
Wasser sparen
Wasser ist eine wertvolle Ressource – nicht nur in Bezug auf den reinen Wasserverbrauch, sondern auch im Hinblick auf den damit verbundenen Energieeinsatz. Warmwasser trägt mit 16 Prozent wesentlich zum Energieverbrauch im Privathaushalt bei. Für Haushalte lohnt sich Wassersparen gleich mehrfach. Einerseits lassen sich dadurch die Energie- und Wasserkosten reduzieren. Andererseits sinkt auch der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen. Denn ein großer Teil des verbrauchten Wassers in Deutschland ist Warmwasser – durchschnittlich etwa jeder dritte Liter im Haushalt. Wer effektiv Wasser spart, spart also auch Energie, die zum Erhitzen des Wassers gebraucht wird.
Reduktionspotential
Jede eingesparte Kilowattstunde für Warmwasser reduziert den CO₂-Ausstoß. Je nach Maßnahme können große Mengen Wasser, Energie zum Erhitzen des Wassers und somit CO2 gespart werden. Im Folgenden werden einige wassersparende Maßnahmen vorgestellt.
Häufiger Duschen statt Baden
- Eine herkömmliche Badewanne fasst 150 bis 200 Liter.
- Beim Duschen verbrauchen wir im Schnitt 70 Liter.
- Reduktionspotential für 2-Personen Haushalt: bis zu 115 kg CO2 im Jahr gespart werden.
- Kostenersparnis: 95 Euro im Jahr
Verwendung eines Sparduschkopfes
- Ein herkömmlicher Duschkopf verbraucht etwa 12 bis 15 Liter Wasser pro Minute
- Sparduschköpfe hingegen lassen nur 6 bis 7 Liter.
- Kosten: ca. 20-40 Euro
Durchflussbegrenzer einbauen
- Reduktionspotential: Durchflussbegrenzer können bis zu 50% des Wasserverbrauchs sparen. Perlstrahler (auch Strahlregler oder Perlatoren genannt) optimieren den Wasserstrahl am Hahn und mischen dem Wasser Luft bei. So sinkt der Verbrauch bei gleichbleibendem Reinigungskomfort.
- Kosten: ca. 10 Euro
Wäsche waschen
Das Wäschewaschen verbraucht durchschnittlich etwa 12 % des Wassers im Haushalt. So lässt sich beim Wäschewaschen sparen:
- Waschmaschinen voll beladen werden.
- Dank moderner Kaltwaschmittel genügen meist niedrigere Temperaturen.
- Ökoprogramme haben einen geringeren Wasser- und Energieverbrauch.
- Auch auf die Vorwäsche zu verzichten, ist oft kein Komfortverlust, spart aber viel Wasser, Energie und schont die Kleidung.
- Ist die Wäsche stark verschmutzt, sollte besser länger statt heißer gewaschen werden. Ein Großteil der Wäsche kann auch mit Gallseife vorbehandelt werden.
- Alte Geräte austauschen und passenden Ersatz suchen. Bei Wasser- und Stromfressern lohnt sich ein Neukauf, bevor das alte Gerät kaputtgeht. Aber nur, wenn Sie auf eine gute Energieeffizienzklasse und den „Blauen Engel“ achten.
Wassertemperatur optimal regeln
Die Wassertemperatur muss in einer zentralen Heizanlage nicht mehr als 60 Grad Celsius betragen – aber auch nicht weniger, da dies die Mindesttemperatur für den Schutz vor Legionellen ist. Bei dezentralen Lösungen wie Durchlauferhitzern genügen niedrigere Temperaturen, da das Wasser hier nicht länger auf dieser Temperatur gehalten wird und so keine Gefahr durch Legionellen besteht:
- An der Küchenspüle reichen etwa 45 Grad,
- zum Duschen ungefähr 38 Grad.
Moderne vollelektronische Durchlauferhitzer lassen sich gradgenau regeln, sodass sofort Warmwasser mit der gewünschten Temperatur zur Verfügung steht und kein Wasser verschwendet wird.
Toilettenspülung
- Reduktionspotential: Die Wasserspartaste der Toilettenspülung spart etwa die Hälfte an Wasser pro Spülung
Virtuelles Wasser sparen
Virtuelles Wasser meint das Wasser, das bei der Produktion von Waren verbraucht oder verschmutzt wird. Solange wir konsumieren, können wir die Wassermenge (4.000 Liter pro Tag/Person!) nicht vermeiden – wohl aber reduzieren. Und so geht es:
- saisonal und regional einkaufen
- weniger Fleisch konsumieren
- flicken statt wegwerfen
- Produkte lange benutzen
- Recyclingpapier verwenden
Schritte zur Umsetzung
- Sensibilisierung: Mitarbeitende oder Haushaltsmitglieder über den Zusammenhang zwischen Wasserverbrauch, Energieeinsatz und CO₂-Emissionen informieren.
- Technische Maßnahmen:
- Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer installieren.
- Geräte mit Eco-Programmen gezielt einsetzen (z. B. Waschmaschine, Spülmaschine).
- Wassersparende Armaturen nutzen.
- Verhaltensänderungen fördern:
Geschirrspüler und Waschmaschinen nur voll beladen nutzen
Wasser beim Zähneputzen oder Einseifen abstellen.
Kurzes Duschen statt Baden.
Hände mit kaltem Wasser waschen, wenn kein Warmwasser nötig ist.
Regenwassernutzung: Regenwasser für Gartenbewässerung verwenden, um Trinkwasser zu sparen.
Kosten und Zeitaufwand
Viele Maßnahmen sind kostengünstig umsetzbar oder lohnen sich schnell:
Sparduschköpfe kosten einmalig rund 20–40 €, die jährliche Ersparnis liegt deutlich höher.
Durchflussbegrenzer sind bereits für unter 10 € erhältlich.
Die Nutzung von Eco-Programmen erfordert keine Zusatzkosten.
Insgesamt ist Wassersparen eine besonders wirtschaftliche Maßnahme mit hoher ökologischer Wirkung.
Weitere Ideen zum Wassersparen: https://www.warmwasserspiegel.de/verbrauch-senken/wasser-sparen-die-10-besten-tipps/#c89969