsse</strong></span><span>: Leistungskürzungen und -ausschlüsse, die mit der neuen GEAS-Gesetzgebung ausgeweitet werden sollen, werden auch bei Familien angewendet und treffen Kinder besonders empfindlich.</span></li><li data-list-item-id="e99f67d388311a778afd791482c9cb17d"><span><strong>Bildungs- und Teilhabepaket:</strong> Sprachbarrieren, Verwaltungsprobleme, fehlende Informationen und eingeschränkte Mobilität behindern die Inanspruchnahme.</span></li><li data-list-item-id="ecace3f6d05172dee4bd189c9e75d19c1"><span><strong>Wohnen:</strong> 73 Prozent sehen eine Benachteiligung beim Wohnen, vor allem durch Sammelunterkünfte, die vielfach nicht kindgerecht sind.</span></li><li data-list-item-id="e5f1a241d69e9eceb3a6f26efd1a80579"><span><strong>Mobilität:</strong> Abgelegene Unterkünfte, die nicht an den ÖPNV angebunden sind, oder die fehlende Kostenübernahme für den ÖPNV erschweren Schulbesuch, Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte.</span></li><li data-list-item-id="e2c4b889a181feea6154fce74698f1c05"><span><strong>Gesundheit: </strong>74 Prozent sagten, dass Kinder im AsylbLG-Grundleistungsbezug zum Zeitpunkt der Befragung besonders im Bereich Gesundheit eingeschränkt waren.&nbsp;</span></li></ul><p><strong>Aus der Umfrage ergeben sich unter anderem folgende Handlungsempfehlungen:&nbsp;</strong></p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e6b221f32e5437bec33c9c5a664d32bc0"><span>Leistungskürzungen und -ausschlüsse bringen laut der Umfrage Kinder und Familien in existenzielle Not. Solche Maßnahmen sind daher zumindest bei Familien mit minderjährigen Kindern für alle Familienmitglieder gesetzlich auszuschließen.</span></li><li data-list-item-id="e51571c2dd7c6a1746802a9bc2809dde1"><span>Das fehlende Vorliegen von Geburtsurkunden darf nicht zulasten der Leistungsbeziehenden gehen, die Versorgung Neugeborener muss Vorrang haben. Mitarbeiter*innen der Leistungsbehörden sollten für solche Situationen geschult und sensibilisiert werden.</span></li><li data-list-item-id="e6f74cae5959d87db6e725dbcb354250f"><span>Da gesunde Ernährung im AsylbLG nicht möglich ist, muss mit einer ergänzenden Prüfung ermittelt werden, ob die statistisch ermittelten Regelsätze bedarfsgerechte Ernährung ermöglichen.</span></li><li data-list-item-id="e1f07f36232e5a83b789af832e2fec2cf"><span>Sprachbarrieren gefährden den Erfolg jeder medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung. Ein Rechtsanspruch auf Finanzierung von Sprachmittlung sollte daher im SGB V sowie im Asylbewerberleistungsgesetz verankert werden.</span></li><li data-list-item-id="e16a8219ae37fa54016b6a3365d3a7367"><span>Bezahlkarten bedeuten für Kinder laut den Teilnehmenden Stigmatisierung, Scham und größere Armut. Zumindest für Familien mit Kindern sollte der Einsatz von Bezahlkarten ausgeschlossen und stattdessen die Leistungen auf ein Girokonto überwiesen werden.</span></li></ul><p><i>Die Umfrage kann rechts heruntergeladen werden.</i></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Jugendsozialarbeit</category>
						
