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Studienergebnisse vom DeZIM Institut zum Thema Wohlfahrtspflegerische Leistungen von Migrant*innenorganisationen

Das DeZIM Institut hat den Studienbericht "Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrantenorganisationen in Deutschland, unter Berücksichtigung der Leistungen für Geflüchtete" veröffentlicht. Die Studie untersucht soziale Dienstleistungen, die von MSOs erbracht werden, hinsichtlich ihres Umfangs, ihrer Qualität und der Bedingungen der Angebotserbringung.

Insgesamt wurden 306 Migrant*innenorganisationen telefonisch befragt. 228 davon gehörten den sieben ausgewählten Verbänden (der Paritätische Gesamtverband, Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Verband deutsch-syrischer Hilfsvereine, Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen, Bundesverband russischer Eltern, Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt, Dachverband sächsischer Migrantenorgnisationen).
Dazu wurden 55 Leitfadeninterviews mit Vertreter*innen von MSOs, der Kommunen sowie der Freien Wohlfahrtspflege durchgeführt.

Von den befragten MSOs haben 85% mindestens ein Angebot für Jugendliche, 65% bieten Hilfen für Geflüchtete an und knapp die Hälfte richtet sich mit mindestens einem Angebot an Senior*innen. Am häufigsten sind sie in der Kultur-. Musik- und Kunstszene aktiv (65%), an zweiter Stelle folgen wohlfahrtspflegerische Aktivitäten, gefolgt vom Bildungssektor.

Ausgehend von den Ergebnissen der Befragung/Interviews werden folgende Handlungsempfehlungen formuliert:

  • Um der Vielfalt der MSOs gerecht zu werden, sind differenzierte Fördermaßnahmen erforderlich. Insbesondere können Programme sinnvoll sein, die MSOs auf dem Weg in die Regelstruktur fördern.
  • Gremien und Förderprogramme müssen so zugeschnitten sein, dass sie MSOs als gleichwertige Partner*innen der Wohlfahrtsverbände einbeziehen können.
  • Eine Verbandsmitgliedschaft stellt für MSOs relevante Ressourcen dar, insbesondere weil die Verbände den MSOs einen Zugang zur Politik, Verwaltungen und Informationen ermöglichen.
  • Migrant*innenorganisationen sollen auch bei der Förderung der Digitalisierung einbezogen werden.
  • In der Hilfe für Geflüchtete sowie im Prozess der interkulturellen Öffnung der mehrheitsgesellschaftlichen Einrichtungen sollen MSOs seitens Bund, Ländern und Kommunen verstärkt mit finanziellen und personellen Ressourcen ausgestattet und in die Konzeptionsphase eingebunden werden.
  • Um die Teilhabe von MSOs gewährleisten zu können, ist auch notwendig, der Bedrohungslage angemessene Maßnahmen gegen Rechtsextremismus einzuleiten.


Die Pressmitteilung, die Briefing-Note sowie die Langfassung (open access beim Nomos-Verlag) finden Sie hier:
PM_03032021___Sa__kulare_Migrantenorganisationen-5.pdfPM_03032021___Sa__kulare_Migrantenorganisationen-5.pdf210301_DBN_05_dt_final-1.pdf210301_DBN_05_dt_final-1.pdf9783748923152-1.pdf9783748923152-1.pdf
Projekt-Webseite vom DeZIM:https://www.dezim-institut.de/das-dezim-institut/abteilung-integration/projekt-wohlfahrtspflegerische-leistungen-von-saekularen-migrantenorganisationen-in-deutschland/

Zur Info: Der Paritätische Gesamtverband will mit dem Projekt https://www.der-paritaetische.de/schwerpunkt/migration/projekte/gemeinsam-aktiv-kooperation-zwischen-migrantischen-akteurinnen-sozialer-arbeit-staerken/"Gemeinsam Aktiv" zur Stärkung der Kooperation zwischen MSOs und Sozialer Arbeit beitragen- eine Kooperation, von der sowohl MSOs als auch Soziale Arbeit profitieren können.

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