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ALMA oder IdA?

Was in Deutschland bereits seit Jahren mit dem ESF-Programm "Integration durch Austausch (IdA)" erfolgreich praktiziert wird, soll nun auch europaweit möglich werden. Mit dem neuen EU-Austauschprogramm ALMA sollen benachteiligte junge Menschen, die keinen Erfolg bei der Ausbildungs- oder Jobsuche hatten, in Zukunft verstärkt die Möglichkeit erhalten, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln.

In ihrer Rede zur Lage der Union vom 15.09.2021 hat Kommissionspräsidentin von der Leyen ein neues europäisches Austauschprogramm für junge Erwachsene, die nicht in Arbeit oder Ausbildung sind, angekündigt. Die EU werde für diese Gruppe ein neues Programm namens ALMA ("Aim, Learn, Master, Achieve") auflegen. "ALMA wird diesen jungen Menschen die Möglichkeit bieten‚ eine Zeit lang in einem anderen Mitgliedstaat Berufserfahrung zu sammeln", so von der Leyen. Sie betonte, Europa brauche alle seine jungen Menschen: "Wir müssen diejenigen unterstützen, die durchs Netz gefallen sind. Diejenigen, die keine Arbeit haben. Diejenigen, die weder zur Schule gehen, noch eine Berufsausbildung haben." Der Austausch über ALMA diene dazu, "Kompetenzen zu erwerben, Kontakte zu knüpfen und eine eigene europäische Identität zu entwickeln."

Die EU greift damit den Ansatz eines Austauschprogramms für benachteiligte Jugendliche auf, der bereits erfolgreich in Deutschland

Die ersten Erfahrungen im transnationalen Austausch benachteiligter Jugendlicher stammen aus der ESF-Förderperiode 2007-2013, in der IdA diesen jungen Menschen einen erfolgreichen Start in Ausbildung und Arbeit ermöglicht hat.

Die Entwicklungen zur Umsetzung von ALMA werden wir zum gegebenen Zeitpunkt auf der ESF-Website kommunizieren.

Die "ESF-Integrationsrichtlinie Bund"

Ziel der "ESF-Integrationsrichtlinie Bund" ist es, Personen mit besonderen Schwierigkeiten beim Zugang zu Arbeit oder Ausbildung stufenweise und nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die "ESF-Integrationsrichtlinie Bund" hat drei Handlungsschwerpunkte:

  • "Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvAF)"
  • "Integration statt Ausgrenzung (IsA)"
  • "Integration durch Austausch (IdA)"

Im Handlungsschwerpunkt "Integration durch Austausch" (IdA) werden transnationale Mobilitätsmaßnahmenwie für junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren gefördert.
In der ESF Plus Förderperiode 2021-2027 soll dieser Ansatz insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Mitgliedstaaten mit dem Programm JUVENTUS Deutschland fortgesetzt werden. Ziel ist es, den Zugang zu Auslandserfahrung für benachteiligte Jugendliche auch weiterhin zu ermöglichen und hierdurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Darüber hinaus geht es um die Vermittlung der Chancen, die ein soziales Europa bietet, dem Kennenlernen und der Wertschätzung anderer Nationalstaaten sowie die Stärkung der transnationalen Zusammenarbeit der im Bereich Mobilität beteiligten Organisationen und der dort beschäftigten Fachkräfte.

Weitere Informationen zur "ESF-Integrationsrichtlinie Bund“ finden Sie auf dem ESF-Portal.

Quelle: BMAS ESF-Newsletter Oktober 2021

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