							<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
						
							<category>Familie</category>
						
							<category>Frauen</category>
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16784</guid>
					<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 09:19:52 +0200</pubDate>
					<title>Ausschreibung - Förderung von Projekten für mehr politische Teilhabe</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/ausschreibung-foerderung-von-projekten-fuer-mehr-politische-teilhabe/</link>
					<description>Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet für die Förderperiode 2027 (Projektstart ab 01.02.2027 oder später) die Förderung neuer Projekte aus dem Partizipationsfonds an.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Mit diesen Projekten sollen die Fähigkeiten und Möglichkeiten bundesweit agierender Verbände und Organisationen von Menschen mit Behinderungen verbessert werden, um Politik und Gesellschaft auf Bundesebene gleichberechtigt mitzugestalten.</p>
<p>Förderfähig sind&nbsp;z. B.&nbsp;folgende Projekte von Verbänden und Organisationen:</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e042a63a6470777d91759dbeeb5c1e2b4"><span>Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für in Selbstvertretungsorganisationen Tätige</span></li><li data-list-item-id="e087c4006a3326ce77f1ed234930334ff"><span>Förderung von potentiellen Nachwuchskräften und Jugendarbeit</span></li><li data-list-item-id="e4ade30232a1cfca96a783d0c54a6915e"><span>Ermöglichung von Veranstaltungsteilnahmen für ehrenamtlich Tätige durch Kostenübernahme für behinderungsbedingte Nachteilsausgleiche</span></li><li data-list-item-id="eadc2a3cf762e7b92ddd9a67e1afd9b06"><span>Assistenzleistungen bis zu 8.000&nbsp;Euro pro Jahr</span></li><li data-list-item-id="e9541b6f5a824c5cde04235f21993d2c4"><span>Unterstützung des Erfahrungsaustauschs</span></li><li data-list-item-id="ed7abd37ace33fbaf71766673abee9c9b"><span>Erstellung von barrierefreien Informationsmaterialien und Medien</span></li><li data-list-item-id="ed9fb95ab80f45bbc696cd935cae5a760"><span>Digitale Maßnahmen</span></li></ul><p>Die Antragstellung erfolgt über das Förderportal BMAS bei der beauftragten Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS): <a href="https://www.foerderportal-bmas.de/bund/#/login" target="_blank" class="link ExternalLink" title="Förderportal BMAS" rel="noreferrer">www.foerderportal-bmas.de</a> und ist ab dem 03.08.2026 möglich.&nbsp;</p>
<p>Um bei der Nutzung des Portals zu unterstützen, bietet die DRV KBS am 6.08. und 27.08.2026 jeweils um 10:00 Uhr einen Antragsworkshop für interessierte Antragstellende an. Bitte melden Sie sich bei Bedarf über die E-Mail-Adresse <a href="#" data-mailto-token="ocknvq,rctvkbkrcvkqpuhqpfuBmdu0fg" data-mailto-vector="2" class="link ExternalLink" title="Mail an partizipationsfonds@kbs.de.">partizipationsfonds(at)kbs.de</a> an. Rückfragen zur Ausschreibung bitte an die DRV KBS stellen.</p>
<p>Antragsschluss ist der <strong>17.&nbsp;September 2026</strong>, 15:59 Uhr.</p>
<p>Die vollständige Ausschreibung finden Sie unter dem nachfolgenden Link: <a href="https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Meldungen/2026/foerderbekanntmachung-des-bundesministeriums-fuer-arbeit-und-soziales.html?etcc_cmp=newsletter_sofort_informiert_2026-07-03_12-05-15&amp;etcc_med=Email" target="_blank" rel="noreferrer">Ausschreibung: Förderung von Projekten für mehr politische Teilhabe - BMAS</a>.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16783</guid>
					<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 06:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Fachkräfte schlagen Alarm: Geflüchtete Kinder werden in Deutschland massiv benachteiligt</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/fachkraefte-schlagen-alarm-gefluechtete-kinder-werden-in-deutschland-massiv-benachteiligt/</link>
					<description>Befragung zur sozialen Lage von Kindern im Asylbewerberleistungsgesetz</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Neugeborene ohne&nbsp;medizinische&nbsp;Versorgung,&nbsp;Kinder ohne Zugang zu Freizeitangeboten, Schwangere ohne gesundes Essen:&nbsp;Für&nbsp;viele&nbsp;geflüchtete Familien&nbsp;in Deutschland sind&nbsp;solche&nbsp;Einschränkungen&nbsp;bittere Realität.&nbsp;Das zeigt eine bundesweite Befragung des Paritätischen Gesamtverbands&nbsp;und der&nbsp;Kinderrechtsorganisation Save the Children&nbsp;unter&nbsp;Mitarbeitenden von Beratungsstellen, Kitas und Unterkünften mit&nbsp;Geflüchteten.&nbsp;Die&nbsp;Fachkräfte schlagen Alarm: 87 Prozent sehen die Teilhabe der Kinder eingeschränkt;&nbsp;74&nbsp;Prozent&nbsp;halten die Gesundheitsversorgung für unzureichend;&nbsp;über 70&nbsp;Prozent&nbsp;sagen,&nbsp;eine&nbsp;gesunde Ernährung&nbsp;der Kinder sei nicht möglich.&nbsp;Die Bezahlkarte erweist sich in&nbsp;der Praxis&nbsp;als&nbsp;nicht alltagstauglich und&nbsp;stigmatisierend.&nbsp;</p>
<p>Rund 100.000 Kinder in Deutschland beziehen Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).&nbsp;Vom&nbsp;Baby&nbsp;bis zum Teenager&nbsp;erhalten&nbsp;sie&nbsp;noch weniger Leistungen als Kinder, die Grundsicherung beziehen&nbsp;–&nbsp;dabei&nbsp;deckt&nbsp;nach Einschätzung vieler Fachleute&nbsp;schon die Grundsicherung den Bedarf&nbsp;nicht ausreichend. Besonders&nbsp;benachteiligt&nbsp;sind&nbsp;diejenigen, die am meisten Unterstützung bräuchten: Neugeborene, Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, psychisch belastete Kinder und jene, die in abgelegenen Unterkünften leben.&nbsp;Wie sich das auf ihren Alltag auswirkt, zeigt die Befragung in Bereichen wie Ernährung, Gesundheit, finanzieller Unterstützung, Wohnen, Teilhabe und Mobilität.&nbsp;</p>
<p>„Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen eindeutig:&nbsp;Geflüchtete Kinder werden in Deutschland systematisch benachteiligt. Sie sind hier, weil sie Schutz&nbsp;brauchen, doch stattdessen wird ihnen das Leben schwer gemacht. Deutschland&nbsp;ist&nbsp;eines der reichsten Länder der Welt&nbsp;und lässt zu, dass sogar Neugeborene monatelang ohne Gesundheitsversorgung sind. Das ist skandalös“,&nbsp;<strong>sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland</strong>. „Es darf nicht sein, dass Kinder aufgrund ihres Aufenthaltsstatus von&nbsp;vielem ausgeschlossen sind, was für Gleichaltrige in Deutschland selbstverständlich ist. Es ist höchste Zeit, dass alle Kinder in Deutschland dieselben Rechte und denselben Schutz erhalten – ein Anfang wäre eine echte Kindergrundsicherung.“&nbsp;<br>&nbsp;<br>„Was diese Befragung zeigt, ist erschütternd: Kinder warten monatelang auf ihre Geburtsurkunde und bekommen zwischenzeitlich keine Versorgung. Familien werden Leistungen gestrichen, obwohl sie ohnehin am Existenzminimum leben. Das ist nicht hinnehmbar, hier besteht dringender Handlungsbedarf. Leistungskürzungen und Leistungsausschlüsse dürfen Familien mit Kindern nicht mehr treffen, und die Versorgung Neugeborener muss immer Vorrang haben, auch wenn Papiere fehlen. Das Asylbewerberleistungsgesetz muss abgeschafft werden. Kinder, die Schutz in Deutschland suchen, brauchen dieselben Rechte wie alle anderen Kinder in Deutschland“,&nbsp;<strong>fordert Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands</strong>.&nbsp;</p>
<p>Für die Bezahlkarte sehen&nbsp;90 Prozent derjenigen&nbsp;Befragten, die&nbsp;dazu Auskunft geben konnten,&nbsp;negative Folgen:&nbsp;vor allem Stigmatisierung und weniger Teilhabe am sozialen Leben. Ob Kuchenbasar oder Jugendclub, ohne Bargeld bleiben Kinder vielfach außen vor. Auch bei Leistungskürzungen sind Kinder mittendrin: Fast jede zweite Fachkraft berichtet, dass Familien mit Kindern zumindest im Einzelfall vollständig von Leistungen ausgeschlossen werden. Verzögerungen bei der Leistungsgewährung bringen&nbsp;ähnlich oft&nbsp;Kinder und Neugeborene in Notsituationen, sagen knapp 70&nbsp;Prozent&nbsp;der Befragten. Beim Wohnen sehen 73&nbsp;Prozent Nachteile: Sammelunterkünfte sind selten auf Kinder ausgelegt.&nbsp;</p>
<p>74 Prozent der Fachkräfte berichten von unzureichender Gesundheitsversorgung der Kinder. Dabei soll&nbsp;das neue GEAS-Gesetz,&nbsp;das die EU-Asylreform&nbsp;umsetzt,&nbsp;beim Leistungsumfang Verbesserungen bringen. Was&nbsp;vielleicht&nbsp;in der Theorie besser wird, scheitert&nbsp;jedoch&nbsp;in der Praxis oft an bürokratischen Hürden und fehlender&nbsp;Übersetzung.&nbsp;Besonders&nbsp;hart trifft es die Kleinsten: Weil Geburtsurkunden oft verzögert ausgestellt werden, bleiben manche Neugeborene monatelang ohne Leistungen und ohne Gesundheitsversorgung.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Mehr als 70 Prozent sagen, eine gesunde Ernährung sei mit dem AsylbLG nicht möglich.&nbsp;Ein Drittel berichtet, dass die Verpflegung in Sammelunterkünften weder ausreicht noch kindgerecht ist. Besonders hart trifft es Kinder außerdem, wenn Leistungen gekürzt oder ganz gestrichen werden: Dann fehlt Familien das Geld für Kleidung, Lebensmittel, Schulmaterial oder Hygieneprodukte.&nbsp;&nbsp;<br><br><strong>Die Forderungen von&nbsp;Save the Children und dem&nbsp;Paritätischen&nbsp;Gesamtverband:</strong>&nbsp;</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e6d1c93db8597888b9c891f51c1d6acba"><span>Der Gesetzgeber muss Leistungskürzungen und -ausschlüsse für Familien mit minderjährigen Kindern ausnahmslos ausschließen.&nbsp;Sie&nbsp;bringen Kinder und Familien in existenzielle Not.&nbsp;&nbsp;</span></li><li data-list-item-id="edbd1b75a940ad25ac5cfacdf999b9d44"><span>Behörden müssen die Versorgung Neugeborener immer vorrangig sicherstellen, auch wenn Geburtsurkunden fehlen. Ihre Mitarbeitenden brauchen dafür Schulungen.&nbsp;Die Versorgung Neugeborener muss Vorrang haben.&nbsp;&nbsp;</span></li><li data-list-item-id="e1bb32f1687d94e5d94feaf99d71095f3"><span>Der Gesetzgeber muss prüfen, ob die&nbsp;statistisch ermittelten&nbsp;Regelsätze im AsylbLG eine gesunde&nbsp;und bedarfsgerechte&nbsp;Ernährung von Kindern überhaupt ermöglichen.&nbsp;&nbsp;</span></li><li data-list-item-id="e7310c1040252f344a62df5c5154443bc"><span>Im&nbsp;SGB V&nbsp;sowie im&nbsp;AsylbLG sollte&nbsp;der&nbsp;Gesetzgeber&nbsp;dringend&nbsp;einen Rechtsanspruch auf&nbsp;Dolmetscher&nbsp;verankern.&nbsp;Sprachbarrieren gefährden den Erfolg jeder medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung.&nbsp;</span></li><li data-list-item-id="ebe6d35af08873fd8631e6ae19c0bbc28"><span>Für Familien mit Kindern muss der Gesetzgeber Bezahlkarten abschaffen.&nbsp;Sie&nbsp;bedeuten für Kinder Stigmatisierung, Scham und&nbsp;noch&nbsp;größere Armut.&nbsp;&nbsp;</span></li></ul><p><strong>Stimmen aus der Praxis:</strong>&nbsp;</p>
<p>„Alle von mir betreuten Neugeborenen im AsylbLG warten 2-3 Monate auf die Geburtsurkunde.&nbsp;Das&nbsp;hat Folgen:&nbsp;Ein Kind ohne Geburtsurkunde ist nicht registriert, bekommt keine Leistungen, hat keine Krankenversicherung.“&nbsp;(Fachkraft aus&nbsp;Nordrhein-Westfalen)&nbsp;</p>
<p>„Wenn der AsylbLG-Bescheid ausläuft, läuft damit einhergehend auch die Bewilligung von weiteren Leistungen aus,&nbsp;etwa&nbsp;die Bewilligung der Kostenübernahme des Mittagessens&nbsp;vom Jugendamt&nbsp;oder&nbsp;des&nbsp;Bildungs- und Teilhabepakets.“&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus&nbsp;Mecklenburg-Vorpommern)&nbsp;</p>
<p>„In Unterkünften darf oft&nbsp;kein&nbsp;eigenes Essen mitgebracht werden. Menschen können nur zu bestimmten Essenszeiten essen. Dies ist menschenunwürdig.“&nbsp;&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus Bayern)&nbsp;</p>
<p>„Die Geflüchteten können nicht dort einkaufen, wo es günstige Lebensmittel oder Kleidung gibt, zum&nbsp;Beispiel auf dem&nbsp;Flohmarkt, da sie einen Mangel an Bargeld haben.“&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus Hamburg)&nbsp;</p>
<p>„Im Alltag wird permanent, insbesondere bei Angeboten für Kinder, Bargeld benötigt: Im Jugendclub der Snack, der Beitrag für ein Angebot, das Kleingeld für den Kuchenbasar. Es erfolgt eine permanente Stigmatisierung und Ausgrenzung.“&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus Thüringen)&nbsp;</p>
<p>„Kinder, die in abgelegenen Dörfern in Gewährleistungswohnungen untergebracht sind, haben kaum Zugang zu sportlichen, kulturellen oder kreativen Angeboten.&nbsp;Auf der anderen Seite sehen wir die sehr positiven Auswirkungen von geflüchteten Kindern, wenn sie in die Landkreishauptstadt ziehen und dann Karate machen oder Ballett oder Fußball oder Kinderchor. Sie blühen sehr schnell auf.“&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus Sachsen)&nbsp;</p>
<p>„Das größere Problem ist jedoch, dass Gemeinschaftsunterkünfte in den&nbsp;meisten Fällen baulich hauptsächlich für Erwachsene geplant werden.“&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus&nbsp;Bayern)&nbsp;</p>
<p>„Ich kenne mehrere Familien, die gezwungen sind, zu viert in einem einzelnen Zimmer zu leben. Die Folgen sind permanente Müdigkeit (schreiende Babys), keine Privatsphäre, keine ruhige Ecke für konzentriertes Spiel/Hausaufgaben und keine Möglichkeit der Pflege von Freundschaften im freien Spiel indoor.“&nbsp;(Fachkraft&nbsp;aus Bayern)&nbsp;</p>
<p><strong>Die&nbsp;komplette&nbsp;Expertise&nbsp;zum Download&nbsp;finden Sie&nbsp;</strong><a href="http://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/StC_Publikation_Kinder_Asylbewerberleistungsgesetz_260709_FINAL.pdf" target="_blank"><strong>hier</strong></a><strong>.</strong>&nbsp;</p>
<p><strong>Pressekontakte:</strong>&nbsp;</p>
<p>Save the Children Deutschland, Susanne Sawadogo, +49 30 2759 5979-120&nbsp;<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,uwucppg0ucycfqiqBucxgvjgejknftgp0fg" data-mailto-vector="2">susanne.sawadogo(at)savethechildren.de</a>&nbsp;</p>
<p>Paritätischer Gesamtverband,&nbsp;Pressestelle, +49&nbsp;30 24636-305&nbsp;<br><a href="#" data-mailto-token="ocknvq,rtBrctkvcgv0qti" data-mailto-vector="2">pr(at)paritaet.org</a>&nbsp;&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16782</guid>
					<pubDate>Mon, 13 Jul 2026 14:44:00 +0200</pubDate>
					<title>GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verabschiedet</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz-verabschiedet-gkv-bstabg-wirkungen-ausgewaehlter-regelungen/</link>
