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SHILD Modul 4: Transfer und Verbreitung der Ergebnisse

Das BMG hat die Förderung für ein viertes Modul der SHILD-Studie mit dem Thema „Transfer und Verbreitung der Ergebnisse“ bewilligt

Das BMG hat die Förderung für ein viertes Modul der Studie: Gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Deutschland – Entwicklungen, Wirkungen, Perspektiven (SHILD) mit dem Thema „Transfer und Verbreitung der Ergebnisse“ bewilligt. Dr. Christopher Kofahl vom Institut für Medizinische Soziologie (IMS) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat den Gesamtverband und die anderen Kooperationspartner der Studie informiert:

Liebe Kooperationspartner und Unterstützer der SHILD-Studie,

nachdem im Juni dieses Jahres die Datenerhebungen und Auswertungen von SHILD (zumindest formal) zum Abschluss gekommen sind, haben wir inzwischen vom BMG die Förderung für ein viertes SHILD-Modul zum Thema „Transfer und Verbreitung der Ergebnisse“ erhalten. Das Modul läuft von November 2017 bis 2018 und hat zum Ziel, insbesondere die Ergebnisse aus Modul 3 „Wirkungen der Selbsthilfe“ in einer Form aufzubereiten, die auch von Menschen, die in wissenschaftlicher Sprache und Methodik nicht so bewandert sind, verstanden werden.

Das BMG hat den, vermutlich von uns allen geteilten Wunsch, die zentralen Ergebnisse und Erkenntnisse aus SHILD den in der Selbsthilfe Engagierten sowie der allgemeinen Öffentlichkeit in hoher Reichweite verfügbar zu machen.

Das Modul 4 wird wegen des zentralen Fokus auf die quantitativen Erhebungen mit SHG-Sprecher/innen, SHG-Mitgliedern, SHO-Vorständen und Kontaktstellenmitarbeiter/innen von der MHH und dem UKE durchgeführt. Die Verbreitung der Ergebnisse soll – durchaus mit gewünschter Redundanz – auf mehreren Disseminationswegen stattfinden:

- Eine 12-seitige Ergebnis-Broschüre ähnlich der sogenannten Fact Sheets der WHO soll stark zusammengefasst die selbsthilferelevanten Ergebnisse der SHILD-Module 2 und 3 wiedergeben. Durch diese sehr komprimierte Form wird die Darstellung bewusst plakativ und „nicht-wissenschaftlich“ sein.

- Um den fachlich Interessierten eine Einschätzung der Qualität der Ergebnisse des 3. SHILD-Moduls „Wirkungen“ in Methodik, Relevanz und Detailtiefe sowie der methodischen Limitationen zu ermöglichen, sollen die Erfahrungen und Ergebnisse aus den Befragungen der 3.163 Betroffenen in den fünf von uns untersuchten Indikationsgebieten sowie die Ergebnisse mit den Patienten-Vertreter/innen im G-BA und entsprechenden Landesgremien in einem Buch erscheinen (Sommer 2018).

- Den beteiligten Selbsthilfeverbänden stellen wir indikationsspezifische Ergebnisberichte für ihre Verbandszeitschriften zur Verfügung, teilweise ist dies auch schon umgesetzt. Auch andere Selbsthilfeorganisationen können die Ergebniszusammenfassungen für ihre Zeitschriften nutzen.

- Darüber hinaus wollen wir für die internationale wissenschaftliche Öffentlichkeit papers einreichen – zum einen indikationsspezifisch (z.B. in den Fachgebieten Neurology, Cancer etc.), zum anderen indikationsübergreifend (z.B. Health Care Research, Public Health, Epidemiology, Health Policy etc.).


        Die folgende Abbildung soll unsere Disseminationsstrategie illustrieren. Die dort namentlich genannten Medien sind bitte als Vorschläge zu verstehen. In diesem Zusammenhang habe ich gestern auch unsere website www.uke.de/shild/ entsprechend aktualisiert.

        Alle Ergebnisse und Publikationen sollen der Allgemeinheit kostenfrei verfügbar sein, ggf. in Form von PDFs oder ebook-Dateien. Für Artikel in den international scientific journals ist dies nur bedingt möglich, einzelne Verlage bieten open access an, aber leider nicht alle.

        Zur Steigerung der Qualität dieser Publikationen möchten wir gerne in bewährter Manier auf Ihren Rat zurückgreifen. Dies betrifft insbesondere die oben angesprochenen Fact Sheets. Sobald wir unsere Rohfassung erstellt haben (Ziel: Mitte Dezember), würden wir gern einige von Ihnen, insbesondere die Vertreter/innen der Selbsthilfe und der Selbsthilfeunterstützung um Ihre Meinung und Vorschläge bitten.

        Schließlich noch bitte ich um Entschuldigung für die recht späte Information. Wir sind und waren durch enorme, u.a. auch administrative Aktivitäten belastet. Wissend, dass dies bei Ihnen nicht anders sein wird, bitte ich um Verständnis.

        Viele Grüße aus Hamburg!

        Christopher Kofahl, für das SHILD-Konsortium

        Christopher Kofahl, Dr. phil, Dipl.-Psych.
        Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
        Zentrum für Psychosoziale Medizin
        Institut für Medizinische Soziologie (IMS)
        Stv. Direktor, Leiter AG Patientenorientierung und Selbsthilfe
        Martinistr. 52
        20246 Hamburg
        Tel: 0049-(0)40-7410-54266
        Fax: 0049-(0)40-7410-54934
        mob: 0049-(0)176-4858 6801


    www.uke.de/kliniken-institute/institute/medizinische-soziologie/index.html


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