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Bühne frei für Geschichten, die das Leben mit Armut schreibt

Gemeinsame Presseinladung von Diakonie und Paritätischen zum Armutsgipfel am 30.09. und 01.10. 2026 in Berlin

Armut in Deutschland ist real und sie bedeutet mehr als zu wenig Geld. Sie geht an die Würde und das Selbstwertgefühl und grenzt aus. Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind, erleben immer wieder Abwertung, Beleidigungen und Respektlosigkeit. Diese Erfahrungen mit Armut sollen beim Gipfel gegen Ungleichheit am 30. September und 1. Oktober in Berlin-Kreuzberg sichtbar und hörbar werden. Menschen mit Armutserfahrung treffen dort auf Menschen aus Politik, Wissenschaft und Verbänden – auf diejenigen, die soziale Politik gestalten, zu Ungleichheit forschen, Unterstützung organisieren und sich gegen Armut engagieren.

Veranstalter sind die Diakonie Deutschland, der Paritätischer Gesamtverband und die Nationale Armutskonferenz. 

Die Presse ist herzlich eingeladen, an den verschiedenen Veranstaltungen dieses Gipfels teilzunehmen, wie z. B.

  • dem Grand Opening am 30.09. von 13 bis 14:30 Uhr mit dem Grußwort der Bundesministerin Bärbel Bas oder
  • der Eröffnung des 2. Tages am 01.10. ab 9 Uhr mit der Keynote der Publizistin Carolin Emcke

Das gesamte Programm finden Sie hier.

Bühne frei gegen Ungleichheit 

Ein besonderer Höhepunkt ist die Abendveranstaltung „Bühne frei gegen Ungleichheit“am 30. September ab 18.30 Uhr.  Beim Legislativem Theater kommen Menschen mit Armutserfahrung auf der Bühne mit Abgeordneten und dem Publikum ins Gespräch. Bei dieser Theaterform geht es um Geschichten, die das Leben mit Armut schreibt. 

Menschen mit Armutserfahrung sind dabei nicht nur die Schauspielenden auf der Bühne, sondern mit ihren Erlebnissen kollektive Autor*innen der Szenen, die sie vorab in Workshops erarbeitet haben. Geladene Bundestagsabgeordnete werden auf die Bühne geholt und befragt: Welche Gesetze müssen sich wie ändern, damit die Geschichte ein positiveres Ende nimmt? Die Szenen sind somit weit mehr als passiver Kunstgenuss oder das Erleben von Betroffenheit. Aus Theater entsteht ein Dialog darüber, was sich verändern muss. Dazu treten Marc-Uwe Kling und Bernadette La Hengst gemeinsam mit dem Chor der Statistik auf. 

Dieser Gipfel gegen Ungleichheit findet in einer Zeit der Stimmungsmache gegen arme und erwerbslose Menschen statt. Statt Empathie erleben Menschen mit Armutserfahrung im öffentlichen Diskurs viele Schuldzuweisungen. Diakonie, Paritätischer und Nationale Armutskonferenz verbinden  mit dieser Veranstaltung die Botschaft: Im Umgang mit Armut braucht es Partizipation und Empathie statt Stimmungsmache. 

Aufgrund der großen Nachfrage sind für die Abendveranstaltung alle Plätze bereits ausgebucht. Für die Presse ist ein Kontigent vorreserviert. Interessierte Medien wenden sich deshalb bitte mit Reservierungswünschen vorab an redaktion(at)paritaet.org

Für den Rider: (Hintergrund:)

Diakonie und Parität verfügen über Empirie und Expertise zum Thema Armut. Die Diakonie Deutschland unterstützt seit vielen Jahren die Nationale Armutskonferenz und das Treffen von Menschen mit Armutserfahrungen. Der Paritätische veröffentlicht seit über 30 Jahren den Paritätischen Armutsbericht sowie vertiefende Studien zu armutspolitischen Facetten wie Wohnarmut, Pflege und Armut oder materieller Entbehrung bei Bürgergeld-Beziehenden. Beide Verbände haben in der Vergangenheit Armutskongresse und Armutskonferenzen durchgeführt. Beide Verbände engagieren sich im politischen Raum für die Überwindung von Armut. Unter ihrem Dach gibt es zudem eine Vielzahl von Angeboten, die Menschen mit Armutserfahrungen bei der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützten wie z. B. unabhängige Sozialberatungen oder soziale Treffpunkte. Mit der Nationalen Armutskonferenz ist das bundesweite Netzwerk zum Thema aus Sozial- und Fachverbänden, Gewerkschaften und der Selbstorganisation von Menschen mit Armutserfahrung mit dieser Veranstaltung verbunden.

Wir freuen uns, Sie beim Gipfel gegen Ungleichheit begrüßen zu können.

Doppelsendungen bitte wir zu entschuldigen.