					<description>Das wochenlange Ringen um das größte sozialpolitische Reformvorhaben der letzten Jahre ist zu Ende: Der Bundestag hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz am 10. Juli 2026 mit 318 zu 284 Stimmen bei vier Enthaltungen beschlossen; der Bundesrat hat am selben Tag auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses verzichtet. Grundlage war die Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses (Drucksache 21/7016) mit dem umfangreichen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen, der den Regierungsentwurf vom 29.04.2026 in zentralen Punkten verändert hat; flankierend wurden zwei Entschließungsanträge zur Psychotherapie und zum Pharmastandort angenommen. Die meisten Regelungen treten zum 1. Januar 2027 in Kraft. Diese Fachinformation fasst die Wirkungen in fünf ausgewählten Bereichen zusammen.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Finanzierungslücke in der GKV erfordert auch aus Paritätischer Sicht eine Kombination aus Ausgabenbegrenzung, Effizienzsteigerung und einnahmeseitigen Maßnahmen. Allerdings ist bei der Auswahl der Kommissionsvorschläge eine bedenkliche soziale Schieflage entstanden. Das Ansinnen der Bundesregierung, die Belastungen gleichmäßig zu verteilen und an der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit der Betroffenen Akteure auszurichten, ist aus Sicht des Paritätischen Gesamtverbandes nicht umgesetzt worden. Die in den letzten Wochen auf Druck der Industrie erfolgte schrittweise Aushöhlung des Herstellerabschlags für die Pharmaindustrie führt zu einem höheren Druck, Versicherte noch stärker zu belasten. Das Gesetz setzt im Ergebnis immer noch zu einseitig auf fiskalische Wirkungen und belastet systematisch diejenigen am stärksten, die auf die GKV-Leistungen am dringendsten angewiesen sind: chronisch Kranke, Menschen mit Behinderungen, Einkommensschwache, pflegebedürftige Menschen sowie Menschen in Care-Verantwortung. Letzteres sind häufig Frauen, so dass der Gesetzentwurf auch eine klare geschlechterspezifische Unwucht aufweist. Trotz der mehrfachen Ankündigungen der Bundesministerin, die Reform sozialverträglich gestalten zu wollen, liegt ein deutlicher Schwerpunkt der Maßnahmen auf primär ökonomisch ansetzenden Hebeln, die keine ausreichende Schutzwirkung für einkommensschwache Menschen aufweisen. Zudem fehlt ein klarer Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung als maßgebliche Leitlinien für eine Reform des Gesundheitswesens. Ungeachtet vieler Beispiele in anderen Ländern fehlte der Mut zu echten Systemveränderungen, die Prävention und Gesundheitsförderung, sprechende Medizin und Gesundheitskompetenz stärken sowie der voranschreitenden Ökonomisierung des Gesundheitswesens Einhalt gebieten. Mit der Aufweichung der Tarifrefinanzierung werden zudem qualitativ stabilisierende Errungenschaften der letzten Jahre wieder zunichte gemacht, mit Auswirkungen auch auf folgende Gesetzesvorhaben wie das Pflegeneuordnungsgesetz.&nbsp;</p>
<p><strong>1. Tarifbindung in häuslicher Krankenpflege, außerklinischer Intensivpflege sowie Rehabilitation und Vorsorge</strong></p>
<p class="text-justify">Das Gesetz unterwirft die Vergütungsverhandlungen in der häuslichen Krankenpflege (§ 132a Abs. 4 SGB V), der außerklinischen Intensivpflege (§ 132l Abs. 5), der Haushaltshilfe (§ 132) sowie für Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (§§ 111 Abs. 5, 111c Abs. 3) künftig strikt dem Grundsatz der Beitragssatzstabilität: Die Grundlohnrate nach § 71 Abs. 3 bildet die Obergrenze für Vergütungssteigerungen. Verschärfend wird die Grundlohnrate für die Jahre 2027 bis 2029 jeweils um einen Prozentpunkt gekürzt (§ 71 Abs. 3 neu).</p>
<p class="text-justify">Der Gesundheitsausschuss hat allerdings die im Regierungsentwurf vorgesehene ausnahmslose Deckelung etwas abgemildert: Für tarifgebundene Leistungserbringer – einschließlich kirchlicher Arbeitsrechtsregelungen – darf die Bezahlung von Gehältern oberhalb der Grundlohnrate nicht als unwirtschaftlich abgelehnt werden, soweit die Überschreitung 50 Prozent der Differenz zwischen tariflicher Vergütungssteigerung und Grundlohnrate nicht übersteigt. Diese hälftige Tarifrefinanzierung ist auf zwei Jahre ab Verkündung befristet; die Zahlung der Tariflöhne ist auf Verlangen der Kassen nachzuweisen. Der GKV-Spitzenverband muss dem BMG bis zum 30. Juni 2028 einen Bericht über die Auswirkungen auf Vergütungen, Personalkosten und die wirtschaftliche Situation tarifgebundener Einrichtungen vorlegen.</p>
<p class="text-justify">In der Wirkung bleibt jedoch eine strukturelle Refinanzierungslücke, die strikt abzulehnen ist: Tarifgebundene Träger müssen die Hälfte der über der (zusätzlich gekürzten) Grundlohnrate liegenden Tarifsteigerungen selbst erwirtschaften; nach Ablauf der Zweijahresfrist greift die volle Deckelung. Das benachteiligt tarifgebundene und kirchlich gebundene Träger der Freien Wohlfahrtspflege gegenüber nicht tarifgebundenen Anbietern und setzt Anreize gegen Tarifbindung – im Widerspruch zu den erst mit dem GVWG geschaffenen Tariftreueregelungen in der Pflege.</p>
<p><strong>2. Festbeträge für Hilfsmittel</strong></p>
<p class="text-justify">Mit dem neu gefassten § 36 SGB V wird das Festbetragssystem für Hilfsmittel reaktiviert: Der GKV-Spitzenverband soll geeignete Hilfsmittel bestimmen, in Gruppen zusammenfassen und bundeseinheitliche Festbeträge festsetzen. Maßgabe ist, dass eine “wirtschaftliche Versogung der Versicherten gefördert und eine angemessene Versorgung der Versicherten gewährleistet wird.” Individuellen Bedarfen wird damit nicht mehr ausreichend begegnet. Kalkulationsgrundlage sind die von Herstellern und Leistungserbringern verpflichtend zu übermittelnden Preis-, Umsatz-, Absatz- und Kostendaten; der Festbetrag soll die obere Preislinie des unteren Preisdrittels nicht überschreiten und ist mindestens alle drei Jahre zu überprüfen. Der Ausschuss hat Datenschutz und Schutz von Geschäftsgeheimnissen präzisiert und festgeschrieben, dass nach Festsetzung eine für die Versorgung hinreichende Hilfsmittelauswahl bestehen soll. Die Verträge nach § 127 werden an die Festbeträge gebunden: Vereinbarte Preise dürfen den Festbetrag in begründeten Fällen um bis zu 10 Prozent (übergangsweise und in Überprüfungsphasen bis zu 15 Prozent) über- oder unterschreiten. Zusätzlich wird die Vergütung jeder zwischen dem 1. Januar 2027 und dem 31. Dezember 2028 begonnenen Hilfsmittelversorgung pauschal um drei Prozent abgesenkt – nach der Ausschussfassung ausdrücklich auch für jede Einzellieferung bei fortlaufenden Versorgungen.</p>
<p class="text-justify">Für Menschen mit Behinderung und chronisch kranke Menschen droht damit eine Verengung der aufzahlungsfreien Versorgung: Orientiert sich der Festbetrag am unteren Preisdrittel, steigt das Risiko, dass bedarfsgerechte Produkte nur gegen private Mehrkosten erhältlich sind und die Qualität sowie insbesondere bei Menschen mit komplexeren Bedarfen erforderliche Dienstleistungsanteile (Anpassung, Beratung, Service) unter Druck geraten.</p>
<p><strong>3. Zahnersatz und Härtefallregelung</strong></p>
<p class="text-justify">Die befundbezogenen Festzuschüsse zum Zahnersatz sinken ab dem 1. Januar 2027 von 60 auf 50 Prozent der Kosten der Regelversorgung; die Bonusstufen bei regelmäßiger Vorsorge sinken entsprechend von 70 auf 60 und von 75 auf 65 Prozent (§ 55 Abs. 1). Vor dem 1. Januar 2027 bewilligte Festzuschüsse genießen Bestandsschutz. Die Härtefallregelung bleibt in ihrer Wirkung erhalten: Versicherte, die unzumutbar belastet würden, erhalten zusätzlich zum Festzuschuss einen Betrag in Höhe von weiteren 50 Prozent der Regelversorgung, im Ergebnis also weiterhin die vollständige Übernahme der Regelversorgung (§ 55 Abs. 2). Der Ausschuss hat zudem klargestellt, dass das coronabedingte Versäumen der Vorsorgeuntersuchung im Jahr 2020 den Bonusanspruch weiterhin nicht gefährdet und die Bonusregelungen für Härtefälle nicht gelten.</p>
<p class="text-justify">Für die Mehrheit der Versicherten bedeutet die Absenkung eine Erhöhung des Eigenanteils um zehn Prozentpunkte der Regelversorgungskosten. Geschützt sind nur Versicherte unterhalb der Härtefall-Einkommensgrenzen; Menschen mit Einkommen knapp darüber tragen die volle Mehrbelastung – mit dem bekannten Risiko, dass notwendige Versorgungen aufgeschoben werden. Die von uns geforderte gesetzliche Verpflichtung für Ärzt*innen und<br>Krankenkassen, Versicherte im Rahmen notwendiger Eingriffe und Maßnahmen individuell und umfassend über geltende Härtefallregelungen aufzuklären, findet sich nicht im Gesetz.</p>
<p><strong>4. Zuzahlungen</strong></p>
<p class="text-justify">Die seit 2004 unveränderten Zuzahlungen werden zum 1. Januar 2027 einmalig um 50 Prozent angehoben und vereinheitlicht (§ 61): Die allgemeine Zuzahlung beträgt künftig 10 Prozent des Abgabepreises, mindestens 7,50 Euro und höchstens 15 Euro (bisher 5 bzw. 10 Euro). Bei stationären Maßnahmen sowie bei außerklinischer Intensivpflege in stationären Settings und Wohneinheiten werden 15 Euro je Kalendertag fällig (bisher 10 Euro); bei Heilmitteln, häuslicher Krankenpflege und außerklinischer Intensivpflege in der Häuslichkeit gelten 10 Prozent der Kosten zuzüglich 15 Euro je Verordnung. Die im Regierungsentwurf vorgesehene jährliche Dynamisierung entlang der Grundlohnrate hat der Ausschuss gestrichen; es bleibt jedoch bei der einmaligen Erhöhung. Die Belastungsgrenzen nach § 62 (zwei Prozent der Bruttoeinnahmen, ein Prozent für chronisch Kranke) bleiben unverändert.</p>
<p class="text-justify">Die Streichung der Dynamisierung ist eine spürbare Entschärfung gegenüber dem Entwurf. Gleichwohl trifft die Anhebung vor allem chronisch kranke Menschen und Menschen mit geringem Einkommen, die die Belastungsgrenze regelmäßig erreichen und die Mehrbelastung bis dahin vorfinanzieren müssen. Ein angekündigtes Folgegesetz soll Bürokratieabbau bei Zuzahlungen und Belastungsgrenze bringen. Die von der Bundesregierung in ihrer Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates zugesagte Prüfung einer Pflicht der Krankenkassen zur allgemeinen Information der Versicherten über die Belastungsgrenze bei Zuzahlungen ist im Gesetz nicht geregelt worden.</p>
<p><strong>5. Auswirkungen auf die psychotherapeutische Versorgung</strong></p>
<p class="text-justify">Die mit dem TSVG entbudgetierten psychotherapeutischen Leistungen werden ab 2027 wieder in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) überführt (§§ 87a, 87d). Die Überführung erfolgt mit dem aktuellen, nicht quotierten Leistungsbedarf; Vorgaben des Bewertungsausschusses sollen Honorarverschiebungen zulasten anderer Fachgruppen verhindern. Zugleich entfallen ab dem 1. Januar 2027 die EBM-Zuschläge auf Leistungen des ersten Therapieblocks einer neuen Kurzzeittherapie sowie die bisherige Sonderstellung der Psychotherapie bei der Angemessenheitsprüfung der Vergütung (§ 87 Abs. 2c). Als einzige gesetzliche Schutzregelung dürfen für Versicherte, die sich am 31. Dezember 2026 in einer genehmigten, noch nicht abgeschlossenen Einzel- oder Gruppentherapie befinden, ein Jahr lang keine Honorarbegrenzungs- oder -minderungsmaßnahmen angewandt werden. Bürokratisch entlastend entfällt der Konsiliarbericht, wenn die Behandlung auf Überweisung eines Vertragsarztes oder auf Klinikempfehlung im Anschluss an eine psychiatrische, psychosomatische oder psychotherapeutische Krankenhausbehandlung erfolgt.</p>
<p class="text-justify">Die Koalition hat zugesagt, in der ersten Sitzungswoche nach der Sommerpause 2026 ergänzende Regelungen zu beschließen: die Sicherstellung der Versorgungskontinuität begonnener Behandlungen über den 31. Dezember 2026 hinaus bis zum Behandlungsabschluss – also über den einjährigen gesetzlichen Übergangsschutz hinaus –, extrabudgetäre Ausnahmen für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und die Fachtherapeuten für Kinder und Jugendliche, für die Behandlung schwer psychisch kranker Menschen entsprechend der KSVPsych-Richtlinie sowie für als dringlich festgestellte Fälle, und einen Auftrag an den G-BA, bis Ende 2026 ein Verfahren zur Dringlichkeitsfeststellung in der psychotherapeutischen Sprechstunde zu definieren. Bis zu einem entsprechenden Gesetzesbeschluss gilt allerdings ausschließlich die oben beschriebene Budgetierung.</p>
<p class="text-justify">Die Rückkehr zur Budgetierung birgt erhebliche Risiken für den ohnehin unzureichenden Zugang zur ambulanten Psychotherapie: Mengenbegrenzungen können Neuaufnahmen unattraktiv machen und Wartezeiten verlängern. Ob die angekündigten Ausnahmen tatsächlich und in tragfähiger Ausgestaltung beschlossen werden, ist im Herbstverfahren kritisch zu begleiten.</p>
<p class="text-justify">Der beschlossene Text des Gesetzes ist bis zur Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107016.pdf" target="https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107016.pdf" rel="noreferrer">Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses (Drucksache 21/7016)</a> zu entnehmen. Die Umsetzung der beiden Entschließungsanträge zur psychotherapeutischen Versorgung und zum Pharma- und Medizintechnikdialog gilt es eng zu begleiten. Bei der psychotherapeutischen Versorgung darf es nicht zu weiteren Abstrichen kommen und auch eine weitere Entlastung der pharmazeutischen Industrie zulasten der gesetzlich Versicherten ist entschieden abzulehnen. Die Regierungsfraktionen haben dabei vorgesehen, für Maßnahmen mit Auswirkungen auf die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung auch geeignete Ausgleichsmechanismen zu berücksichtigen, um zusätzliche Belastungen für Beitragszahlende und Lohnnebenkosten zu vermeiden.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16781</guid>
					<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 16:50:08 +0200</pubDate>
					<title>ESF Plus Programm Zusammenhalt stärken- Menschen verbinden - zweiter Förderaufruf</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/esf-plus-programm-zusammenhalt-staerken-menschen-verbinden-zweiter-foerderaufruf/</link>
					<description>Bis zum 31.Dezember 2026 können sich Kommunen für eine Förderung im ESF Plus-Programm „Zusammenhalt stärken – Menschen verbinden“ bewerben. Kooperationen mit freien Träger und mit anderen Kommunen sind möglich. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/EU-european-flag.jpg" length="319491" type="image/jpeg" />
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/2026_Info_zum_ESF_Plus_Programm_ZuMe.pdf" length="514548" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Das ESF Plus-Programm „Zusammenhalt stärken – Menschen verbinden“ ist ein Teil der Strategie gegen Einsamkeit und &nbsp;wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.&nbsp;</p>
<p>Das Programm verfolgt zwei Ziele:&nbsp;</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e1566eb87987ae6fa446c160a3f9da5f1"><span>Auf- und Ausbau von kommunalen Strukturen zur Vermeidung und Linderung von Einsamkeit und sozialer Isolation</span></li><li data-list-item-id="e444702a7facd809e77229ac393d56b00"><span>Verbesserung der sozialen Teilhabe und Arbeitsmarktchancen für Erwachsene im Alter zwischen 28 und 59 Jahren.</span></li></ul><p>Anträge können nur Kommunen stellen. Freie Träger und andere Kommunen können beteiligt werden (Teilvorhaben und Kooperationen).&nbsp;</p>
<p>Bitte informieren Sie auch Ihre Ansprechpartner:innen in Ihrer Kommune und geben Sie diese Information weiter.</p>
<p>Am <strong>Freitag, den 17. Juli 2026</strong> findet zum zweiten Förderaufruf von <strong>10:00 Uhr bis 12:00 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung</strong> statt. Vorgestellt werden die Inhalte, die finanztechnische Umsetzung des Programms sowie das Förderportal Z-EU-S. F. Sie können über Browser oder eine Webex-App direkt über folgenden Link und Einwahldaten zu der o.g. Veranstaltung beitreten:</p>
<p><a href="https://bmbfsfj.webex.com/bmbfsfj/j.php?MTID=m98e791e4aca756b578f3f5944c19a2d6" target="_blank" rel="noreferrer">https://bmbfsfj.webex.com/bmbfsfj/j.php?MTID=m98e791e4aca756b578f3f5944c19a2d6</a><br>Meeting-Kennnummer (Zugriffscode): 2743 624 9972 &nbsp;&nbsp;<br>Meeting-Passwort: r3WhgmX5Zq2</p>
<p>Die <strong>Bewerbungsfrist </strong>läuft bis zum <strong>31. Dezember 2026</strong>. Anträge können über das Förderportal<a href="https://www.foerderportal-zeus.de/" target="_blank" rel="noreferrer"> Z-EU-S</a> gestellt werden. Das Projekt kann bei erfolgreich durchgeführtem Antragsverfahren noch in diesem Jahr starten.</p>
<p>Weitere Informationen finden Sie in der Anlage und im <a href="https://www.esf-regiestelle.de/esf-plus-2021-2027/zusammenhalt-staerken-menschen-verbinden/downloads/" target="_blank" rel="noreferrer">Internet</a>.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Förderung</category>
						
