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Klimaanpassung in der Praxis

Bild von dem Gebäude des ZenJa (Südseite)
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Erarbeitung und Umsetzung eines umfassenden Klimaanpassungskonzepts für das Mehrgenerationenhaus ZenJA, Mütterzentrum Langen e.V. in Süd-Hessen

  • Klimaanpassung
  • Hessen
  • Bauliche Maßnahmen
  • Organisatorische Maßnahmen
  • Bildung und Sensibilisierung

Wie bleibt ein Mehrgenerationenhaus auch bei Extremwetter ein Ort der Begegnung? Das ZenJA in Langen hat die Antwort: In einem partizipativen Prozess mit Haupt- und Ehrenamtlichen wurde eine umfassende Klimarisikoanalyse erstellt. Das Ziel: Ein Ort, der Jung und Alt auch an heißen Tagen Schutz und Erholung bietet – besonders für diejenigen, deren eigene Wohnräume überhitzen. Mit einem Plan aus 21 konkreten Maßnahmen wird das ZenJA zur klimaresilienten Begegnungsstätte der Zukunft.

Das Mehrgenerationenhaus ZenJa, Mütterzentrum Langen e.V. hat in einer moderierten Klimarisikoanalyse festgestellt, dass es standort- und nutzungsbedingt von folgenden Klimarisiken betroffen ist:

  • Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur und Hitze – Zunahme von heißen Tagen, tropischen Nächten, Hitzewellen
  • Extreme Starkregenereignisse
  • Stürme und Hagel
  • Trockene Perioden

Beschreibung der Maßnahme

Die Auswirkungen dieser Klimarisiken sind in einem moderierten und partizipativen Prozess der Verantwortlichen mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden systematisch betrachtet worden. Die identifizierten Problembereiche sind entsprechend ihrer Dringlichkeit und Gefahr für die Klient*innen, die Bereitstellung der Angebote und die Mitarbeitenden in verschiedene Prioritätsgrade eingeteilt worden. Die somit erarbeitete Klimarisikoanalyse dient als Grundlage für die im nächsten Schritt identifizierten Klimaanpassungsmaßnahmen.

Als Leitbild im daraus erarbeiteten Klimaanpassungsplan wurde festgehalten, dass das ZenJA Langen auch unter zukünftigen Klimabedingungen eine sichere und komfortable Begegnungsstätte für Jung und Alt sein soll. Es soll den vielfältigen Nutzergruppen und dem Personal Schutz vor großer Hitze bieten und den Gefahren von Stürmen und Starkregen trotzen. Für Betroffene soll das ZenJA weiterhin eine sichere Begegnungsstätte zur Erholung sein, insbesondere wenn sie in ihren eigenen Wohnräumen von großer Hitzebelastung betroffen sind.

Ergebnisse und Wirkung

Für die prioritären Bereiche wurden im nächsten Schritt potenzielle Maßnahmen zur Anpassung zusammengetragen und nach ihrem Nutzen (+/-), den zu erwartenden Kosten sowie der notwendigen und verfügbaren Ressourcen bewertet. Die Maßnahmen wurden außerdem in grüne (naturbasierte), graue (bauliche) und weiche (organisatorische) Kategorien eingeteilt. Somit konnte ein Maßnahmenplan und ein dreijähriger Zeitplan für insgesamt 21 Maßnahmen erstellt werden, die für diesen Zeitraum angegangen und realisiert werden sollen. Für jede einzelne Maßnahme ist außerdem ein eigener, detaillierter Steckbrief mit Verantwortlichkeiten, Arbeitsschritten sowie Kosten- und Finanzierungsplan und weiteren Beschreibungen und Details für die Umsetzung der Maßnahme erstellt worden. 

Beteiligte Akteure

Haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, Besucher*innen und Nutzer*innen, Klimaanpassungsexpertin Birgit Georgi, Architekturbüro Monika Diefenbach.

Finanzierung

Das Klimaanpassungskonzept wurde erstellt mit Fördergeldern der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH.

Kontakt

Corinna Bohr, E-Mailhttps://www.zenja-langen.de/rund-ums-zenja/neuigkeiten/591-hitze-starkregen-sturm