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Praxistipps des BMFSFJ für die Kindertagesbetreuung

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) Praxistipps für die Kindertagesbetreuung in der Corona-Pandemie veröffentlicht. Der aktuelle Monatsbericht der Corona-KiTa-Studie gibt zudem Aufschluss über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kindertagesbetreung.

Um für die Kindertagesbetreuung Orientierung bei der Gestaltung des Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen zu geben, stellt das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium ein interaktives PDF mit Praxistipps und Hintergrundwissen bereit. Die Praxistipps informieren zu Risikogruppen und Arbeitsschutz, Hygiene sowie den Umgang mit Krankheitssymptomen bei Kindern. Kita-Fachkräfte haben in den vergangenen Monaten kreative Ideen für die pädagogische Arbeit in Zeiten der Corona-Pandemie entwickelt – auch solche Praxisbeispiele finden sich im interaktiven PDF.

Gleichzeitig liefern die Ergebnisse des aktuellen Monatsberichts der interdisziplinären Corona-KiTa-Studie Informationen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kindertagesbetreuung. Zentrale Erkenntnisse sind:

  • In Reaktion auf die pandemiebedingten zusätzlichen Fachkräftebedarfe ermöglichen einige Länder zeitweise die Finanzierung von weiteren Helfer*innen. Das sind zum Beispiel Drittkräfte in der Gruppe, die keine pädagogische Berufsausbildung vorweisen müssen. Andere Länder ermöglichen auch nicht pädagogisch qualifizierten Personengruppen zeitweise die Tätigkeit als Zweitkraft in der Gruppe, sofern nicht ausreichend Fachkräfte in der Einrichtung zur Verfügung stehen.
  • Knapp fünf Prozent des Personals in Kitas kann aktuell nicht in der Arbeit am Kind eingesetzt werden. Davon ist aber die Hälfte weiterhin in die mittelbare pädagogische Arbeit eingebunden, zum Beispiel für die Dokumentation.
  • Seit den Kalenderwochen 33/34 nimmt die Anzahl an COVID-19-Meldefällen in der Altersgruppe null bis fünf Jahre wieder ab. Aktuell betreffen drei Prozent der COVID-19-Fälle diese Altersgruppe. Dies ist weniger, als dem Anteil der Null- bis Fünfjährigen in der Gesamtbevölkerung entspricht (= sechs Prozent). Das heißt, dass in dieser Altersgruppe anteilig weniger Fälle gemeldet werden als in anderen Altersgruppen.
  • In etwa einem Viertel der Einrichtungen gab es in den letzten Wochen mindestens einen Verdachtsfall, allerdings haben sich bislang nur sehr wenige als tatsächliche Infektionsfälle erwiesen.
    Weniger als ein Prozent der Kitas und Kindertagespflegestellen mussten in den letzten Wochen coronabedingt ganz oder teilweise schließen. Inzwischen werden in der Regel auch nicht mehr ganze Einrichtungen geschlossen, sondern nur die betroffenen Kita-Gruppen müssen zu Hause bleiben.
  • Bis Kalenderwoche 36 wurden von den Gesundheitsämtern 56 COVID-19-Ausbrüche gemeldet, die als Infektionsumfeld Kita oder Hort angegeben haben. Insgesamt wurden im selben Zeitraum 289 Fälle diesen Ausbrüchen zugeordnet. Bei 36 dieser Ausbrüche waren Kinder im Alter von null bis fünf Jahren Teil des Ausbruchs. Die Mehrzahl der im Rahmen der Ausbrüche übermittelten Fälle betraf Erwachsene, vermutlich vor allem Erzieherinnen und Erzieher.

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