Online-Seminar „Parental Alienation Syndrome (PAS)” in der Kritik: Warum diese „Theorie” im Familienrecht keinen Platz haben sollte
In dieser Seminarreihe des Paritätischen Bildungswerks sollen langfristige Folgen für Kinder und Familien mittels einer Analyse der nachhaltigen psychologischen und sozialen Auswirkungen gerichtlicher Entscheidungen unter dem Einfluss von „PAS“ sichtbar gemacht werden.
Ziele der Veranstaltung
Diese Seminarreihe bietet eine vertiefte kritische Betrachtung des Konzeptes „PAS“ und dessen Anwendung im Kontext von Familiengerichtsverfahren.
Zielgruppe
Sie richtet sich an Fachkräfte im Bereich Familienrecht, Psychologie und Sozialarbeit, die an einem kritischen Diskurs über „PAS“ und seinen tatsächlichen Auswirkungen interessiert sind.
Veranstaltungsformat
Die Veranstaltung findet online per Zoom statt und umfasst zwei aufeinander aufbauende Termine von jeweils 2,5 Stunden. Neben fachlichen Inputs bietet die Seminarreihe Raum für Fragen und fachlichen Austausch.
Termine
Teil 1 - 30.09.2026: Psychologische und juristische Grundlagen - Eine kritische Betrachtung von Parental Alienation Syndrome (PAS)
Teil 2 - 04.11.2026: Praxis und Erfahrungen - Aus Sicht der Betroffenen
Referent:innen
Prof. Dr. Sabine Walper: Diplom-Psychologin, ehem. Direktorin des Deutschen Jugendinstitut (DJI), Professorin für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Ludwig Salgo: Seniorprofessor, Fachbereich Erziehungswissenschaften und apl. Professor am Fachbereich Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Christina Mundlos (Soziologin), ist Coachin für Mütter, feministische Autorin und Expertin für Gewalt und Diskriminierung von Müttern. Ihr beruflicher Weg begann mit einem Studium in Kassel mit den Schwerpunkten Rhetorik, Geschlechterforschung und Soziologie. Seit 2008 setzt sie sich für die Belange von Müttern ein und begleitet sie mit ihrer Beratung auf ihrem individuellen Weg. Als Gleichstellungsbeauftragte engagierte sie sich gemeinsam mit Betroffenen im Kampf gegen Gewalt, Benachteiligung und strukturelle Diskriminierung. Ihre Arbeit verbindet fachliche Expertise mit langjähriger praktischer Erfahrung in der Unterstützung und Stärkung von Müttern.
Viola Worsch: Ist seit 2012 ehrenamtliche Außenstellen-Leiterin für den Weissen Ring e.V. im Ilmkreis. (südlich von Erfurt) und hilft Frauen, die aus Gewaltbeziehungen kommen. Das macht mehr als 80 % ihrer Arbeit aus. Zudem hat sie eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen zu dem Zweck, dass Frauen aus Gewaltbeziehungen, die in Sorge- und Umgangsrecht-Verfahren stecken, sich gegenseitig helfen und Tipps geben können.
Anmeldung und weitere Informationen
Organisationsteam für Rückfragen
Jasmin Fellmann / Seminarorganisation Fachliche Fortbildung (fellmann@pb-paritaet.de; 069/6706-219)
Marc Melcher / Bildungsreferent Fachliche Fortbildung, Eltern- und Familienbildung, Leitung Fachstelle Jungenarbeit Hessen und Projekt „1coolermove“ (melcher@pb-paritaet.de; 069/6706-231)