							<category>Gesundheit und Migration</category>
						
							<category>Suchthilfe</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Psychiatriepolitik</category>
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Migrantenselbstorganisation</category>
						
							<category>Zivilgesellschaft</category>
						
							<category>Engagement</category>
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Kommunale Sozialpolitik</category>
						
							<category>Europa</category>
						
							<category>Arbeitsmarktpolitik</category>
						
							<category>Gemeinwesenarbeit</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
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					<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 16:44:30 +0200</pubDate>
					<title>Auswertung und Positionierung: Kürzungspläne bei Kindern, Familien und Menschen mit Behinderungen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/auswertung-zu-kuerzungsplaenen-bei-kindern-familien-und-menschen-mit-behinderungen/</link>
					<description>Beim Treffen der Regierungschefinnen und -chefs der Länder mit dem Bundeskanzler am 25. Juni 2026 standen Kürzungspläne für die Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und beim Unterhaltsvorschuss auf der Agenda. Der Paritätische Gesamtverband hat die Beschlüsse ausgewertet und sich mit den anderen Wohlfahrtsverbänden positioniert.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/Paritaet-Auswertung-MPK-Juni-2026_oeff.pdf" length="135751" type="application/pdf" />
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/2026-07-03_BAGFW-Positionspapier_zu_MPK_final.pdf" length="198932" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Treffen der Regierungschefinnen und -chefs der Länder mit dem Bundeskanzler am 25. Juni 2026 standen unter dem Titel „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ Kürzungspläne für die Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und beim Unterhaltsvorschuss auf der Agenda. Nachdem der Paritätische Gesamtverband im April 2026 einen ursprünglichen Entwurf an die Öffentlichkeit gebracht hatte, folgten eine breite öffentliche Debatte und eindrucksvolle gemeinsamen Proteste des Paritätischen und darüber hinaus. Mit Blick auf die Beschlüsse der Regierungschefinnen und -chefs mit dem Bundeskanzler hat dies offenkundig Wirkung gezeigt. Von den 108 Seiten mit 70 Forderungen und sehr konkreten Einsparvorschlägen sind vierzehn Seiten mit sehr viel allgemeineren Zielbestimmungen übriggeblieben. Diese habe es jedoch ebenfalls in sich:</p>
<p>Durchgehende Linie nicht nur der Vorschläge ist es, das bisherige Subsidiaritätsverständnis auf den Kopf zu stellen. An die Stelle von Kooperation und zumindest dem Anspruch nach der Zusammenarbeit auf Augenhöhe, werden hier Über- und Unterordnungsverhältnisse postuliert und konstruiert. Selbst vielen Beteiligten ist offenkundig gar nicht klar, was sie da beschlossen haben. Auch weitere der beschlossenen Vorhaben sind äußerst kritisch zu bewerten: das Pooling von Assistenzleistungen als Regelfall, der Vorrang für strukturelle Hilfen vor Einzelfallhilfen, die Einschränkung der Betreuung junger Volljähriger, die Ausweitung kommunaler Prüf- und Steuerungsrechte, Einschränkungen des Wunsch- und Wahlrechts, die Deckelung tariflicher Refinanzierung oder mögliche Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss.</p>
<p>Gemeinsam mit den anderen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege hat sich der Paritätische Gesamtverband bereits öffentlich geäußert: <a href="https://www.bagfw.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/detail/freie-wohlfahrtspflege-warnt-vor-schieflage-in-der-sozialdebatte" target="_blank" title="https://www.bagfw.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/detail/freie-wohlfahrtspflege-warnt-vor-schieflage-in-der-sozialdebatte" rel="noreferrer">Freie Wohlfahrtspflege warnt vor Schieflage in der Sozialdebatte</a>. Grundlage für diese Äußerung ist eine gemeinsame Positionierung der BAGFW (siehe anbei).</p>
<p>Der Paritätischen Gesamtverband hat die Beschlüsse darüber hinaus fachlich ausgewertet (ebenfalls anbei).</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Jugendsozialarbeit</category>
						
