Hinweis: Aktionswoche 2026 - Zu gut für die Tonne!
In diesem Jahr findet vom 29.09. bis 06.10.26 bereits zum siebten Mal die Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ statt. Sie macht auf das Thema Lebensmittelverschwendung aufmerksam und bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Mitmachen – für Bildungseinrichtungen, soziale Einrichtungen und auch für Einzelpersonen.
In Deutschland entstehen jährlich ca. 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle (Stand 2022, BMLEH). Die Verringerung der Lebensmittelabfälle ist auch in der Deutschen Ernährungsstrategie verankert. Denn jedes Lebensmittel, das auf dem Teller landet, verbraucht wertvolle Ressourcen: in der Produktion, im Transport und in der Verarbeitung. Mit Lebensmittelabfällen landen daher kostbare Ressourcen - und auch Geld – im Müll. Um auf diese Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen, findet jährlich die Aktionswoche „Zu gut für die Tonne!“ als gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und weiteren Partner*innen statt.
Die diesjährige Aktionswoche nimmt unter dem Motto „Alles auf dem Zettel!“ die bewusste Planung in den Blick: von der Beschaffung und Lagerung zur kreativen Resteverwertung. Vom 29. September bis 6. Oktober finden bundesweit und online zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt, die auf der Website zu finden sind. Wenn Sie mit einer Einrichtung an der Woche teilnehmen möchten, können Sie Ihre Aktion dort unkompliziert und kostenlos anmelden.
Außerdem finden sich online viele hilfreiche Materialien:
- Bildungsmaterial für Kinder und Jugendliche zum bewussten Umgang mit Lebensmitteln sowie dem praktischen Umgang mit Lebensmittelresten
- Ein Toolkit mit hilfreichen Infomaterialien, auch für die Außer-Haus-Verpflegung
- Die Zu Gut für die Tonne-App, in der (auch im Browser) Rezepte auf Basis von zu verwertenden Lebensmittelresten vorgeschlagen werden. Viele Rezepte sind auch für die Gemeinschaftsverpflegung geeinget!
Eine wichtige Erkenntnis aus Modellvorhaben in der Gemeinschaftsverpflegung ist es, dass eine strukturierte Messung enorm wichtig ist, um die Ursachen der Lebensmittelabfälle herauszufinden. Wird zu viel produziert, liegt es an der Lagerung oder sind es die Tellerreste? Auch die ökonomische Dimension der Speiseabfälle wird so erkennbar. Im paritätischen Verpflegungsprojekt „Nachhaltig Satt – Ressourceneffizient Verpflegen in der Sozialen Arbeit“ nehmen wir daher die Messung und Reduzierung der Speiseabfälle mit in den Fokus. Mit dem kostenlosen Tool „Küchenmonitor“ der Verbraucherzentrale NRW können Speiseabfälle in der Gemeinschaftsverpflegung gezielt in den Blick genommen und verringert werden.