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Geflüchtete aus der Ukraine - viele kommen mit guter Bildung und recht guten Integrationschancen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt in einem aktuellen Beitrag einen Überblick über das Bildungssystem und den Bildungsstand in der Ukraine. Das kann Hinweise auf die Integrationsperspektiven ukrainischer Geflüchteter geben. Immerhin gut 867.000 ukrainische Geflüchtete wurden bei uns zuletzt registriert.

 

Wie  das Bildungssystem in der Ukraine aufgestellt ist, hat das IAB in einem aktuellen Überblicksartikel skizziert. Berufsbildung findet in einem gestuften System fast ausnahmslos schulisch statt. Die duale Berufsausbildung wurde erst 2015 und auch nur in Ansätzen eingeführt. Für Berufe, die hierzulande in einer Ausbildung erlernt werden, kann man sich  in der Ukraine teils an Hochschulen qualifizieren (Bachelorabschluss).
Der Bildungsstand der ukrainischen Bevölkerung ist offiziellen Daten zufolge formal gut;  Analphabetismus kommt kaum vor und 53 Prozent verfügen über einen tertiären Bildungsabschluss (Fachschulen, Colleges, Hochschulen) oder streben diesen gerade an. Bei den ukrainischen Frauen ist die deutliche Mehrheit ( 63 Prozent) mit einem  tertiären Bildungsabschluss ausgestattet und damit besser gebildet als ukrainische Männer.
Deutsch stellt schon nach Englisch die wichtigste Fremdsprache in der Urkaine dar und laut einer aktuellen Befragung unter ukrainischen Kriegsflüchtlingen verfügt etwa jede zehnte Person über mindestens ausreichende Deutschkenntnisse.

Es sind bislang vorwiegend Frauen, die aus der Ukraine nach Deutschland fliehen, häufig mit Kindern. Trotz ihrer im Durchschnitt höheren Bildung sind Frauen auch in der Ukraine seltener erwerbstätig als Männer. Bleiben sie längerfristig in Deutschland, kann ihre Erwerbsintegration nur gelingen, wenn Betreuungsangebote für Kinder vorgehalten werden, so der erneute Hinweis des IAB.

Weitere Informationen erhalten Sie über diesen Link:

www.iab-forum.de/berufliche-bildung-in-der-ukraine-ein-ueberblick/