							<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
						
							<category>Familie</category>
						
							<category>Schulische Bildung</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Rahmenbedingungen sozialer Arbeit</category>
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16779</guid>
					<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 13:29:29 +0200</pubDate>
					<title>BAGFW-Studie: Steigende Gewerbemieten gefährden soziale Infrastruktur</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/bagfw-studie-steigende-gewerbemieten-gefaehrden-soziale-infrastruktur/</link>
					<description>Der Paritätische sieht dringenden politischen Handlungsbedarf bei Gewerbemieten und der Refinanzierung sozialer Angebote. Bezahlbare Räume sind eine Grundvoraussetzung für soziale Arbeit. Ob Beratungsstelle, Kita, Pflegeeinrichtung, Selbsthilfezentrum oder Einrichtung der Eingliederungshilfe – soziale Angebote können ihren Auftrag nur erfüllen, wenn geeignete Räumlichkeiten dauerhaft zur Verfügung stehen.</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/BAGFW_Umfrage_Gewerbemieten_final.pdf" length="703430" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) „Soziale Infrastruktur unter Druck – Gewerbemieten in der Freien Wohlfahrtspflege“ macht deutlich: Genau diese Voraussetzung gerät zunehmend in Gefahr. Steigende Gewerbemieten, hohe Nebenkosten und unzureichende Refinanzierung belasten gemeinnützige Träger erheblich und gefährden die langfristige Sicherung sozialer Infrastruktur. Dem Paritätischen war es während seiner Federführung innerhalb der BAGFW wichtig, für diese bislang zu wenig beachtete Problemlage zu sensibilisieren und die Folgen steigender Gewerbemieten für die soziale Infrastruktur sichtbar zu machen. Bereits zum Veröffentlichungszeitpunkt stießen die Ergebnisse auf großes mediales Interesse. So griff t-online die Studie in einem ausführlichen Beitrag über die Auswirkungen steigender Gewerbemieten auf soziale Einrichtungen auf: <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101332794/mietpreise-steigen-kitas-und-frauenhaeuser-muessen-kuerzen.html" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101332794/mietpreise-steigen-kitas-und-frauenhaeuser-muessen-kuerzen.html</a></p>
<p>Der Link zur <strong>Pressemitteilung der BAGFW</strong> findet sich hier: <a href="https://www.bagfw.de/veroeffentlichungen/stellungnahmen/positionen/detail-1/bagfw-studie" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.bagfw.de/veroeffentlichungen/stellungnahmen/positionen/detail-1/bagfw-studie</a></p>
<p><strong>Steigende Mieten treffen soziale Träger besonders hart</strong></p>
<p>Die bundesweite Befragung von knapp 700 Einrichtungen und Trägern zeigt, dass die Belastungen längst kein Einzelfall mehr sind:</p><ul style="margin-left:11px;" class="list-normal"><li data-list-item-id="ed215f7d295491e18d227fc3feb56463f">Mehr als die Hälfte der Einrichtungen war seit 2020 bereits von Mieterhöhungen betroffen.</li><li data-list-item-id="ef6c83b0f48607693532764ee5c6e1df4">Rund 60 Prozent der Mietverträge enthalten weitere Mieterhöhungsklauseln.</li><li data-list-item-id="ee5d40d687d5e085b5346b47812a275a6">Nur ein geringer Teil der Träger erhält eine vollständige Refinanzierung der Mietkosten.</li><li data-list-item-id="eac869ec681b9ebd522fbcf2dd445fb7f">Rund vier von fünf Einrichtungen bewerten ihre Mietkosten als erhebliche wirtschaftliche Belastung.</li><li data-list-item-id="e2a63898469db92e92e27ca7b990ef508">Die große Mehrheit sorgt sich vor weiteren Mietsteigerungen sowie davor, im Falle eines Standortverlustes keine bezahlbaren Ersatzflächen zu finden.&nbsp;</li></ul><p>Die Studie zeigt zudem, dass steigende Miet- und Nebenkosten längst Auswirkungen auf die fachliche Arbeit haben. Einrichtungen berichten von gekürzten Projekten, eingeschränkten Öffnungszeiten, dem Verzicht auf Fortbildungen und Qualitätsentwicklung sowie der Aufgabe geplanter Angebote. Damit treffen steigende Gewerbemieten nicht nur die Träger, sondern unmittelbar die Menschen, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Soziale Infrastruktur darf nicht den Marktbedingungen überlassen werden</strong></p>
<p>Aus Sicht des Paritätischen bestätigt die Studie ein strukturelles Problem: Gemeinnützige Träger erfüllen öffentliche Aufgaben der Daseinsvorsorge, unterliegen beim Zugang zu Gewerberaum jedoch denselben Marktbedingungen wie gewinnorientierte Unternehmen.</p>
<p>Während Mieten und Betriebskosten vielerorts dynamisch steigen, werden Sachkosten in Zuwendungen und Entgeltvereinbarungen häufig nicht entsprechend angepasst. Gemeinnützige Organisationen verfügen weder über ausreichende finanzielle Rücklagen noch über Möglichkeiten, steigende Kosten an Nutzer*innen weiterzugeben. Die Folge ist ein wachsender wirtschaftlicher Druck auf Einrichtungen, deren Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar ist. Bezahlbare Gewerberäume sind deshalb keine Randfrage des Immobilienmarktes, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Sicherung sozialer Infrastruktur.</p>
<p><strong>Forderungen</strong></p>
<p>Die Ergebnisse der BAGFW-Studie verdeutlichen den politischen Handlungsbedarf. Der Paritätische setzt sich daher insbesondere für folgende Maßnahmen ein:</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e3f7d4801afeee45e72c3dd681af7b037">Verlässliche Refinanzierung tatsächlicher Miet- und Nebenkosten in allen Leistungs- und Zuwendungssystemen. Sachkosten müssen regelmäßig und nachvollziehbar an die Kostenentwicklung angepasst werden.</li><li data-list-item-id="ebaada6d948f61df3a18612d4ae3552f1">Reform des Gewerbemietrechts, um gemeinnützigen Trägern mehr Planungssicherheit zu geben. Dazu gehören ein verbesserter Kündigungsschutz, längere Vertragslaufzeiten sowie wirksame Instrumente gegen übermäßige Mietsteigerungen.</li><li data-list-item-id="e2b422172010bc6739e908f7029dd6890">Einführung kommunaler Gewerbemietspiegel, um Transparenz über die Entwicklung von Gewerbemieten zu schaffen und politische Steuerungsmöglichkeiten zu verbessern.</li><li data-list-item-id="e6edb5ea03325950c9b3d6814540342f7">Stärkere Berücksichtigung sozialer Infrastruktur in der Stadtentwicklung. Kommunen müssen Flächen für soziale Einrichtungen sichern und gemeinnützigen Trägern dauerhaft zur Verfügung stellen.</li><li data-list-item-id="e163754c042a4f6fa63f5e630a33b8cb0">Schutz sozialer Infrastruktur vor Verdrängung, insbesondere in angespannten Wohnungsmärkten und innerstädtischen Quartieren.&nbsp;</li></ul><p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die BAGFW-Studie macht deutlich: Die Sicherung sozialer Infrastruktur entscheidet sich nicht nur in der Sozialpolitik, sondern zunehmend auch auf dem Immobilienmarkt. Wenn soziale Einrichtungen ihre Standorte verlieren oder notwendige Angebote einschränken müssen, sind die Folgen unmittelbar für die Menschen spürbar, die auf Beratung, Unterstützung, Bildung, Pflege oder Teilhabe angewiesen sind. Bund, Länder und Kommunen sind deshalb gefordert, die Rahmenbedingungen für gemeinnützige Träger grundlegend zu verbessern. Soziale Infrastruktur braucht dauerhaft bezahlbare Räume. Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und muss entsprechend geschützt und finanziert werden.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Wohnen</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16778</guid>
					<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 13:23:16 +0200</pubDate>
					<title>Einkaufsvorteile: neuer Partner &quot;NoSpamProxy&quot;</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/einkaufsvorteile-neuer-partner-nospamproxy/</link>
					<description>NoSpamProxy ist eine in Deutschland entwickelte, mehrfach ausgezeichnete E-Mail-Sicherheitslösung, die Organisationen dabei unterstützt, ihre elektronische Kommunikation zuverlässig abzusichern und sensible Informationen zu schützen. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/rv-online/2026_Bild_Fachinfo_NoSpamProxy.jpg" length="190636" type="image/jpeg" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lösung trägt das Gütesiegel IT Security made in Germany, ist mehrfacher Champion der unabhängigen techconsult-Anwenderstudie und wurde für ihre hohen Erkennungsraten bei Phishing und Malware mehrfach mit dem VBSpam+-Award ausgezeichnet. Sie wird sowohl als Cloud-Service als auch für den Betrieb in der eigenen IT-Infrastruktur angeboten und eignet sich für kleine Einrichtungen ebenso wie für größere Organisationen mit mehreren Standorten.</p>
<p>Gerade soziale Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Organisationen verarbeiten täglich vertrauliche personenbezogene Daten. Für viele dieser Organisationen spielt die E-Mail-Verschlüsselung bei der Kommunikation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) oder Jobcentern (gE) eine wichtige Rolle. NoSpamProxy ermöglicht mit automatisierter E-Mail-Verschlüsselung den sicheren Austausch sensibler Informationen, ohne manuellen Aufwand für die Suche und Verwaltung von Zertifikaten. Darüber hinaus schützt die Lösung E-Mails vor Spam, Schadsoftware und Phishing und lässt sich auch in bestehende Microsoft-365- und Exchange-Umgebungen integrieren.</p>
<p>Die Entwicklung erfolgt in Deutschland unter hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards. NoSpamProxy wird kontinuierlich weiterentwickelt und erfüllt die Anforderungen zahlreicher Organisationen mit hohen Ansprüchen an Datenschutz und Informationssicherheit.</p>
<p>Auch Einrichtungen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen setzen NoSpamProxy bereits ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mitglieder des Paritätischen erhalten dank des Rahmenvertrags Sonderpreise. Die Rabatte finden Sie nach einloggen im <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote-und-veranstaltungen/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/login/#spacer" target="_blank">Mitgliederbereich</a> in unserem <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/einkaufsportal/alle-partner/n/nospamproxy/" target="_blank">Einkaufsportal.</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Einkaufsvorteile</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16777</guid>
					<pubDate>Thu, 09 Jul 2026 10:12:35 +0200</pubDate>
					<title>Einkaufsvorteile: neuer Partner &quot;Holvigo&quot;</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/einkaufsvorteile-neuer-partner-holvigo/</link>
					<description>Kita und Krippe als Spiel-Raum für Bewegung und Entfaltung: Holvigo verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Begleitung von pädagogischen Einrichtungen bei der Auswahl und Nutzung von Spiel- und Bewegungsmaterialien nach den Konzepten von Emmi Pikler und Elfriede Hengstenberg. </description>
					<enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/rv-online/Holvigo_6900_1.png" length="447214" type="image/png" />
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder brauchen Spielmaterial, das echtes Spielen ermöglicht: eigene Erfahrungen machen, ausprobieren, entdecken, lernen, schöpferisch sein – allein oder gemeinsam. Die autonome Bewegungsentwicklung und der Freiraum für Kinder, dem eigenen Interesse zu folgen, sind das Fundament einer gesunden Persönlichkeitsentfaltung und führen zum ganzheitlichen Kompetenzerwerb.</p>
<p>Die Materialien von Holvigo laden Kinder ein, spielerisch ihre Grenzen zu erkunden – sicher, selbstständig und mit Freude an der eigenen <strong>Bewegungskompetenz</strong> zu wachsen.</p>
<p>Holvigo ist <strong>der einzige lizensierte Hersteller in Deutschland</strong> für Holzspielgeräte nach der Pikler- und Hengstenberg-Pädagogik. Seit Jahrzenten entwickelt Holvigo mit den führenden Fachleuten zusammen die Geräte weiter.&nbsp;</p>
<p>Holvigo begleitet Sie mit einem umfangreichen <strong>Bildungsprogramm: </strong>Schulung für Fachkräfte ist ein wesentlicher Faktor für einen erfolgreichen Einsatz des Materials. Fragen Sie gern auch nach <strong>Leihsets</strong> für einen probeweisen Einstieg in die Welt der pädagogischen Ausrichtung nach Pikler und Hengstenberg – unterstützt durch Holvigo.&nbsp;</p>
<p>Holvigo-Materialien sind keine kurzlebigen Verbrauchsprodukte, sondern eine <strong>langfristige Investition</strong> in Bewegungsfreude, Selbstständigkeit, Raumqualität und pädagogische Arbeit, die den Arbeitsalltag der Fachkräfte entspannen können und die individuelle Entwicklung der Kinder fördern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mitglieder des Paritätischen erhalten dank des Rahmenvertrags Sonderpreise. Die Rabatte finden Sie nach einloggen im <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote-und-veranstaltungen/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/login/#spacer" target="_blank">Mitgliederbereich</a> in unserem <a href="https://www.der-paritaetische.de/leistungen-angebote/ihr-verband-ihre-einkaufsvorteile/einkaufsportal/einrichtung-ausstattung/einrichtung-moebel/holvigo/" target="_blank">Einkaufsportal.</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Einkaufsvorteile</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16776</guid>
					<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 17:56:25 +0200</pubDate>
					<title>Umfrage zu Potenzialen der Elektrifizierung im Gesundheits- und Sozialwesen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/umfrage-flottenelektrifizierung/</link>
					<description>Als Paritätischer Gesamtverband setzen wir uns für eine sozial gerechte Mobilitätswende ein. Auch Soziale Einrichtungen wollen und können dazu beitragen. Da wir uns in unserer politischen Arbeit dafür einsetzen, dass auch soziale Einrichtungen (wieder) bei der Umstellung auf klimafreundlichere Mobilität unterstützt werden, sei es durch Mittel aus dem Klima-Sozialfonds oder durch ein Förderprogramm, möchten wir eine Umfrage unter den Mitgliedern der BAGFW-Verbände starten. Die Umfrage dient als Grundlage für eine Studie zum Potenzial der Flottenelektrifizierung im Gesundheits- und Sozialwesen.
Diese haben wir gemeinsam mit dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und der Klima-Allianz Deutschland erarbeitet. Die Umfrage ist Teil einer Kurzstudie, die wir gemeinsam durchführen und diesen Herbst veröffentlichen wollen.</description>
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                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Fachinfos/doc/260715_Infoblatt-Flottenstudie.pdf" length="4110936" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Worum geht es?</strong></h3>
<p>Für die sozialen Dienste in Deutschland sind hunderttausende Kraftfahrzeuge unterwegs, um Pflege-, Mobilitäts- und Transportdienste zu erbringen. In der Elektrifizierung dieser Flotte steckt enormes Klimaschutzpotential.</p>
<p>Gleichzeitig steht der Sektor bei der Elektrifizierung vor besonderen Herausforderungen: heterogene Trägerlandschaften, begrenzte Rücklagenbildung, enge Budgetrahmen und restriktive Förderbedingungen.<br><strong>Um dieses Potenzial und die konkreten Hürden vor Ort belastbar zu erfassen, führen wir gemeinsam mit dem FÖS und der Klima-Allianz Deutschland eine Kurzstudie durch. Zentrale Datengrundlage dafür ist eine Befragung von Einrichtungen und Trägern sozialer Dienste in ganz Deutschland.</strong></p>
<h3><strong>Ziele der Studie</strong></h3><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="edd3808a4d1bddb1d0e9ddd1db7b21fd8">Die besonderen Herausforderungen der Elektrifizierung für soziale Einrichtungen darstellen</li><li data-list-item-id="eba818fdf5ab62d6768f4ea1d69c514e4">Den Bestand an Pkw in den Einrichtungen realistisch schätzen – amtliche Statistiken bilden ihn bislang nicht ab</li><li data-list-item-id="e03ddf53624d83a3b585f90a962917447">Das direkte Treibhausgas-Einsparpotenzial der Elektrifizierung quantifizieren</li><li data-list-item-id="e0d467ffafa2f8b539886f43bfdd96f3d">Die indirekten Effekte über den entstehenden Gebrauchtwagenmarkt analysieren, um auch Chancen auch für einkommensschwächere Haushalte darzustellen</li><li data-list-item-id="e207102e0d4097597fb71ea6ee2f29765">Zentrale ökonomische Kennzahlen (Kosten, Vermeidungskosten) bestimmen</li><li data-list-item-id="ebeab821c671f32e12ce5820389606f3a">Konkrete Optionen für ein zukünftiges Förderprogramm herausarbeiten – anknüpfend an das frühere Programm „Sozial &amp; Mobil“ und mit Blick auf mögliche Finanzierungsquellen wie den EU-Klimasozialfonds</li></ul><p>Der Fragebogen ist bewusst kurzgehalten, um den Aufwand gering zu halten (Bearbeitungsdauer: ca. 10 Minuten)</p>
<p>Die Angaben werden ausschließlich für die Studie ausgewertet und nicht an Dritte weitergegeben</p>
<p><strong>Link zur Umfrage 👉 </strong><a href="https://foes.limesurvey.net/775294?lang=de" target="_blank" rel="noreferrer"><strong>https://foes.limesurvey.net/775294?lang=de</strong></a></p>
<p><strong>Teilnahmefrist: 10.08.2026</strong></p>
<p><strong>Wir danken Ihnen herzlich für die Unterstützung!</strong></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Innovation</category>
						
