Gute-KiTa-Gesetz noch nicht da - Geld schon weg

Der Bund will den Ländern 5,5 Mrd. Euro für zusätzliche Qualitätsverbesserungen in der Kindertagesbetreuung zukommen lassen. Doch obwohl immer noch unklar ist, ob und wann das Gute-KiTa-Gesetz verabschiedet wird, haben die Länder längst Fakten geschaffen. In den meisten Bundesländern wurden Elternbeitragsreduzierungen oder -befreiungen schon beschlossen und auch andere Reformvorhaben, die die Länder in der Vergangenheit beschlossen haben, treten im nächsten Jahr in Kraft, damit diese mit den Mitteln des Bundes finanziert werden können.

Der Paritätische Gesamtverband hat, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr, zusammengefasst, welche Entwicklungen auf Landesebene stattfinden, die die Länder womöglich durch Bundesmittel finanzieren lassen wollen. Noch lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, wann und in welcher Form das Gesetz vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet wird. Aber es wird deutlich, dass nach aktuellem Planungsstand kein nennenswerter Effekt für die Qualität zu erwarten ist, der über das bereits beschlossene hinausgeht.

Hintergrundpapier: Gute-Kita-Gesetz noch nicht da – Geld schon weg. Die Planungen der Länder mit den Mitteln des Bundes

2018_12_06 Planungen_der_Laender_zum_Gute_Kita_Gesetz.pdf2018_12_06 Planungen_der_Laender_zum_Gute_Kita_Gesetz.pdf


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13.12.2018 14.12.2018
Seit dem letzten Jahrhundert ist die Gefahr, sich sozial zu isolieren, in unserem Kulturkreis stetig gestiegen. Großfamilien mit mehreren Kindern und weiteren Angehörigen im Haushalt sind selten geworden, die Kirchen und ihr Gemeindeleben verlieren an Bedeutung, ebenso wie die Nachbarschaft. Weil Individualität immer wichtiger wird, geht die Bereitschaft zurück, sich den Bedingungen größerer Gemeinschaften unterzuordnen. Auch in der Arbeitswelt hat sich das Zusammenleben gerade in den letzten Jahrzehnten rasant verändert. Die fortschreitende Rationalisierung und die Beschleunigung der Arbeitsprozesse führen dazu, dass immer weniger Zeit für informelle Sozialkontakte mit Kolleginnen und Kollegen und Kundinnen und Kunden bleibt. Gleichzeitig verlieren Menschen den Anschluss und scheiden langfristig aus dem Berufsleben aus. Doch ohne Erwerbseinkommen oder eine ausreichende Altersrente steigt das Risiko der Isolation nochmals, weil alltägliche Unternehmungen nicht mehr finanzierbar sind. Die Kontakte zu Mitmenschen nehmen ab. Insbesondere für alte Menschen gehört, angesichts häufig auch eingeschränkter Mobilität, Einsamkeit zur traurigen Realität.
  Ort: Haus der Kirche

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