EU-Bildungsbericht 2020 veröffentlicht

Der EU-Bildungsbericht bescheinigt deutschen Schulen mangelhafte IT-Ausstattung, Defizite der Lernenden bei digitalen Kompetenzen, beim Lesen, in Mathematik und Naturwissenschaften und nach wie vor eine unterdurchschnittliche Beteiligungsquote an der Erwachsenenbildung (EU-Ziel 15 %, EU-Durchschnitt 10,2 %, Deutschland 8,2 %). Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am BIP ist von 4,3 Prozent im Jahr 2009 auf 4,2 Prozent im Jahr 2019 gesunken. Er liegt damit unter dem EU-Durchschnitt von 4,6 Prozent. In den länderspezifischen Empfehlungen des Europäischen Semesters 2020 wird Deutschland von Seiten der Europäischen Kommission nahegelegt, „schwerpunktmäßig in Bildung zu investieren“.

Die Schul- und Ausbildungsabbrecherquote liegt zwar ungefähr auf dem EU-Durchschnittsniveau aber immer noch über dem EU-Ziel von 10 Prozent. Besonders bemerkenswert ist die enorme regionale Spreizung von 6,9 Prozent in Schwaben und bis zu 16 Prozent in Bremen. Ähnliche Unterschiede ergeben sich zwischen Mädchen und Jungen und Kindern die in Deutschland (8,1 %) bzw. im Ausland (24,2 %) geboren wurden. Mit Ausnahme der frühkindlichen Betreuung und Bildung liegt Deutschland mit seinen Werten unter dem EU-Durchschnitt und unter den Zielvorgaben der EU. Über weite Strecken fallen die Daten für die Jahre 2019/2020 schlechter aus als im Vergleichsjahr 2009. Gerade im schulischen Bereich hat die Covid-19-Pandemie die Defizite noch deutlicher hervortreten lassen.
Den ausführlichen EU-Bildungsbericht (englisch) finden Sie unter: https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/92c621ce-2494-11eb-9d7e-01aa75ed71a1/language-en
Länderbericht Deutschland in deutscher Sprache: EU_Bildungsbericht_2020_Deutschland.pdfEU_Bildungsbericht_2020_Deutschland.pdf


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