							<category>Bereichsübergreifende Themen</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Forschung</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://foes.limesurvey.net/775294?lang=de" absolute='1' title="Link zur Umfrage">Link zur Umfrage</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16775</guid>
					<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 12:31:26 +0200</pubDate>
					<title>Kindersofortzuschlag – Skandalöse Kürzung bei armutsbetroffenen Kindern </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/kindersofortzuschlag-skandaloese-kuerzung-bei-armutsbetroffenen-kindern/</link>
					<description>Presse-Statement von Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, anlässlich des Kabinettsbeschlusses zum Haushaltsbegleitgesetz und der darin enthaltenen Streichung des Kindersofortzuschlags</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>„Im Entwurf des Haushaltsbegleitgesetzes versteckt sich eine der weitreichendsten Kürzungen zulasten armer Kinder seit Jahren. Der Sofortzuschlag von 25 Euro im Monat erreicht Kinder und junge Menschen in der Grundsicherung, in der Sozialhilfe und im Asylbewerberleistungsgesetz sowie Familien mit Kinderzuschlag oder Wohngeld. Ihnen allen will die Bundesregierung nun Monat für Monat 25 Euro nehmen. Das verschärft Ausgrenzung, es ist beschämend und durch nichts zu rechtfertigen.</p>
<p>Wenn der Gesetzentwurf beklagt, der Zuschlag führe zu Mehrausgaben des Bundes, dann heißt das übersetzt: Das Geld kommt bei armen Kindern an. Genau dafür war es gedacht. Besonders bitter ist die Begründung. Weil die versprochene Kindergrundsicherung gescheitert ist, soll nun auch noch die Überbrückung dorthin fallen. Die Kinder sind deshalb gleich doppelt benachteiligt.&nbsp; Das Vorhaben reiht sich mit der geplanten Kürzung des Wohngeldes und den geplanten Einschränkungen der Familienversicherung und des Elterngeldes in eine Reihe von Kürzungsmaßnahmen ein, die vor allem Familien mit geringen und mittleren Einkommen treffen.&nbsp;</p>
<p>Und es bleibt nicht bei den 25 Euro. Die Bundesregierung will zu einem Verfahren zurückkehren, bei dem die Regelsätze steigenden Preisen wieder stärker hinterherlaufen, ausdrücklich auch beim persönlichen Schulbedarf. Und sie kündigt an, den Bestandsschutz der Regelsätze in der anstehenden Novelle des Regelbedarfsermittlungsgesetzes ‚aufzugreifen'. Bisher garantiert dieser Schutz, dass die Leistungen für Menschen in der Grundsicherung im Zuge der jährlichen Anpassungen nichtsinken. Wer ihn ausgerechnet in einem Spargesetz ‚aufgreift', will erkennbar an ihn heran. Millionen Menschen müssten dann mit noch weitergehenden Kürzungen rechnen.&nbsp;</p>
<p>Wir fordern den Bundestag auf, die geplanten Kürzungen bei Kindern und Menscen mit geringen Einkommen zu stoppen und endlich aktiv gegen Kinder- und Familienarmut vorzugehen. Wer den Haushalt auf dem Rücken armer Kinder saniert, spart an der Zukunft dieses Landes."</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Armut</category>
						
							<category>Bürgergeld</category>
						
							<category>Sozialpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16772</guid>
					<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Hohe Zahl drogenbedingter Todesfälle: Wie viele junge Menschen müssen noch sterben? </title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/hohe-zahl-drogenbedingter-todesfaelle-wie-viele-junge-menschen-muessen-noch-sterben/</link>
					<description>Netzwerk, dem auch der Paritätische Gesamtverband angehört, schlägt 5-Punkte-Plan mit Maßnahmen gegen Drogentodesfälle vor.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die heute veröffentlichten Zahlen zu drogenbedingten Todesfällen in Deutschland für das Jahr 2025 sind erschütternd: <strong>2.150 </strong>Menschen sind an den Folgen ihres Drogenkonsums gestorben – damit bleibt die Zahl auf hohem Niveau.</p>
<p>Besonders alarmierend ist: Immer mehr junge Menschen sterben. Weil sie keine zweite Chance bekommen haben. Junge Leben, die geschützt werden könnten, finden ein frühes Ende. Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar – sie ist ein klarer Auftrag zum Handeln. „Wir gehen davon aus, dass junge Menschen oft synthetische, hochpotente Drogen zu sich nehmen, von denen sie nicht wissen, wie genau sie wirken. Wir brauchen unbedingt mehr Aufklärung und Frühwarnsysteme, um diese Fälle verhindern zu können,“ sagt Eva Egartner vom Fachverband Drogen- und Suchthilfe fdr+.</p>
<p>Die wachsende Verbreitung von Crack sowie synthetischen Opioiden, unberechenbare Wirkstoffgehalte und zunehmender Mischkonsum verschärfen die Lage zudem dramatisch. Deutschland steht an einem kritischen Punkt.</p>
<p><strong>Die Todesfälle sind vermeidbar.</strong> Mit der bundesweiten Kampagne <strong>#GibMir5 </strong>machen deutsche Fachorganisationen gemeinsam deutlich: Es gibt konkrete, sofort umsetzbare und wissenschaftlich belegte Lösungen. <strong>Fünf Maßnahmen können Leben retten und die Zahl drogenbedingter Todesfälle nachweislich reduzieren:</strong></p>
<p><strong>1. Kommunale Frühwarnsysteme stärken</strong><br>Trends und gefährliche Entwicklungen müssen früh erkannt werden, um rechtzeitig reagieren zu können.<br><strong>2. Drugchecking flächendeckend ermöglichen</strong><br>Nur wer weiß, was die konsumierte Droge wirklich enthält, kann Risiken einschätzen und tödliche Überdosierungen vermeiden.<br><strong>3. Drogenkonsumräume ausbauen</strong><br>Sie verhindern Infektionen, ermöglichen medizinische Hilfe im Notfall und schaffen sichere Konsumbedingungen sowie Zugang zu Beratung.<br><strong>4. Naloxon verfügbar machen</strong><br>Dieses Notfallmedikament kann die Folgen einer Opioidüberdosierung wirksam abwenden. Dafür braucht es einen niedrigschwelligen Zugang und geschulte Ersthelfer*innen.<br><strong>5. Substitution ausbauen</strong><br>Sie verbessert die gesundheitliche Stabilität, reduziert Risiken des Konsums und eröffnet Perspektiven für ein stabileres Leben.</p>
<p><br>Diese Maßnahmen sind keine Vision – sie sind Realität in vielen Ländern und auch in Teilen Deutschlands. Doch sie müssen endlich flächendeckend umgesetzt werden.</p>
<p><strong>Junge Menschen bleiben schutzlos</strong></p>
<p>Die steigende Zahl drogenbedingter Todesfälle bei jungen Menschen zeigt besonders deutlich: Prävention, Aufklärung und niedrigschwellige Hilfen erreichen viele nicht ausreichend. Gerade junge Konsument*innen, die teils nur kurzfristig mit Drogen experimentieren, sind zunehmend den Risiken synthetischer Substanzen ausgesetzt – oft ohne hinreichendes Wissen oder Schutzmöglichkeiten.</p>
<p><strong>Jetzt ist die Zeit zu handeln</strong></p>
<p>Wir fordern Bund, Länder und Kommunen auf, die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse endlich konsequent in politisches Handeln zu übersetzen.</p>
<p>Darüber hinaus braucht es strukturelle Verbesserungen: Die Einrichtung eines interdisziplinären Drogen- und Suchtrates kann dazu beitragen, schneller und wirksamer auf Entwicklungen zu reagieren und evidenzbasierte Maßnahmen umzusetzen.</p>
<p>“Die aktuellen Zahlen zeigen, dass wir alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen müssen, um Menschenleben zu schützen. Aus medizinischer Sicht wissen wir, dass viele drogenbedingte Todesfälle vermeidbar sind. Entscheidend ist deshalb, Risiken frühzeitig zu reduzieren und Menschen gerade in besonders vulnerablen Konsumphasen zuverlässig zu erreichen. Harm-Reduction Maßnahmen schaffen Schutz, verhindern Todesfälle und eröffnen zugleich Zugänge zu Beratung, Behandlung und langfristiger Stabilisierung”, sagt Dr. Maurice Cabanis, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin.</p>
<p><strong>Es darf kein weiteres Jahr mit steigenden Todeszahlen geben.</strong><br><strong>Es darf kein weiteres Jahr geben, in dem wir zusehen, wie vor allem junge Menschen sterben.</strong><br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Suchthilfe</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16773</guid>
					<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 14:31:42 +0200</pubDate>
					<title>Die Presseschau vom 6. Juli 2026</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/die-presseschau-vom-6-juli-2026/</link>
					<description>Mit den Reformen der Bundesregierung, dem auslaufenden Tankrabatt und vielen weiteren Themen war der Paritätische in der vergangenen Woche in der Presse.</description>
					
