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Abschluss des Projektes „Wir vor Ort gegen sexuelle Gewalt- Strategien für eine bessere Versorgung im ländlichen Raum“ Bundesweites Modellprojekt zur Stärkung spezialisierter Fachberatung gegen sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend in ländlichen Regionen

Von 2018 an hatten insgesamt acht Fachberatungsstellen unterschiedlicher Trägerschaft für zwei oder drei Jahre die Möglichkeit, in einer ländlichen Region ihre Angebote gezielt zu intensivieren und auszubauen. Dies umfasste Beratungsangebote, Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildung für Fachkräfte, Prävention, Kooperation, Vernetzung und Lobbyarbeit.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

(BMFSFJ). Träger war die DGfPI e.V. Der Paritätische Gesamtverband beteiligte sich über die BAGFW am begleitenden Fachbeirat.

 

Nun liegen die Abschlussergebnisse des Projektes vor. Durch eine intensive Evaluation und fachliche Begleitung können die Ergebnisse in Kürze so beschrieben werden:
Thema gesetzt: In allen acht teilnehmenden Regionen und auch darüber hinaus auf Landes- und Bundesebene wurde Sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend, Unterstützung für Betroffene in ländlichen Regionen, Bedarfe und Versorgungslücken sichtbar gemacht.
Übertragbarkeit: Die Rahmenbedingungen in den Regionen sind sehr verschieden, deshalb muss genau hingeschaut werden: Was funktioniert unter welchen Bedingungen?
Neue Regionen: Es braucht zunächst viel Engagement für Sensibilisierung, Fortbildung für Fachkräfte, Vernetzung, Vertrauensaufbau – erst danach steigen die Beratungsanfragen.
• Es gibt überall einen großen Bedarf an Prävention, Fortbildung, Schutzkonzeptentwicklung (der auch über das Modellprojekt nur punktuell abgedeckt werden konnte).
• Viele Prozesse brauchen mehr Zeit, um sie stabil zu verstetigen, insbesondere auch die gezielte Ansprache besonders vulnerabler und schwer erreichbarer Zielgruppen.
• Im Modellprojekt haben sich fallbezogene Kooperationen besonders bewährt (am konkreten Fall oder in offenen Fallwerkstätten, anonymisiert). Hier kann der Nutzen spezialisierter Fachberatung für Kooperationspartner*innen direkt erfahrbar werden.
• „Was und wie viel muss vor Ort sein?“ Das Modell Außenstelle hat sich in großen Landkreisen eher nicht bewährt, besser gelangen Kooperationen mit anderen Einrichtungen vor Ort und aufsuchende Arbeit. Diese Arbeit braucht den Rückhalt eines starken Teams!
• Die Aktivitäten und Erfolge haben überall ausgestrahlt, vielerorts wird jetzt der Bedarf (mehr) gesehen, die Fachberatungsstellen sind bekannter mit ihrer Kompetenz und in den Netzwerken, es wurde viel angestoßen und bewegt – und wird hoffentlich weiterwachsen!
Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten: Das im Modellprojekt entstandene Onlineberatungsportal bietet ein Dach und Vernetzung für Fachberatungsstellen und ihre digitalen Beratungsangebote.

Sämtliche Informationen zu dem Projekt und den ausführlichen Abschlussbericht finden Sie hier.

Die Ergebnisse werden am 9. Juni 2022 von 13.00 -15.30 Uhr online vorgestellt. Sie können sich zur Online-Veranstaltung hier anmelden.

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