Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse: Nur jede/r fünfte Migrant/in stellt einen Antrag.
Nach Angaben des IAB stellen nur 20 Prozent der Migranten in den ersten zwei Jahren nach ihrer Ankunft in Deutschland einen entsprechenden Antrag.
Mit höherem mitgebrachten Bildungsabschluss und besseren Sprachkenntnissen steigen die Chancen, einen Antrag zu stellen. Die allermeisten scheuen vor dem Verfahren zur Anerkennung ihres ausländischen Berufsabschlusses zurück - und dies obwohl ihre Verdienstchancen und die Beschäftigungswahrscheinlichkeit bei erfolgreicher Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses um fast die Hälfte höher sind als bei Migranten ohne anerkannte Qualifikation. An der Zurückhaltung hat auch das im Jahr 2012 in Kraft getretene Anerkennungsgesetz nicht wesentlich etwas ändern können; die Antragszahlen sind seitdem nur leicht gestiegen. Weniger Bürokratie und bessere Information könnten hilfreich sein, um dem entgegenzutreten, so die Forscher des IAB. Denn gefragt nach den Gründen dafür, von einem Antrag abzusehen, nennen die befragten Personen v.a. bürokratische Hürden (wie etwa unzureichende Kenntnisse über die Möglichkeiten und das Verfahren zur Anerkennung, fehlende Dokumente, zu hohe Kosten oder ein zu hoher Zeitaufwand) und nicht erkennbare Vorteile einer Anerkennung.
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