					
					<content:encoded><![CDATA[<p>Tagesschau:<a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/neue-regelsaetze-grundsicherung-100.html" target="_blank" rel="noreferrer"> Drohen Kürzungen bei den Regelsätzen?</a></p>
<p>ZDF Heute: <a href="https://www.zdf.de/play/magazine/heute-106/260701-heute-sendung-17-uhr-100" target="_blank" rel="noreferrer">Paritätischer zu Grundsicherung </a>(ab Minute 5:13)</p>
<p>Evangelische Zeitung: <a href="https://evangelische-zeitung.de/wohlfahrtsverband-grundsicherung-koennte-armut-verstaerken/" target="_blank" rel="noreferrer">Wohlfahrtsverband: Grundsicherung könnte Armut verstärken</a></p>
<p>Merkur: <a href="https://www.merkur.de/politik/reformen-brisanter-cdu-antrag-buergergeld-betrug-grundsicherung-sanktionen-sozialbetrug-zr-94377957.html" target="_blank" rel="noreferrer">Grundsicherung startet heute: CDU gehen Sanktionen nicht weit genug – brisanter Antrag gegen Sozialbetrug</a></p>
<p>Merkur: <a href="https://www.merkur.de/verbraucher/grundsicherung-30-prozent-sanktionen-drohen-bei-alkohol-oder-ungepflegtheit-zr-94374273.html" target="_blank" rel="noreferrer">Grundsicherungs-Empfänger alkoholisiert beim Termin? Dann droht sofort eine 30-Prozent-Kürzung</a></p>
<p>Junge Welt: <a href="https://www.jungewelt.de/artikel/525274.auf-den-grund-k%C3%BCrzen.html" target="_blank" rel="noreferrer">Auf den Grund kürzen</a></p>
<p>GMX:<a href="https://www.gmx.net/magazine/politik/inland/scharfe-kritik-plaenen-regierung-absolut-katastrophal-42457860" target="_blank" rel="noreferrer"> Scharfe Kritik an Plänen der Regierung: "Absolut katastrophal"</a></p>
<p>Kobinet: <a href="https://kobinet-nachrichten.org/2026/07/02/zustimmung-mit-maengelliste/" target="_blank" rel="noreferrer">Zustimmung mit Mängelliste</a></p>
<p>Evangelische Zeitung: <a href="https://evangelische-zeitung.de/unterschiedliche-reaktionen-auf-reformpaket-der-bundesregierung/" target="_blank" rel="noreferrer">Unterschiedliche Reaktionen auf Reformpaket der Bundesregierung</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/verbraucher/wirklich-erwartet-rentenreform-der-merz-regierung-was-frauen-94378832.html" target="_blank" rel="noreferrer">Frauen fallen bei Merz’ Rentenreform durch das Raster – Expertin mit deutlicher Ansage</a></p>
<p>Merkur: <a href="https://www.merkur.de/wirtschaft/koalitions-reformpaket-experten-kritik-faellt-vernichtend-aus-94381405.html" target="_blank" rel="noreferrer">„In Summe viel zu schwach“ – Merz-Vertrautem gehen Reformen der Regierung nicht weit genug</a></p>
<p>Merkur: <a href="https://www.merkur.de/verbraucher/renten-reform-2026-expertin-warnt-frauen-zahlen-drauf-zr-94378664.html" target="_blank" rel="noreferrer">Rentenreform lässt Millionen Frauen zurück – Expertinnen benennen entscheidende Leerstelle</a></p>
<p>taz: <a href="https://taz.de/Nach-dem-Tankrabatt-Ende-Spritpreise-steigen-massiv/!6192643/" target="_blank" rel="noreferrer">Spritpreise steigen massiv</a></p>
<p>Tagesspiegel Background: <a href="https://background.tagesspiegel.de/verkehr-und-smart-mobility/briefing/klimageld-statt-strohfeuer-tankrabatt" target="_blank" rel="noreferrer">Klimageld statt Strohfeuer-Tankrabatt</a></p>
<p>Deutschlandfunk: <a href="https://www.deutschlandfunk.de/tankrabatt-fazit-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">Hat sich die Milliardenhilfe gelohnt?</a></p>
<p>Frankfurter Rundschau: <a href="https://www.fr.de/politik/klassenbeste-und-die-lehrerin-empfahl-trotzdem-die-hauptschule-94376633.html" target="_blank" rel="noreferrer">Wenn soziale Herkunft und Diskriminierung Chancen verbauen</a></p>
<p>Wohlfahrt Intern: <a href="https://www.wohlfahrtintern.de/detail/kipping-einrichtungen-brauchen-mehr-freiraeume-fuer-krisenfestigkeit#" target="_blank" rel="noreferrer">Kipping: Einrichtungen brauchen mehr Freiräume für Krisenfestigkeit</a></p>
<p>Queer.de: <a href="https://www.queer.de/detail.php?article_id=58557" target="_blank" rel="noreferrer">Sichtbarkeit für queere Kämpfe im neuen Magazin des Paritätischen</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Presseschau</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16769</guid>
					<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 15:00:00 +0200</pubDate>
					<title>Kurzfristige Umfrage: Auswirkungen der vergangenen Hitzewelle auf Einrichtungen und Dienste der Sozialen Arbeit</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/kurzfristige-umfrage-auswirkungen-der-vergangenen-hitzewelle-auf-einrichtungen-und-dienste-der-sozialen-arbeit/</link>
					<description>Die vergangenen Tage haben gezeigt, wie stark anhaltende Hitze den Arbeitsalltag und die Versorgung von Menschen in sozialen Einrichtungen beeinflussen kann. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns und helfen Sie dabei, die Herausforderungen der Praxis sichtbar zu machen und notwendige Verbesserungen anzustoßen.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Die vergangenen Tage haben mit Temperaturen von über 40 °C in vielen Regionen Deutschlands erneut deutlich gemacht, dass Hitze längst kein Ausnahmeereignis mehr ist. Extrem hohe Temperaturen stellen Einrichtungen und Dienste der Sozialen Arbeit vor erhebliche Herausforderungen – sowohl für die Menschen, die Unterstützung benötigen, als auch für die Beschäftigten.</p>
<p>Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, chronisch oder psychisch erkrankte Menschen, Kinder sowie strukturell benachteiligte Personen. Gleichzeitig erschweren hohe Temperaturen die Arbeitsbedingungen in vielen Einrichtungen erheblich. Hinzu kommen Herausforderungen bei der Gebäudekühlung, der Arbeitsorganisation, der Medikamentenlagerung oder der Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung.</p>
<p>Der Paritätische Gesamtverband möchte die Erfahrungen von Organisationen der Sozialen Arbeit kurzfristig erfassen. Ziel ist es, ein aktuelles Bild der Belastungslage zu gewinnen und konkrete Beispiele aus der Praxis zu sammeln. Die Ergebnisse sollen in die politische Interessenvertretung des Verbandes einfließen und dazu beitragen, den Handlungsbedarf gegenüber Politik und Öffentlichkeit mit aktuellen Erfahrungen aus der Praxis zu unterlegen.</p>
<p>Wir bitten Sie daher herzlich, sich wenige Minuten Zeit für die Beantwortung der folgenden Umfrage zu nehmen. Die Teilnahme dauert etwa fünf bis sieben Minuten. Die Angabe Ihrer Einrichtung ist freiwillig und dient ausschließlich einer möglichen internen Kontaktaufnahme für Rückfragen oder vertiefende Gespräche. Eine Veröffentlichung personenbezogener oder einrichtungsbezogener Angaben erfolgt nicht.</p>
<p>Hier geht es zur Umfrage: <a href="https://survey.lamapoll.de/Umfrage-Hitze-Paritaet" target="_blank" rel="noreferrer">https://survey.lamapoll.de/Umfrage-Hitze-Paritaet</a>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Umfrage endet am 10.07.2026 um 12:00 Uhr.&nbsp;</strong></p>
<p>Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und Ihren wichtigen Beitrag.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Jugendsozialarbeit</category>
						
							<category>Wohnungslosenhilfe</category>
						
							<category>Freiwilligendienste</category>
						
							<category>Straffälligenhilfe</category>
						
							<category>Kindertagesbetreuung</category>
						
							<category>Kinder- und Jugendhilfe</category>
						
							<category>Familie</category>
						
							<category>Frauen</category>
						
							<category>Gleichstellung</category>
						
							<category>Schulische Bildung</category>
						
							<category>Gesundheit und Migration</category>
						
							<category>Suchthilfe</category>
						
							<category>Altenhilfe und Pflege</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Psychiatriepolitik</category>
						
							<category>Gesundheitspolitik &amp; Prävention</category>
						
							<category>Selbsthilfe</category>
						
							<category>Chronische Krankheiten und Behinderung</category>
						
							<category>Rettungswesen und Katastrophenschutz</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Flüchtlingshilfe/-politik</category>
						
							<category>Migrationssozialarbeit/-politik</category>
						
							<category>Klimaanpassung</category>
						
							<category>Projekt: Klimaschutz – Sozial</category>
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
							<category>Wohnen</category>
						
							<category>Armut</category>
						
					
					
						
							<relatedLink href="https://survey.lamapoll.de/Umfrage-Hitze-Paritaet" absolute='1' title="Umfrage Hitze in sozialen Einrichtungen">Umfrage Hitze in sozialen Einrichtungen</relatedLink>
						
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16770</guid>
					<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 12:56:14 +0200</pubDate>
					<title>Neues BMF-Schreiben zu Änderungen im Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO)</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/neues-bmf-schreiben-zu-aenderungen-im-anwendungserlass-zur-abgabenordnung-aeao/</link>
					<description>Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 2. Juli 2026 Änderungen im AEAO bekannt gegeben. Diese Regelungen betreffen gemeinnützige Einrichtungen und sollten daher im Einzelfall näher beachtet werden. 

</description>
					
					
                        
                            <enclosure url="https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Aufruf-Uploads/20260702_BMF-Schreibenaenderung-aeao-51-52-usw.pdf" length="136950" type="application/pdf" />
                        
                    
					<content:encoded><![CDATA[<p>Die Änderungen werden im AEAO zu den §§ 51 bis 67a vorgenommen.&nbsp;</p>
<p>Besonders hervorzuheben sind:&nbsp;</p><ol><li data-list-item-id="e86fcba264f0e29afef98a6c1eb442024">Zu § 51 Abs. 1 Nr. 2 wird der letzte Satz gestrichen, wonach sich „Zweck, Aufgaben und Organisation der Untergliederungen auch aus der Satzung des Hauptvereins ergeben.“ Dies betrifft selbständige regionale Untergliederungen.&nbsp;</li><li data-list-item-id="e7de7bff1e07adcc290a454500047e8e4">Zur Förderung der Allgemeinheit müssen künftig <strong>Kinderbetreuungseinrichtungen</strong> beachten, dass sie nur dann gemeinnützig sein können, wenn <strong><u>mindestens </u></strong>25 % der Betreuungsplätze nicht an Kinder von Beschäftigten von Vertragspartnern vergeben werden. (Neu: AEAO zu § 52 Nr. 5 3. Absatz Satz 2)</li><li data-list-item-id="efa3f45c0f4b1da99fe39c93606deede0">Neu eingefügt wird in AEAO zu § 52 Nr. 9 Absatz 2 der Satz: „Der Begriff des demokratischen Staatswesens in § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 24 Hbs. 1 AO ist unter Berücksichtigung der Strukturprinzipien der bundesstaatlichen Verfassung in Art. 20 GG zu ermitteln.“&nbsp;</li><li data-list-item-id="eef847e4d82052c4d74db9c484e1305cb">Der Absatz zur <strong>Katastrophenhilfe</strong> wurde verändert, AEAO zu § 53 Nr. 13, Absatz 3. Neu gefasst wurde Satz 2 dieses Absatzes: „Steuerbegünstigte Körperschaften können in diesem Fall für den Überbrückungszeitraum zwischen Schadenseintritt und Zahlung von dritter Seite zinslose Darlehen geben oder ihre Zahlungen unter die Bedingung der nachträglichen Verrechnung mit möglichen Ansprüchen stellen. Weiterhin können auch unentgeltliche Nutzungsüberlassungen für den Überbrückungszeitraum erfolgen.“&nbsp;</li><li data-list-item-id="e3458e365009c2fe80400aa7db59a8248">Für den Bereich der <strong>Selbstlosigkeit&nbsp;</strong>wurden im AEAO zu § 55 die Nr. 3 und Nr. 4 neu gefasst und unter Nr. 5 zur <strong>Ermittlung eines Verlusts</strong> umfangreiche Änderungen eingefügt.&nbsp;</li><li data-list-item-id="e4eb4681f93cb1fdf8332631f32401856">Auch für den Bereich der Ausschließlichkeit (§ 56 AO) wurden einige Veränderungen vorgenommen.</li><li data-list-item-id="ece435aca317de9ab1db652d34583fa4d">Der AEAO zu § 57 (Unmittelbarkeit) wurde in Nr. 14 neu gefasst: „Eine Beteiligung nach § 57 Abs. 4 AO ist unter den Voraussetzungen der Nr. 3 des AEAO zu § 64 AO dem ideellen Bereich zuzuordnen.“</li><li data-list-item-id="e8a076f7ad13a3ca14b230620ea1922ef">Für den Bereich der steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe in § 64 AO gibt es Ergänzungen zu <strong>Beteiligungen und Neufassungen zu arbeitstherapeutischen Beschäftigungsgesellschaften</strong>.<span>&nbsp;</span></li><li data-list-item-id="eda94b2996b830a4eff961aeb3bb8d7a4">Auch zu § 65 AO (Zweckbetrieb) wird der AEAO in Nr. 4 umfangreich neu gefasst.&nbsp;</li><li data-list-item-id="eb8a2e0694f7686a44a9c37ec5917a324">Zuletzt wird im AEAO zu § 66 in Nr. 3 Abs. 3 im letzten Satz die Einfügung vorgenommen: „Erbringt das bereitgestellte Personal z. B. nur Verwaltungsleistungen, sind diese Leistungen <strong><u>vorbehaltlich der §§ 57 Abs 3, 58 Nr. 1 AO</u></strong> nicht dem Zweckbetrieb nach § 66 AO zuzuordnen.“</li></ol><p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten BMF-Schreiben.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Allgemeine Rechtsfragen</category>
						
