
Mitfahrbörse
Viele Pkw, die für den Weg zur Arbeit oder zu Veranstaltungen genutzt werden, sind nur mit einer Person besetzt. Ein Auto mit einem einzelnen Fahrer verursacht beispielsweise auf einer 20 km langen Pendelstrecke (hin und zurück) rund 6 kg CO₂ pro Arbeitstag bei einem durchschnittlichen Mittelklasse-Pkw mit Verbrennungsmotor. Wenn sich drei Personen ein Fahrzeug teilen, sinkt der Ausstoß pro Person auf nur noch 2 kg CO₂ – eine Reduktion um zwei Drittel. Hochgerechnet auf ein Jahr mit 220 Arbeitstagen kann eine einzelne Person durch Fahrgemeinschaften mehrere hundert Kilogramm CO₂ einsparen. Zusätzlich werden der Parkplatzbedarf, das allgemeine Verkehrsaufkommen und die individuellen Mobilitätskosten deutlich reduziert.
Schritte zur Umsetzung
Bedarfsanalyse: Ermittlung, aus welchen Regionen Teilnehmende anreisen und welche Zeiten sich überschneiden, um passende Fahrgemeinschaften zu identifizieren. Gegebenenfalls Schichtpläne den Fahrplänen anpassen falls möglich.
Plattformauswahl oder interne Einrichtung: Entscheidung zwischen der Nutzung bestehender Mitfahr-Apps oder der Entwicklung einer eigenen, datenschutzkonformen Lösung.
Rahmenbedingungen definieren: Festlegung von Treffpunkten, Kostenbeteiligung und Sicherheitsaspekten für eine reibungslose Organisation.
Kommunikation und Motivation: Information der potenziellen Teilnehmenden, Bereitstellung von Anleitungen und Schaffung von Anreizen, etwa reservierte Parkplätze.
Kosten & Zeitaufwand
Kosten: Nutzung bestehender Plattformen ist oft kostenlos oder mit geringen Gebühren verbunden. Eine interne Lösung verursacht einmalige IT- und Einrichtungskosten.
Zeitaufwand: Umsetzung innerhalb weniger Wochen möglich; laufender Pflegeaufwand gering.
Einsparpotenzial: Reduzierung der individuellen Kraftstoffkosten um bis zu 50 % bei regelmäßiger gemeinsamer Fahrt, Entlastung von Parkflächen und Senkung der verkehrsbedingten Emissionen.