							<category>Steuerrecht</category>
						
							<category>Vereinsrecht</category>
						
							<category>Gesellschaftsrecht</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16771</guid>
					<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 11:38:07 +0200</pubDate>
					<title>Neue Bundesdurchschnittskostensätze für Arbeitsfördermaßnahmen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/neue-bundesdurchschnittskostensaetze-fuer-arbeitsfoerdermassnahmen/</link>
					<description>Die Bundesagentur für Arbeit hat neue Bundesdurchschnittskosten (B-DKS) veröffentlicht. Sie gelten seit dem 01.07.2026 für alle Gutscheinmaßnahmen, d. h. Maßnahmen zur aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 SGB III inkl. Maßnahmen zur ganzheitlichen Betreuung nach 16k SGB II sowie für Maßnahmen zur Förderung beruflicher Weiterbildung nach § 81 SGB III.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Die B-DKS sind ein zentrales Instrument zur Kostensteuerung für die “Gutscheinmaßnahmen” nach § 45 und &nbsp;§ 81 SGB III sowie § 16k SGB II. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht sie ja zwei Jahre. Die aktuellen B-DKS wurden aus gemeldeten Kosten für alle Maßnahmen in den Jahren 2024-2025 ermittelt und gelten vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2028. Sie legen die bundesweit gültigen durchschnittlichen Kostensätze je Maßnahmestunde für Gruppen- oder Einzelmaßnahmen fest und bilden die Grundlage der Maßnahmezulassung durch die Fachkundigen Stellen.&nbsp;</p>
<p>Die BA hat die Preisentwicklung in der Erwachsenenbildung bei der Ermittlung der B-DKS berücksichtigt.&nbsp;</p><ul class="list-normal"><li data-list-item-id="e4f8ab658dfcfd91459352004da9d61f4"><p style="margin-left:0cm;">Die B-DKS nach § 45 SGB III und § 16k SGB II sind zw. 5,6-13,4 Prozent gestiegen, mit Ausnahme von Maßnahmen zur Stabilisierung einer&nbsp;<br>Beschäftigungsaufnahme. Hier ist der Preis für Gruppenmaßnahmen um 30,25 Prozent von 19,87 Euro auf 13,86 Euro gesunken.&nbsp;<br>&nbsp;</p></li><li data-list-item-id="e3391d174f7a12b67a735fbd0f5a7cc02"><p style="margin-left:0cm;">Die B-DKS nach § 81 SGB III sind zum Teil gestiegen und zum Teil gesunken. <span>Die Tabelle der Bundes-Durchschnittskostensätze für Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung richtet sich nach der Klassifikation der Berufe KldB (vgl. </span><a href="https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Grundlagen/Klassifikationen/Klassifikation-der-Berufe/Klassifikation-der-Berufe-Nav.html" target="_blank" class="link-arrow" rel="noreferrer"><span>Link</span></a><span>).&nbsp;</span></p></li></ul><p>Wichtige Änderung: die Regel für sog. Schwellenwerte fällt weg. Ab dem 01. Juli 2026 gelten die von der BA ermittelten B-DKS/Schwellenwerte (SW) z. B. für Maßnahmen der Fahrzeugführung (Erwerb von Führerschein div. Klassen, Umschulung bzw. Teilqualifikation Berufskraftfahrer:in Personen-/Güterverkehr etc.). Eine Kostenzustimmung der BA ist, wie bei der regulären Zulassung, erst bei der Kostenüberschreitung von mehr als 25% notwendig, sonst kann die Zulassung durch die FKS erfolgen.&nbsp;</p>
<p>Die Tabellen für die B-DKS ab dem 01. Juli 2026 finden Sie unter “Dokumente zum Download” oder auf der Internetseite der BA (01.07.2026)</p>
<p>- <a href="https://www.arbeitsagentur.de/datei/tabelle-kosten-aktivierung-und-berufliche-eingliederung-2022_ba037984.pdf" target="_blank" rel="noreferrer">Link Aktivierung und berufliche Eingliederung § 45 SGB III und ganzheitliche Betreuung 16k SGB II</a></p>
<p>-<a href="https://www.arbeitsagentur.de/datei/tabelle-der-kosten-fuer-massnahmen-der-beruflichen-weiterbildung-2024_ba049411.pdf" target="_blank" rel="noreferrer"> Link Berufliche Weiterbildung § 81 SGB III</a></p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Qualität und Management</category>
						
							<category>Jugendsozialarbeit</category>
						
							<category>Suchthilfe</category>
						
							<category>Behindertenpolitik</category>
						
							<category>Psychiatriepolitik</category>
						
							<category>Teilhabe</category>
						
							<category>Bildung</category>
						
							<category>Arbeitsmarktpolitik</category>
						
					
					
				</item>
			
				<item>
					<guid isPermaLink="false">news-16768</guid>
					<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 11:22:48 +0200</pubDate>
					<title>Dokumentation: Leitungswasser in sozialen Einrichtungen</title>
					<link>https://www.der-paritaetische.de/alle-meldungen/dokumentation-leitungswasser-in-sozialen-einrichtungen/</link>
					<description>Welche Qualität hat Leitungswasser in Deutschland? Wie kann ich in der Einrichtung rund um Leitungswasser kommunizieren? Und welche Vorteile hat Leitungswasser überhaupt? Mit diesen Fragen beschäftigten sich interessierte Teilnehmende in der vergangenen Woche in der Online-Veranstaltung &quot;Leitungswasser in sozialen Einrichtungen – Qualitätsfragen, Kommunikation und Auszeichnung&quot;, die im Rahmen des Projekts &quot;Nachhaltig satt&quot; stattfand.</description>
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade in den heißen Sommermonaten ist ausreichendes Trinken besonders wichtig. Welche Vorteile das Trinken von Leitungswasser bietet und wie es um dessen Qualität steht, erläuterte uns Dominik Lanzl von a tip: tap e.V. in einer Online-Veranstaltung am 24. Juni 2026. A tip: tap e.V. setzt sich seit 2010 für die Nutzung von Leitungswasser ein: Mit Beratung, interaktiven Bildungsangeboten und Aktionen für Leitungswasser engagiert sich der Verein für einen besseren Zugang zu Leitungswasser und mehr Wissen zu diesem Thema.&nbsp;</p>
<h4><strong>5 Gründe für Leitungswasser</strong></h4>
<p><strong>Leitungswasser spart CO<sub>2</sub>:</strong> Mineralwasser, das in Flaschen verkauft wird, verbraucht viele zusätzliche Ressourcen. Die Flaschen werden gereinigt, abgefüllt, verpackt, zu den Verkaufsstellen transportiert und nach dem Verkauf weiterbefördert – bis das Wasser schließlich im Glas auf unserem Tisch steht. Leitungswasser hingegen wird durch das Rohrsystem direkt in unseren Haushalt oder unsere Einrichtung geliefert. So entfallen durchschnittlich nur rund 0,35g CO<sub>2</sub>eq pro Liter Leitungswasser – bei Flaschenwasser sind es durchschnittlich 202,74g CO<sub>2</sub>eq pro Liter.&nbsp;</p>
<p><strong>Leitungswasser vermeidet Verpackungsmüll:</strong> In Deutschlang fallen pro Jahr rund 8 Milliarden Einweg-Plastikflaschen an, die durch die Nutzung von Leitungswasser vermeidbar wären.</p>
<p><strong>Leitungswasser spart Geld:</strong> Leitungswasser ist deutlich günstiger als der Kauf von Flaschenwasser. Wie viel CO₂eq und Geld durch den Umstieg auf Leitungswasser eingespart werden können, lässt sich anschaulich im <a href="https://atiptap.org/trinkwasserrechner/?litres=4" target="_blank" rel="noreferrer">Trinkwasserrechner von a tip: tap</a> berechnen.&nbsp;</p>
<p><strong>Leitungswasser ist bequem und platzsparend:</strong> Logistikaufwand sowie Lagerräume voller Wasserkästen und Pfandflaschen werden vermieden.</p>
<p><strong>Leitungswasser hat Top-Qualität:</strong> Und zuletzt: Leitungswasser hat in Deutschland eine hohe Qualität. Genau dieses Thema wurde im zweiten Teil der Veranstaltung näher betrachtet.</p>
<h4><strong>Qualität von Leitungswasser</strong></h4>
<p>Die deutsche Trinkwasserverordnung wurde 2023 novelliert und verschärft. Leitungswasser in Deutschland wird regelmäßig auf 60 chemische, physikalische und mikrobiologische Parameter geprüft. Diese Kontrollen müssen von den Wasserversorgern verpflichtend sichergestellt werden.&nbsp;</p>
<p>Durch moderne Analytik lassen sich heute selbst kleinste Mengen vieler Stoffe nachweisen – auch in Konzentrationen, die weit unter gesundheitlich relevanten Werten liegen. Ein Nachweis bedeutet daher nicht automatisch ein Gesundheitsrisiko. Bei Meldungen über gemessene Medikamentenrückstände im Wasser ist auch die Unterscheidung zwischen verschiedenen Wasserarten und Regionen wichtig. Rückstände im Abwasser sagen beispielsweise wenig über die Qualität des Trinkwassers aus.</p>
<p>Ein weiterer Stoff, über den im Zusammenhang mit Leitungswasser häufig gesprochen wird, ist Mikroplastik. Nach aktuellem Wissensstand stellt Leitungswasser jedoch keine Hauptaufnahmequelle für Mikroplastik dar. Plastikfreie Trinkgefäße sollten dennoch bevorzugt werden.</p>
<p>Gefahren durch Keime oder Hausleitungen entstehen - wenn überhaupt – vor allem durch lange Stagnationszeiten in Leitungen. Diese sollten vermieden werden. Bleileitungen müssen seit Anfang 2026 stillgelegt sein. Für Einrichtungen, die auf Leitungswasser umsteigen möchten, bietet sich ein Test auf Schwermetalle an.</p>
<p>Kalk ist als Bestandteil in unserem Leitungswasser gesundheitlich unbedenklich. Er besteht aus den gelösten Mineralstoffen Calcium und Magnesium.</p>
<p>Im Fazit erläutert Dominik Lanzl, dass Leitungswasser in Deutschland vor dem Genuss nicht gefiltert werden muss. Ausnahmen gelten für vulnerable Gruppen, zum Beispiel in Krankenhäusern oder Altenpflegeeinrichtungen, für die häufig besondere Hygienevorgaben durch Gesundheitsämter bestehen.&nbsp;</p>
<p>Wichtig ist es jedoch, die Hygiene an der Wasserentnahmestelle einzuhalten: Stagnationszeiten sollten vermeiden werden und nach längeren Standzeiten, etwa nach den Ferien, sollten die Leitungen gründlich erst heiß, dann kalt gespült werden. Außerdem sollte der Perlator regelmäßig gereinigt und Wasser nicht über längere Zeit in Karaffen stehen gelassen werden.</p>
<h4><strong>Kommunikation rund um Leitungswasser</strong></h4>
<p>Die Vorteile von Leitungswasser lassen sich vielseitig und zielgruppengerecht kommunizieren. Das bewusste Inszenieren von Wasserspendern oder die Visualisierung des Wasserdurchsatzes mit einer „tap watch“ fördern zum Beispiel die Wertschätzung und regen zur Nutzung von Leitungswasser an.</p>
<p>Um Wasserbildung in die pädagogische Arbeit einzubinden und Wasserwissen bereitzustellen, bietet a tip: tap zahlreiche kostenfreie Materialien auf ihrer Website an. Orientiert an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung wurden verschiedene Module zum Lernen und Ausprobieren entwickelt, die direkt in Einrichtungen eingesetzt werden können. So kann in einem Versuch ein Sedimentfilter aus verschiedenen Schichten hergestellt werden, um schmutziges Wasser zu filtern und den Wasserkreislauf kennenzulernen.</p>
<p>Auch die Trinkmotivation kann durch gemeinsame Aktionen gesteigert werden: Infused water – also Wasser versetzt mit saisonalem Obst oder Gemüse wie Gurke, Äpfel, Minze oder Rosmarin– regt zum Ausprobieren und Trinken an.</p>
<p>Einrichtungen, die die Nutzung von Leitungswasser als selbstverständlich ansehen und kein Budget für Flaschenwasser einplanen, können sich außerdem als leitungswasserfreundlich auszeichnen lassen. Diese Auszeichnung kann sowohl für die interne als auch für die externe Kommunikation genutzt werden.</p>
<p>Alle weiteren Informationen der spannenden Veranstaltung finden Sie in der Veranstaltungspräsentation.</p>]]></content:encoded>
					
						
							<category>Klimaschutz &amp; Klimaanpassung</category>
						
					
					
				</item>
			
		
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